The Nun: Darum ist das Conjuring-Spin-off trotz schlechter Kritiken ein Erfolg

The Nun
© Warner Bros.
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Abgesehen von dem Umstand, dass es sich mit einem relativ großen, beliebten Franchise im Rücken potenziell einfacher an der Kinokasse überleben lässt, deuten neue Daten auf ein interessantes Erfolgsrezept für den von der Kritik zu großen Teilen geschassten The Nun hin. Dieser kommt bei Rotten Tomatoes gerade einmal auf einen Wert von 26 Prozent kommt. Ein Kritikerdurchschnitt von 4,7 von 10 Punkten bei moviepilot ist auch nur bedingt besser. In der vergangenen Wochen startete der fünfte Streifen aus der Conjuring-Reihe trotzdem mit Rekorden in den Kinos und konnte nach fünf Tagen weltweit bereits 162 Millionen US-Dollar einspielen. Der Erfolg könnte an der vergleichsweise auffallend großen Anzahl einer bestimmten Zuschauergruppe liegen: den Latinos.

The Nun lockt mit religiösem Bezug an

In den USA und Kanada nahm The Nun am vergangenen Wochenende 53,5 Millionen Dollar ein. The Wrap liegen Zahlen von Warner Bros. und comScore vor, denen zufolge 36 Prozent dieser Kinogänger Latinos waren. Zum Vergleich: Beim ersten Conjuring-Film aus dem Jahre 2013 habe dieser Anteil noch bei 17 Prozent gelegen, während er bei Annabelle 2 aus dem vergangenen Jahr bereits auf 26 Prozent angestiegen sei. Zudem stellte Mexiko mit einem Umsatz in Höhe von 10,7 Millionen Dollar den umsatzstärksten Markt außerhalb der zusammengerechneten USA und Kanada dar. Laut Box Office-Analyst Jeff Bock habe die Besetzung des mexikanischen, auch außerhalb seines Geburtslandes bekannten Schauspielers Demián Bichir sicherlich geholfen, doch besonders der religiöse Aspekt sei interessant:

Grundsätzlich sind Latinos ein großer Teil des Horror-Box Office, aber besonders bei Filmen, wie The Nun, die eine stark religiöse Richtung einschlagen. Dieser katholische Aspekt der mexikanischen Kultur spielte wahrscheinlich eine Rolle.

Mit dem Wissen um diesen Hintergrund richtete sich auch die Marketingkampagne von Warner Bros. für The Nun aus, wie Richard Brener und Carolyn Blackwood, Co-Präsidenten und CCOs beim beteiligten Studio New Line, bekanntgaben. So fanden in Vorbereitung auf die Marketingkampagne Testvorführungen außerhalb der üblichen Bereiche von Los Angeles statt, um die potentiellen Kinogänger zu erreichen. "Wir haben definitiv wahrgenommen, dass unsere Conjuring-Filme überdurchschnittlich in Staaten mir einem größeren, hispanischen Publikum abschneiden [...]", so Blackwood. Daraufhin hat sich das Marketingteam auf Staaten mit großem Latino-Anteil fokussiert, sodass Texas und andere Grenzstaaten am ersten Wochenende überdurchschnittliche Umsätze erzielen konnten.

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moviepilot Team
NeonFox Alexander Börste
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