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Die Unfassbaren 2 - Das sagen die Kritiker zum Magier-Sequel

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© Concorde Filmverleih GmbH
Die Unfassbaren 2
25.08.2016 - 09:50 UhrVor 4 Jahren aktualisiert
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Heute startet das Magier-Abenteuer Die Unfassbaren 2, das Sequel zu Lou Leterriers Überraschungserfolg aus dem Jahr 2013 in den Kinos. Können die Tricks des namhaften Ensemble-Casts die Kritiker überzeugen? Wir haben erste Eindrücke für euch gesammelt.

2013 avancierte Die Unfassbaren - Now You See Me zum Überraschungserfolg. Zumindest beim Publikum konnte die Magier-Truppe, die in Robin Hood-Manier die Reichen beklaute und die Armen beschenkte, punkten. Ein weltweites Einspielergebnis von knapp 351 Millionen US-Dollar spricht für sich. Die Kritiken hingegen waren damals schon eher durchwachsen. Nun treten die vier Illusionisten in Die Unfassbaren 2 wieder in Erscheinung und außer neuen spektakulären Tricks haben sie mit Lizzy Caplan auch ein neues weibliches Mitglied im Gepäck.

Ein Jahr nachdem es ihnen gelungen ist, das FBI zu überlisten und den Gangster Arthur Tessler (Michael Caine) seines Vermögens zu berauben, melden sich The Four Horsemen (Jesse Eisenberg, Dave Franco, Woody Harrelson und Lizzy Caplan) zurück. Für ihr Comeback planen sie nun die unethischen Praktiken von Walter Mabry (Daniel Radcliffe) zu entlarven, der Hightech-Magnat ist niemand geringeres als der Sohn von Arthur Tessler. Dieser hat jedoch in der Zwischenzeit seine eigenen Rachepläne geschmiedet und will die Magier für den Coup an seinem Vater büßen lassen.

Für die Regie des Sequels zeichnet Jon M. Chu verantwortlich. Chu ist vor allem für die Inszenierung der Tanzfilme Step Up 2 the Streets, Step Up 3D - Make Your Move und dem Sci-Fi-Actioner G.I. Joe: Die Abrechnung bekannt. Um euch einen ersten Eindruck zu vermitteln, haben wir hier die ersten deutsch- und englischsprachigen Kritiken gesammelt.

Zunächst einmal die harten Fakten zu Die Unfassbaren 2:

  • 275 Community Bewertungen mit einem Durchschnittswert von 6,1
  • 12 Kritiker-Bewertungen mit einem Durchschnittswert von 4,8
  • 10 Kritiken und 35 Kommentare
  • 3 x Lieblingsfilm und 0 x Hassfilm
  • 611 Vormerkungen, 14 sind nicht interessiert

Das sagen die englischsprachigen Kritiker zu Die Unfassbaren 2:

Chris Hewitt von Empire Online  merkt an, dass, während sein Vorgänger noch spaßig gewesen sei, fehle es dem Sequel an Geist, Charme und ja, Zauber:

Leterrier ist bestimmt kein Magier seines Fachs, aber neben Chu ist er Penn & Teller. Der Film erstickt so sehr an seinem unglaublich überkonstruierten Plot, inklusive einer besonders dämlichen retroaktiven Erzählweise, sodass die Schlagfertigkeit der vier Horsemen nie wieder so hergestellt werden kann wie im Original. Interessante Ideen werden eingeführt, dann wieder verworfen. Daniel Radcliffes schlimmer Finger bekommt eine denkwürdige Einleitung, die reichlich Spleens und Charakter vermuten lässt, nur um dann zu einem langweiligen Bösewicht-nach-Zahlen zu verkommen.

Nigel M. Smith vom Guardian bemängelt die nicht vorhandene Charakterentwicklung und hält nicht viel von dem Sequel-Prinzip "mehr ist mehr":

Die Unfassbaren 2 ist wie der überambitionierte Cousin (vom ersten Teil): Er versucht alles, um gemocht zu werden und bewirkt in seiner Verzweiflung das genaue Gegenteil. Wie die selbstgefälligen Magier verfällt auch der Film der Angeberei und beschmeißt den Zuschauer mit mehr von allem. Doch dabei fehlt es ihm an dem Spaß, der für seinen Vorgänger so ausschlaggebend war.

Tara Brady von The Irish Times  bezeichnet das Sequel als alberner und chaotischer als das Original, jedoch sei es unmöglich den Film nicht zu mögen. Das habe er vor allem seinem gut harmonierendem Cast zu verdanken:

Das Ensemble - teilweise aus dem Marvelverse (Ruffalo) und The Dark Knight (Freeman, Caine) beordert - ist hip, außerordentlich sympathisch und erzeugt eine lebhafte Chemie untereinander, wenn die Mitglieder mal in kleineren, dann wieder in größeren Fraktionen unterwegs sind.

Das sagen die deutschsprachigen Kritiker zu Die Unfassbaren 2:

Martin Schwickert von epd Film  bemerkt, dass die Story wie schon im ersten Teil nebensächlich ist. Auch hätten Zaubertricks auf der Leinwand im Zeitalter digitaler Bildproduktion an spektakulärem Reiz eingebüßt:

Wenn Eisenberg als Oberillusionist in London den Regen erst waagerecht und dann senkrecht nach oben fallen lässt, zucken abgebrühte Kinogänger mit den Schultern. Staunen kann man in Die Unfassbaren 2 eigentlich nur über die Unverfrorenheit, mit der hier ein Sequel ohne tragfähiges Drehbuch oder interessante Figurenkonflikte aus dem Boden gestampft wird.

Für Movie Jones  ist Die Unfassbaren 2 eine passable Fortsetzung, die viele energievolle Szenen bietet, aber doch am "zu viel" leidet:

War Die Unfassbaren 2 nötig? Sicherlich nicht, aber die Fortsetzung ist konsequent weitergedacht und versucht, in der Vergangenheit des einen oder anderen Protagonisten zu wühlen. Die Bindung gelingt mehr oder minder, aber an vielen Stellen spürt man, dass der Film mit seinen schnellen Schnitten, vielen Ebenen und der bombastischen Musikuntermalung mehr vortäuscht zu sein als er tatsächlich ist. Die Schauspieler retten das mitunter undurchschaubare Drehbuch und wem Die Unfassbaren gefallen hat, der kann auch guten Gewissens in Teil 2 gehen.

War der erste Teil für die Redaktion von Cinema.de  noch leidlich unterhaltsam, so gehört die verworrene Fortsetzung in die Kategorie "überflüssig":

Nach dem überraschenden Erfolg von Teil eins (2013) entstand schnell die Idee zu einem Sequel. Dumm nur, dass die Produzenten offensichtlich vergessen haben, dass ein Drehbuch sinnvoll sein könnte. Die Story, die einem hier aufgetischt wird, ist so verworren, dass man schnell die Lust am Film verliert. Vor allem aber wird man das Gefühl nicht los, alles schon mal gesehen zu haben – zumal wenn man das Original noch einigermaßen vor Augen hat. Nichts gegen Sequels, aber eine vernünftige Geschichte sollte es schon sein.

Fazit:

Insgesamt zeigen sich die Kritiker eher unbeeindruckt von Die Unfassbaren 2. Wo der erste Teil bei den meisten Rezensenten noch punkten konnte, verliert die Fortsetzung vor allem Punkte bei der überkonstruierten Handlung und der flachen Figurenentwicklung. Gelobt wird die gute Besetzung, deren harmonische Chemie untereinander über einige Schwächen hinwegsehen lässt. Wer den ersten Teil mochte und sich nicht an Sequel-Fettnäpfchen stört, wird jedoch auch der Fortsetzung etwas abgewinnen können.

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