Slumdog Millionär
Slumdog Millionaire (2008), US/GB Laufzeit 120 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 19.03.2009
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Keine
von Danny Boyle, mit Anil Kapoor und Dev Patel
Jamal K. Malik (Dev Patel) steht kurz davor in der indischen Variante von “Wer wird Millionär?” den großen Preis zu gewinnen. Doch der aus ärmsten Verhältnissen stammende Slumdog erscheint den Verantwortlichen verdächtig – wie kann ein einfacher Chaiwalla – zu Deutsch etwa Teejunge – Fragen aus den verschiedensten Wissenbereichen beantworten? Jamal hat darauf eine einfache Antwort: Es ist Schicksal. Sein ganzes, hartes Leben hat ihn darauf vorbereitet, zum Slumdog Millionär zu werden – und mit seiner großen Liebe Latika zusammenzukommen.
Hintergrund & Infos zu Slumdog Millionär*
Der Publikumsliebling Slumdog Millionär von Danny Boyle war vor seinem Siegeszug durch die Kinosäle, der ihn vom bejubelten Festivalhit zum finanziellen Megaerfolg werden ließ, kurz davor direkt auf DVD veröffentlicht zu werden. Als die, auf Art-House Filme spezialisierte, Produktionsfirma Warner Independent Pictures im Jahr 2008 die Pforten schließen musste, gingen ihre Projekte allesamt an die Mutterfirma Warner Brothers. Hier wurden schnell Zweifel laut, ob es sich bei Slumdog Millionär überhaupt um einen kommerziellen Film handele. Deswegen wurden 50 Prozent der Anteile des Filmes an Fox Searchlight Entertainment verkauft, damit diese sich den Verleih von Slumdog Millionär mit Warner teile und die Verlustchancen verringere. Die zweifelnden Verantwortlichen bei Warner dürften sich gründlich gewundert haben, als Slumdog Millionär nicht nur neun Oscars gewann, sondern auch weltweit über 340 Millionen Dollar einspielte – gar nicht übel für einen Film mit einem Budget von 15 Millionen Dollar. Nicht ganz so erfolgreich war Slumdog Millionär hingegen in Indien. So blieb er bei seinem Erscheinen deutlich hinter dem Einspiel heimischer Bollywoodfilmen zurück, die im selben Zeitraum anliefen. Einige Analysten machten dafür die eher europäische Machart und Mentalität des Filmes verantwortlich. (KJ)
Mehr Bilder (17) und Videos (7) zu Slumdog Millionär
Cast & Crew
-
Danny Boyle
-
Anil Kapoor
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Prem Kumar
-
Saurabh Shukla
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Sergeant Srinivas
-
Dev Patel
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Jamal K. Malik
-
Rajendranath Zutshi
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Direktor
-
Freida Pinto
-
Jeneva Talwar
Regie
Schauspieler
-
Irfan Khan
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Polizist
-
Mia Drake
-
Madhur Mittal
-
Ayush Mahesh Khedekar
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Jamal als Kind
-
Azharuddin Mohammed Ismail
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Salim als Kind
-
Rubiana Ali
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Latika als Kind
-
Ankur Vikal
-
Tanay Chheda
-
Ashutosh Lobo Gajiwala
-
Tanvi Ganesh Lonkar
-
Simon Beaufoy
- Genre
- Schicksalsdrama
- Zeit
- 2000er Jahre
- Ort
- Mumbai
- Handlung
- Bestimmung, Blockbuster, Bruder-Bruder-Beziehung, Frau zwischen zwei Männern, Große Liebe, Liebe gegen alle Widerstände, Mann sucht Frau, Millionär, Mord, Oscargewinner, Quizshow, Schicksalsschlag, Straßenkind, Unglückliche Kindheit, Verfolgung, Verfolgungsjagd, Verhör, Verlust der Eltern, Vom Tellerwäscher zum Millionär
- Stimmung
- Berührend, Geistreich, Spannend
- Mitmachen
- Wie gut passen diese Schlagworte? Stimm ab und hilf uns sie neu zu gewichten!
Drehbuch
Filmdetails Slumdog Millionär
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- Slumdog Millionär: critic.de




















Kritiken (31) — Film: Slumdog Millionär
SoulReaver: CinemaForever
Kommentar löschen[...] Boyles Inszenierung ist aber dennoch überdurchschnittlich und schafft es, den Zuschauer vor der totalen Langeweile zu bewahren und doch phasenweise zu unterhalten, wenn auch nicht gerade auf hohem Niveau. Quasi wie der berühmte rote Faden, der sich langsam durch den Film schlängelt, dabei aber die ganze Zeit von einer stumpfen Schere bearbeitet wird und ordentlich ins Wanken gerät, aber nie ganz durchreißt. Der Zuschauer wird hier einfach viel zu oft durch die genannten Schlaglöcher ausgebremst und 'Slumdog Millionär' schafft es so nie, richtig zu fesseln. Das liegt natürlich auch noch daran, dass der Film sich einfach nicht entscheiden kann, was er eigentlich will. Harter Straßenfilm? Gesellschaftskritik an indischen Umständen? Oder eben süße Lovestory? Von allem ein bisschen und von allem zu wenig. Schlussendlich ist der Film einfach zu glatt, nicht ehrlich genug mit sich selbst und der unnötige Kitsch wiegt zu schwer. Dazu schleichen sich noch einige Längen ein und der eh schon geschwächte Gesamteindruck, fällt noch enttäuschender aus. Schade, von einem Boyle Film, erwarte ich eigentlich immer viel. Zum Glück fand er zwei Jahre später mit '127 Hours' zurück in die Spur. [...]
Kritik im Original 25 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 20 Antworten
Le Samourai 2012/03/02 14:57:36
Antwort löschenSchade...
Ich als kleiner Boyle-Fanboy fand den top! :)
sikkmeidack 2012/03/02 14:59:42
Antwort löschenIch auch.
SoulReaver 2012/03/02 15:03:45
Antwort löschenIch mag den Boyle auch sehr, wie beschrieben, aber der hat mir nicht gefallen :(
Reload 2012/03/02 15:04:50
Antwort löschenIch mag den ebenfalls, kann auch nicht zustimmen. Trotzdem bleiben deine Comments extrem lesenswert, Soul.
SoulReaver 2012/03/02 15:06:21
Antwort löschenNa wenigstens etwas :D
Oceanic6 2012/03/02 15:35:33
Antwort löschenKeine Angst Souli, die 4,5 sind eh noch zu viel. :D
Sigmund 2012/03/02 15:43:09
Antwort löschenFinde den Film total verlogen und würde sogar noch einen Schritt weiter gehen als Soul, der ja beispielsweise sagt, dass der indische Jauch in seiner Rolle glaubhaft sei.
Ein glaubhafter Quizmaster würde sich in dieser Situation auf die Seite des Slumdogs schlagen, weil er weiß dass die Zuschauer (wie ja auch die des Films) mit einem scheinbar chancenlosen Außenseiter generell mitfiebern. Was macht aber die chargierende Flitzpiepe im Sinne überkommenster Antagonistenklischees? Vor dem TV-Millionenpublikum drischt er soapig-überoffensichtlich auf das arme Würstchen ein und glänzt mit einer Arroganz, die selbst in einem Werbespot zu platt wäre.
Wow. Tolle Regiearbeit auch.
SoulReaver 2012/03/02 15:48:53
Antwort löschenGing jetzt eher darum, dass er seine Figur glaubwürdig durch sein Schauspiel füllt, die Rolle an und für sich ist nicht realistisch geschrieben. Klingt das paradox? Hoffentlich :)
Sigmund 2012/03/02 16:00:29
Antwort löschenKlar, die Rolle ist schon in ihrer Anlage albern.
Bin mir sicher, dass ein talentierter Mann wie Danny Boyle sich u.a. deshalb insgeheim ein bisschen für das Filmchen schämt.
megatron12 2012/03/02 16:00:36
Antwort löschenFinde den auch Grütze. Vor allem das Rumgetanze am Ende!
SoulReaver 2012/03/02 16:06:19
Antwort löschenDas Rumgetanze is ja noch n netter Seitenhieb auf Bollywood. Stört mich da am wenigstens, hat eh nix mitm Film zutun.
FilmFreeza 2012/03/02 16:20:45
Antwort löschenBin gespannt, denke aber dass ich den deutlich besser finden werde :) .. geschrieben haste wirklich klasse :)
SoulReaver 2012/03/02 16:29:48
Antwort löschenDanke :) Ich denke auch, werden mindestens 7 Pkt bei dir :)
Edward Nigma 2012/03/02 17:12:07
Antwort löschenWarn das nicht mal mehr?
Prechtl 2012/03/02 17:34:56
Antwort löschenAuch wenn ich deine Meinung nicht teile, wieder mal toller Kommentar :)
SoulReaver 2012/03/02 17:44:20
Antwort löschen@Edward Nigma Jep, aber hab nochmal überlegt.
@Prechtl Vielen Dank, meine Liebe! :)
stuforcedyou 2012/03/02 19:44:32
Antwort löschenJetzt vergeht sich der Reaver auch schon an schönen Slum-Märchen. Tzz :D
Sepf 2012/03/02 20:01:05
Antwort löschenSchöner Kommentar. Das Buch ist auf alle Fälle ganz gut, den Film würde ich jetzt auch nicht verteufeln, aber die vielen Oscars sind mir schleierhaft.
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Edward Nigma 2012/03/02 21:58:19
Antwort löschenEin Traum von einem Film kann ich da nur sagen!
SoulReaver 2012/03/02 22:11:28
Antwort löschen@Stu Nurn bisschen :D
@Sepf Danke :)
Gnislew: Sneakfilm - Kino mal anders
Kommentar löschen“Slumdog Millionär” ist vielleicht der Film des Jahres 2009. Selten hat ein Film für mich so verdient bei der Oscarverleihung abgeräumt, wie dieses Glanzstück von Danny Boyle. “Slumdog Millionär” ist anspruchsvolle Unterhaltung, die Spaß macht. Unbedingt ansehen!
Kritik im Original 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 8 Antworten
Janus Winter 2011/03/13 23:40:47
Antwort löschenist klar... -.-
alil 2011/05/15 12:01:35
Antwort löschenleute wo kann ich slumdog millionaire in deutsch guckn ist mir sehr wichtig ich finde dieses film so herbe cool ich will es unbedingt gucken bitte sagt es mir:)
Copper 2011/05/26 01:18:12
Antwort löschenIn Deiner Videothek !
alil 2011/05/27 00:04:08
Antwort löschenja ich mein aber im internet die meisten gucken doch im internet wozu dann noch zur viedeothek das ist schon etwas dumm!!
Copper 2011/05/27 16:23:00
Antwort löschenIch glaube, dass hier ist eine Seite von Filmfans. Und als Fan kann man auch mal 2 Euro zum ausborgen ausgeben.
Zumal ich es eher blöd finde, hier auf der Seite danach zu fragen, wo man illegal einen Film schauen kann.
alil 2011/05/29 10:16:01
Antwort löschenja das machen aber die meisten und ausserdem wenn du nicht es weißt dann rede doch nicht
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Janus Winter 2011/05/30 21:00:53
Antwort löschenich machs nicht.
A-Wax 2012/02/08 13:01:55
Antwort löschenich auch nicht
Hitmanski: It's just a film, Reihe Sie...
Kommentar löschenDie Zeiten als Oscar-Gewinne für reine Qualität standen sind schon lange vorbei; noch dazu gewarnt von den allzu lobhudelnden Feuilleton-Reviews in all den vertrauenswürdigen deutschen Tageszeitungen, habe ich mich ja lange Zeit um "Slumdog Millionaire" herumgedrückt. Und was soll ich sagen - meine erste Intuition hat sich größtenteils bewahrheitet. "Slumdog Millionaire" kommt daher wie der wahrgewordene Traum von Lehrerehepaaren und ähnlichen Auswüchsen des vermeintlich weltoffenen Bildungsbürgertums.
Boyles Werk verkauft sich über weite Strecken anbiedernd wie eine geführte Touri-Fahrt im kugelsicheren Kleinbus durch die Slums und Townships dieser Welt: Ein klein bisschen Arthouse-Look, ein klein wenig Exotik, ein klein wenig politische Bewusstseinsschärfung - und bevor es wirklich fies wird, ist man auch schon wieder weg. Ghetto-Leben in Indien ist nicht gerade der Bringer, aber doch auch der Ausgangspunkt für exotische Abenteuer im Huckleberry-Finn-Stil…
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patcharisma 2010/07/18 00:07:22
Antwort löschenIch kann diese Meinung nachvollziehen, aber mich hat der Film nicht genervt. Er gibt in den Episoden für mich ein Einblick in diese fremde Welt, aber vielleicht sollte man aus ihm ein Serie drehen, die "echt" wehtut (?).
Hitmanski 2010/07/18 00:15:44
Antwort löschenIch könnte mir zumindest vorstellen, dass eine Serie auf die einzelnen angerissenen Aspekte besser eingehen könnte. Es gibt ja Ansätze dafür, aber meistens sind die recht oberflächlich, weil zu kurz und teilweise zu sehr darauf getrimt in die Rahmenhandlung zu passen und spätestens die Schaltung in die Quizshow finde ich recht atmosphärekillend - aber das hast du in deinem Kommentar ja auch schon festgestellt.
der cineast 2010/11/08 18:38:02
Antwort löschenDer Soundtrack ist wie bei jedem Boyle Atemberaubend gut!
der cineast 2010/11/08 18:42:50
Antwort löschenIch verstehe deine <kritikpunkte totaö, aber ist der Film beim zweiten mal gucken echt angenehm, was mich nur nervt ist das die Academy keine Ahnung mehr hat, sondern das bevor ein Film fertig gestellt ist die schon unter einander sagen wie viele Oscars der bekommt oder den in den Tod hypen!!!
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Sigmund 2010/11/29 13:19:35
Antwort löschenTreffend und gut geschrieben.
Schoko Bär 2011/04/13 13:13:32
Antwort löschen@ cineast: bin deiner meinung...
Khitos: Kälte Reich
Kommentar löschenAm Ende fragt man sich wohl wirklich, wie denn Jamal so viel Wissen erlangen konnte. Er hat tatsächlich viel erleben müssen, um genau da zu sein wo er nun steht, jedoch ist dieses Leben sehr konstruiert gewesen, maßgeschneidert auf die 15 Fragen im Spiel um die Millionen. Wenn man dem Film diese kleine Sache noch verzeihen kann wird man mit einem Lächeln dastehen sobald der Abspann beginnt. Slumdog Millionaire ist zwar wirklich ein konstruierter, sogar ein klischeebeladener, dafür aber ein schöner Traum.
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Christian H.: Kino, TV und Co, Wicked Vis...
Kommentar löschenDanny Boyle hätte mit „Slumdog Millionaire“ ein Märchen drehen sollen, oder aber eben eine kritische Sozialstudie.Wenn, dann aber bitte mit Biss. So aber ist es in Märchen geworden, das sich die gesellschaftlichen Probleme zum ästhetisierten narrativen Instrument macht, jedoch bar jeglicher Relevanz ist. „Slumdog Millionaire“ hätte bedeutend besser sein können, wenn er sich auf seine märchenhafte Geschichte fokussiert hätte, ohne jegliche (in diesem Kontext entbehrliche) Sozialkritik, die der Film sowieso nicht sonderlich ernst gemeint, so dass der gewollte Mix aus Feelgoodmovie und Sozialdrama nicht funktioniert. Dabei hat der Film ansonsten alles, was es braucht: Sympathische Darsteller, eine knackige musikalische Untermalung, tolle Bilder die Geschichte vom Tellerwäscher zum Millionär, sowie die große, unsterbliche Liebe. Der richtige Film zur richtigen Zeit: Märchen oder Gesellschaftskritik, das wären die beiden Optionen für „Slumdog Millionaire“ gewesen. Doch Beides zugleich, nein, das funktioniert nicht.
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McClain 2009/12/02 16:15:09
Antwort löschen8 Oscars ! Es funktioniert nicht ?!
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Christian H. 2009/12/02 22:23:23
Antwort löschenSeit wann sind Oscars ein verlässlicher Maßstab? ;-)
abalahamma 2010/01/11 15:26:40
Antwort löschen"Seit wann sind Oscars ein verlässlicher Maßstab? ;-)"
wohl wahr!
Patrick Wurster: www.indiskretion-ehrensache...
Kommentar löschenKaum einer unter den großen Regisseuren ist so vielseitig wie Danny Boyle, der sich zwischen Drogen-Groteske ("Trainspotting"), Aussteiger-Abenteuer ("The Beach") und Zombie-Schocker ("28 Days Later") im Laufe der Jahre durch sämtliche Genres gefilmt hat, ohne sich festzulegen. Mit "Slumdog Millionär" setzt der Brite nochmals einen drauf.
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CineKie: CineKie.de
Kommentar löschenTrotz teils drastischer Bilder wunderschönes Märchen, dass einen wieder an die eine wahre Liebe und, bedingt dadurch, dass jedes noch so schreckliche Ereignis Jamal einen Schritt näher an sein Ziel führt, vor allem an das Schicksal glauben lässt. Inszenatorisch nahezu perfekt, beweist Danny Boyle eindrucksvoll, dass es kein großes Budget bedarf, um einen tollen Film zu drehen.
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Kaltduscher: MoviezKult.de
Kommentar löschen[...]Slumdog Millionär ist ein starker Film, ein Film, der die Gradwanderung zwischen Entertainment und „Ghetto-Sight-Seeing“ perfekt meistert. Slumdog Millionär ist auch ein Film, der mit seiner positiven Art und Weise mitten ins Mark einer von wirtschaftlichen, sozialen und politischen Krisen erschütterten westlichen Welt trifft. Vielleicht ist Slumdog Millionär in diesen Zeit gerade deshalb so ein Ausnahmefilm und vielleicht ist das auch ein Grund dafür, warum der Film letztlich so viele Preise abräumen konnte.[...]
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Sascha Rettig: Tip, fluter, Netzeitung Sascha Rettig: Tip, fluter, Netzeitung
Kommentar löschenSicherlich ist "Slumdog Millionär" nicht perfekt, dazu fehlt es den meisten Figuren an Vielschichtigkeit und die Dramaturgie ist viel zu durchsichtig, um wirklich Spannung zu entwickeln. Doch wie Boyle hier ganz unterschiedliche Genres ineinander fließen lässt und all das mit Dynamik, mitreißendem Tempo und hingebungsvollen Darstellern/innen inszeniert, lässt die Schwächen fast vergessen. Sein Film ist ein direktes Sozial- und spannungsreiches Bruderdrama ebenso wie eine anrührende Love-Story, die beiläufig ein Porträt Mumbais zeichnet – dieser Stadt, wo nicht nur fast die Hälfte der Bevölkerung in den Slums lebt, sondern auch das boomende Indien zwischen Callcentern, neuen Bürohäusern und einer immer weiter wachsenden Mittelschicht deutlich sichtbar ist. Vor allem aber verkauft dieses moderne Märchen aus der Wirklichkeit dabei einen Traum von Hoffnung darauf, dass mit Beharrlichkeit und Glück doch alles gut wird. Vielleicht liegt der globale Erfolg von "Slumdog Millionär" genau in diesem Trost für schwierige Zeiten.
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E. Knörer: taz, perlentaucher, cargo-film E. Knörer: taz, perlentaucher, cargo-film
Kommentar löschenAlles an "Slumdog Millionär" ist Berechnung. Jedes Moment echten Interesses am Gegenstand - den sozialen Verhältnissen des indischen Subkontinents - ist scharf gegenkalkuliert mit Attraktionsmomenten. In Wahrheit entwertet sich der Film moralisch wie ästhetisch immerzu selbst. Immerhin hat nun, wer sich fürs Zustandebringen eines globalen Erfolgsprodukts interessiert, das elendstouristischen Pseudo-Realismus unterhaltsam als weltpolitische Gewissensberuhigung verkauft, ein aufschlussreiches Anschauungsobjekt.
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Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost
Kommentar löschenEs war der raffinierte Dreh des indischen Diplomaten Vikas Swarup, der die Romanvorlage „Rupien, Rupien!“ schrieb, das starre TV-Format als dramaturgisches Prinzip für ein äußerst bewegtes Leben zu nutzen. Es war ein mindestens ebenso raffinierter Dreh von Regisseur Danny Boyle, für die Verfilmung das Bollywood-Kino mit seinen eigenen Waffen zu schlagen.
Er übernahm die Farben, die Musik, den Rhythmus, die Lebensfreude. Aber er drehte eben nicht im Studio eine exotisch-eskapistische Mär, die sich in eine heile Welt träumt. Er zeigt stattdessen ein zwar ironisch gebrochenes, aber doch knallhartes Sozialdrama über den Moloch Indien, der sich zwar gerade rasant zu einer Industrienation entwickelt, aber dabei die Verlierer ignoriert – und die Slums plattwalzt, um dort neue Geschäftsviertel hochzuziehen.
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Mr Vincent Vega: Fünf Filmfreunde, gamona, D...
Kommentar löschen[...] Dass die alles andere als unbeschwerten Ereignisse der Kids gleich zu Beginn wie irrwitzige Abenteuer anmuten, der Film das Wüten durch Abfall und Mist wie ein lustiges Kinderspiel in Szene setzt, stimmt befremdlich. Als exotische Variation des Oliver-Twist-Stoffes nimmt sich “Slumdog Millionaire” nie tatsächlich Zeit, die Umstände seiner Geschichte zu erforschen: Die schaulustige Schönästhetik jeder noch so erschreckenden Elendsabbildung scheint stets direkt den Wohlfühlsinn des Publikums ankitzeln zu wollen, nie aber begibt sich der Film auf Augenhöhe seiner jungen Helden. Der fast museale Blick auf die Geschichte und ihre Ereignisse wirkt, gemessen am Sujet, dagegen eher geschmacklos und erinnert in mehrfacher Hinsicht an den ebenso blödsinnigen, verharmlosenden und bis aufs Letzte dramaturgisch gebündelten "City of God". [...]
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G. Jekubzik: Filmtabs G. Jekubzik: Filmtabs
Kommentar löschenDass Danny Boyle nach „Trainspotting“ mit „Slumdog Millionär“ wieder einen neuen, weltweiten Hit landen wird, war ebenso klar wie sein Oscar für die Beste Regie. Dazu kamen noch Trophäen für Kamera, Schnitt, Musik, Original-Song, Sound-Schnitt und Drehbuch - kurz: Der Beste Film des letzten Jahres. Dass sich in Indien jetzt kritische Stimmen erheben, der Film würde das Elend ausbeuten oder hätte eine verzerrte Wahrnehmung, solche Trittbrettfahrer gehören zu solchen Erfolgen. Aber man kann sich tatsächlich auch viele Gedanken zum Film machen, wenn die große Begeisterung langsam abklingt.
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Enk: Mental Savage Enk: Mental Savage
Kommentar löschen[...] Eine faszinierende Seite der Globalisierung ist, dass Who wants to be a Millionaire in allen Teilen der Welt gleich aussieht, von den Jingles über die Studiokulisse bis zur Einblendung der Fragen. Nur sitzt statt einem smarten Günter Jauch in Indien ein schmierig-bärtiger Typ auf dem Moderatorenstuhl, zumindest in der Inszenierung von Danny Boyle. [...]
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Chris Tookey: Daily Mail Chris Tookey: Daily Mail
Kommentar löschenIst es ein großartiger Film? Für mich erreicht er diesen Status nicht. Aber ich kann nicht verstehen, wie irgendjemand leugnen könnte, dass Slumdog Millionär hervorragende, berauschende, inspirierende Unterhaltung ist.
Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Mick Lasalle: San Francisco Chronicle Mick Lasalle: San Francisco Chronicle
Kommentar löschenEs ist fair zu sagen, dass der Film so gut endet, dass es für viele Zuschauer die gesamte Erfahrung ausgleicht. Es hängt alles davon ab, wie man über die schwerfälligen 90 Minuten, die zuvorgegangen sind, denkt.
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aggrotainment 2011/01/18 12:42:27
Antwort löschenEr hat recht. Das Ende ist so gut, dass es über das vorher Gesehene hinwegtäuscht.
Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte... Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte...
Kommentar löschenEin sehr hektischer, lauter, konstruierter, unrealistischer Film. Den wirklichen Slumkindern dieser Welt spielt der Zufall natürlich nicht so glückreich mit, mit einer großzügigen Geldspende wäre ihnen mehr gedient gewesen. Mit acht Oscars ist diese teilweise gar langweilige Sozialromanze weitaus überschätzt.
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TheCorey: MovieMaze
Kommentar löschenDie Schnitte sind hart. Die Farben sind bunt. Die Szenerie lebendig. Aus den Boxen dröhnt indische Musik. Poppige Musik. Jamal (Ayush Mahesh Khedeker) rennt gemeinsam mit seinem großen Bruden Salim (Azharuddin Mohammed Ismail) durch die Slums von Mumbai. Die Stilmittel des Regisseurs Danny Boyle sind hier so offensichtlich, wie vielleicht in keiner der anderen Szenen sonst. Allgegenwärtig sind die Merkmale des Engländers dennoch durch Slumdog Millionaire hindurch.
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Dirk Lüneberg: Stadtmagazin [030], film.de...
Kommentar löschenÜber Nacht berühmt und als nächstes großes britisches Regie-Talent gefeiert wurde Danny Boyle nach seinem Zweitlingswerk „Trainspotting“, das zugleich Hauptdarsteller Ewan McGregor zum Star machte. Es folgten „Lebe lieber ungewöhnlich“, „The Beach“ und der fürs Horror-Genre wegweisende „28 Days Later“ sowie zuletzt die wenig erfolgreichen „Millions“ und der Science Fiction-Thriller „Sunshine“, die allesamt beweisen, dass der Boyle sich ungern auf eine Filmgattung festlegen lässt. Und so fügt sich auch sein mit acht Oscars ausgezeichneter „Slumdog Millionär“ nahtlos ein in die Filmografie eines experimentierfreudigen Mannes, der immer wieder angenehm zu überraschen versteht.
Diesmal verschlägt es den Briten nach Indien, genauer gesagt in die Slums von Mumbai, wo Jamal (Dev Patel) nach dem Tod seiner Mutter zusammen mit seinem Bruder Salim (Midhur Mittal) als Waise aufwächst. Boyle begleitet die beiden Straßenkinder beim Heranwachsen, zeigt…
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ChristiansFoyer: http://christiansfoyer.de/
Kommentar löschen[...]Audiovisell ist der Film hervorragend gelungen. Die musikalische Untermalung veredelt die emotionalen und dramatischen Momente. In ausgewogenem Wechsel zwischen Nah- und Panoramaaufnahmen, kombiniert mit mal ruhiger, mal rasender Schnitttechnik, findet Boyle eine tolle optische Umsetzung. In den Slums von Mumbai werden die Protagonisten wie durch Hauptschlagadern gepumpt, die Stadt wird zur pulsierenden organischen Materie. Ein näheres Erleben würde wohl nur eine Urlaubsreise bieten. Dennoch, um noch eimal den Vergleich zu ‚City of God‘ zu ziehen: dessen brachiale Virtuosität erreicht ‚Slumdog Millionaire‘ nicht ganz, kommt mit ein, zwei motivischen Wiederholungen sogar etwas ins Schleppen. Aber das hindert den Film nicht ernsthaft am Entfesseln seiner Bilderflut.[...]
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Kommentare (249) — Film: Slumdog Millionär
Kommentar schreibenkinogaengerin 2012/05/31 22:44:00
Kommentar löschenWas erwartet man von einem Film, der satte acht Oscars abgeräumt hat? Einen Knaller? Ein innovatives Filmerlebnis? Oder doch nur ein Liebes-Gedöns-Einerlei? Im Fall von 'Slumdog Millionär' lautet die Antwort wohl: Von jedem etwas. Lange habe ich mich vor dem Film gedrückt, aber immerhin war er nicht so übel, wie vorher gedacht. Abseits von 'Wer wird Millionär' und 'Wo ist eigentlich Latika?' bietet der Film eine recht brauchbare Geschichte über zwei Brüder, die im Dreck aufwachsen, die zu früh ihre Mutter verlieren und die jede Menge durchmachen müssen, bis sie am Ende ein eigenes Leben führen können. Doch auch dieses Leben ist nicht unbedingt rosig, sondern birgt Gefahren und Tücken. Danny Boyle kombiniert geschickt verschiedene Szenerien, Rückblenden und Erzählstränge miteinander, so dass der Film größtenteils spannend bleibt. Dennoch ist 'Slumdog Millionär' für mich nicht das gefeierte Meisterwerk, nicht der beste Film, allenfalls ein guter Streifen.
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LowRidah 2012/05/08 09:02:34
Kommentar löschenbin eher mäßig beeindruckt von dem Film, obwohl die Vorhersage für mich hier um einiges besser war.
Da teile ich wohl die Auffassung von Warner Pictures... :)
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Teezy123 2012/04/28 20:01:26
Kommentar löschenLeider bei weitem nicht so gut wie erwartet und die Oscars kann der Film eigentlich nur durch Bestechungsgelder erhalten haben.
Die Story ist nett... aber das wars auch.
3 Punkte gebe ich dem Film, weil er zeigt, wie groß die Kluft zwischen arm und reich in Indien wirklich ist.
Denn das wird in Bollywoodfilmen ja meist nur zu gern verzerrt dargestellt.
Andererseits wird das Thema Kinderhandel widerum doch sehr verniedlicht... wo da die Oscars herkommen sollen, wird mir wohl ein ewiges Rätsel bleiben.
Der Film hat nicht wirklich viel zu bieten und dafür, dass der Regisseur bei einem eigentlich ernsten Film am Ende doch noch ne Bollywood-Tanzeinlage reingeknallt hat, müsste man ihm bis ans Lebensende in den Arsch treten, ganz besonders weil das Thema Kinderhandel oftmals im Mittelpunkt steht...
Fazit: Nix Besonderes, meist unrealistisch und mit bitterem Beigeschmack
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SoulReaver 2012/04/28 20:51:37
Antwort löschenJep, riesen Enttäuschung.
totox 2012/04/24 23:29:51
Kommentar löschenDie brutale, realistisch anmutende Darstellung des indischen Slumlebens und Kriminellen-Milieus (der große Plus-Punkt des Films) dient leider nur als Hintergrund für ein Märchen nach dem Motto "Wer immer redlich, bescheiden und fleißig ist, der wird am Ende triumphieren" oder "Die Letzten werden die Ersten sein". Für meinen Geschmack ist das einfach zu kitschig und unglaubwürdig.
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sachsenkrieger 2012/04/12 23:49:11
Kommentar löschenIrgendwie ein schöner Film, aber das ganze Drumherum hat doch einen bitteren Nachgeschmack hinterlassen und den Film ad absurdum gestellt.
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sandie16 2012/03/31 14:20:17
Kommentar löschenEin toller Film über ein beeindruckendes Land!
Der Film zeigt sehr gut die dunkle Seite Indiens, aber auch eben nur diese.
Er ist einprägend, interessant und spannend.
Bevor man nach Indien geht, sollte man sich diesen Film auf jedenfall mal anschauen, aber sich davon auch nicht einschüchtern lassen.
Denn ich war in Indien, und es hat so viele Seiten, die jeder für sich entdecken muss.
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LisaCobain 2012/03/19 20:48:06
Kommentar löschenWas diesen Film angeht, wird vieles erst dann verständlich, wenn man selbst in Indien war.
Ich habe ihn ein paar Jahre zuvor gesehen und eher als teils der Dramaturgie wegen überspitzte Fiktion wahrgenommen. Inzwischen weiß ich, dass auch viel Wahres dahinter steckt.
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LokisSon 2012/03/19 13:01:51
Kommentar löschenUnderdog-Märchen trifft auf Sozialrealismus? Bei der ästhetisierten Inszenierung wohl eher Sozialdrama. Wobei auch das nicht passt, denn das hübsch gefilmte Märchen mit der tollen Musikunterlegung braucht seine Slums nur damit der Held Ketten hat, die er sprengen kann – es ist eben nur Mittel zum Zweck. Dementsprechend wird viel Brisanz der Buchvorlage geglättet, dafür die Beziehungskonstellation dramatisiert und die Liebesgeschichte aufgeblasen. Der Held braucht eben seine passive Prinzessin, Intrigen und seine Antagonisten. Ein klares Ziel eben, warum er sich auf die Reise des Helden begibt und natürlich Hindernisse an denen er wachsen muss.
Man mag schon gemerkt haben, dass ich nicht unbedingt glücklich bin, welche Richtung hier eingeschlagen wurde.
Doch zu den positiven Aspekten. Wie oben schon angedeutet, ist das alles toll anzuschauen und auch anzuhören, denn Anthony Dod Mantle und A. R. Rahman liefern hier einfach sehr gute Arbeit ab. Vor allem die erste Hälfte des Films bietet grandiose Bilder, egal ob jetzt Latika im Regen oder die Brüder auf dem Zug.
Leider kann das nicht über die volle Spielfilmlänge überzeugen. Die Protagonisten sind einfach zu farblos und die Episoden zu konstruiert, um wirklich an der schlichten Story hängen zu bleiben.
So schweife ich hin und wieder ab, lasse mich von den Bildern und dem Soundtrack berieseln, bevor mir das märchenhafte Ende dann doch wieder ein versöhnliches Lächeln auf die Lippen zaubert.
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fkfilmkritik 2012/03/03 16:00:30
Kommentar löschenIn Danny Boyles "Slumdog Millionär" wird all das (bis auf den Kinderhandel (auf tragisch bezogen)) überblendet, was diesen Ort so tragisch, aber auch schön macht mit Hollywood-Flair überblendet. Das muss ja nicht direkt gleich als Schwäche angesehen werden, doch wenn wenn Slums als Kinderspielplatz und Geld in Indien machen so dargestellt wird, als gäbe es nichts leichteres auf der Welt, wird es allmählich zuviel. Vollkommen unnötig und albern wirkt auch die Außenseiter-Rolle, in die die Hauptfigur Jamal gesetzt wird. Als ob sich die Medien nicht daran aufgeilen würden. Das ist für die ein gefundenes Fressen. Ne, es werden sofort die rüpelhafte Polizei beordert, da ein "Slumdog" so etwas ja gar nicht wissen kann. Bei der Szene, wie er da die ganze Zeit geschlagen und geschockt wird, fragt man sich auch, was das mit einem "Feel-Good-Film" zutun hat. Aber diesem Ruf scheint "Slumdog Millionär" nur zu verfolgen, wenn es durch die Slums und weiter geht. Generell sollte man solche "Feel-Good-Filme" nicht in Slums drehen, sondern damit einfach in Hollywood bleiben. Dann kriegt man vielleicht weniger Aufmerksamkeit, wird aber auch nicht gezwungen gewisse Dinge so zu zeigen, wie sie sind, was hier gar kein bisschen gewagt wird. Es ist ein Märchen, aber auch Märchen haben den Anspruch nachdenklich zu stimmen. Doch die ist nur ein naives Kapitel über den schnellen Weg zum Millionär, welcher ja so direkt vorbestimmt ist. Es ist Schicksal. Es ist alles Schicksal und umso mehr man zuvor ertragen musste, desto mehr wird man später dafür zurückbekommen. Die Liebesgeschichte gibt einem dabei auch wenig, da einem kaum etwas über die Charaktere geschildert wird. Punkten tut der Film aber mit einem fantastischem Soundtrack und einer inhaltlich nicht unklugen Struktur. An der Umsetzung und Aussage hapert´s leider zu sehr für meinen Geschmack!
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Le Samourai 2012/03/03 16:04:12
Antwort löschenJetzt hört doch endlich mal auf mit dem Slumdog-Gebashe! Der arme! ;)
fkfilmkritik 2012/03/03 16:05:50
Antwort löschenNö, der hat´s verdient. ;)
Oceanic6 2012/03/03 16:10:51
Antwort löschenDas hat er, ja. ;)
Le Samourai 2012/03/03 16:13:12
Antwort löschenAuf keinsten!
der cineast 2012/03/03 16:17:38
Antwort löschenDanny.<3 (trotzdem irgendwie schlimmer Film.)
Jenny von T 2012/03/03 16:37:05
Antwort löschenImmer drauf!
fabel 2012/03/03 16:40:18
Antwort löschenNetter Film, tut keinem weh, also: aufhören bitte!
SoulReaver 2012/03/03 16:43:58
Antwort löschenSehr schön, fk <3
JohnnyKee 2012/03/03 16:48:02
Antwort löschenTief im Inneren hass ich ihn ja auch^^ Aber mal ehrlich, so langsam reicht's mit dem Gebashe. Der ist ganz gut.
fkfilmkritik 2012/03/03 16:50:42
Antwort löschen@cineast: "Trainspotting" <3
@Jenny von T: YES, sir!
@fabel: Vergesse den bösen Bruder von "Nett" nicht. ;)
@SoulReaver: Danke. <3
@JohnnyKee: Dasselbe könnte ich auch zu "The Tree of Life" sagen. Mach ich aber nicht. Mich lässt das "gebashe" von irgendwas völlig kalt. ;)
Filmkenner77 2012/03/03 17:22:00
Antwort löschenGuter Film. Meinen Geschmack hat er jedenfalls getroffen.
Le Samourai 2012/03/03 17:47:10
Antwort löschenAuf JEDEN Fall guter Film. Ungeheuer kraftvoll und authentisch inszeniert. Großes Kino.
Hooded Justice 2012/03/03 18:07:46
Antwort löschenGroßartiger Film mit gesellschaftlichen Aspekten über das Leben in den indischen Slums, die (man kann sie mögen oder nicht) aber nun mal so sind. Und natürlich kein Feel-Good-Film, sondern neben der Liebesgeschichte, die sich größtenteils doch eher im Hintergrund abspielt, mit ebenso viel Härte und Ungerechtigkeit geschildert. Das ist ja gerade das, was Danny Boyle darstellen möchte.
Le Samourai 2012/03/03 18:40:30
Antwort löschenExakt.
Oceanic6 2012/03/03 18:47:09
Antwort löschenUnd genau daran 'nen Bruch erleidet.
Filmkenner77 2012/03/03 20:41:16
Antwort löschenKommt immer darauf an, was man erwartet. Der Film ist ein Märchen und keine Realdoku. Dass der Film Diskussionsstoff liefert, ist auch eine seiner Qualitäten. Und wie ich immer sage: Botschaften gehören in den Briefkasten, nicht zwingend in Filme. Wenn ich einen Problemfilm über die Slums in Mumbai sehen möchte, dann suche ich mir dafür nicht unbedingt einen Unterhaltungsfilm aus. Und wenn ich etwas über den amerikanischen Bürgerkrieg erfahren möchte, dann nicht unbedingt über "Vom Winde verweht". Nur weil die Filme nicht unbedingt die Realität 1:1 widerspiegeln (sie suchen das Wunderbare in die Wirklichkeit des Alltags), sehe ich darin noch lange keinen Bruch. Ist aber nur meine bescheidene Meinung.
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der cineast 2012/03/03 21:53:18
Antwort löschenIst schon ziemlich kotzig. Samourai sag mal ehrlich: Authentisch? Was ist daran authentisch. Totale Hollywood Idealisierung, im schlechten noch die Schönheit finden und bloß nicht so viel darüber nachdenken. Der Film ist an keinem Wirklichkeitsbild interessiert, er nutzt nur die Dinge in Jamals Leben um seine Schauplätze zu besitzen. Dann schlussendlich ist ihm das alles, was er vorher vielleicht angeprangert hat, egal. Hauptsache die Liebe wird gefunden. Das Danny Power hat wissen wir ja eh schon.
der cineast 2012/03/03 21:54:38
Antwort löschenEntertainment eben.
moviee 2012/02/28 22:58:24
Kommentar löschenHier lese ich, der Film sei "hoffnungslos überschätzt", dort lese ich er sei "der größte Irrtum des Filmjahres 2008" gewesen, selbst von einem "schlechteren Bollywooddrama" ist die Rede, wenn ich mich durch die Kommentare auf Moviepilot und anderen Plattformen klicke. Ein Film spaltet die Nation? Eher nicht, denn die negativen Kritiken sind glücklicherweise deutlich in der Unterzahl und somit eher der Kategorie "Ausnahmen" zuzuordnen.
"Slumdog Millionär"- übersetzt soviel wie "Müllkippenbewohner" oder wörtlich "Elendsviertelhund" ist ein wundervolles und herzerfrischendes Jugenddrama, das man nur schwer mit Worten beschreiben kann. Erschreckend zeigt der Film Mumbais wahres Gesicht, durch Elendsviertel wie hier Dharavi gekennzeichnet. So stand "Slumdog Millionär" in Indien vor einigen Jahren immens in der Kritik, denn man wollte nichts auf seine überfüllte Hafenstadt kommen lassen.
Die vielen Oscars, die vielen Golden Globes, die vielen Europäischen Filmpreise und die vielen Britishen Independent Film Awards hat sich diese berührende und enorm packende Literaturverfilmung wahnsinnig hart erarbeitet. Regisseur Danny Boyle hat mit "Slumdog Millionär" ein wahnsinnig berührendes und emotionales Filmdrama geschaffen, dass vor dem Hintergrund der Millionenfrage in einer indischen Quizshow, vor dem Hintergrund einer oft recht traurigen Lebensgeschichte und vor dem Hintergrund einer ganz großen Liebe sich nie in zu vielen Details verliert und mit der Bezeichnung "Mit-Größtes Filmjuwel des Jahres 2008" meine Antwort auf die negativen Kritiken darstellen soll.
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FilmFreeza 2012/02/29 07:00:38
Antwort löschenHabe geschlafen als der lief, wollte ja die Oscars durchhalten ^^ aber ich hab ihn mir jetzt besorgt und denke auch, dass ich eher zu den Pro-Slumdogs gehöre ^^
moviee 2012/02/29 15:09:13
Antwort löschenDer ist wirklich klasse! Hast du dir den schon angeschaut oder wirst du noch?
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FilmFreeza 2012/03/01 06:57:56
Antwort löschenJa ich habe ihn mir bevor er im TV kam auf DvD geholt, deshalb wollte ich ihn mir nicht im Fernsehen angeschaut, hauptsächlich, also ja der wird selbstverständlich noch gesichtet :)
moviee 2012/03/01 07:26:21
Antwort löschenUnbedingt. :) Bin gespannt auf deine Punktzahl.
maestro10 2012/02/28 22:42:33
Kommentar löschenGuter Film, jedoch hatte ich mir anhand der gewonnenen Oscars und Kritiken etwas mehr erwartet. Der letzte Kick blieb einfach aus.
Super Bilder über das Leben in den Indischen Slums. Die Rollen super besetzt und genauso überzeugend und real gespielt. Der Film unterhält gut, jedoch fand ich ihn jetzt nicht so überragend. Einmal geschaut und schnell wieder vergessen....
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NipaahNeko 2012/02/28 18:00:26
Kommentar löschenSehr sehr schöner Film. Indiens Slums schön aufgefangen in ungeschönten Bildern. Natürlich eine etwas kitschige, aber dennoch sehr fesselnde und wunderbare Geschichte. Ein Film den man gesehen haben sollte.
Schön finde ich es ja, dass im letzten Jahr 2011 wirklich so eine Geschichte passiert ist - also das ein Slumdog umgerechnet wirklich eine Million Euro bei der Show gewonnen hat, und das obwohl er noch nicht mal einen Frenseher zu Hause hatte. Solche Geschichten schreibt echt nur das reale Leben. :)
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TheNumber 2012/02/28 17:54:28
Kommentar löschenMeine Skepsis ist sehr schnell verflogen. Danny Boyles (zurecht) oscarprämiertes Drama erzählt eine Geschichte, die den Zuschauer trotzdem fesselt und wirklich mitfiebern lässt. Das episodische Storytelling hat mir ziemlich gut gefallen und die Handlung ist stringent und spannend. Man entwickelt wirklich Mitgefühl für Jamal. Auch wenn der Film am Anfang viel Elend zeigt, ist er doch ein lebensbejahender Film. Sollte man sich mal ansehen, Aufsteigerdrama von Danny Boyle, bei dem man nicht viel falsch machen kann, kommt aber meiner Meinung nach nicht ganz an City of God ran ...
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Tobe Berg 2012/02/28 12:09:49
Kommentar löschenNach nochmaligen schauen (mittlerweile zum dritten mal), muß ich sagen, dass mir der Film doch ganz gut gefällt. Das liegt aber nicht an der Story, die ich für zu übertrieben und an vielen Stellen unglaubwürdig und vorhersehbar halte, sondern an den wunderschönen und voralem ungeschöhnten Bildern Indiens und Mumbais. Daher bleibt mir nichts anderes übrig, als zu behaupten, dass "Slumdog millionär" ein wirklich sehr schöner Film ist, der durch seine Bilder und die sympatischen Schauspieler lebt. Allerdings kann ich den Hype um dieses Werk bis heute nicht nachvollziehen!
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CJ1203 2012/02/27 22:45:46
Kommentar löschen"Slumdog Millionär" ist ein amerikanischer Traum in wirtschaftlich schlechten Zeiten, der aufgrund seiner bis zum äußersten Bogen strapazierten "Vom Tellerwäscher (oder Schuhputzer?) zum Millionär"-Geschichte das Herz jedes Liberalisten höher schlägen lässt.
Andererseits ist der Film aber auch ein gelungener Einblick in den indischen Alltag, ein Film mit Witz, Tanz und Tempo. Und die schauspielerischen Leistungen müssen bei solch einem Hochkaräter ohnehin berücksichtigt werden, denn auch wenn sich die Handlung gegen Ende hin als sehr konstruiert herausstellt, ist die Geschichte dank der sympathischen Charaktere doch herzerwärmend und schlichtweg schön. Dennoch - für mich ein wenig zu sehr von Kitsch überladen, sonst streckenweise gut bis sehr gut!
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petepitt 2012/02/27 22:40:12
Kommentar löschenWährend die erbärmliche Wirklichkeit in den Slums von Mumbai gezeigt wird, geht der Film richtig unter die Haut. Leider verirrt er sich immer wieder in kitschigem Entertainment, was ziemlich schade ist. Deutlich mehr Dramaturgie wäre drin gelegen, wenn der Realität in Mumbai und der beeindruckenden Entwicklung dieser Stadt mehr Aufmerksamkeit geschenkt worden wäre. Die berührende Liebesgeschichte über Gefühle , Hoffnung und Geld lassen den Zuschauer nicht mehr los.
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cpt. chaos 2012/02/27 18:56:25
Kommentar löschenBollywood in der Uncut-Version – zu meiner Verwunderung phasenweise sogar ganz stark!
Lange Zeit hatte ich den Oscar-Abräumer, der seinerzeit immerhin acht Goldjungs einheimsen konnte, konsequent gemieden. Wie ich nun im Nachhinein feststellen musste, völlig ungerechtfertigt, denn es handelt sich vielmehr um ein breitenmassentauglich aufpoliertes Sozialdrama, als um die meinerseits befürchtete stark bollywoodmäßig angehauchte Oscar-Version.
Zwar wird es zum Ende hin dann doch noch ein wenig kitschig, aber eben nicht im Ansatz so verachtenswert, wie ich ursprünglich angenommen hatte.
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Jenny von T 2012/02/27 17:07:02
Kommentar löschenDanny Boyle weiß zweifellos, wie man einen echten Publikumsliebling auf die Beine stellt, keine Frage. Der Oscarregen war insofern auch nur konsequent, denn: Worum viel Wirbel gemacht wird, das muss auch gut sein - so zumindest die Logik der Academy seit geraumer Zeit. Tatsächlich präsentiert uns Boyle ansprechende Kamerafahrten untermalt mit einem stimmigen Soundtrack, und wem das reicht, der darf auch weiterhin kräftig in die Lobeshymnen über diesen Film mit einstimmen.
Aber was steckt unter der Oberfläche?
Ein zu sehr emotionalisiertes Einzelschicksal dient als Aufhänger für sowohl eine klassisch-heroische "Vom Tellerwäscher zum Millionär"-Story als auch eine Liebesgeschichte und als beinahe schon logische Folge verheddert sich dieser Mischmasch schon nach kurzer Zeit zu einer unaufhaltsamen Kitschspirale, aus der es kein Entrinnen, sondern in der es, ganz im Gegenteil, nur den Weg nach noch weiter unten gibt.
Ja, dieser Film taugt vielleicht wie kein zweiter dazu, den Zuschauer aus seiner tristen Alltagswelt zu reißen und ihm vorzugaukeln, dass es so etwas wie echte Helden und positives Karma gibt, wenn man nur ganz fest daran glaubt und wahrscheinlich ist es sogar gerade dieser Effekt, den ein Großteil des Publikums herbeisehnt. Aber was bleibt wirklich von Boyle's bombastischer Nebelkerze?
Vielleicht hilft bei der Beantwortung dieser Frage die Annahme folgenden (hypothetischen? :-p) Szenarios: Günther Jauch steckt jedem seiner Kandidaten absichtlich falsche Antworten zu und jeder, der es dennoch bis zur 500.000 €-Frage schafft, wird vor der nächsten Sendung erstmal ordentlich gefoltert.
Als märchenähnliches Traumszenario scheitert "Slumdog Millionaire" daran, dass er sich und seine (sozial)kritische Prägung viel zu ernst nimmt, als sozialkritischer Faustschlag kann er allerdings mangels Differenziertheit und Bodenhaftung ebenso wenig ernstgenommen werden wie als tiefgründige Liebesgeschichte, und so ist dieser Film als Cocktail nicht weniger als ein Super-GAU.
Willkommen in der Wirklichkeit!
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momopipi 2012/02/27 18:46:37
Antwort löschenEine doch sehr akzeptable Meinung. Danny Boyle ist ein Regisseur, der zu keinem Zeitpunkt irgendeine Tiefgründigkeit erreichen kann. Er macht erfrischende Filme, welche mit Kameraführung und Soundtrack überzeugen. "Slumdog Millionär" verstehe ich als eine moderne Hommage des kitschigen Bollywoods.
Puebleau 2012/02/27 18:50:24
Antwort löschenBäbäm, "Kommentieren mit dem Hammer" :D
SteveZissou 2012/02/27 22:50:02
Antwort löschenDas der Film weder auf der einen noch auf der anderen Ebene funktioniert sehe ich ganz genauso. Tolle Kritik im übrigen ;)
Pablo.CH 2012/02/28 14:01:58
Antwort löschenIch fand den Film super aber jedem seine Meinung..wo ich aber nicht ganz steige ist beim hypothetische Szenario, was soll uns das sagen??
Jenny von T 2012/02/28 16:09:36
Antwort löschenDamit wollte ich verdeutlichen, wie übertrieben und absurd "Slumdog Millionaire" die Sozialkritik-Schiene fährt und ich daher nichts an dem Film für voll nehmen kann.
NipaahNeko 2012/02/28 18:09:38
Antwort löschenNa gut, vielleicht dass er gefoltert wird ist nicht so realistisch. Klar. Oder dass ihm falsche Antworten gesteckt werden.
Aber ansonsten: Es ist nur ein Film. Und dass die Fragen dann gerade mit seinen Zufällen zusammenhängen, ist eigentlich.... ziemlich genial. Ich fand den Film eigentlich erfrischend und ziemlich toll. Natürlic passiert das nicht jeder Sau 100x am Tag auf der Erde, aber wie gesagt: Das soll es auch garnicht. Was der Film soll ist den Zuschauer zu begeistern. Und bei mir hat er das erreicht. Mir war von vornherein klar, dass es nur ein Film ist. Nicht böse nehmen, aber hätte ich eine Einstellkung wie du, könnte ich glaube ich keinen Film genießen außer strikte Dokumentarfilme. Denn jeder Film hat etwas "kitschiges" und "Unglaubwürdiges" an sich ;)
Übrigens: 2011 ereignete sich genau die Begebenheit. Das ein Slumdog eine Million in Indien gewann ;-) Finde ich persönlich klasse ;)
Jenny von T 2012/02/28 18:35:36
Antwort löschenEin Film muss ganz sicher nicht zu 100% genau so in der Realität passieren können, um mir zu gefallen, aber er kann sich nicht einerseits in das Gewand eines Märchens kleiden und andererseits als Sozialkritik eben doch als REAL wahrgenommen werden wollen. Ich sehe da einfach einen Widerspruch bzw. dieser zum Scheitern verdammte Spagat ist der Grund, warum der Film MICH nicht überzeugen kann. Dass "Slumdog Millionaire" in erster Linie begeistern soll, stelle ich ja bereits im ersten Satz meines Textes fest. Mir reicht das aber nicht. Ich lege bei einem Film wert auf andere Gesichtspunkte, das ist alles.
Sandsturm 2012/02/29 02:44:14
Antwort löschenSo märchenhaft es es ja nicht, dass zuvor Mittellose Millionen gewinnen, passiert auf der Welt ziemlich oft.
Hier erwischt es eben jemanden, der im Slum groß wurde, eingerahmt in den Aufstieg Indiens und die dortigen sozialen Gegensätze - dazu eine Prise Liebes- und Familiengeschichte, erste mit Happy-End, letztere mit Unhappy-End.
Ich sehe da keinen Widerspruch.
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bobo-lemon 2012/03/02 11:47:25
Antwort löschenEin guter Kommentar, auch wenn ich dem Film mehr Punkte gegeben habe. Klar taugt SLUMDOG MILLIONÄR als Sozialkritik genauso wenig wie Hänsel & Gretel als moralischer Ratgeber, aber da positives Karma mittlerweile empirisch nachgewiesen wurde, bin ich in diesem Fall mal über meinen Schatten gesprungen!
geheimer333 2012/03/08 19:17:25
Antwort löschenIch mag dich :)
hollygolightly1 2012/02/27 14:50:41
Kommentar löschenEndlich gesehen. Stark!
[Eine richtige Kritik kommt bald.]
Von mir aus können wir den jetzt liebend gern in Englisch analysieren.
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Dorfkino 2012/02/27 10:33:52
Kommentar löschenSehenswert - mehr aber auch nicht. Eigentlich gelungene Kombination aus Gewalt, Witz und Romantik. Letzteres ist dabei am ehesten gelungen. Die Situation in den Slums von Mumbai wird aber zu sehr beschönigt, daran kann auch ein in Fekalien gebadeter Jamal nichts ändern.
Trotz seines (insbesondere finanziellen) Erfolgs haben die jungen indischen Schauspieler, tatsächlich "Slumdogs", bis heute nur wenig vom Kuchen abbekommen: Nur wenige Tausend Dollar Gage gab es für sie. In Indien eine Menge Geld, trotzdem nicht verhältnismäßig zu den zig Millionen Dollar, die der Film an den Kinokassen einspielte.
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