Wie schamlose Armutspornos das Publikum erobern
Mr Vincent Vega (Rajko Burchardt), Veröffentlicht am 26.12.2012, 08:50
Beasts of the Southern Wild
© MFA
Riesige plüschige Monsterauerochsen wie in Beasts of the Southern Wild gibt es in Wahrheit keine, der Film nutzt sie deshalb gleich von Anfang an offensiv metaphorisch. Riesig und plüschig indes sind, ganz wahrhaftig, aber seine Absichten: Mit der herzerwärmenden Geschichte eines sechsjährigen schwarzen Mädchens, das in den Sümpfen Louisianas umgeben von Müll, Schlamm und der dreckigen Luft nahe gelegener Raffinerien aufwächst, gelang der US-amerikanischen Independent-Produktion ein Kritiker- und Publikumserfolg, wie er im Kinojahr 2012 fast seinesgleichen sucht. Als eine Art Echo der durch Hurrikan Katrina schwer geschundenen Südstaatenseele erzählt Beasts of the Southern Wild auf märchenhafte Art vom abgeschiedenen Leben in Armut, von der zerstörerischen Kraft der Natur und dem starken Willen seiner kleinen Heldin Hushpuppy, die allen Widerständen zum Trotz ihrem Leben und ihrer Welt (die sie Badewanne nennt) etwas Magisches abgewinnen kann. Seit vergangenem Donnerstag ist der Film auch in den deutschen Kinos zu sehen, nachdem er auf dem Fantasy Filmfest hierzulande bereits den Fresh-Blood-Award der Zuschauer gewann.
Mehr: Der Hobbit oder eine 48fps-Doku-Soap mit Zwergen
Armutsbilder zum Wohlfühlen
In der Art, wie Beasts of the Southern Wild selbst größten Missständen eine Aura der Poesie verleiht, ist es der vielleicht rigoroseste Armutsporno der vergangenen Jahre. In einem nach allen Regeln der Manipulationskunst gestrickten Anbiederungsformalismus aus vereinnahmender kindlicher Hauptfigur, ständigem Voice-Over und sinnlichen Musikklängen verfolgt der Film eine hanebüchene Verniedlichungsstrategie des dargestellten Elends: Wie eine unbeschwerliche Abenteuerreise mutet der im Kern zutiefst brutale Leidensweg seiner Hushpuppy (was für ein entzückender Name) an, wie ulkig betörende Lebensausschnitte wirken deren Erlebnisse. Sie kocht Essen mit dem Bunsenbrenner, bekommt vom todkranken Vater Alkohol verabreicht und spricht mit Reinkarnationen ihrer verstorbenen Mutter, bevor sie schließlich eine naiv-dümmliche Kollektivbildung anderer Kinder und Erwachsene anführt und auf ein majestätisch-idiotisches Schlussbild zusteuert.
Indem er schlimmstes Leid als fantasievolle Kindergeschichte aufbereitet, leistet Beasts of the Southern Wild seinen zweifelhaften Beitrag zu einem sozialpornographischen Erfolgskino der jüngeren Vergangenheit, das immer vehementer mit realen Armutsbildern zum Wohlfühlen verleiten will. Seit dem oscargekrönten Elendstourismus eines Slumdog Millionär scheinen auch die letzten Fünkchen Sensibilität, Aufrichtigkeit und Problematisierungsmut in der Darstellung von Armut im Kino erloschen. Dieser tapezierte seine aufregend gefilmten Bilder von indischen Kindern, die in alten Lumpen über Dächer springen, durch schmuddelige Gassen flitzen oder auch mal vergnügt in Fäkalien baden, mit einem musikalischen Gemisch aus folkloristischem Elektroclash und Hip Hop sowie schnittig-schöner Clipästhetik. Selbst das Wüten durch Abfall und Mist setzte Danny Boyle als lustiges Kinderspiel in Szene, dessen Stilisierungen er geradewegs aus der Mutter des modernen Armutspornos, City of God, importierte. Diesem Slumtourismus in Quasi-Musikclipform sind alle eventuellen Nebenwirkungen, ist jeder Beigeschmack ausgetrieben.
Mehr: Warum die Top 100 der besten Horrorfilme stinkt
Elend als kuschelige Unterhaltung des westlichen Publikums
Schlimmer noch: Diese Filme, und das ist Beasts of the Southern Wild keineswegs eine Ausnahme, arbeiten auf unangenehme Art mit einem vermeintlich exotischen Touch, mit dem Reiz des Fremden und der Attraktivität unwirklicher Armut, um sich damit direkt in die Arme eines westlichen Publikums zu spielen, für das sie auch überwiegend konzipiert sind. Dieses Publikum ist meist weiß, natürlich per se privilegierter als jede nur erdenkliche Figur in diesen Filmen und deren formschönen Ästhetikkonzepten gegenüber offenbar entsprechend aufgeschlossen. Der diesjährige Erfolg von Ziemlich beste Freunde ist vielleicht auch auf die sicherlich gut gemeinte, aber uralt-rassistische Disziplinierung der schwarzen Hauptfigur zurückzuführen, die aus der Armut befreit und direkt in ein weiß-bürgerliches Wertesystem eingegliedert wird. Filme wie Beasts of the Southern Wild, Slumdog Millionär oder City of God verfahren mit ihren Elendsbildern letztlich ähnlich: Sie werden einer konfektionierten Vorstellung von Entertainment unterstellt, die eigentlich unerträgliche Armut ganz im Sinne des Vergnügens gemütlich aufbereitet und konsumierbar, also erträglich macht.
Nicht selten eben muss das soziale Leid in diesen Filmen deshalb fantasievoll umgedeutet oder gar poetisch überhöht werden (Beasts of the Southern Wild wird geradezu bizarr wie ein Märchen vermarktet), mythisiert und in die Mechanismen des Wohlfühlkinos eingearbeitet werden. So mühen sie sich mittels geschönter Unterhaltungs- und Genrekonzepte an stilisierten Armutsbildern ab, wie an einem Fetisch, der befriedigt werden muss. Am Schlimmsten aber ist, dass dieser und ähnliche Filme ihren (im doppelten Sinne) armen Figuren ein fadenscheiniges Selbstbewusstsein einimpfen und sie ihre Um-, Miss- oder allgemein schweren Zustände auf kuriose Art preisen lassen. Dadurch wird ihnen letztlich nahe gelegt, sich mit ihrer Armut nicht nur zu arrangieren, sondern sich eben auch schlicht mit ihr abzufinden – bestärkt durch ein Publikum, das nicht zuletzt aus reiner Bequemlichkeit nur nickend staunt über so viel selbstgenügsame Pervertierung von Elend (und es dadurch sogar noch eine krankhafte Sinnstiftung erfahren lässt). So lange zumindest, wie dieses Elend mit ausreichend Magie und quirligen Hushpuppys in wohlig-weiche Kinositze transportiert wird.
Als Mr. Vincent Vega polemisiert sich Rajko Burchardt seit Jahren durch die virtuelle Filmlandschaft, immer auf der Suche nach dem kleinstmöglichen Konsens. Denn “interessant ist lediglich Übertreibung und das Pathos – alles andere ist langweilig, leider.” (Christian Kracht). Wenn er nicht gerade auf Moviepilot aneckt, bloggt Rajko für die 5 Filmfreunde und sammelt Filmkritiken auf From Beyond.
News aus der Rubrik Mr. Vincent Vegas Filmecke
Deine Meinung zum Artikel Wie schamlose Armutspornos das Publikum erobern
Bitte logge dich ein oder registriere dich um einen Kommentar zu schreiben.
Deine Meinung zum Artikel Wie schamlose Armutspornos das Publikum erobern
Kommentare
über Wie schamlose Armutspornos das Publikum erobern
anonymous167 Sat, 05 Jan 2013 13:38:31 -0000
Kommentar löschenfilmwissenschaft 1. semester. den naheliegensten zu kritisierenden aspekt aufgreifen (hauptsache dagegen), ein bisschen drauf rumreiten und dann 1-2 querverweise ziehen, fertig. machst du es dir damit nicht ein bisschen einfach? so eine "review" (es kritik zu nennen wäre vermessen) schreibt doch jeder in 5 minuten runter. mit einer ernsthaften auseinandersetzung mit dem film hat das nichts zu tun.
bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten
Kwyjibo Thu, 10 Jan 2013 19:32:22 -0000
Antwort löschenSchreibt jeder in 5 Minuten runter?! Dann zeig mal. :)
Narrisch Sat, 29 Dec 2012 01:48:35 -0000
Kommentar löschenDieser Artikel hat so wenig Substanz das man ihn aus guten Grund an den Feiertagen platziert hat. Nur ein Beitrag um vor dem Jahreswechsel noch einmal schnell Anerkennung bei den Kumpels abzuholen die an den ausgeschwurbelten Wortverrenkungen kleben wie die Zunge eines Hundes am After. Wie auch immer, einen guten Rutsch ins neue Jahr und abei schön aufpassen das es nicht die Schleimspur ist.
bedenklich? 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten
C_C Tue, 01 Jan 2013 02:42:00 -0000
Antwort löschenna, nochmal schnell selbstgefällig nachtreten? Klar, erst wenn es keinen mehr interessiert, so bleibt dein dummes Geschwätz an der Top Position und jeder, der hier reinkommt, hält das dann für allein seelig machend. Clever. Niederträchtig.
In meinen Augen solltest du gebannt werden.
Wenn du diese Antwort löschst, kommt sie nochmal. Als Kommentar.
nilswachter Thu, 27 Dec 2012 23:34:13 -0000
Kommentar löschenDen Begriff Armutsporno halte ich für sehr problematisch. Es ist bezüglich der Inszenierung der von Vega genannten Filme zwar durchaus legitim zu sagen, dass die verwendete Ästhetik mitunter etwas beschönigend wirken kann - was vor allem für Slumdog Millionär gilt. Allerdings kontrastiert das eigentliche Geschehen oftmals krass die polierte Oberfläche der Bilder. Gerade Beasts of the Southern Wild, dessen Regisseur übrigens auch Soziologe ist, beschönigt m.E. die Situation der Bewohner von Bathtube keineswegs. Ich hatte nie das Gefühl, dass die Bewohner dieses Leben wirklich in vollen Zügen geniessen würden. Vielleicht ist es vielmehr der übermässige Alkoholkonsum, der sie so fröhlich macht. Ferner dürfte einem aufmerksamen Zuschauer auch aufgefallen sein, dass Hushpuppy nur ein einziges Mal im Film lacht und das auch nur, weil sie dazu aufgefordert wird. So viel zur Happyness des kleinen Mädchens. Ich denke im Film ging es nicht darum, Armut zu glorifizieren, sondern vielmehr darum, einen Kommentar zum Recht auf Selbstbestimmung des Menschen zu machen. Wie gut ihm das in Anbetracht der erzählten Geschichte und des verwendeten Szenarios gelungen ist, könnte man durchaus diskutieren. Armut sollte aber bestimmt nicht glorifiziert werden.
Meiner Meinung nach ist es genauso ein Zeugnis westlicher Wohlstandsarroganz zu glauben, dass ein Leben in Armut doch ganz ok ist, wie zu denken, dass es nichts schlimmeres gibt, als sehr bescheiden und "unzivilisiert" zu leben. Ich selbst war in Tansania in einem kleinen Dorf, völlig abgeschieden von der Zivilisation und arm. Ich habe keine unglücklichen Gesichter gesehen und keine Sekunde das Gefühl gehabt, die Bewohner würden mich beneiden, oder sich selbst als arm betrachten. Armut ist letztlich auch relativ und lässt sich nicht nur über einen zivilisatorischen- oder ökonomischen Standard definieren.
Slumdog Millionär oder auch City of God laben sich nicht an der prekären Situation einer Gesellschaftsschicht, sondern nutzen sie vielmehr dazu, eine Geschichte zu erzählen und dabei die das "Soziotop" unterschwellig kritisch zu kommentieren. Eine neutrale Sichtweise ist nie möglich. Das gilt letztlich auch für Dokumentationen, welche oftmals die Armutssituation nicht einfach nur zeigen, sondern mit zusätzlichen Off-Comments, Interviews, Lebensgeschichten usw. die Rezeption stark vorgeben. Die von Vega kritisierten Spielfilme machen eben dies genau nicht. Sie überlassen es mehrheitlich dem Zuschauer über die gezeigte Situation zu urteilen, weil ein Slum, einen Sumpf oder eine Favela, lediglich als "Bühne" für eine Geschichte dient, die dann häufig auf ihre Weise, die Armutssituation auf problematisiert.
Beispiele für wirkliche Armutspornographie sind für mich zum Beispiel alle Sendungen der Sparte Hartz IV TV. Slumdog Millionär und auch Beasts of the Southern Wild und geschweige denn City of God, gehören bestimmt nicht zu diesem "Genre".
Wo ich Vega aber durchaus recht gebe, ist, dass die genannten Filme wohl gerade für ein westliches Publikum eine starke Faszination ausüben und durchaus falsche Assoziationen mit dem Gezeigten gemacht werden können. Die Frage ist nun, ob man dies den Filmemachern vorwerfen kann oder es vielmehr dem Zuschauer selbst angelastet werden sollte?
bedenklich? 19 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten
elmnope Thu, 27 Dec 2012 19:18:24 -0000
Kommentar löschenDas Wort "Armutporno" ist mir persönlich doch etwas zu polemisch (auch, wenn es ums Anecken geht), aber auch ich habe mich während Beasts of the southern wild oft genug gefragt, was daran poetisch oder schön ist, wenn ein Vater zu stur ist um sich im ach-so- bösen Krankenhaus behandeln zu lassen und lieber stirbt und sein Kind allein lässt, als für es da zu sein. Was an all dem märchenhaft sein soll (abgesehen von der kindlichen Sichtweise) ist mir schleierhaft.
bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
gumulze Thu, 27 Dec 2012 18:19:25 -0000
Kommentar löschenMann kann über die Ergüsse von Herrn Vega ja sicher halten was man will, aber eines tut er immer, Anecken (Siehe untenstehende Kommentare).
Daher sind seine Beiträge weder Zeitverschwendung noch Sinnfrei, sondern ganz genau das was er beabsichtigt zu tun: Provozieren und zur Diskussion aufrufen!
bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten
Commentator Thu, 27 Dec 2012 21:38:26 -0000
Antwort löschenIch sehe das zwar genauso. Manchmal stellt sich nur die frage, ob das Niveau höher sein könnte und hier bin ich mir absolut nicht sicher. Er macht es sich hält recht einfach. Es ist halt einfacher etwas zu zertrampeln, als etwas besonders hervorzuheben und damit anzuecken, z.B. mit besonders schwierigen Filmemachern. Einen Versuch hatte er ja mal unternommen mit dem Artikel über "Twilight", das war gar nicht schlecht. Mehr davon bitte!
Mr Vincent Vega Thu, 27 Dec 2012 21:56:51 -0000
Antwort löschenMehr davon:
http://www.moviepilot.de/news/gegen-die-ignoranz-plaedoyer-fuer-verkannte-filme-117431
http://www.moviepilot.de/news/warum-adam-sandler-fuer-gro-es-komoedienkino-steht-118113
http://www.moviepilot.de/news/die-wahrheit-ueber-star-wars-episode-i-iii-118706
BlueSquirrel Thu, 27 Dec 2012 16:00:42 -0000
Kommentar löschenFand das bei "Winters Bone" auch schon sehr verstörend.
bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Commentator Thu, 27 Dec 2012 15:13:48 -0000
Kommentar löschenJa, es ist leichter dümmliche Verriße auf etwas zu schreiben, auch wenn sie entgegen der Meinung der meisten sein mag als mit klugen Argumenten entgegen der Mehrheit zu punkten. Ein Lob, welches den ein oder anderen zum Nachdenken anregt, ist nun mal schwer. Zu schwer für Mr. Vincent Vega?
bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
AlexanderDeLarge Thu, 27 Dec 2012 14:22:55 -0000
Kommentar löschenAnzunehmen, dass der Kosmos der Menschen in den südlichen Ländern nur aus Leid und Elend besteht, ist allerdings auch eine unrealistische Sicht der Dinge. Wer meint denn ernsthaft, dass diese Menschen der Freude und des Glückes nicht fähig sind? Auch die Kinder in den Slums erlauben es sich zu spielen, zu lachen und zu träumen. Ansonsten gilt es sich in Erinnerung zu rufen, dass das Kino ein illusionäres Theater ist. Ist Oliver Twist nicht auch romantische Schwärmerei und zugleich gesellschaftskritisch?
In "Ziemlich beste Freunde" wird keine schwarze Hauptfigur uralt-rasssistisch diszipliniert. Vielmehr ist es so, dass Angehörige zweier Schichten den Klassengraben kurzzeitig überwinden und sich in ihren Lebenswelten individuell bereichern.
PS:
Ich würde mich freuen, wenn Mr. VV mal die Seiten wechselt und einen Hassfilm verteidigt, anstatt einen Lieblingsfilm zu zerreißen..
bedenklich? 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten
Mr Vincent Vega Thu, 27 Dec 2012 15:49:26 -0000
Antwort löschenhttp://www.moviepilot.de/news/gegen-die-ignoranz-plaedoyer-fuer-verkannte-filme-117431
http://www.moviepilot.de/news/warum-adam-sandler-fuer-gro-es-komoedienkino-steht-118113
http://www.moviepilot.de/news/twilight-bis-s-zum-kino-der-wahren-liebe-118571
http://www.moviepilot.de/news/die-wahrheit-ueber-star-wars-episode-i-iii-118706
craax Wed, 02 Jan 2013 17:17:58 -0000
Antwort löschenda hats dir der VW aber mal lustig gegeben, mit der Betonung auf überreicht, großes 5'Geschenk(t)... be proud (ich wär's)
Bassewitz Thu, 27 Dec 2012 14:22:42 -0000
Kommentar löschenDas ist so komisch das so zu lesen, weil ich dadurch realisiert habe, warum ich bis jetzt solchen Filmen immer aus dem Weg gegangen bin. Ich konnte mir immer nie erklären warum. Natürlich kann man sich darüber streiten ob diese Kritik nicht völlig übertrieben aggressiv ist, aber mir hat der Artikel zumindest einiges klar gemacht. Auch wenn diese Kategorie manchmal bisschen Quatsch verbreitet, zum Nachdenken regen diese Artikel jedenfalls immer an!
bedenklich? 6 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten
annaberlin Thu, 27 Dec 2012 12:26:54 -0000
Kommentar löschenDann ist ja auch Pippi Langstrumpf ein Armenporno. Oder wie?
bedenklich? 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 5 Antworten
lieber_tee Thu, 27 Dec 2012 17:34:17 -0000
Antwort löschenPippi arm? Hat die nicht `ne Holzkiste voller Gold und ihr Papa ist Neger-König?
seregthaur Thu, 27 Dec 2012 21:10:06 -0000
Antwort löschen@ lieber_tee
Ja, weshalb ich nicht verstehe, was genau annaberlin meint...
Big Freeze Thu, 27 Dec 2012 11:39:19 -0000
Kommentar löschen"...der Attraktivität unwirklicher Armut..." Wow! Was ein Satz und eine wahrlich berauschende Aussage zur Kritikfähigkeit der oben erläuternden Person. Ich muss ganz ehrlich sagen: Wenn Moviepilot, insbesondere der Verfasser dieser Kollumne, keine andere Möglichkeit sieht aufsehen oder Leserzahlen zu werben, als mit der Stilisierung und dem Runtermachen von an sich nicht verkehrten Filmen, ich meine, das angeprangerte Konzept gibt es schon ewig und drei Tage, dann sollte man das, was man tut, tatsächlich mal hinterfragen. Zuerst Frage ich mich beim Lesen des Textes natürlich, was den Verfasser dazu bewegt über dieses Thema zu schreiben. Scheinbar in diesem Fall zuviel Freizeit, Jucks und Tollerei und damit Sinnfreiheit. Dann sollte sich der Zusammenhang zwischen Thema und Geschriebenem ergeben. Wir alle gehen in Kinofilme, wäre eine Rechtfertigung zur Kritik am Film aber ich denke nicht, dass wir oder gar jemand der so schreibt, jemals mit wirklicher Armut in Kontakt getreten ist. Man möchte beim Lesen des Textes zwar meinen, dass der Verfasser scheinbar Ahnung hat, aber bei Aussagen wie der anfänglich erwähnten, muss ich schwer Zweifeln. Solche Filme haben allein schon aus dem Grund eine Berechtigung, wie jeder andere Film auch, denn ihre Intention ist es zum Nachdenken anzuregen und vl. die eigene Situation mal zu hinterfragen. Gesellschaftskritik also. Ich bin mir nicht sicher, ob das beim Verfasser des Textes auch so angekommen ist. Ich denke eher nicht. Was ich mir aber gut vorstellen kann ist, dass die wahre Armut und das damit verbundene Elend nicht als für irgendjemanden attraktiv oder gar unwirklich deklariert werden sollte und Filme nur eine milde Vorstellung von all dem geben, was wirklich existiert. Von Pornographie könnte man wohl sprechen, wenn man die pure Realität fordert um sich ein noch größeres Kinoerlebnis zu versprechen aber einen Vergleich zwischen einem Film wie "Slumdog Millionär" und der Begierde der Zuschauer nach Armut zu ziehen, wage ich nicht.
Der Punkt ist: Ebenso gut wie diesen Text zu lesen, hätte man auch ca. 30 min. den Kopf gegen die Wand schlagen können in der Hoffnung ein bisschen Erkenntnis käme dabei rum. Aber wer den Verfasser des Textes schonmal in seiner Parodie auf den guten Geschmack in einem seiner Videos gesehen hat, dürfte die ahnungslosigkeit die dahinter steckt verstehen.
Aber mal nebenbei: Versucht ihr vom Moviepilot-Team jetzt selber für richtige Aufreger der Woche zu sorgen? Das hier wäre nämlich mal ein wirkliches Thema dafür :D
bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 8 Antworten
gabriel.rost.77 Thu, 27 Dec 2012 12:13:22 -0000
Antwort löschenIrrtum! Muss man sehr wohl lesen. ist genau meine Meinung. Und C_C: Jetzt bist du es, der anderen vorschreibt, was sie zu lesen haben und was nicht. Fass dir mal an die eigene Nase.
Mr Vincent Vega Thu, 27 Dec 2012 12:20:33 -0000
Antwort löschen"Aber wer den Verfasser des Textes schonmal in seiner Parodie auf den guten Geschmack in einem seiner Videos gesehen hat, dürfte die ahnungslosigkeit die dahinter steckt verstehen." ---> ???
gabriel.rost.77 Thu, 27 Dec 2012 12:25:33 -0000
Antwort löschenEdit: Man MUSS es natürlich nicht lesen (jetzt bin ich wieder selbst ins Fettnäpfchen getreten), allerdings empfehle ich es.
Big Freeze Thu, 27 Dec 2012 12:34:59 -0000
Antwort löschen@ Mr Vincent Vega: Damit meine ich, dass in den Videos immer dieses hochgestochene, doch sehr privilegierte Bild rüberkommt, was dann ja erst recht eine Glaubwürdigkeit in Bezug zum Thema erschwert. Falls der Rechtschreibfehler gemeint ist, der war nicht beabsichtigt :)
Falls ich den Anschein erweckt haben sollte, dass ich mit dem Text belehren möchte... nichts liegt mir ferner! Jeder soll natürlich die Kollumne lesen, ich habe ja nur den Sinn dahinter in Frage gestellt.
Mr Vincent Vega Thu, 27 Dec 2012 12:36:17 -0000
Antwort löschenIch weiß nicht, von welchen Videos Du da redest. Du musst mich verwechseln.
Big Freeze Thu, 27 Dec 2012 12:52:25 -0000
Antwort löschenShame on me. Ich revidiere! :D Ich habe dich was das angeht tatsächlich verwechselt. Ich meine den, der neulich mit der Weihnachtspyramide und im Anzug stets so komisch artikulierend Filmkritik in Videoform äußerte. Tut mir Leid :) Also: Den Satz bitte streichen.
C_C Thu, 27 Dec 2012 18:01:17 -0000
Antwort löschenQuatsch Rost! Ich wollte nur ein bischen rumbitchen. Hast du dich etwa(s) wiedererkannt?
ZERNZERNZERN Thu, 27 Dec 2012 07:44:16 -0000
Kommentar löschenIch habe ja schon lernen müssen das es eine Hauptaufgabe von Filmkritik ist moralische,ethische, politische und jugendgefährdende Inhalte und Absichten von Filmen zu hinterfragen. Nur was passiert von gebildete und erfahrene Filmkritiker denen selbst gewisse soziale Kompetenzen einfach fehlen (oder vielleicht einfach nur provozieren wollen) , versuchen diese gewissen Absichten und vermittelten Inhalte von Filmen zu hinterfragen sieht man eindeutig hier.....
City of God ein Armutsporno ist wohl mit der größte Schwachsinn den ich seit "Die Popularität von "Torture Porn" Filmen wie Saw und Hostel ist auf eine Verarbeitung der Gesellschaft der Ereignisse des 11. Septembers zurückzuführen" ; lesen musste.
Ich freu mich dann schon auf die qualifizierten Artikel im Februar(?) wenn bei den Oscar einer oder mehrere der Filme "Argo", "Lincoln" oder "Zero Dark Thirty" die großen Abräumer sein werden.
" Das sich selbst feiernde Amerika, das gleichzeitig ihre Alten Helden gloriviziert, nebenbei mit in ein Politthriller verpackten "Mainstreamwohlfühlfilm" unterschwellig Propaganda gegen den Iran betreibt und nebenbei noch seine eigenen umstritten Vorgehensweisen gegen Terroristen rechtfertigt "
Auch ich habe zwei der Filme noch nicht gesehen (und vielleicht sind teile der Kritik dann auch gerechtfertigt) und diese , aber es ist wirklich egal wie diese Filme am Ende werden, denn wer es schafft aus "City of God" einen Armutsporno zu machen kriegt das bei der Thematik der Filme auf jedenfall hin.
Last bei den Filmkritiken die wie Moral,Ethik und Politik aus dem Spiel, diese Dinge ernsthaft zu kritisieren habt ihr einfach nicht drauf....
bedenklich? 5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten
Bob Loblaw Thu, 27 Dec 2012 08:10:30 -0000
Antwort löschenWer hätte es denn drauf, Moral, Ethik und Politik zu kritisieren ??
Und die Frage ist ja auch, ob die Filmemacher diese Dinge drauf haben... und ob das wichtig ist.
joanna_samantha Thu, 27 Dec 2012 08:49:14 -0000
Antwort löschenFür mich ist City of God auch kein 'Armutsporno', doch ich kann die Kritik des Artikels durchaus verstehen. Ich finde es schade, ZERNZERNZERN, dass du - meinem Gefühl nach - nach dieser Kritik ganz Moviepilot absprichst, Filmkritiken über "Moral, Ethik und Politik" zu veröffentlichen. Es ist doch gerade interessant, sich darüber auszutauschen und dass man dabei nicht immer einer Meinung ist, ist doch natürlich und macht die Diskussion erst interessant.
DonChris Thu, 27 Dec 2012 10:46:06 -0000
Antwort löschenUnterm Strich geht es, wenn man ehrlich ist, doch auch nicht wirklich um den Inhalt der Artikel von Vince, vielleicht lacht er sich teilweise selbst schlapp über seine überspitzten schwarz/weiß Darstellungen irgendwelcher Thematiken.
Seht euch einfach die "likes" seiner Artikel an und das feedback, keiner kreiert solch ein Echo und somit macht er gute Arbeit - Und das ist das hier "Arbeit".
Das man dafür Dreck aufwühlen muss und provozieren ist ein alter Hut, der immer noch gut funktioniert. Vieles was er schreib sehe ich genauso, anderes sehe ich wieder ganz anders. Kleiner Tipp ZERNZERNZERN: Der Name der Rubrik deutet ja auch schon darauf hin, dass durch die Texte bei einigen die Zornesröte ins Gesicht steigen soll - das ist gewollt. Also entspannen und nicht gleich alle Kritiker und ganz moviepilot verfluchen ;)
Roco De Long Wed, 26 Dec 2012 23:22:35 -0000
Kommentar löschenVega, selbst wenn deine Ausführungen so präzise und umfassend wären wie sie manchmal erscheinen - und sie sind es meiner Meinung nach nicht - was ist der Grund für diesen Text? Warum schreibst du ihn (abgesehen natürlich davon, dass es dein Job ist)?
Kann es bei so viel Ereiferung deinerseits wirklich nur um die Beobachtung eines vermeintlich perversen, sich selbst betrügenden, privilegierten westlichen Publikums gehen? Wäre das nicht zu belanglos? Was wäre denn eine Konsequenz oder sogar Abhilfe (die du in der Einseitigkeit deiner Beiträge selten bis nie anbietest)? Vor allem: Was unterscheidet dich auf lange Sicht von dem Publikum, das du glaubst so gut zu kennen? Nur dass du einen Zustand anprangerst, der auf vielen anderen Mißständen aufbaut? Zu wenig.
Aber wenn nicht die reine kritische Beobachtung des Publikums dein Anliegen ist, dann fällt mir nur eine weitere sinnvolle Motivatio ein: die Kritik an den Machern dieser Filme. Dahingehend klingt dein Text so, als seien die von dir genannten Beispiele von "Sozialpornos" (was für ein in sich dummer Begriff) kalkulierte Machwerke, die besagtem Publikum eine perfide Gewissensberuhigung verschaffen (sollen). Daraus wiederum müsste ich - wenn ich dich richtig verstanden habe - schließen, dass sich ein Fernando Mereilles oder Danny Boyle in Wahrheit einen Scheiß für die Themen interessieren, die sie da bearbeiten. Und wenn das wirklich deine Meinung ist... wow, dann ist dein Filmemacher- und auch Menschenbild sehr viel perverser als es alle Social Porns der Welt sein können. Allein bei CITY OF GOD - einem Film aus Brasilien, mit Brasilianern, von Brasilianern, u.a. für Brasilianer und von Brasilianern geschätzt - ist dieser Vorwurf völlig haltlos und schon fast eine Beleidigung für ein so sensibles/sensibilisierendes Meisterwerk.
bedenklich? 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 5 Antworten
DeDavid Wed, 26 Dec 2012 23:50:05 -0000
Antwort löschenIst THE SHAWSHANK REDEMPTION dann ein Film aus dem Gefängnis, mit Gefängnisinsassen, von Gefängnisinsassen, u.a. für Gefängnisinsassen und von Gefängnisinsassen geschätzt? : )
Roco De Long Thu, 27 Dec 2012 00:34:21 -0000
Antwort löschenMit Sicherheit. Und ist "Kiss of the Spider Woman" von und für homosexuelle politische Gefangene aus, in und um brasilianische Gefängnisse? Und was hat das alles mit dem Artikel zu tun? Na jetzt denk mal nach!
C_C Thu, 27 Dec 2012 09:33:51 -0000
Antwort löschenIn deinem kommenar ist ein SCHEINBAR stchhaltiges Argunment drin. Du unterstellst den Regis, daß sie 'die Aufmerksamkeit' auf etwas lenken wollen, so ganz uneigennützig und lieb und gutmenschlich... ein Alter Scheiss. Die wollen sich einen Namen machen, Kohle abziehen, und sich bei den 'Mächtigen' lieb Kind machen. Ob durch Einspielergebnisse oder eine ganz perfide Art der 'Berichterstattung' in ihren Filmen. Vega hat da einfach Recht. Es geht um eine Verniedlichung und Romantisierung des Problems, damit einhergehend auch die alte Legende 'vom Tellerwäscher zum Millionär' und abschließend entweder das damit Abfinden oder eben das 'selbst herauskämpfen müssen.' Das ist perfide Stillhaltepropaganda, die die Verantwortung für diese Welt-System-Malaise den OPFERN zuschanzt. Statt den Tätern.
Übrigens muß man keinen GRUND haben, so einen Artikel zu schreiben ausser einem: es zu WOLLEN. (Matrix: because I choose to). Get it?
gabriel.rost.77 Thu, 27 Dec 2012 12:09:39 -0000
Antwort löschen@C_C: Hast du die betreffenden Regisseure denn je getroffen? Woher willst du denn wissen, was deren wirkliche Intentionen waren? Vielleicht standen sie auch ein wenig unter dem Druck der Studios und mussten deshalb ein paar Sachen abschwächen.
C_C Thu, 27 Dec 2012 17:53:25 -0000
Antwort löschenDein letzter Satz sagt alles, was es zum Thema zu sagen gibt. Druck der Studios. Wem gehören die?
TheJoker Wed, 26 Dec 2012 20:59:33 -0000
Kommentar löschenMein Kommi wurde gemeldet, xD....Nicht weinen Vince ;)
bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten
unknown identity Wed, 26 Dec 2012 21:28:17 -0000
Antwort löschenstand den irgendwas "verwerfliches" drin ?
TheJoker Mon, 31 Dec 2012 13:18:04 -0000
Antwort löschenhmmm, also ich hab ihn einen Dummschwätzer genannt ;) Wenn das verwerflich ist, von mir aus ...
Grimalkin Wed, 26 Dec 2012 19:50:29 -0000
Kommentar löschenOb ich mich jetzt aufrege oder mit Vegas Text übereinstimme, - und bezüglich "Ziemlich beste Freunde" tu ich letzteres sogar - Das Problem ist vielmehr: Im Gegensatz zu den anderen Rubriken der Meinungskategorie wie "Speaker's Corner", "Filmosophies Welt" oder "7 Fragen an..." ist hier leider der Informationsgehalt immer so verschwindend gering. Es wird weder zum Nachdenken angeregt, noch werden irgendwelche Diskussionen angestoßen, außer jener ewig andauernden über die Daseinsberechtigung dieser Kolumne.
bedenklich? 6 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 7 Antworten
A.V. Wed, 26 Dec 2012 20:24:06 -0000
Antwort löschenAuf letzteres haben sich einige ja auch eingeschossen. Ich finde die Kolumne gut und weniger Informationsgehalt kann ich nicht befürworten.
C_C Wed, 26 Dec 2012 21:03:13 -0000
Antwort löschenDas mit den Diskussionen liegt aber doch nicht am Artikel sondern den *...en, die ihn diskutieren, oder?
Grimalkin Wed, 26 Dec 2012 22:08:45 -0000
Antwort löschenNatürlich liegt es an den Leuten in den Kommentaren, was Diskussionen angeht. Aber das hat eben in der Regel nur die zwei Reaktionen wie "Hast Recht, finde ich gut!" und "So ein Quatsch, laberst nur Scheiße!", um es mal zusammenzufassen.
Diese Rubrik leidet eben leider an einer ähnlichen Krankheit wie der "Aufreger der Woche". Sie ist oberflächlich, gezwungen und mittlerweile nur noch reiner Selbstzweck. Um die angesprochenen Filme und/oder Regisseure geht es doch schon längst nicht mehr; ein bloßer Vorwand, der in 3-4 lieblosen Sätzen hingeklatscht wird. "Anecken um des Aneckens Willen", wie es immer wieder vorgebracht wird, ist eben kein hohler Vorwurf. Das ist insofern schade, dass tiefgreifende Diskussionen zweier verschiedener Auffassungen zu einer Thematik potenziell ziemlich spannend sein können. Und auch wenn das vielleicht einmal die Grundidee von Mr. Vincent Vega war, so ist das mittlerweile nur noch zu plattm Geschreibsel verkommen, das munter Klicks generiert.
Bob Loblaw Thu, 27 Dec 2012 08:55:21 -0000
Antwort löschen@Grimalkin: Sooo schlecht sind die Kommentare hier doch gar nicht. Weit über die Hälfte gehen auf das (sehr interessante) Thema ein und einige Kommentare sind ziemlich gut ( z.B. ichundso, der "Beasts otsw" super verteidigt und auch der Kommentar von C_C , der Vegas Artikel unterstützt ).
Schlegel Thu, 27 Dec 2012 17:08:05 -0000
Antwort löschenIch finde ja, dass Vegas Texte mit das Beste sind, was MP zu bieten hat. Sie haben eine Haltung, sind durchdacht und rhetorisch gut aufgestellt. "Filmsophies Welt" fällt da um einiges zurück und ist letztlich viel anfälliger für Polemik.
BlueSquirrel Thu, 27 Dec 2012 20:49:40 -0000
Antwort löschen@Schlegel: Verstehe eher gar nicht warum sich MP nicht noch drei, vier weitere Kolumnisten sucht. Klar ist Vegas die beste, weil es die einzige ist. Guggi beschäftigt sich nun mal nicht in erster Linie mit Film (hoho) und Die "Zukunft des Kinos" ist irgendwie etwas abgeschmiert und unregelmäßig, wenn ich nicht irre. Solche Texte sollten doch das Herzstück eines Medien-Magazins sein und ich zähle eineinhalb. tsts
BlueSquirrel Thu, 27 Dec 2012 20:53:44 -0000
Antwort löschenbtw: auch alleinstehend ziemlich gut die Kolumne.
NewFilmkonsument Wed, 26 Dec 2012 19:07:36 -0000
Kommentar löschenHoch angesehene Filme wie "City of God" oder "Slumdog Millionär" als "Armutspornos" zu bezeichnen, kann doch nur eine Idee von Moviepilots Chefpolemiker Vega sein. "City of God" ist ein authentisches Drama, während "Slumdog Millionär" schon Züge eines modernen Märchens hat. Dennoch werden die Armenviertel nicht gezeigt, um den Zuschauer aufzugeilen. In der Welt gibt es nunmal Ghettos und Slums, warum sollte ein Film sie nicht zeigen? Solange ein Film sie nicht verharmlost oder glorifiziert, ist doch alles in Ordnung. Und "City of God" ist sicherlich nicht die Mutter des modernen "Sozialpornos". Es gab schon vorher ähnliche Filme wie etwa "Asphalthaie".
bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten
CowVirus Wed, 26 Dec 2012 20:24:14 -0000
Antwort löschenCity of God soll ein authentisches Drama sein?
NewFilmkonsument Wed, 26 Dec 2012 23:42:27 -0000
Antwort löschenIch hab den vor Jaaahren mal gesehen und meine, der hätte die Slums ganz realitätsnah dargestellt.
Roldur Wed, 26 Dec 2012 18:14:47 -0000
Kommentar löschenBester Vega-Anecker so far.
bedenklich? 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
C_C Wed, 26 Dec 2012 17:32:47 -0000
Kommentar löschenIch kenne keinen einzigen dieser Filme und weigere mich auch, deren Betrachtung auch nur in Erwägung zu ziehen. Instinktiv. Jetzt weiß ich auch warum. Und Vega, auf diesen Artikel, so er denn deine tatsächliche Meinung/Ansicht zum Thema spiegelt, kannst du stolz sein.
Das 'Establishment' liebte es schon immer, den Menschen Lügen, Verniedlichung, Ablenkung und Stillhalteparolen (Religion und Esoterik, genauso wie Bildzeitung...) mit dem Deckmäntelchen von Kunst und Kultur vaselinisiert rektal zu verabreichen.
Und die Leute fallen darauf rein.
Von mir wurde vor kurzem ein Kommentar gelöscht, weil er 'Frauen diskriminieren' würde. Lächerlich. Blöd, wenn dieser Diskriminierung (mindestens) eine anerkannte Studie als Basis zur Verfügung steht, aber deren Inhalt aufgrund des political-correctness-Faschismus nicht mehr verlautbart werden darf.
Deswegen bin ich dir so dankbar dafür, daß du 'Ziemlich beste Freunde' als das entlarvst, was es ist ist: Rassismus, aber eben für den Gutmenschen goutierbar verklausuliert.
Nicht, daß mich das jucken würde, der Film selbst ist vielleicht sogar gut (nur nicht interessant für mich...), aber der Witz ist, daß er, grade eben WEIL er den Gutmenschen ein 'gutes Gefühl' gibt, diese als heimliche, mindestens reaktionär Konservative brandmarkt, die wiederum die alten Denkmuster als so bequem schätzen gelernt haben, daß sie nicht mal mehr MERKEN, wenn sie bloßgestellt werden. Ähnliches läuft auch beim Griechenbashing oder bei dem Heer der Bild- und Spiegelleser...
Nochmal: dieser Artikel ist ein Hammer vor dem Herrn, ich danke dir dafür und bin positiv überrascht. Beibehalten, grade GEGEN den wachsenden Anti-Kolumnen-Mainstream hier auf MP! Deren Unterstützer sollten mal mit der Selbstreflektion anfangen...
bedenklich? 5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 31 Antworten
Dom699 Wed, 26 Dec 2012 20:54:54 -0000
Antwort löschenbei moviepilot werden wohl kaum ungerechtfertigterweise posts als sexistisch rausgenommen...
C_C Wed, 26 Dec 2012 20:57:33 -0000
Antwort löschenich hätte mir gewünscht, daß sie mich nach der Studie gefragt hätten. Hat sie aber 'nen Feuchten interessiert. Ich nenne das gerne böswillig 'schwanzkorrumpiert'...
Dom699 Wed, 26 Dec 2012 21:05:33 -0000
Antwort löschenes ist wirklich nicht einfach zwischen deinen ganzen schimpfwörtern, penismetaphern und verschwörungstheorien herauszulesen, worum es dir überhaupt geht...
Leonerd Wed, 26 Dec 2012 23:00:17 -0000
Antwort löschenIch glaube du schlitterst etwas an den Aussagen vorbei. "Ziemlich beste Freunde' als das entlarvst, was es ist ist: Rassismus, aber eben für den Gutmenschen goutierbar verklausuliert." schreibst du, Vega schreibt aber: "sicherlich gut gemeinte, aber uralt-rassistische Disziplinierung der schwarzen Hauptfigur". Vega meint also keinen absichtlichen versteckten, sondern einen versehentlichen unterbewussten Rassismus seitens der Filmmacher.
Roco De Long Wed, 26 Dec 2012 23:36:25 -0000
Antwort löschen"Ich kenne keinen einzigen dieser Filme und weigere mich auch, deren Betrachtung auch nur in Erwägung zu ziehen." Eine Spitzeneinleitung! ...die dein hasserfülltes und stets dümmliches Gesabbel noch belangloser macht als sonst. Wenn das überhaupt noch möglich ist.
C_C Thu, 27 Dec 2012 09:28:09 -0000
Antwort löschen@leonerd: endlich mal wieder eine als solche bezeichenbare 'Antwort'. Du hast duchaus bis zu einem gewissen Grade Recht, ich habe es etwas aggrassiv formuliert, deshalb kommt es nicht ganz so rüber wie intendiert. Ich habe das schon so verstanden und gemeint wie Vega. Ich unterstelle nur mit meiner perönlichen Affinität zum Thema 'Stillhalteparolen durch die Mächtigen', daß das eben Absicht ist, während Vega das als, naja, einfach als eine Art selbstentalrvende Dümmlichkeit angreift.
@Rocco... wenn du dieser Ansicht bis, könntest du auch sagen: "da du diese Filme nicht gesehen hast, kannst du nicht mitreden." Wenn du es dann für belanglos hälst, dann ist das deine Sache. Warum kapiert sowas eigentlich niemand? Dummer Junge *Kopf tätschel*
MrKatsumi Thu, 27 Dec 2012 17:37:12 -0000
Antwort löschenZu deiner Ausdrucksweise, C_C, möchte ich dir mal eins ans Herz legen: Es ist weitaus schwerer Sachverhalte und Meinungen in einfachen Worten auszudrücken als sie bis zur Unkenntlichkeit in Floskeln und Fremdwörter zu verschachteln. Das wirkt weder schlau, noch reif und zu guter letzt fällt es auch noch vielen schwer deinen Gedanken zu folgen. Bitte denk mal drüber nach.
Zu dem was du an Meinungsbild transportieren willst kann ich dir bisweilen zustimmen. Ich erkenne die Idee hinter deinem Post.
C_C Thu, 27 Dec 2012 17:45:22 -0000
Antwort löschenjetzt lach nicht, aber ich bin einfach zu faul, jeden einzelnen Punkt auszuformulieren, will aber möglichst viel in meine Sätze packen. Deshalb die manchmal etwas, hm, überfüllte Ausdrucksweise.
Leonerd Thu, 27 Dec 2012 20:59:26 -0000
Antwort löschen@C_C Dann wäre das zu mindestens klar. Jetzt aber noch eine andere Sache, ebenfalls Ausdrucksweise, die mich doch sehr verwirrt. Du sprichst dich gegen versteckten Rassismus und auch Dingen wie "Griechenbashing" und "reaktionäre Konservative" aus und auf der anderen wetterst du gegen Political Correctness und "Gutmenschen", was ich bis jetzt eigentlich eher aus der konservativen bis zur richtig rechten Ecke oder aus dem gerade von dir geschellten "Heer der Bild - und Spiegelleser" kenne, zumindest von den Vokabeln her. Wie passt das in einen Topf?
C_C Fri, 28 Dec 2012 08:59:21 -0000
Antwort löschenIch will nicht lang rumerklären. a) Ersetze er Gutmensch mit Spiesser
b) die PC-ness ist schon lange wieder selbst faschistisch.
Falls nötig noch eine Erklärung des Gutmenschen: es ist genauso wie Vega es oben in Ansäzen beschreibt. Ich formuliere das immer ein etwa so: ein Gutmensch ist einer, der 'ein bischen was tut', nur um nicht wirklich etwas tun (im Sinne von verändern) zu müssen; Hauptsache, für IHN bleibt alles wie es ist. Man könnte das auch Scheinheiligkeit nennen. Daß die Rechten das für die 'Linken' verwenden, hat insofern also sogar seine Berechtigung, dafür kann ich durchaus auch Beispiele nennen. Hagen rether hat das Problem mal ohne das Wort Gutmensch zu verwenden auf den punkt gebracht. Mal sehen ob ich das bei youtube finde, moment...
C_C Fri, 28 Dec 2012 09:18:42 -0000
Antwort löschennicht das, was ich meinte aber auch gut:
http://www.youtube.com/watch?v=gO_ZArMUaM8
C_C Fri, 28 Dec 2012 09:46:31 -0000
Antwort löschenhttp://www.youtube.com/watch?v=nCF20xFqUF0&feature=g-vrec
Narrisch Wed, 02 Jan 2013 14:21:39 -0000
Antwort löschenErfahrungsgemäß brabbeln meistens die über das Establishment die nicht dazu gehören sondern in irgendeinem Loch sitzen und dummes Zeug über ihr gestörtes Weltbild zum besten geben. Unterstützt durch andauernde sexuelle Anspielungen, die mangelnde Erfahrung, Größenverhältnisse und sonstwas kompensieren sollen ergibt sich zusammen mit frauenfeindlichen Äusserungen ein Gesamtbild das den wahren Spießer entlarvt.
C_C Wed, 02 Jan 2013 15:04:45 -0000
Antwort löschennatürlich gehöre ich nicht dazu. Ich würde mich schämen. Klar, daß dir sowas nicht klar ist. Offensichtlich ist das Dazugehören für dich erstrebenswert, so daß du meinst, daß das für alle anderen auch gelten muß. Schwach. Was dummes Zeug ist, mußt du erst noch klar definieren. Gestörtes Weltbild ist eine Phrase, die auf die übliche Weise mit Assoziationen der Lesenden spielt, statt wirklich etwas auszusagen. Das sowas aber auch nie ausstirbt...
Sexuelle Anspielungen? In your dreams, der Rest ist Nonsense. Und ja, ich bin ein Feind des Frauenbildes, wie es Stand heute existiert. Diese Selbstvermarktung ist widerwärtig.
Und abschließend: das Wort Spiesser hast du nicht begriffen. Siesser sind die Angepaßten, die die Augen vor Tatsachen verschliessen, weil sie davon profitieren. Die perfekten KZ-Aufseher.
Willst du es nochmal versuchen?
Narrisch Wed, 02 Jan 2013 15:25:25 -0000
Antwort löschenWoher kommt nur dieser Hass? Du brauchst Hilfe sonst wirst du irgenwann daran kaputt gehen. Die gute Nachricht ist das Psychotherapien gute Chancen auf Heilung bieten oder zumindest die Lebensqualität positiv beinflussen. Alles Gute!
C_C Wed, 02 Jan 2013 15:36:45 -0000
Antwort löschenNicht Hass. Bitterkeit. Die Geissel der Wahrheitssucher, gelle?
Psychotherapeuten reden. Sonst nix. So wie du.
Narrisch Wed, 02 Jan 2013 15:41:30 -0000
Antwort löschenWas denkst du WARUM reden psychotherapeuten? Was könnte der angestrebte effekt sein?
C_C Wed, 02 Jan 2013 21:47:11 -0000
Antwort löschenAblenkung, Einlullung, Lügensaat pflanzen, Gefügigmachung, Anpassung, Pseudovernunft, Pseudoplausibilität, Pseudologik.
Pseudo-Alles.
Narrisch Thu, 03 Jan 2013 12:20:42 -0000
Antwort löschenDu hast mir leider immer noch nicht gesagt ob der 11. September nun eine verschwörung war?!
C_C Thu, 03 Jan 2013 13:07:17 -0000
Antwort löschenHoho! Weiß ich nicht. Ich habe mir die Theorien dazu angesehen. Ich habe eine völlig andere. Aber das ist nicht für hier bestimmt, da zu komplex und zuviel Vorwissen voraussetzend.
C_C Thu, 03 Jan 2013 13:07:40 -0000
Antwort löschenPS: die Symbolik jedoch... besser kann das kein Film.
Narrisch Thu, 03 Jan 2013 13:09:17 -0000
Antwort löschenErklär es so wie du es einem Kind erklären würdest. Die wesentlichen Fakten, dann verstehe ich es bestimmt auch!
C_C Thu, 03 Jan 2013 13:20:43 -0000
Antwort löschenDas würde ja noch länger dauern. Ich sehe nicht, womit du diese Aufmerksamkeit verdienst.
Narrisch Thu, 03 Jan 2013 13:31:12 -0000
Antwort löschenAhh schade, ich hätte nur gerne deine Meinung dazu gehört.
C_C Thu, 03 Jan 2013 13:45:07 -0000
Antwort löschenwenn es unbedingt sein muß per PN. Aber nicht jetzt, schaue grade Total Recall
Narrisch Thu, 03 Jan 2013 14:34:58 -0000
Antwort löschenDann bitte per PN, wann immer du zeit dafür findest!
TrendSocke Wed, 26 Dec 2012 16:10:55 -0000
Kommentar löschenIch denke ob man sich einen "Armutsporno" aus dem Film macht, bleibt dem Zuschauer jeweils selbst überlassen. NIEMAND wird aus diesem Film gehen und denken "Wow, Armut ist ja doch ganz schön!".
Der feine Unterschied ist, dass möglicherweise die Geschichte, eben der Film als solches als "schön" empfunden wird. Und das finde ich grundsätzlich legitim, denn eine Geschichte sollte sich überall abspielen dürfen, auch wenn sie damit der Realität auf bizarre Art und Weise gegenübersteht.
Und dass man Armut und Leid etwas Poetisches abgewinnt bedeutet nicht, dass man sich vor ihr verschließt und mit gutem Gewissen wieder schlafen geht.
bedenklich? 6 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
gabriel.rost.77 Wed, 26 Dec 2012 15:56:53 -0000
Kommentar löschenWarum wurde diese Kolumne eigentlich noch nicht gelöscht. Bei dem Artikel kommt's mir hoch! Das ist wirklich nur noch Anecken um des Aneckens willen.
bedenklich? 5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 17 Antworten
gabriel.rost.77 Wed, 26 Dec 2012 18:37:53 -0000
Antwort löschen"weltbeste Kolumne der Welt" Merkst du eigentlich, was du schreibst? Auweia.
Und wieso Vorwurf um des Vorwurfs willen? Deine Großkotzigkeit nervt mich schon lange. Und dieser Artikel liest sich so, als sollte man sich solche Filme überhaupt nicht mehr ansehen. Ok, ich habe nur "Slumdog Millionär" gesehen, aber zumindest regt der etwas zum Nachdenken an. Und ich finde es gut, dass durch solche Filme die Aufmerksamkeit der Zuschauer auch mal auf 3.-Welt-Länder gerichtet wird. Und so rosig wird der Alltag der Menschen (zumindest in "Slumdog Millionär") wirklich nicht dargestellt.
@C_C: Woher willst du das wissen? Nur weil ich meine Meinung kundgetan habe? Du kennst mich noch nichtmal und meinst gleich, ich bin dumm. Wer ist hier wirklich der Dumme? Ich auf jeden Fall nicht, soviel ist klar!
Rocky22 Wed, 26 Dec 2012 19:12:01 -0000
Antwort löschenMr Vincent Vega wie wär’s wenn du dich mal selbst in deinen Artikel hinterfragst! Ich mag die Moviepilot Seite echt gern, aber das sie dir mit immer absurderen Artikeln hier eine Plattform bieten, Unreflektierten, Nonsens
zu veröffentlichen ist schlicht ein Witz!!!
C_C Wed, 26 Dec 2012 19:27:16 -0000
Antwort löschenwoher ich das weiß? ich weiß es nicht. Ich leite es ab von dem wenigen, was ich bisher von dir gelesen habe. Und das war mehr als zu 51% dumm. Da ich gerne alles, was nicht weiß ist als schwarz bezeichne im ersten Schritt, sage ich basierend auf dieser Datenlage: du bist dumm! Wollen wir noch den Begriff 'dumm' definieren?
Und immer dran denken: erwischte Gutmenschen rotten sich gerne zusammen für ihre faschistoiden Shitstorms. Also nicht kirre machen lassen, Vega.
Xebeche Wed, 26 Dec 2012 19:40:39 -0000
Antwort löschen"Da ich gerne alles, was nicht weiß ist als schwarz bezeichne im ersten Schritt" - fragt sich, wer hier dumm ist.
C_C Wed, 26 Dec 2012 21:01:41 -0000
Antwort löschennein, das ist nicht 'dumm'. Es ist meine Entscheidung, basierend auf meinen Erfahrungen, zunächst mal so zu kategorisieren. Es hat sich immer wieder herausgestellt, das selbst das blasseste Grau, wenn man es auf's Wesentliche reduziert, tiefschwarz ist. Ich mach's mir da gerne einfach. Diese Handlungsweise ist nicht dumm, eher, sie als solche zu bezeichnen. Ich würde sie eher 'effizient' oder 'realistisch' oder 'unromantisch' nennen.
Ärgerlich ist für mich nur, daß sich bei solchen Diskussionen immer die Hinterbänkler einmischen müssen, die meist sonst nix gescheites beitragen...
Xebeche Wed, 26 Dec 2012 21:09:44 -0000
Antwort löschenDu hältst dich für weitsichtig, doch was du schreibst ist dummes Zeug.
C_C Wed, 26 Dec 2012 21:13:02 -0000
Antwort löschenIch halte mich für garnix. Ich sage und schreibe was ich denke und wie ich handle. Wie du das bewertest ist mir egal. Wärst du klug, würdest du nicht über mich oder mein Handeln an sich diskutieren sondern dir überlagen, ganz rational und themenbezogen, ob meine Herangehensweise an sich etwas für sich hat. Und wenn nein, warum nicht. Alles andere disqualifiziert dich als Diskussionsgegner.
Xebeche Wed, 26 Dec 2012 21:23:15 -0000
Antwort löschenSchwarz/weiß-Denker machen es sich eben einfach, wie du selbst schon festgestellt hast. Solche Menschen sind potenziell gefährlich. Weshalb, kann man ihnen leider nicht verständlich machen...
Xebeche Wed, 26 Dec 2012 21:33:37 -0000
Antwort löschenDu machst nicht den Eindruck, als würdest du einen zweiten Schritt machen...
C_C Wed, 26 Dec 2012 21:35:28 -0000
Antwort löschennicht im täglichen (also auf mich alleine und direkt bezogen) Leben, nein. Aber wenn es um was geht. Ich bin ja auch politisch aktiv und so...
gabriel.rost.77 Thu, 27 Dec 2012 00:06:20 -0000
Antwort löschen@C-C: Erklär mir mal bitte, was an dem, was ich geschrieben habe, dumm war.
johannes.hudalla Thu, 27 Dec 2012 10:04:39 -0000
Antwort löschenmal so nebenbei: der inflationäre gebrauch des begriffes "gutmensch" geht mir schon lange aufn sa*k. daraus ist in kurzer zeit ein wort geworden mit dem jeder jeden bezeichnet, aber es ist immer der andere. man bin ich ein wutbürger heute morgen.
C_C Thu, 27 Dec 2012 11:14:39 -0000
Antwort löschenkann ich nachvollziehen. Ist ein interessantes Phänomen btw
gabriel.rost.77 Thu, 27 Dec 2012 12:06:06 -0000
Antwort löschen@C_C: Zu deiner Information: Ich halte mich nicht für cool. Und ich bin auch nicht der Meinung, dass ich entscheiden darf, was gepostet werden darf und was nicht (wäre ja noch schöner). Ich war möglicherweise einfach nur mal wieder über den Inhalt der Kolumne empört. Mein erster Post war wirklich unüberlegt, das tut mir leid. Aber du musst doch zugeben, dass sich Herr Vegas Texte (auch dieser hier) so lesen, als meint er, allen vorschreiben zu müssen, was sie sich anzusehen haben und was nicht. Ich finde, es kommt nicht auf die jeweiligen Filme an, sondern darauf, was sich der Zuschauer dabei denkt. Meine persönliche Meinung zu den Filmen ist eher deckungsgleich zu dem Post von TrendSocke über meinem.
Ich denke, es ist jedem (oder zumindest den meisten) Zuschauern klar, dass in den Filmen, worum es hier geht, der Alltag der darin dargestellten Menschen bei weitem nicht so rosig ist, wie darin dargestellt. Der Begriff "Armutsporno" ist noch dazu ziemlich dämlich und verletzend. Ich meine, man holt sich dabei doch keinen runter. Ich finde, solche Filme haben durchaus ihre Daseinsberechtigung. Sie sind vielleicht in ihren Aussagen verbesserungswürdig, das mag stimmen. Aber es ist doch gut, dass überhaupt mal Filme über arme Menschen und Entwicklungsländer gedreht werden, oder?
Können wir die Diskussion jetzt bitte beenden?
gabriel.rost.77 Thu, 27 Dec 2012 23:28:19 -0000
Antwort löschenTja, mir kommt's aber so vor, als spricht er den Filmen die Daseinsberechtigung ab. Ich finde, man kann auch niveauvoller anecken.
Und "Armutsporno" ist trotz allem ein herabwürdigender und unpassender Begriff. Sollte nicht mehr verwendet werden.
Ich will darüber nicht weiter diskutieren. Gute Nacht!
gabriel.rost.77 Thu, 27 Dec 2012 23:29:35 -0000
Antwort löschenUnd hör bitte auf, mich mit meinem Nachnamen anzureden, ja? Ich mag das nicht.
Dom699 Wed, 26 Dec 2012 14:52:25 -0000
Kommentar löschendas einzige was an dem konsum solcher filme verwerflich ist, ist das gefühl, lediglich durch das betrachten etwas geleistet zu haben und die augen nicht davor verschlossen zu haben. wer das denkt und was positives für sich daraus zieht, hat sicherlich einen eng gesteckten horizont. gleichzeitig halte ich den generalvorwurf, der sich aus diesem artikel ergibt, für pseudomoralisch. der geneigte filmzuschauer konsumiert gewaltfilme, die an realen gewalttaten angenlehnt sind auch so realistisch wie möglich aussehen müssen. kriegsfilme wirken dann authentisch, wenn der konflikt völlig entmenschlicht dargestellt wird, gedärme hervorquellen und köpfe auf bajonetten aufgespießt werden. für filme über das organisierte verbrechen gilt das gleiche. da erwartet man absolut authoritäre paten, die exempel statuieren, bei denen aus ihren feinden blutwurst gemacht wird. all das ist nicht phantastisch, sondern naturalistische abbildung der realität, bei der kaum jemand behaupten würde, aus einem anderen grunde als der unterhaltung einzuschalten. warum sollte für armutselend was anderes gelten als für krieg, serienmörder oder die mafia? es ist eine mediale grenzerfahrung, die durch das einreissen (teilweise neuer) geschmacksgrenzen fasziniert und schockiert. nicht mehr, nicht weniger. der zuschauer hat dabei weder aktiven anteil an etwas gutem, noch an etwas schlechtem. er konsumiert einfach nur.
bedenklich? 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 6 Antworten
Mr Vincent Vega Wed, 26 Dec 2012 14:59:13 -0000
Antwort löschenEben, dafür sollte nichts anderes gelten, tut es aber. Beasts of the Southern Wild verleiht seinen Armutsbildern eine poetische Note und erzählt Themen wie Kindesmissbrauch als fantasievolles Kindermärchen, also durchaus "phantastisch" (wie Du schreibst). Das ist der Unterschied.
Dom699 Wed, 26 Dec 2012 15:19:23 -0000
Antwort löschenda ich den film nicht gesehen habe, kann ich dazu nichts sagen. jedenfalls denke ich, es ist für einen regisseur genauso wenig unmöglich, das was auch immer er mit seinem werk aussagen möchte, mit einer phantastischen bearbeitung des themas kindesmissbrauch auszusagen, wie es unmöglich ist, das dieser zugang nur aus rein aufmerksamkeitsheißerischen gründen gewählt wurde. letztendlich ist doch die frage, was man erwartet und welche moralische relevanz man einem film zugesteht. ich für meinen teil, obwohl ich seit 30 jahren cineast bin, suche ich philosophische inspiration oder moralische richtungsweisung generell nicht mehr bei großen filmproduktionen. die sind traditionellerweise einfach zu teuer, um unbequeme gedanken weder übertrieben romantisiert, noch zu übertreiben reißerisch darzustellen.
C_C Wed, 26 Dec 2012 21:11:07 -0000
Antwort löschenDie Frage ist am Ende ja nicht, wer warum diese Filme ANSCHAUT. Sondern wer sie warum MACHT!
Dom699 Thu, 27 Dec 2012 01:07:53 -0000
Antwort löschenich hab da so eine theorie, vielleicht um geld zu verdienen?
C_C Thu, 27 Dec 2012 09:39:10 -0000
Antwort löschenAhaaaa! Ist damit nicht ALLES gesagt? Alles Huren und Nutten...
dmtjdc Wed, 26 Dec 2012 14:41:08 -0000
Kommentar löschen"City of God" ist einer meiner Lieblingsfilme und wahrlich kein anbiedernder Sozialporno.
Abgesehen davon, stimme ich Vega größtenteils zu. Es ist aber nun so:
Wenn man die breite Masse mit der Realität bekanntmachen will, hat man als Filmemacher grundsätzlich wohl nur vier Möglichkeiten:
1) Dokus drehen = superbegrenzte Zielgruppe ("Den Bekehrten predigen")
2) Bitterböse Satire mit Schauwerten à la "Three Kings" oder "Casino Jack"
3) In der Kolumne angesprochener pc-Wohlfühlquark für Bessergestellte. Einzelnen kommt es bei so was hoch, aber vermutlich öffnet es wenigstens viele Brieftaschen.
4) Konventioneller Film mit Starpower = leider traditionell mit enttäuschenden Einspielergebnissen
Wie man`s macht, ist es halt falsch.
Aber lieber ein paar kitschige Filme zu viel, als gar kein Anspruch.
bedenklich? 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Kurono Wed, 26 Dec 2012 13:37:35 -0000
Kommentar löschen"Ich lache immer gern über arme Menschen" - Elliot Reid, April 2006
bedenklich? 6 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
kissing.disease Wed, 26 Dec 2012 13:04:55 -0000
Kommentar löschenWo steht eigentlich geschrieben, dass es der Sinn und Zweck von Kinofilmen ist, das gesellschaftliche Bewusstsein für die Missstände in der Welt zu schärfen?
... Ignoranten kuscheln sich in ihre Kinosessel; kritisch Denkenden gelingt vielleicht eine differenziertere Betrachtungsweise; und die Schlimmsten von allen, die selbstgerechten Rezensenten, haben einen Anlass gefunden für eine neue Runde "Ich sehe was, was du nicht siehst."
Wer es nicht ertragen kann, was mit Menschen in anderen Teilen der Welt tagtäglich geschieht, sollte in die Politik gehen oder sich anderweitig engagieren, statt die eigene vermeintliche (!) Überlegenheit auf eine so billige Weise zur Schau zu stellen. Und nebenbei vielleicht mal einen Kurs an der VHS über das Medium Film belegen.
bedenklich? 14 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Ichundso Wed, 26 Dec 2012 13:02:43 -0000
Kommentar löschenJe länger ich auf dieser Seite bleibe, desto mehr bekomme ich Bauchschmerzen.
Nur nochmal zum Mitschreiben: "Arme Leute leiden. Und nichts anderes. Arme Leute haben ein schreckliches Leben und in Filmen, in denen arme Leute vorkommen, sollen diese bitte nichts anderes tun als leiden und ihr schreckliches Leben zur Schau stellen. Denn Armut ist scheiße. Mann, muss das scheiße sein, ohne das neueste iPhone, ständigen Strom und ohne Gourmettiefkühlprodukte zu leben. Und Beasts of the Southern Wild ist ein Film, in dem ein armes Mädchen sich mit aller Gewalt dem Leben ausgesetzt sieht und dennoch mit Mut und Optimismus in die Zukunft blickt, mit der Aussicht, ihre eigene Geschichte zu schreiben. So was geht nicht. Ist ja eine okaye Geschichte, aber dass das Mädchen arm ist, das ist falsch. Denn wie soll sie denn optimistisch sein ohne iPhone? Weg mit diesen ganzen ekligen Filmen, in denen behauptet wird, arme Leute würden etwas anderes tun als leiden. Denn das tun sie nicht. Hab ich selbst im ZDF gesehen."
bedenklich? 31 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 5 Antworten
C_C Thu, 27 Dec 2012 09:40:33 -0000
Antwort löschenauch wenn dein Kommentar nicht ganz daneben liegt inhaltlich, hast du imo den Punkt nicht so wirklich erfaßt. Nimms mir nicht übel.
C_C Thu, 27 Dec 2012 17:58:07 -0000
Antwort löschenWas der Punkt ist habe ich oben bereits ausgeführt (in meinem post und den Antworten auf andere). Du stellst die falschen 'Ikonen' gegenüber.
Rocky22 Wed, 26 Dec 2012 13:00:15 -0000
Kommentar löschenIch sollte mir abgewöhnen hier rein zu schauen, die mit Abstand überflüssigste Kategorie hier...
Artikel die nur darauf aus sind etwas zu finden, das man Kritisieren kann, Hauptsache es zeigt einen Gegendtrend auf, ist so Interessant wie Politiker beim Lügen zu zuschauen!
bedenklich? 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten
pietrie Wed, 26 Dec 2012 12:53:24 -0000
Kommentar löschenAn sich find ich den Text gut. Der Artikel regt zum Nachdenken an. Aber sollen das Filme (speziell solche)nicht auch?
Zu City of God. Warum? Ich mag den Film. Muss ich jetzt nach Brasilien reisen und den Kindern in den Favelas helfen? Schwierig. Und die nach dem Film entstandene Serie City of Men hatte in Brasilien rund 35Millionen Zuschauer. Daraus schließe ich, dass das Publikum ,in diesem Fall, nicht meist weiß und privilegierter als jede Figur in diesen/r Filmen/Serien ist.
Und darf man dann überhaupt jeglich geartete Milieustudien ansehen?
bedenklich? 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Hooded Justice Wed, 26 Dec 2012 12:47:06 -0000
Kommentar löschenStinkt ja schon beinahe nach einem Slumdog-Millionär-Klischee. In dem Film wird in so vielen Szenen deutlich, was die gesellschaftliche Problematik der Armut bedeutet – der Missbrauch und die Ausbeutung der Kinder in dem Lager, der Bettlerjunge, das verbrecherische Leben von Jamals Bruder und wie Latika zur Meträsse wird. Und vor allem ausgerechnet im furiosen Hauptakt, als der Protagonist von den Machern der Show wahnsinnig gedemütigt wird – lediglich aufgrund seiner Gesellschaftsschicht und Armut. Von der Inszenierung darf man sich nicht blenden lassen.
bedenklich? 10 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Lorion42 Wed, 26 Dec 2012 12:38:49 -0000
Kommentar löschenDürfen Filme die in einem Armuts-Szenario spielen kein Happy End haben? Nicht jeder Film in dem es um Armut geht, muss die sozialen Verhältnisse kritisieren - genausowenig wie jeder Film mit Schwarzen oder Homosexuellen um Diskriminierung gehen muss.
City of God ist ein Film um Entscheidungen, Slumdog Millionär ein Film über Schicksal und Beasts of the Southern Wild ein Film um Hoffnung und Ängste. Die Filme benutzen die Armut nur als Kulisse, nicht als zentrales Thema. Dazu kann man negativ stehen, aber ich denke alles kann Kulisse sein - Zwänge gibt es im Kino nicht.
bedenklich? 29 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
HulktopF Wed, 26 Dec 2012 11:56:31 -0000
Kommentar löschenwow vega, dir ist anscheinend echt nichts eingefallen o.ô
bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
FumerTue Wed, 26 Dec 2012 11:56:29 -0000
Kommentar löschenStreich "City of God" aus deiner Liste und du bekommst ausnahmsweise mal ein Like für deine Polemik!
bedenklich? 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten
TheBruceWayne Wed, 26 Dec 2012 11:54:18 -0000
Kommentar löschenVega hat Recht. Es wird geheult,geschluchzt und vieles mehr bei "Slumdog Millionaire" und Konsorten.Filme wie diese so scheint es mir, dienen aber nur dazu um die Tränendrüse anzukurbeln. Der 0815 Westler ist oft peinlich berührt nach solch einem Schinken, vergisst jedoch das Leid dieser Menschen aber schon am nächste Tag, wie die Schreckensbilder über Irak/Afghanistan und co. in den Nachrichten.Es wird weiterhin bei C und A gekauft. Immer noch kauft der Hipster und Weltverbesserer iPod,IPad usw. deren Herstellung auch die Dritte Welt ruiniert, trägt aber zugleich linksgerichtete Sticker und Anhänger. Kaum einer wird wohl nach "Slumdog Milionnaire" wie Mutter Therese nach Indien reisen.Da ist es doch viel bequemer zu Hause zu bleiben und durch ekelhafte Art u. Weise vom Leid der Menschen in der dritten Welt durch Filme (durch unsere Ausbeutung) peinlich berührt und zum heulen gebracht zu werden, kurz unterhalten zu werden. Einfach nur ekelhaft.....
bedenklich? 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten
jp@movies Wed, 26 Dec 2012 11:04:33 -0000
Kommentar löschenGuckt mal hier ab Minute 9:10 da gibt's die Kurzfassung im Sinne von Vince: http://www.youtube.com/watch?v=kWlpiglnysY - aus SULLIVAN'S TRAVELS von Preston Sturges.
bedenklich? 7 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Xebeche Wed, 26 Dec 2012 10:28:41 -0000
Kommentar löschenZutreffend für SLUMDOG MILLIONAIRE und - so wie es klingt - auch für BOTSW, den ich nicht kenne. Aber CITY OF GOD? Wirklich? Mir scheint, da hast du ein wenig krampfhaft nach einem dritten "Vertreter" gesucht!?
bedenklich? 10 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten
Mr Vincent Vega Wed, 26 Dec 2012 15:46:54 -0000
Antwort löschenCity of God entfachte (bzw. revitalisierte) die Debatte über 'poverty porn' im (Mainstream-)Kino seinerzeit überhaupt erst wieder, ehe Slumdog Millionaire sie flächendeckend fortsetzte.
Keyser_Söze Wed, 26 Dec 2012 10:20:25 -0000
Kommentar löschenMal wieder was Vernünftiges von dir. ;-) Top!
bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
il padrino Wed, 26 Dec 2012 10:10:54 -0000
Kommentar löschenAch, was soll man sagen... Vega hätte gern in den 50ern gelebt, mit viel Eskapismus-Kino, aber das kann er leider nicht.
bedenklich? 5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Filmkenner77 Wed, 26 Dec 2012 10:01:07 -0000
Kommentar löschenUnd nächste Woche lesen sie: Hollywood und der Kapitalismus: Was sie schon immer über Hollywood lesen wollten, aber noch nie zu fragen wagten oder Wie pervers ist es, heute noch ins Kino zu gehen, obwohl anderswo auf der Welt Menschen Hunger leiden?
Fazit: Schauen wir uns lieber eine Doku kann, denn diese beruhigt unser Gewissen mehr und wir dürfen uns alle noch ein wenig schlechter fühlen.
bedenklich? 13 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Julian F. Wed, 26 Dec 2012 09:43:07 -0000
Kommentar löschenRassistisch ist eine Geschichte nicht, wenn sie eine nachvollziehbare und realistische Geschichte erzählt. Rassistisch wird es, wenn sich Filme weigern, das Thema Hautfarbe o.ä. zu behandeln. (in Bezug auf "Ziemlich beste Freunde" und "Slumdog Millionär")
bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten
Ichundso Wed, 26 Dec 2012 12:55:06 -0000
Antwort löschen"Rassistisch wird es, wenn sich Filme weigern, das Thema Hautfarbe o.ä. zu behandeln."
Irgendjemand, der sich diesen Satz durchlesen kann, ohne sich innerlich zu erbrechen, sollte mal dringend gründlich über sein Sozialverständnis nachdenken.
Julian F. Wed, 26 Dec 2012 13:14:45 -0000
Antwort löschenIch glaube du hast mich absichtlich missverstanden.
Da wird eine Geschichte erzählt über arme Kinder in Indien oder was weiß ich wo (in beiden Fällen nach realem Vorbild).
Dass der Zuschauer damit seine Weltsicht etc. bestätigt sieht, ist ja ein anderes Thema... und auch die Sache des Zuschauers.
Aber die Filme begehen keine Fehler darin, diese Geschichten so zu erzählen; es ist eine Berechtigung da im Sinne eines einfachen Erzählvorganges, um menschliche Schicksale näherzubringen...
Und rassistisch wäre es, solchen realen Geschichten aus dem Weg zu gehen, und ein Kino zu schaffen, das alle Problemfelder verkennt und am besten noch die Historie verfälscht, um politisch korrekt zu sein. Konflikte, die verschiedenen Vorurteilen zugrundeliegen, gibt es viele, überall, es kann (leider) fast als "normal" bezeichnet werden. Sollte man das verschweigen?
Ich halte die Filme einfach nicht für falsch, solange sie gut gemacht und interessant sind. Rassistisch sind keine der genannten, meiner Ansicht nach. Sie erzählen eher Geschichten über Menschen, die damit zu tun haben. Das ist in jedem Fall legitim.
A.V. Wed, 26 Dec 2012 09:14:20 -0000
Kommentar löschenAmen! Auf einer Stufe mit Kinder retten durch facebook-likes.
bedenklich? 11 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
VisitorQ Wed, 26 Dec 2012 08:58:41 -0000
Kommentar löschenMein Bruder als der Regisseur von botsw nach der Vorstellung in den Saal kam: "Es gibt nichts was mir dieser Mensch sagen könnte. Ich muss hier raus, wer kommt mit?" - Wie recht er hatte.
bedenklich? 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Moncineo Wed, 26 Dec 2012 08:12:33 -0000
Kommentar löschenEin wirklich interessantes Thema über das ich erstmal nachdenken muss.
Doch spontan betrachtet kann ich die Kritik durchaus nachvollziehen.
Auch wenn ich, zugegeben, von den erwähnten Filmen nur Slumdog Millionär kenne.
bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
FlintPaper Wed, 26 Dec 2012 08:05:04 -0000
Kommentar löschenBeasts of the Southern Wild ist doch der neue Lieblingsfilm von Oprah Winfrey. Das sagt doch schon alles :D!
bedenklich? 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten
Bob Loblaw Wed, 26 Dec 2012 09:04:18 -0000
Antwort löschenGenau !! "Precious", den anderen grosse Armutsporno der letzten Jahre hat sie auch noch mitproduziert.
Bob Loblaw Wed, 26 Dec 2012 09:53:38 -0000
Antwort löschen@Kana: Ich muss zugeben, dass ich den noch gar nicht gesehen habe( wie alle oben genannten Filme ), sondern nur die entsprechenden Vorwürfe darüber gelesen...
Bob Loblaw Wed, 26 Dec 2012 14:57:09 -0000
Antwort löschenHmmm... auch Filme ohne happy End können Armutspornos sein.
Mein (zugegebnermassen sehr umstrittener) Lieblingskritiker sieht das nämlich so:
http://nypress.com/pride-precious/
Es geht aber letztendlich um andere Dinge, die Vega in seinem Text anprangert und da passt Precious wirklich nicht so gut dazu.
Und ich bin tatsächlich neugierig, den Film zu sehen ("Beasts of the southern Wild" aber auch)
diceman Wed, 26 Dec 2012 17:58:43 -0000
Antwort löschenObama fand den, glaube ich, auch okay. Und ich ebenfalls. Bin hier übrigens eher der Meinung, daß Vega den Film gründlich mißverstanden hat, und in einen Topf mit SLUMDOG MILLIONAIRE geworfen hat, wo der eigentlich gar nicht reingehört. Das wird er sich von mir aber ganz gewiß nicht sagen lassen. ;-)
Wie sagt man noch so schön im AFDT? "Das sieht jeder anders". Und "Faszinierende Meinung". :-D
Weiterführendes zum Artikel ?
Wenn du keine News verpassen möchtest, registriere dich auf moviepilot. So wirst du immer auf dem Laufenden gehalten und kannst in den Kommentaren gemeinsam mit der Community und deinen Freunden diskutieren.




Sehr merkwürdig, dieses Anprangern von Dingen wie "Armutsporno" oder "Misogynie" und das völlige Ausblenden in Lieblingsfilmen wie beispielsweise Titanic, in dem wir ein euphemisiertes Bild der Arbeiterklasse bekommen und sogar einer der Hauptcharaktere "arm" ist. Einerseits ist das ironisch, andererseits bemerklich, wie man sich derart ohne Konsequenz in seinem Denken zeigen kann.
bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten