Vin Diesel ist verloren: In Guardians of the Galaxy 3 muss Iris Berben Groot spielen

Fast and Furious 9 - Trailer 2 (Deutsch) HD
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Konkurrieren Vin Diesel und Iris Berben bald um dieselben Jobs?
22.05.2022 - 16:00 UhrVor 1 Monat aktualisiert
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Einer der lustigsten Filme beim Festival Cannes bietet den ultimativen Beweis, dass man Vin Diesel für Guardians of the Galaxy 3 nicht braucht. Iris Berben eignet sich viel besser.

Vin Diesel hat sich in den letzten Wochen nicht gerade von seiner Sahneseite präsentiert. Durch sein gewaltiges Ego löste er die größte Fast and Furious-Krise seit Paul Walkers Tod aus und seine Videos vom Fast X-Set erwecken den Anschein, er halte die Besetzung in Geiselhaft. Der Lack ist ab bei The Diesel, Dwayne Johnson wusste das schon lange, jetzt erkennt es die ganze Welt. Wer also tritt in die Fußstapfen des Action-Stars? Wer wird die Family über den nächsten Muskelshirt-Catwalk führen und in Guardians of the Galaxy 3 hölzern das Universum retten?

Wir haben eine Kandidatin für euch, mit der sicher niemand gerechnet hätte: Iris Berben. In einer extrem unterhaltsamen Ekel-Satire bei den Filmfestspielen von Cannes stellt sie nämlich schon ihren besten Groot unter Beweis.

Iris Berben und Woody Harrelson begeben sich auf einen verhängnisvollen Trip

Triangle of Sadness

In Triangle of Sadness spielt der Star aus Der Vorname, Das Unwort und Der Nachname eine von mehreren Gästen auf einer Kreuzfahrt für Superreiche. Ebenfalls dabei im neuen Film von Palmen-Gewinner Ruben Östlund (The Square): der ideal besetzte Woody Harrelson als dauerbesoffener Kapitän, Charlbi Dean Kriek (Black Lightning) und Harris Dickinson (The King's Man) als geldklammes Influencer-Pärchen und Sunnyi Melles (Narziss und Goldmund) in einer Extrem-Rolle, die man gesehen haben muss, um das Ausmaß ihres Einsatzes zu glauben.

Gemeinsam tuckern sie bei Kaviar und Champagner durch die Südsee, bis ihre Überlebens-Skills wegen eines Schiffbruchs gefragt sind. Dabei stellen sie sich natürlich furchtbar bloß (also die, die nicht abgesoffen sind). Denn Östlund feuert seine Lachsalven ausschließlich auf einfache Ziele ab (reiche Menschen und Menschen, die gern reich wären). Man kann Triangle of Sadness deswegen als platt, zahnlos und anbiedernd abtun. Das Publikum wird zu keiner Zeit in Bedrängnis gebracht, was für eine wirkungsvolle Satire ein Unding darstellt. Kritik dieser Art ist also vollkommen berechtigt. Wäre da nicht die simple Tatsache, dass ich Tränen lachen musste beim Kreuzen durchs Bermuda-Dreieck der Bonzen. Das entschuldigt so manche Schwäche – gerade bei einer ernsten Angelegenheit wie Cannes.

Hier kommt Iris Berbens unerwartete Bewerbung für den Ein-Satz-Baum Groot in Guardians of the Galaxy 3 ins Spiel.

Iris Berben sollte sofort bei Guardians of the Galaxy 3 einsteigen und Vin Diesel ersetzen

Berbens Figur gibt sowas wie die Kommentatorin der aus dem Ruder laufenden Situation. Ihre von einem Schlaganfall getroffene Figur spuckt stets dieselbe enervierend leere Wortgruppe aus: "In den Wolken".

Läuft nicht im Wettbewerb um die Goldene Palme: Der Nachname

"In den Wolken", wenn ein englisches Landminen-Fabrikanten-Pärchen Small Talk betreibt. "In den Wolken", wenn das Captain's Dinner in der stürmischen See den Mageninhalt der reihernden Gäste über das gesamte Schiff verteilt. Und "In den Wolken", wenn der Katastrophen-Dampfer am Horizont in Flammen steht und die gestrandeten Reichen auf einmal ganz unten in der Hierarchie stehen, weil nur die Troilettendame weiß, wie man Feuer macht.

Fragend, schreiend, trauernd, wimmernd, belustigt oder tief zufrieden: Iris Berben schenkt diesen paar sinnlosen Wörtern die unterschiedlichsten Bedeutungen. Da ist Vin Diesels "Ich bin Groot" doch ein Leichtes! Ich bin mir zudem ziemlich sicher, dass Iris Berben sich (noch) nicht mit Dwayne "The Rock" Johnson zerstritten hat. Das prädestiniert sie im Grunde auch für die Rolle als neue Matriarchin der Fast and Furious-Reihe.

Triangle of Sadness wird derweil einige Fans enttäuschen, die Ruben Östlund-Filme wie Höhere Gewalt oder The Square wegen ihrer schlauen Bloßstellung bürgerlicher Hybris mögen. An diesem Film ist nämlich wenig schlau oder auch nur subtil. Alle, die gern zusehen, wie dummdreiste Schnösel von der Welt zusammengestutzt werden, kommen in Triangle of Sadness jedoch auf ihre (vor Galle stinkenden) Kosten.

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