Til Schweigers Fast & Furious auf Netflix: Herrlich bescheuerte Actionkomödie - großartiger Spaß garantiert

21.04.2021 - 09:00 Uhr
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Manta Manta - Trailer 2 (Deutsch)
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© Netflix/Constantin
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Fast & Furious-Fans sollten sich Til Schweigers Debüt auf Netflix nicht entgehen lassen: 90 Minuten flotte Schlitten und dumme Sprüche bieten perfekte Kultfilm-Unterhaltung.

Heiße Renn-Action, taffe Attitüden und ein unumstößliches Zusammengehörigkeitsgefühl: Damit lockt die Fast & Furious-Reihe seit Jahren nicht nur Auto-Fans in die Kinos. Doch lange, bevor Vin Diesel sich zum ersten Mal im Feinripp-Unterhemd hinters Steuer eines Muscle Cars quetschte, begeisterte eine deutsche Kultkomödie Millionen von Raser-Fans.

Til Schweigers knallbuntes Spielfilmdebüt Manta, Manta bietet jede Menge Verfolgungsrennen, flache Sprüche, 90er-Flair und herrlich dämlichen Humor. Auf Netflix garantiert die Komödie von 1991 jetzt den perfekten Spaß für alle Rennboliden-Jünger.

Was ihr über Manta, Manta auf Netflix wissen müsst:

  • Spielfilm-Debüt: In Manta, Manta war Til Schweiger zum ersten Mal im Kino zu sehen.
  • Zeitgeist: Die Komödie ist ein herrlich abgedrehtes Kind der 90er.
  • Humor: Tausend dumme Sprüche und ein irrsinniger Plot sorgen für viel Spaß.

Kultkomödie auf Netflix: Die Handlung von Manta, Manta

Manta, Manta spielt im Ruhrgebiet kurz nach der Wende: Hitzkopf Bertie (Til Schweiger) wohnt zwar noch bei Mama, weiß ansonsten aber genau, was er will: Mit seinen Freunden im Opel Manta durch die Gegend heizen! Er und seine Kumpels, etwa der besonnene Mechaniker Gerd (Stefan Gebelhoff) und Tollpatsch Klausi (Michael Kessler) sorgen auf den Straßen des Ruhrpotts als "Mantas" für Angst und Schrecken. Aber Neider gibt es genug.

Schaut euch hier den Trailer zu Manta, Manta auf Netflix an:

Manta Manta - Trailer 2 (Deutsch)
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So etwa der schnöselige Axel (Martin Armknecht) mit seinem roten Mercedes und seiner Entourage aus reichen Raser-Kids. Als er Bertie zum Rennen herausfordert, schmeißt der im Eifer des Gefechts 5000 D-Mark in die Waagschale, die eigentlich für die erste gemeinsame Wohnung mit Freundin Uschi (Tina Ruland) gedacht waren.

Der Haussegen hängt natürlich mächtig schief und bis zum Rennen bleibt nur wenig Zeit. Bis dahin müssen Bertie und seine Meute allerdings noch jede Menge Hindernisse überwinden: Neben einem zerschossenen Wagen und einer kaputten Beziehung wollen auch noch eine Schwangerschaft, eine Miss-Wahl, diverse wahnwitzige Verfolgungsjagden und irrsinnige Massen an Jägermeister bewältigt werden.

Fast & Furious-Ersatz auf Netflix: Bleifuß-Spaß im 90er-Flair

Für Manta, Manta ist das Rennfinale aber im Grunde genommen zweitrangig: Der Spaßfaktor der Kultkomödie liegt vor allem in ihrem geradlinigem, manchmal herrlich dämlichen Humor. Wenn etwa per Radio jede Menge Mantawitze abgefeuert werden oder sich Verkehrsteilnehmer mit unvergleichlichen Pott-Sprüchen rüde eindecken, kommt Freude auf.

Bertie und Kumpel Gerd haben vor dem Rennen noch mit diversen anderen Problemen zu kämpfen

Sympathisch ist daran, dass Manta, Manta gar nicht mehr vermitteln will als den Spaß an Geschwindigkeit, Rockmusik und einem losen Mundwerk. Bertie und Konsorten werden in knalligen Farben gefeiert: Als Asphalt-Cowboys, die zu quietschenden Soli und ihrer eigenen Hymne ("Manta, Manta! Ich ras' durch die Nacht, denn heute wird wieder mal durchgemacht!") über deutsche Autobahnen brettern. Es gibt keine Selbstzweifel oder philosophischen Lebensfragen, die da im Weg stünden.

Gute Figuren und gelungene Action bei Netflix

Was ansonsten in die Mittelmäßigkeit vieler deutscher Comedy abgleiten könnte, wird hier durch stimmige Figuren und eine knackige Inszenierung getragen. Der hitzige Halbstarke, der Tollpatsch auf der Suche nach Anerkennung, die Freundin in Sorge um ihre Schwangerschaft: Die Rollen haben zwar wenig Tiefe, bleiben aber pointiert und geraten nie zum repetitiven Klamauk.

Die Verfolgungsjagden sind für komödiantische Verhältnisse gut umgesetzt und bedienen sich bei großen Hollywood-Vorbildern (etwa Bullitt). Auch dem Fast & Furious-Pendant ist Manta, Manta dabei nicht ganz unähnlich. Bei beiden Reihen sind die Figuren präzise aufeinander abgestimmt. Und auch in der amerikanischen Saga gibt es eine Vorliebe für flotte Sprüche und eine Figurenzeichnung, die vor allem auf einer Zuneigung zu Turboladern gründet.

Im Übrigen entführt Manta, Manta alle Zuschauer in die romantische Version einer längst vergangenen Zeit kurz nach der Wende, in der Autofanatiker sich nach der Arbeit mit Gefährt vor der Frittenbude trafen, Freitagabende in der Disko Großereignisse waren und "Atomkraft, nein danke!"-Aufkleber heftige Diskussionen auslösten.

Unbedarfter Romantiker: Klausi mit seinem Schwarm Angie (Nadja Naidenow)

Manta, Manta ist sicher nichts für jeden: Was damals noch als Witzchen durchging, ist heute mitunter politisch mehr als angestaubt. Sofern man ihn aber nicht zu ernst nimmt, drückt er als schrilles Kind seiner Zeit und geradliniger Spaß das Gaspedal bis zum Boden durch.

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