Terminator 6-Flop: Macher spricht über große Probleme mit James Cameron

25.11.2019 - 14:00 Uhr
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© 20th Century Fox
Terminator 6: Dark Fate
Terminator: Dark Fate ist ein Kinoflop. Regisseur Tim Miller sprach nun über offenbar schwere kreativen Differenzen mit James Cameron.

Bis zu 130 Millionen US-Dollar Verlust könnte Terminator: Dark Fate an den Kinokassen machen, so Analysten. Der sechste Teil der Reihe, ein direktes Sequel zu Terminator 2 - Tag der Abrechnung, galt bereits kurz nach seinem Start Ende Oktober bzw. Anfang November als Flop. Die Zukunft des Franchise ist ungewiss.

Kürzlich unterhielt sich Regisseur Tim Miller mit dem Radiosender KRCW (via The Hollywood Reporter ) über das millionenschwere Verlustgeschäft und kam hierbei auch auf die offenbar heftigen kreativen Differenzen mit James Cameron zu sprechen. Cameron kreierte das Franchise gemeinsam mit Gale Anne Hurd und war beim jüngsten Ableger als Co-Autor und Produzent an Bord.

Finale Fassung von Terminator 6 lag nicht in den Händen des Regisseurs

Er sei sich sicher, dass man ein Buch darüber schreiben könne, warum Terminator: Dark Fate am Box Office scheiterte, so Tim Miller. Aktuell beschäftigte er sich noch immer damit, die enttäuschenden Zahlen des Films zu verarbeiten, auf den er nichtsdestotrotz "sehr stolz" sei.

Der Regisseur weist die Schuld von sich

Die Dinge, die sie scheinbar am meisten an dem Film hassten, waren Dinge, die ich nicht kontrollieren kann. Ich bin nicht Herr darüber, dass ihr Genysis nicht mochtet oder euch von Terminator 4 verraten gefühlt habt.
Tim Miller und Linda Hamilton am Set von Terminator: Dark Fate

In dem Interview erzählte Miller, dass die Entscheidung über die finale Fassung von Terminator: Dark Fate "technisch gesehen" bei Cameron sowie Produzent David Ellison gelegen habe. "Selbst, wenn ich den Kampf verliere" fühle er aber grundsätzlich die Pflicht als Regisseur, für den Film und seine Vision zu kämpfen. Das sei die Aufgabe des Regisseurs.

Nie wieder: Tim Miller hat genug vom Kontrollverlust wie bei Terminator 6

Bevor er konkreter auf die Erfahrung bei Terminator: Dark Fate einging, enthüllte Tim Miller, dass er nach dem ersten Deadpool-Film aus dem Sequel ausstieg, da Hauptdarsteller Ryan Reynolds das Franchise habe kontrollieren wollen.

"Man kann auf diese Weise ziemlich erfolgreich als Regisseur arbeiten, aber ich kann es nicht." Dieser Kontrollverlust über die Vision des Films sei letztlich auch der Grund, warum er künftig wohl eher nicht mehr mit Cameron zusammenarbeiten wird:

Ich kann sagen: 'Nein.' Aber es hat nichts mit irgendeinem Trauma von der Erfahrung zu tun. Es geht viel mehr darum, dass ich einfach nicht noch einmal in einer Situation sein will, in der ich keine Kontrolle darüber habe, was aus meiner Sicht richtig ist.
Terminator: Dark Fate

In dem Gespräch sagte Miller, dass es viele Meinungsverschiedenheiten wegen kleinerer Dialogzeilen gegeben habe, die er als "poetisch und wunderschön" empfunden und für die sich Cameron nicht interessiert habe. Auch gab es nach Angaben des Terminator: Dark Fate-Regisseurs früh in der Entwicklungsphase Unstimmigkeiten über die Zukunft der Reihe: Sollen die Menschen gegen die Maschinen gewinnen oder verlieren, war demnach eine zentrale Frage.

Terminator-Streit: "Lass uns ein Bier trinken gehen"

Das persönliche Verhältnis zwischen Tim Miller und James Cameron scheint aber unabhängig von den kreativen Gräben intakt zu sein. In einer Mail habe Cameron die Konflikte angesprochen und gemeint, sie hätten Terminator: Dark Fate besser gemacht. "Ich werde im Dezember wieder in L.A. sein. Lass uns ein Bier trinken gehen", soll ihm Cameron angeboten haben.

Bisher konnte Terminator: Dark Fate knapp 250 Millionen US-Dollar an den Kinokassen einspielen. Dem steht ein Produktionsbudget in Höhe von angeblich bis zu 200 Millionen Dollar gegenüber. Die Marketingkosten sollen nochmal weitere 80 bis 100 Millionen Dollar betragen.

Konflikte bei Terminator 6: Was ist eure Meinung zu Dark Fate?

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