Bearbeiten

Von Verblendung, gratis Musik, neuen Trailern & bösen Kritikern

freakingmuse (Rae Grimm), Veröffentlicht am 05.12.2011, 15:00

Noch nicht einmal veröffentlicht hat Verblendung von David Fincher schon ein turbulentes Wochenende hinter sich, das nicht nur eine Menge gratis Musik von Trent Reznor beinhaltet, sondern auch ein gebrochenes Embargo.

Es gab schon viele Trailer zu Verblendung von David Fincher, die mal mehr und mal weniger über den Film aussagten. Der Neuste dürfte aber locker in die Kategorie “mehr” fallen, da er nicht nur satte 8:24 Minuten lang ist, sondern in dieser Zeit auch viel über die Handlung des Films Preis gibt – ohne zu spoilern. Da das oft nicht einmal Trailer schaffen, die nur ein Viertel so lang sind, ziehen wir den Hut. Als Extraschmankerl gibt es aber auch noch eigens für den Clip komponierte Musik von Trent Reznor und Atticus Ross. Wen diese Klänge ansprechen, der darf sich nun noch etwas zusätzlich freuen. Der Nine Inch Nails Frontmann veröffentlichte am Wochenende einen Tweet mit den Worten: “The Girl With The Dragon Tattoo soundtrack info here. New free music available right now.”

Was in der Theorie gut klingt, ist in der Praxis sogar noch besser, denn hinter dem Link verbergen sich drei Möglichkeiten, an kostenlose Musik zu kommen. Nummer 1 präsentiert euch einen gratis Download des 2008 von Nine Inch Nails veröffentlichten Albums The Slip. Möglichkeit 2 leitet euch an den iTunes Store weiter, wo ihr den Soundtrack zu Verblendung vorbestellen könnt. Das an sich ist natürlich nichts Ungewöhnliches, jedoch ist zu erwähnen, dass eine Vorbestellung den sofortigen Download des vollständigen Led Zepplin Songs The Immigrant Song triggert, wie wir ihn im ersten Teaser Trailer des Filmes präsentiert bekamen. Also in der Version von Trent Reznor und Atticus Ross, mit der stimmlichen Begleitung von Karen O von The Yeah Yeah Yeah’s. Außerdem findet ihr dort das Video, das wir auch oben für euch eingefügt haben. Zu guter Letzt bleibt noch dieser Link, welcher euch die Möglichkeit gibt, die ersten sechs Songs des Soundtracks völlig umsonst herunterzuladen. Wem der akustische Vorgeschmack schon gefallen hat, der sollte unbedingt zuschlagen. Das vollständige Album mit allen 39 Songs wird am 9. Dezember in digitaler Version und am 27. Dezember auf CD veröffentlicht. Wenn das mal keine guten Nachrichten am Montag sind, dann weiß ich aber auch nicht.

Weniger positiv sind jedoch die Schlagzeilen rund um Filmkritiker David Denby von The New Yorker. Wie einige von euch vielleicht wissen, herrscht vor ausgewählten Veröffentlichungen ein Embargo, das Journalisten verbietet, vor einem bestimmten Termin über ein Produkt, das ihnen im Voraus zur Verfügung gestellt wurde, zu schreiben. Im Fall von Verblendung bedeutet dies, dass einige Kritiker den Film bereits letzte Woche vorab sehen durften, jedoch nur unter der Voraussetzung, bis zum 13. Dezember Stillschweigen zu bewahren. Erst dann dürfen Kritiken online gehen. David Denby beschloss nun allerdings, sein Review zu Verblendung bereits am 5. Dezember zu veröffentlichen. Das tat er offenbar in einem Akt des Protestes gegen den New York Film Critics Circle, aufgrund dessen er den Film zwar verfrüht habe sehen dürfen, allerdings nur, um in der Preisverleihung für ihn stimmen zu können. Das ist ein Luxus, den Filme wie Extrem laut und unglaublich nah, der ebenfalls im Rennen war, nicht hatten. Das Problem ist nicht, dass die Kritik negativ wäre, sondern dass David Denby sein Wort gebrochen hat, was Sony auf den Magen schlägt. Welche Konsequenzen der Embargo-Bruch genau hat, ist noch unbekannt. Sony versucht derzeit noch Schadensbegrenzung zu betreiben, indem sie andere Journalisten daran erinnern, dass das Embargo noch immer gültig ist. Ich brauche kaum zu erwähnen, dass es fraglich ist, ob das noch jemanden kümmert …

In Deutschland kommt der auf dem Roman von Stieg Larsson basierende Film Verblendung von David Fincher mit Daniel Craig, Rooney Mara und Stellan Skarsgård am 12. Januar 2012 in die Kinos.

Was haltet ihr von dem Embargo-Bruch? Könnt ihr die Aufregung darum verstehen? Wie gefällt euch die Musik vom Soundtrack?


Mitgliedern gefällt diese News


Deine Meinung zum Artikel Von Verblendung, gratis Musik, neuen Trailern & bösen Kritikern


Kommentare

über Von Verblendung, gratis Musik, neuen Trailern & bösen Kritikern


MasterZ

Kommentar löschen

hmm eingtl. scheisse dass das Buch schon wieder Verfilmt wird (um nicht zu sagen das es eine 1zu1 Kopie ist) aber ich muss sagen die Kopie ist ausserordentlich gut ausser Lisbeth finde ich völlig fehlbesetzt!!
Im Grunde genommen eine nichts bringende Kopie von Hollywood um wieder ein paar Mio. auszugeben und einzunehmen.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Yster

Kommentar löschen

Der erste Song passt schon richtig zu Finchers Stil. Man stellt sich Dunkelheit und Regen vor.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

kyote

Kommentar löschen

Ich bin ja schon etwas gespannt, ob Finchers Version mich im Gegensatz zur dänisch/schwedischen Version fesseln und begeistern kann.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

mitcharts

Kommentar löschen

Warum vorbestellen um einen Song hören zu können, wenn es YouTube gibt:
http://www.youtube.com/watch?v=fkP3urtYCkc
(ist sogar von Sony selbst)

^^

Aber ein 8-minütiger Trailer? o.0

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

BibbelDiBubb

Kommentar löschen

Der Film geht mir weiterhin am Allerwertesten vorbei. Ich sehe nach wie vor nicht ein, wieso ich mir die Verfilmung eines Romans ansehen soll, der bereits vor nicht mal zwei Jahren auf nahezu brillante Weise für die Kinoleinwände adaptiert wurde und in noch besserer Fassung im Fernsehen gezeigt wurde.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten

Bradbury

Antwort löschen

Bei "I am Legend" wärs tatsächlich besser bei einer Adaption geblieben!


BibbelDiBubb

Antwort löschen

@ Dachsmann: Sorry wegen der späten Antwort, habe deinen Kommentar übersehen. Ich habe nix gegen mehrfache Verfilmungen, auch wenn ich es lächerlich finde, eine Adaption nach keinen zwei Jahren zu remaken, nur weil Hollywood in letzter Zeit nicht gerade mit frischen Ideen gesegnet ist und somit jeden Mist neu aufwärmen muss. Ich habe lediglich gesagt, dass ich keinen Bock habe, Zeit und Geld in einen Film zu investieren, den ich praktisch schon gesehen habe. Außerdem waren die schwedischen Originale so gut, dass ich mir die Erinnerung an sie nicht mit dem Hollywoodgedöns kaputtmachen will.