Meisterwerk oder Kitsch in Peter Jacksons neuem Film?Bearbeiten

Veröffentlicht am 18.02.2010, 08:50

The Lovely Bones, die hübschen Knochen – so nannte Alice Sebold ihren Roman über ein Mädchen, das im Alter von 14 Jahren Opfer eines Sexualmörders wird und fortan aus dem Himmel ihre Familie beobachtet. Jetzt läuft Peter Jacksons Verfilmung an.

Die kleine Susie Die kleine Susie © Paramount Pictures Germany

In meinem Himmel nennt sich der neue Film des Regisseurs Peter Jackson, mit dem er eine Auszeit aus dem Tolkien-Universum nahm. Jetzt kommt der Streifen in die deutschen Kinos, konnte jedoch die Kritiker bislang noch nicht sonderlich überzeugen. Erste Stimmen nach der britischen Premiere verhießen bereits nichts Gutes, nun äußern sich auch die deutschen Kritiker verhalten. Beklagt werden die “kitschige, computer-generierte Landschaft” und die “flache Story”. Auch bei Rottentomatoes sieht dies nicht besser aus, nur 40 Prozent erhielt das Drama bislang auf dem Tomatometer. Wir selbst durften den Film vorab sehen, aber zurächst nur von der Pressekonferenz berichten.

Tatsächlich hält In meinem Himmel nicht unbedingt das, was wir uns von Jackson versprochen haben. Verwöhnt durch die Herr der Ringe-Trilogie bekommt der Zuschauer mit dem Drama über ein sexuell missbrauchtes und ermordetes Mädchen einen etwas ungaren Streifen vorgesetzt. Er glänzt zwar mit hochkarätigen Namen (Mark Wahlberg, Rachel Weisz, Susan Sarandon), bietet aber nur der irischen Newcomerin Saoirse Ronan wirklichen Raum zur Entfaltung. Durch den Fokus auf das Märchenhaft-Paradiesische des Himmelreiches verliert die Trauer der Familie auf Erden an Bedeutung; Jackson begnügt sich damit, die Suche nach dem Mörder in den Vordergrund zu stellen, die sich für den Zuschauer bereits zu Beginn des Trailers aufgelöst hat. Das Besondere des Romans, welcher das Auseinanderbrechen eines einst glücklichen Familie skizziert, geht somit verloren und das Visuelle vermag es nicht auszugleichen. Allzu problematische Punkte des Romans wie die Affäre der Mutter mit dem ermittelnden Polizisten klammert Peter Jackson aus und konzentriert sich auf eine Traumwelt, die einem LSD-Trip gleichkommt.

Hier der Trailer zu In meinem Himmel

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Zur Geschichte
Susie), ein 14-jähriges Mädchen aus einer mittelständischen US-Familie, wird Opfer eines Sexualverbrechens und ermordet. Über Jahre hinweg beobachtet aus ihrem Himmel, einer alternativen Realität, wie ihre Eltern (Mark Wahlberg als Vater Jack und Rachel Weisz als Mutter Abigail), ihre Großmutter (Susan Sarandon) und der Rest ihrer Familie mit der Trauer über den Verlust des geliebten Menschen nicht fertig werden. Ihr Tod führt dazu, dass die Familie auseinander bricht. Die Mutter flüchtet sich in eine Affäre, der Vater sucht verbissen nach ihrem Mörder, Schwester Lindsay (Rose McIver) leidet am Schatten der Schwester, der junge Bruder Buckley (Christian Thomas Ashdale) daran, dass er kaum Erinnerungen an Susie hat.

In meinem Himmel startet am 14. Januar 2010 in den deutschen Kinos. Wo, erfahrt ihr in unserem Kinoprogramm.


annaberlin (Anna Sita Zinn)

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Kommentare

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Sheeeeep

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Hab mir trotz der verhaltenen Kritiken doch etwas mehr erwartet ... aber schlecht ist der Film sicher nicht.

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Slevin Kalebra

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Was hat Peter Jackson eigentlich immer gegen große Drama Legenden? In Heavently Creatures macht er sich über Orson Wells lustig und hier über Laurence Olivier.

P.S. Der Film ist übrigens wirklich nicht so schlecht. Obwohl ich fast alle hier genannten Kritikpunkte unterschreiben kann. Sie fallen halt nicht soooo schwer ins Gewicht.

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Joshdeniro

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einzig Susan Sarandon ist ein Lichtblick in diesem Film. So zäh war lange kein Film mehr und ein ende so enttäuschend dumm

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dAShEIKO

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Die Verquickung von "Invisible" & "Hinter dem Horizont" verspielt deutlich Sympathien bei der Lauflänge von 139 Minuten. Weder Meisterwerk, noch Kitsch... solides Kino für unentschlossene.

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