Maria Furtwängler spielt Leni Riefenstahl
Miss Kubelik (Constanze Brinkschulte), Veröffentlicht am 11.06.2012, 15:00
Maria Furtwängler muss in Schicksalsjahre fliehen und um die Liebe kämpfen
© ZDF/teamWorx
Filme über die nationalsozialistische Vergangenheit Deutschlands gibt es wie Sand am Meer, da unser Land vermutlich durch nichts so tiefgreifend und nachhaltig geprägt wurde wie durch den Holocaust und den Zweiten Weltkrieg. Für die Filmhistorie besonders bedeutend ist in dem Zusammenhang die nach wie vor umstrittene Regisseurin Leni Riefenstahl, die als Liebling Adolf Hitlers galt und einige NS-verherrlichende Dokumentarfilme für ihn drehte. Umso mutiger ist nun das Vorhaben von Tatort-Ermittlerin und Deutschlands Vorzeige-Schauspielerin Maria Furtwängler, einen TV-Film über das Leben Riefenstahls zu drehen – mit sich selbst in der Hauptrolle.
Wie die Rheinische Post berichtet, stammt die Idee zu einem Biopic über Leni Riefenstahl von Maria Furtwängler selbst. Offiziell bestätigt wurde auch, dass das ZDF die Schirmherrschaft übernehmen und das TV-Drama produzieren wird. Dabei ist es Maria Furtwänglers Aufgabe, vor allem die widersprüchlichen Seiten der Frau nachzuzeichnen, die sich selbst nie mit den Vergehen der Nationalsozialisten in Verbindung bringen wollte. Leni Riefenstahl starb 2003 mit 102 Jahren und inszenierte unter anderem die Reichsparteitage der Nazis (Triumph des Willens) sowie die Olympischen Spiele (Olympia 1. Teil – Fest der Völker) besonders ästhetisch und zeigte Hitler als überlebensgroßen Herrscher. Deshalb blieben weniger Leni Riefenstahls technische Leistungen und filmische Qualitäten in Erinnerung als ihr Umgang mit der sensiblen Thematik, für den sie immer an den Pranger gestellt wurde. Sie selbst weigerte sich allerdings, als Nazi-Sympathisantin abgestempelt zu werden, da sie von den Verbrechen überhaupt keine Ahnung gehabt habe.
Die TV-Verfilmung über die vermeintliche Mitläuferin Leni Riefenstahl dürfte auch gerade deshalb für Kontroversen sorgen, weil Maria Furtwängler sich damit auf dünnes Eis begibt. Bislang glänzte die Frau des Verlegers Hubert Burda in erfolgreichen TV-Produktionen wie dem Vertriebenen-Epos Die Flucht oder dem ZDF-Zweiteiler Schicksalsjahre, auch als Tatort-Kommissarin Charlotte Lindholm ist sie gefragt. Doch sie ist auch die Großnichte und zugleich Stiefenkelin des Dirigenten Wilhelm Furtwängler, der auch von den Nationalsozialisten umworben wurde. Vermutlich ist es Maria Furtwängler deshalb ein besonders persönliches Anliegen, sich mit dieser schwierigen Thematik auseinanderzusetzen und sich näher mit der Persönlichkeit Leni Riefenstahls zu befassen. Der ZDF-Film ist allerdings nicht der erste Versuch, ihre Geschichte zu verfilmen: Zuletzt sollte Jenny Elvers-Elbertzhagen die Riefenstahl mimen, auch Hollywood-Stars wie Jodie Foster waren interessiert an dem Stoff. Alle bisherigen Projekte scheiterten aber letztlich.
Was haltet ihr von einem Biopic über Leni Riefenstahl?
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Kommentare
über Maria Furtwängler spielt Leni Riefenstahl
primus77 Tue, 12 Jun 2012 04:14:23 -0000
Kommentar löschenam end wirds wieder ne typische tv-liebes-schnulze
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Tytus Mon, 11 Jun 2012 21:21:33 -0000
Kommentar löschenBei dem TItel "ZDF-Film über Hitlers Liebling" dachte ich an Hitlers Jüdischstämmigen Freund den Mitbegründer des SA/SS "Emil Maurice"
http://www.amazon.de/Führers-bester-Freund-Anna-Sigmund/dp/345387580X
http://de.wikipedia.org/wiki/Emil_Maurice
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Miss Kubelik Tue, 12 Jun 2012 06:03:51 -0000
Antwort löschenStimmt, guter Hinweis. "Lieblings-Regisseurin" sollte es eigentlich auch zuerst heißen, aber das war dann leider zu lang für die Überschrift. Aber wer weiß, vielleicht kommt ja bald auch ein Film zu Emil Maurice - genug Stoff gäbe es da ja sicher ;)
NewFilmkonsument Mon, 11 Jun 2012 21:14:39 -0000
Kommentar löschenDas ist das Problem bei ZDF- und ARD-Produktionen: Rollen werden immer mit bekannten TV-Gesichtern besetzt. Entweder wird das Drehbuch direkt auf den Schauspieler zugeschnitten oder die Sendeanstalten nehmen komplette Fehlbesetzungen (Christine Neubauer in so ziemlich jeder Rolle) in Kauf.
Die Rolle könnte man sicherlich besser besetzen, aber Maria Furtwängler fährt die besseren Quoten ein.
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fabel Mon, 11 Jun 2012 18:28:23 -0000
Kommentar löschenPS:
Mit Stein könnte es aber durchaus was werden.:)
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fabel Mon, 11 Jun 2012 18:20:50 -0000
Kommentar löschenZuerst einmal: danke, dass ihr für solche Meldungen Platz findet! :)
Aber jetzt: WTF?! Furtwängler? Oh weh, oh weh.
Aber sage mir bitte, dass das ein Scherz war/ ist mit Jenny Elvers Elbertzhagen...:O
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Roldur Mon, 11 Jun 2012 17:15:39 -0000
Kommentar löschenDie Furtwängler ist schauspielerischer Bodensatz und gehört weit weit weg von jedem Set ausgesetzt. Hat ja eh genug Kohle die Frau.
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Sinister Kid Mon, 11 Jun 2012 19:11:37 -0000
Antwort löschenDa sprechen Neid und Unwissenheit aus einem Munde...
Mein Senf Tue, 12 Jun 2012 06:57:49 -0000
Antwort löschen... und wahrscheinlich der infantile Hang zu extremen Positionen.
dAShEIKO Tue, 12 Jun 2012 10:47:40 -0000
Antwort löschenDas Recht des Enfants, infantil zu sein. Laut statistik dauerts ja noch gute 15 Jahre, bis er zur ZDF-Zielgruppe wird. ;)
Roldur Tue, 12 Jun 2012 12:05:03 -0000
Antwort löschenIch find die Furtwängler einfach talentfrei. Es gibt viele gute Schauspieler auch bei den öffentlich rechtlichen aber die Furtwängler gehört nicht dazu. Meine Meinung, dabei bleibts. Was ist denn daran bitte ne Extremposition?
Bradbury Tue, 12 Jun 2012 12:36:01 -0000
Antwort löschen@Sinister: Neidisch auf was? Furtwängler's Brüste? Oder doch die schönen Zähne?
Sinister Kid Tue, 12 Jun 2012 12:41:17 -0000
Antwort löschen@Bradbury: Ich bezog mich auf Roldurs Aussage "Hat ja eh genug Kohle die Frau".
Mein Senf Tue, 12 Jun 2012 14:47:05 -0000
Antwort löschen@Roldur: Du hast sie nicht als talentfrei, sonder als "schauspielerischen Bodensatz" beschrieben. Was ist daran denn bitte keine Extremposition.
Dieser vollkommen erwartbare rhetorische Überbietungswettbewerb, der hier starte, sobald bestimmte Namen fallen, ist eher peinlich - sorry.
Markbln Mon, 11 Jun 2012 15:56:12 -0000
Kommentar löschenIch dachte grade, ich hätte mich verlesen.
Die Alte ist sich auch für nix zu schade. "Geglänzt" hat sie bislang nur mit völlig talentfreiem Mimikri.
Vielleicht bricht ihr das ja endlich das schauspieelrische Genick, dann wären wir sie endlich los.
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mikemacbean Mon, 11 Jun 2012 15:40:56 -0000
Kommentar löschen"BLAAAAARRRRRRRRRRRRRRRRRRRGH" - Das Geräusch das entsteht, wenn man noch einen Eimer Brühe in den dickflüssigen See aus deutschen Nazi-Filmen kippt.
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shostakovitchovitch Mon, 11 Jun 2012 15:04:48 -0000
Kommentar löschenWie sagte schon Frederick Zoller: "J'adore les films de montagne de Leni Riefenstahl"
Da bleibt nur noch zu sagen: Dito ^^
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Filmkenner77 Mon, 11 Jun 2012 14:47:52 -0000
Kommentar löschenZu Riefenstahl fällt mir nur ein: „Wenn du dich mit dem Teufel einlässt, verändert sich nicht der Teufel. Der Teufel verändert dich!“
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the assassin 666 Tue, 12 Jun 2012 19:28:06 -0000
Antwort löschenDanach hatte diese Frau kaum mehr Erfolge, wohl mit Recht. :)
Sinister Kid Mon, 11 Jun 2012 14:34:03 -0000
Kommentar löschenIch mag Frau Furtwängler. Aber das... Wohin soll das führen? So ein Blödsinn.
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Leni Riefenstahl
Beteiligt an 11 Filmen (als Akteur, Regisseur, Drehbuch, Produzent, Schnitt und Autor)
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Warum nicht? Viele Biopics behandeln ambivalente Charaktere. Was sollte das Problem für Furtwängler sein? Die Elvers Elbertzhagen hätte sich da schon eher sorgen machen sollen. Dass das ZDF inszeniert, kann, muß aber kein Nachteil sein. Hauptsache, es wird nicht so flach wie "Romy". Und auch "Das Mädchen Rosemarie" bot, abgesehen von Ninas Busch, nicht all zu viel Aufregung.
Sicher muß der Film mit der Frage klarkommen, ob man ihre Leistung als hervorragende Kamerafrau oder ihr ästhetisch-kulturelles Intersse an dem afrikanischen Volk der Nuba ob ihrer zweifelhaften Kontakte zur Nazispitze lobend erwähnen darf. Aber das ergibt nun mal die Spannung, die man von einer Geschichte erwartet, die mehr sein möchte.
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