John Wick: Kapitel 2 - Das sagen die Kritiker zum Action-Sequel

Keanu Reeves in John Wick: Kapitel 2
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Keanu Reeves in John Wick: Kapitel 2
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Als John Wick im September 2014 auf dem texanischen Austin Fantastic Fest seine Premiere feierte, wussten die Macher der kleinen Produktion vermutlich noch nicht, wie viel Kultpotential in ihrem stylischen Actionthriller steckt. Dann schlug das beinharte Martial-Arts-Spektakel genauso gewaltig ein, wie Hauptdarsteller Keanu Reeves in die Visagen seiner Gegner. Weltweit spielte der Film, bei einem Budget von nur 20 Millionen US-Dollar, insgesamt mehr als das Vierfache wieder ein. Schnell bildete sich eine eingeschworene Fan-Gemeinde und lechzte nach einer Fortsetzung. Regisseur Chad Stahelski erhörte diese Wünsche und bringt hierzulande heute das Sequel John Wick: Kapitel 2 in die Kinos.

Darin schlüpft Keanu Reeves erneut in die Rolle des ehemaligen Auftragsmörders John Wick, dem noch immer keine Ruhe gegönnt wird, nachdem er sich im ersten Teil für den Tod seiner Frau Helen sowie seines Welpen Daisy gefühlt an der halben New Yorker Unterwelt gerächt hat. In der Fortsetzung wird er von seinem ehemaligen Chef Winston (Ian McShane) nach Rom zitiert, um eine alte Schuld zu begleichen. In Italien angekommen, wird sein Talent als kaltblütiger Killer sofort auf die Probe gestellt, denn der Gangsterboss Santino D'Antonio (Riccardo Scamarcio) setzt ein Kopfgeld auf ihn aus. Schauen wir uns mal an, ob John Wick: Kapitel 2 auch die Action halten kann, die er verspricht.

Hier kommen die harten Fakten zu John Wick: Kapitel 2:

  • 13 Kritiker-Bewertungen mit einem Durchschnittswert von 7,9
  • 71 Community-Bewertungen mit einem Durchschnittswert von 7,5
  • 9 Kritiken und 10 Kommentare
  • 3 x Lieblingsfilm und 0 x Hassfilm
  • 484 Vormerkungen, 16 sind nicht interessiert

Das sagen die englischsprachigen Kritiker zu John Wick: Kapitel 2:

Peter Travers vom Rolling Stone wurde von den flimmernden Gewaltausbrüchen regelrecht hypnotisiert:

Diese donnernden Sequenzen als mitreißend zu bezeichnen, wäre tatsächlich eine Untertreibung. Reeves trainierte wochenlang Judo und brasilianisches Jiu-Jitsu und das sieht man. Stahelski, der als sein Stuntman bei Matrix startete, hat ein Auge dafür, wie die Action den Charakter definiert. Gemeinsam mit dem talentierten Kameramann Dan Laustsen, dessen Einsatz von Neonlicht verdammt verführerisch ist, macht der Regisseur jeden Moment zu blendender Kunst
Chris Nashawaty von Entertainment Weekly lobt vor allem die Action:
Das größte Kompliment, das ich John Wick: Kapitel 2 machen kann, ist die Tatsache, dass ich schon innerhalb der ersten 15 Minuten den Body Count aus den Augen verloren habe. Für wen das schon nach einer Lobeshymne klingt, der wird Keanu Reeves' knackige Ode an überaus gewalttätige Choreografien mit Kugeln, Fäusten und sogar einem Bleistift lieben.

Michael O'Sullivan von der Washington Post interpretiert den Film sogar als Parabel auf das Leben:

Es ist zwar nur eine kleine, künstliche Welt - die auf der einen Seite auch als Metapher auf die Unsicherheit im Leben gelesen werden kann - aber diese Welt macht Spaß. Es ist nicht schwer, den Reiz der John Wick-Filme zu erklären, selbst wenn sie zweifelsohne nicht den Geschmack von jedem treffen, aber die Gewalt geht in eine gewisse Reinheit über, die auf jeden Fall etwas mit der Hauptfigur zu tun hat.

Das sagen die deutschsprachigen Kritiker zu John Wick: Kapitel 2:

Sascha Westphal von EPD Film erinnert das Action-Sequel an klassische Schlachtengemälde:

Stahelskis Actionszenen sind keine choreographierten Todesballette mehr. Sie ähneln eher klassischen Schlachtengemälden. Die bildende Kunst tritt an die Stelle des Tanzes. Und das verändert alles. Der Zuschauer ist eingeladen, analytisch zu schauen. Jeder Kampf und jeder Schusswechsel werden kenntlich als Ausdruck einer Welt, in der alle fortwährend auf Leben und Tod kämpfen.

Doris Kuhn von Filmdienst glaubt fest daran, dass auch ein dritter John Wick-Teil folgen wird:

Die Explosionen von Glas, Farben, großkalibrigen Geschossen vervielfältigen sich entsprechend, mal real, mal als Täuschung. Nach dieser künstlerischen Herausforderung ergibt sich für den mürrischen John Wick trotzdem keine Pause im Ruhestand. Bei der Menge an Gegnern, die er sich in dieser Folge macht, wird er mindestens noch ein Sequel durchstehen müssen.

Martin Schwarz von Zitty fühlte sich an Hongkong-Thriller der 80er Jahre erinnert:

Das ist oftmals redundant. Dennoch kann sich der Freund dieser Art Kino einer gewissen Faszination nicht entziehen. Da ist die extreme Stilisierung: Regisseur Chad Stahelski kreiert eine von der Realität abgekoppelte Unterwelt mit eigenen Gesetzen – Polizei? Hamwanich. Ähnlich abgehoben sind auch die Kampfchoreografien, die in ihren besten Momenten an die ballettartigen Sequenzen John Woos in seinen Hongkong-Thrillern der späten 80er wie „The Killer“ oder „Hard Boiled“ erinnern.

Fazit zu John Wick: Kapitel 2:

Zwischen englischsprachigen und deutschen Kritikern herrscht einhelliger Konsens darüber, dass die Action-Fortsetzung ihr Eintrittsgeld definitiv wert ist. Der hochprozentige Cocktail aus extrem harten Martial-Arts-Choreografien und ambitionierter Neon-Inszenierung versetzt die Presse in einen Freudentaumel, in dem so mancher sogar über eine tiefere Interpretationsebene von John Wick: Kapitel 2 zu sinnieren wagt. Insgesamt, da sind sich tatsächlich alle einig, ist das spaßige Sequel lupenreine Kino-Unterhaltung mit einem beeindruckenden Keanu Reeves in Höchstform.

Werdet ihr euch John Wick: Kapitel 2 ansehen?

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