Vikings: In Ragnars Abschiedsworten versteckt sich eine geheime Botschaft

13.09.2021 - 17:10 UhrVor 15 Tagen aktualisiert
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Vikings - S01 Trailer (English)
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© History Channel
Vikings
In Staffel 4 durfte Travis Fimmels Ragnar sich mit einer letzten großen Rede aus Vikings verabschieden. In seinen Worten steckt jedoch viel mehr, als es auf den ersten Blick den Anschein hat.

Achtung, es folgen Spoiler zu Vikings. Als die gefeierte Historienserie Vikings in Staffel 4 ihre von vielen verehrten Hauptfigur Ragnar (Travis Fimmel) sterben ließ, war das ein radikaler Einschnitt. Doch seine Präsenz war bis zum Ende zu spüren, nicht zuletzt wegen der versteckten Nachricht in seinen letzten Worten.

Ragnar verfolgte mit seiner Vikings-Abschlussrede geheime Ziele

In Folge 15 der 4. Staffel Vikings starb Ragnar Lothbrok. In der Schlangengrube von König Aelle (Ivan Kaye) fand er sein Ende, gab zuvor hinter dem Gitter seines Käfigs aber noch blutverschmiert eine Rede zum Besten: Er erklärte seine Vorfreude, bald an Odins Tafel in Valhalla zu sitzen. Als Held bedauere er sein Dahinscheiden nicht, weil er in der Halle der Götter auf seine Söhne warten und mit ihnen in seinem Triumph schwelgen werde.

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Nach der Ragnars Entwicklung in Vikings, bei der er seinen alten Göttern (auch durch Athelstans christlichem Einfluss) zunehmend abgeschworen hatte, mochten Ragnars Abschluss-Worte seltsam wirken. Doch in Wahrheit steckte dahinter die Methode.

Wie Vikings' Ragnar-Darsteller Travis Fimmel und Serienschöpfer Michael Hirst dem Hollywood Report  anlässlich des Schock-Moments in Staffel 4 verrieten, sind die religiösen Worte nämlich die Manipulation eines cleveren Vaters und Wikingers. Travis Fimmel erzählte:

Ragnar glaubte nicht, dass er in den Himmel oder nach Valhalla gehen würde. Er würde unter der Erde verrotten. Er hatte getan, was er im Leben tun wollte, doch es war sein Leben. Danach war er bereit, glücklich zu sterben. Er hinterließ ein Erbe. Ob gut oder schlecht: Menschen würden sich an ihn erinnern.
Vikings: Ragnar kurz vor seinem Tod

Vikings-Serienschöpfer Michael Hirst ergänzte zudem zu Ragnars bedeutsamem Tod:

Als [Ragnar] starb, glaubte er nicht mehr an das, was er früher geglaubt hatte. Aber er wusste, dass seine Söhne und sein Volk es noch taten. Also ist seine abschließende große Ansprache aus dem Käfig kein Glaubensbekenntnis, sondern ein politisches Statement, um seine Söhne dazu animieren, seinen Tod zu vergelten. Er legt den Grundstein zur Rache und zur Zukunft der Wikinger.

Für Ragnars Ende in Vikings übte Travis Fimmel seinen Einfluss aus

Damit beweist die Figur Ragnar ihr taktisches Geschick bis zum Schluss. Nachdem er in Staffel 4 seine Hochphase längst hinter sich hat und von vielen Wikingern sogar angezweifelt wird, kann er durch das öffentliche Berufen auf die "heidnischen" Götter seinen Ruf noch einmal reinwaschen und sein Vermächtnis endgültig sichern. Er positioniert sich klar als Wikinger. Ragnars Söhnen bleibt nach seinem Tod gar nichts anderes übrig, ihren Feinden die Ermordung des Vaters heimzuzahlen.

Vikings tötet Ragnar in Staffel 4, Folge 15

Interessant dabei ist, dass Ragnar-Star Travis Fimmel, Vikings-Schöpfer Michael Hirst und der König Ecbert-Darsteller Linus Roache (Ragnars eigentlicher Endgegner) im Vorfeld lange Diskussionen dazu führten.

Während Hirst eine imposante Abschlussrede plante, hatte Fimmel nämlich ganz eigene Vorstellungen für seine Vikings-Figur: In seiner Wahrnehmung war Ragnar kein großer Reden-Schwinger. "[Travis Fimmel] kämpfte auf gute Art [für Ragnar]", verriet Hirst, "Wir drei waren in einen Raum eingeschlossen und diskutierten den Tod eines Charakters, der uns alle auf Story- und persönlicher Ebene betreffen würde." Was als Endergebnis dabei herauskam, ist auch nach fünf Jahren noch ein Serien-Vermächtnis der besonderen Art.

Das Vikings-Ende und Vikings: Valhalla im Podcast

Im Vikings-Podcast von Streamgestöber erfahrt ihr alles über Staffel 6 und die für Ende 2021 geplante Serien-Fortsetzung Vikings: Valhalla.
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