Ziemlich beste Freunde

Intouchables (2011), FR Laufzeit 112 Minuten, FSK 6, Drama, Komödie, Kinostart 05.01.2012

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7.0
Kritiker
57 Bewertungen
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8.4
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591 Kommentare
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von Olivier Nakache und Eric Toledano, mit François Cluzet und Omar Sy

In dem französischen Überraschungserfolg Ziemlich Beste Freunde erfährt ein gelähmter Aristokrat eine ungeahnte Freundschaft von seinem schwarzen Pfleger aus dem Problemviertel.

Philippe (François Cluzet) ist zwar reich und intelligent, aber er benötigt im Alltag auch Hilfe, da er vom Hals abwärts gelähmt ist. Als er sich einen neuen Pfleger engagiert entscheidet er sich zum Entsetzen seiner Freunde für den jungen schwarzen Driss (Omar Sy), der gerade aus dem Gefängnis entlassen wurde. Der direkte und fröhliche Charakter von Driss beeindruckt Philippe, der besonders unter dem allgegenwärtigen Mitleid seiner Umgebung leidet. Zwischen den beiden entwickelt sich eine ungewöhnliche Männerfreundschaft, die alle ethnischen und sozialen Grenzen überschreitet.

Hintergrund & Infos zu Ziemlich beste Freunde
Ziemlich beste Freunde (OT: Intouchables) war – auch zur Überaschung der Produzenten – ein unglaublicher Überaschungserfolg. Binnen kurzer Zeit sahen über 10 Millionen Franzosen die Geschichte um die klassenübergreifende Freundschaft. Offensichtlich spricht Ziemlich beste Freunde ein Thema an, das den Franzosen aus der Seele spricht, denn auch die französischen Medien und Politiker griffen das Thema der sozialen Ungleicheit auf und brachten es infolge von Ziemlich beste Freunde zurück in die öffentliche Diskussion. Gerade in Frankreich ist die Trennung zwischen den sozialen Klassen extrem mit der ethnischen Zugehörigkeit verbunden, was gerade in den sozial schwachen französischen Vorstädten immer wieder für Aufstände sorgt. Doch auch in Deutschland gelang Ziemlich beste Freunde der durchschlagende Erfolg: Nach zahlreichen Wochen, die sich Ziemlich Beste Freunde an der Spitze der Kinocharts halten konnte, gelang ihm auch auf unserer Seite des Rheins der Sprung über die 8 Millionen Besucher-Marke.

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Cast & Crew


Kritiken (31) — Film: Ziemlich beste Freunde

CineKie: CineKie.de

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5.0Geht so

[...]Man nehme ein ernstes Thema wie Querschnittslähmung und zwei höchst unterschiedliche Menschen, die sich gegenseitig zurück ins Leben führen. Dazu ein wenig Humor, ein Prise Sozialkritik und zwei so sympathische wie begabte Hauptdarsteller – fertig ist die Erfolgsdramödie. Und oberflächlich betrachtet ist “Ziemlich beste Freunde” tatsächlich eben dieser schöne Film mit seiner überall hoch gelobten lebensbejahenden Botschaft, den man von den Kindern bis hin zu den Großeltern jeder Generation bedenkenlos empfehlen kann.[...]

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Patrick Wurster: www.indiskretion-ehrensache...

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8.5Ausgezeichnet

Beruhend auf der Autobiografie „Le second souffle“ über die ungewöhnliche Freundschaft zwischen dem ehemaligen Geschäftsführer eines Champagnerproduzenten, Philippe Pozzo di Borgo, der nach einem Paragliding-Absturz vom Hals abwärts gelähmt ist, und seinem Pfleger, dem algerischen Sozialhilfe-Empfänger Abdel Sellou, entfalten die Regisseure Olivier Nakache und Éric Toledano eine anrührende Geschichte der Gegensätze, die getragen von der Harmonie ihrer Hauptdarsteller jegliches Klischee überspielt, bei aller Ernsthaftigkeit eine äußerst heitere Art an den Tag legt und mit Ludovico Einaudis Pianostück „Una mattina“ in wohligen Schauern ausklingt.

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Gnislew: Sneakfilm - Kino mal anders

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9.0Herausragend

“Ziemlich beste Freunde” ist ein Film, der wirklich jeden Kinobesucher verdient hat! Eine berührende Geschichte, die toll erzählt und klasse gespielt ist und ein Soundtrack der dem ganzen das gewisse etwas verleiht. “Ziemlich beste Freunde” muss man einfach mögen und wer den Film einmal gesehen hat, wird ihn sicher nicht zum letzten Mal gesehen haben.

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Stefan_R.: Mann beisst Film

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8.5Ausgezeichnet

Es ist die Einfachheit des Erzählten im Allgemeinen und die Herzlichkeit, mit der erzählt wird, im Speziellen, die das Erfolgsrezept der autobiographischen Tragikomödie der Regisseure Olivier Nakache und Éric Toledano ausmacht. Denn auch, wenn mit „ZIEMLICH BESTE FREUNDE“ im Grunde „nur“ eine altbekannte Geschichte über Freundschaft gegen alle Widrigkeiten nacherzählt wird, ist es gerade die schnörkellose, unsentimentale Herangehensweise an die zugrundeliegende wahre Begebenheit, die so viel Freude, so viel Energie versprüht, dass man nur allzu gerne über dieses vermeintliche Manko hinwegsieht. Man lacht, obwohl die Geschichte, da aus dem wahren Leben gegriffen, gerade in ihrer Ausgangslage ausgesprochen traurig ist.

Es ist jedoch kein Lachen, das sich über die Behinderung Philippes oder die schwierige Lebenssituation von Driss lustig macht. Es ist ein respektvolles Lachen aus tiefstem Herzen, nicht über, sondern mit den vom Leben gezeichneten Individuen, das keinen Unterschied macht zwischen Lebensweisen, unterschiedlichen Hautfarben, körperlichen Beeinträchtigungen oder sonstigen Diskriminierungen. Denn „ZIEMLICH BESTE FREUNDE“ ist nicht mehr und nicht weniger als ein eindringliches Plädoyer dafür, das Leben schlichtweg zu genießen, Spaß zu haben und das Gute im Schlechten zu sehen. Komme, was da wolle. Im Zweifel ist es einfach das Leben. So erklärt sich dann auch, warum „ZIEMLICH BESTE FREUNDE“, der nicht sonderlich tiefschürfend, nicht besonders originell und zudem recht konventionell inszeniert ist, weltweit bis heute für Furore sorgt: Er tritt seine Charaktere nicht mit Füßen, sondern zelebriert pure Lebensfreude, die derart ansteckend ist, dass ein breites Grinsen am Ende des Films quasi vorprogrammiert ist.[...]

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Deathpool

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Muss doch mal schauen^^


Marie Krolock

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und ich habe ihn immer noch nicht gesehen. Unglaublich :)


Flibbo: Wie ist der Film?

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6.5Ganz gut

[...] „Ziemlich beste Freunde“ bietet viel zum Schmunzeln und achtet dabei darauf, auch immer wieder ernste und nachdenkliche Töne anzuschlagen, bleibt dabei aber aus Rücksicht auf die breite Masse an der Oberfläche, wodurch das Gefühl entsteht, dass der Film seine Themen nicht wirklich behandelt. Mit Fingerspitzengefühl lassen sich die Macher so einige wirklich freche Witze durchgehen, trauen sich aber trotzdem wenig. Ein französisches Ghetto, wie es einer der Protagonisten zur Heimat hat, muss natürlich nicht gleich aussehen wie in „Hass“; dafür ist „Schmetterling und Taucherglocke“ ein viel besseres Beispiel dafür, wie man sich in das Thema Körperlähmung wirklich einarbeitet (davon abgesehen, dass das Locked-in-Syndrom nochmal eine Steigerung darstellt).
Als die alte Leier vom ungleichen Paar funktioniert „Ziemlich beste Freunde“ allerdings bestens. [...]

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ChristiansFoyer: http://christiansfoyer.de/

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7.5Sehenswert

[...]„Ziemlich beste Freunde“ nutzt die wahre Geschichte des reichen Philippe Pozzo di Borgo und des sozialschwachen Algeriers Abdel Yasmin Sellou (aus dem im Film der Senegalese Driss wird) nicht dazu, eine filmisch noch nicht entdeckte „Wahrheit“ über den Umgang mit oder das Leben von Behinderten zu offenbaren, für solch welches Getue gibt’s die entsprechenden BILD-Schlagzeilen (à la »10 Tipps: wie ich mich Behinderten gegenüber richtig verhalte«, *roll eyes*) im Rahmen der Paralympics. Einen schön lakonischen, beinahe karikaturesken Kommentar zu Umgangs- und Berufsauffassungen gibt „Ziemlich beste Freunde“ gleich zu Anfang in der Szene ab, in der sich mehrere examinierte Pflegekräfte mit ihren Qualifikationen und Vorstellungen präsentieren und dabei nichts als Platitüden und Phrasen der Behindertenpädagogik mit Begrifflichkeiten wie Integration und Normalisierung herunterrasseln und einen falsch interpretierten Wesenszug (Hilsbereitschaft, respektive Helfersyndrom) für eine erwähnenswerte…

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Roger Ebert: Chicago Sun Times Roger Ebert: Chicago Sun Times

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6.0Ganz gut

Die Anziehungskraft eines solchen Filmes ist, dass wir zunehmend Zuneigung für die Figuren empfinden. Was sie glücklich macht, macht und auch glücklich. Und das ist auch völlig legitim. Doch indem wir so mitfiebern, lassen wir auch vieles, was uns der Film vorsetzt, unhinterfragt durchgehen.

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Peter Travers: Rolling Stone Peter Travers: Rolling Stone

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6.0Ganz gut

Sy und Cluzet sind hervorragende Schauspieler, welche Stereotypen über Rassen und soziale Milieus zerschmettern, indem sie eine gemeinsame Humanität in ihren Figuren zum Vorschein bringen. So gut zu spielen erlöst von vielen Sünden.

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Keith Uhlich: Time Out New York Keith Uhlich: Time Out New York

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4.0Uninteressant

Es gibt nicht eine subtile Kante, die der Film für den Massenerfolg nicht rundgelutscht hätte.

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Lisa Schwarzbaum: Entertainment Weekly Lisa Schwarzbaum: Entertainment Weekly

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6.0Ganz gut

Die energische Freundschaft mag die Franzosen bezaubern, aber hier, in Obamas Post-The Green Mile-Amerika, wird Ziemlich beste Freunde wahrscheinlich bei vielen Kinogästen Fremdschämen verursachen.

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Joe Morgenstern: Wall Street Journal Joe Morgenstern: Wall Street Journal

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7.0Sehenswert

Ziemlich beste Freunde erfüllt sein feel-good Versprechen, solange man ihn nur als das Märchen sieht, das er zu sein vorgibt.

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Claudia Puig: USA Today Claudia Puig: USA Today

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7.0Sehenswert

Das Publikum kann sogar angesichts der politischen Incorrectness und Charakteren, die auf rassistischen Stereotypen beruhen, ein Auge zudrücken, da es eine große versöhnliche Botschaft gibt, die mit ordentlich Schwung erzählt wird.

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Sheri Linden: L.A. Times Sheri Linden: L.A. Times

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6.0Ganz gut

Trotz der unglaublich manipulativen Stereotype, können Cluzet und Sy eine emotionale Wahrheit in der Freundschaft ihrer Figuren verankern.

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A.O. Scott: New York Times A.O. Scott: New York Times

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5.0Geht so

Die Karikaturen sind unglaublich grobschlächtig. Alte Kasper-Figuren aus dem Theater - Der reiche Meister und der närrische Diener wie bei Molière - wurden mit vagen sozialen Anspielungen, Hollywood-Sentimentalität und einem (milde ausgedückt) cartoonhaften Rasseverständnis an unsere Zeit angepasst.

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Jay Weissberg: Variety Jay Weissberg: Variety

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2.0Ärgerlich

Die beiden Regisseure sind zwar nicht gerade für Subtiles bekannt, aber noch nie haben sie einen so beleidigenden Film wie Ziemlich beste Freunde abgeliefert. Er schlägt Profit aus einem Onkel Tom Rassismus, den man eigentlich für immer von amerikanischen Leinwänden verschwunden glaubte.

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CHF

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Was für ein lächerlicher Kommentar. Dann geh mal von der Leinwand runter und zähl mal deine Jungle Bunny Freunde durch und schau dich nebenbei mal in deiner echten US-Umwelt um. Na kommt da so ein leichtes "Kotz..." hoch? Dann schau bloss nicht in den Spiegel.


M4tze123

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Ich glaube du warst zu dumm um den Film zu verstehen


Wolfgang M. Schmitt jun.: www.die-filmanalyse.de

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5.5Geht so

Über die erfolgreiche französische Sozialkomödie „Ziemlich beste Freunde“ (Intouchables) wurde unendlich viel geschrieben, zumeist positiv. Zugegeben: Die Regisseure Olivier Nakache und Éric Toledano haben bewiesen, daß man auch eine intelligente Mainstream-Komödie mit Pointen oberhalb der Gürtellinie drehen kann, die überdies aus dem Vergnügen die soziale Wirklichkeit nicht aussperrt. Aber warum wird in diesem Film so vehement die klassische Musik verachtet? Fast scheint es, als seien Bach, Berlioz, Chopin und Carl Maria von Weber höchstpersönlich für die Zustände in den Pariser Banlieues verantwortlich. Wenn im Hause des reichen, gelähmten Philippe (Francois Cluzet) – der Gelähmte steht hier paradigmatisch für das alte Klischee des unterleiblosen, verkopften Intellektuellen – ein Kammerorchester einige klassische Meisterwerke zum Besten gibt, langweilt sich der kleinkriminelle, schwarze Driss (Omar Sy) – seine Rolle steht Pate für das Klischee des potenten, lebenslustigen Wilden. Philippe…

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calerm

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Lieber Herr Schmitt,

aus einer bestimmten Sichtweise heraus ist es stimmig, dass "Ziemlich beste Freunde" eine Abneigung zur klassischen Musik suggeriert. Jedoch sehe ich weder die von Ihnen unterstellte Intellektuellenfeindlichkeit, noch ist es gerechtfertigt, bei einer solchen Annahme, ins andere Extrem zu pendeln und der Hochkultur den Mainstream oder der klassischen Musik die "Musik von der Straße" entgegen zu setzen - selbst wenn der Ausdruck in vorsichtige Ausrufezeichen gekleidet ist.

Sie haben Recht, dass durch Driss gerade die klassische Musik keine sympathische Note erhält. Ich sehe das aber als ein Mittel des Films, die beiden Seiten, den "verkopften Intellektuellen" und den "potenten (...) Wilden", miteinander zu versöhnen oder zumindest einander anzunähern. Und in diesem Punkt habe ich das Gefühl, ohne Ihnen zu Nahe zu treten, dass Sie ein wenig auf den Film hereingefallen sind. Denn gerade das Beobachten und stetige Annähern auf beiden Seiten, lässt gleichzeitig die verkrampften Gräben zwischen Hochkultur und Mainstream aufweichen. Wo ich Ihnen z.b. widersprechen muss ist, dass Driss zwar abfällig über abstrakte Kunst spricht, sich über Philippe auf sehr plumpe Weise lustig macht, doch im Verlauf des Films, er selbst zu malen beginnt (und er malt abstrakt) und dadurch sogar seine Gefühle und sein Temperament zu lenken vermag.
Auf der anderen Seite müssen Sie zugeben, dass für jemanden, der dem Banlieu entstammt, die Oper bzw. klassischen Musik eine erstmal merkwürdige und schräge Ausformung von Kunst darstellt - selbst einer Vielzahl von Studenten fällt es schwer sich darauf einzulassen. Außerdem lässt sich einem Großteil der Musik, die dem "Mainstream" entspringt, ein tanzbarer Charakter in keinem Fall absprechen. Menschlicher Ausdruck im Tanz - ob am Wochenende in der Disko oder auf der Bühne - sollte nicht gegen "Hochkultur" ausgespielt werden. Hier ist auch das Beispiel Earth, Wind and Fire als "Musik von der Straße" ziemlich fragwürdig.

Damit meine ich, dass der Schluss auf eine Intellektuellenfeindlichkeit ein zu schneller und waghalsiger ist. Denn es wird nicht polemisiert, es wird sich nur lustig gemacht. Zu welchem Zweck? Wie ich finde, zum Zwecke der Annäherung von Intellektualismus und Mainstream. Dass Mahler, Mozart usw. in ihrem Metier an Genialität unübertroffen sind, das stellt doch hier niemand, auch nicht der Film, in Frage - und auch der Mainstream nicht. Die Angst der Hochkultur vor ihrem eigenen Verfall und der Übernahme durch zu viel Schund aus der breiten Masse, schlägt leider zu oft in Ignoranz statt Dialog um. Und dieser Dialog existiert bereits, von beiden Seiten aus. Die Vermischung von Popkultur (in der Definition von Klassik, Jazz und Popkultur als dem Rest) und Klassik vollzieht sich seit einigen Jahren immer mehr. Popmusiker halten weiter Einzug in die Philharmonien, samt klassischen Instrumenten (Olafur Arnalds, Apparat, u.v.m.), Orchester unterstützen Metalbands für spezielle Konzerte (S&M von Metallica) und dergleichen mehr und mehr. Diese Beispiele setzen sich fort und meiner Meinung nach ist der Film ein Indiz dafür, dass der Dialog bei einem breiten Publikum Anklang finden konnte.
Für mich hat Kunst seine Berechtigung auf einer horizontalen Ebene, nicht auf einer hierarchisch-vertikalen, bei der die Skala auch noch von oben herab festgelegt wird. Die Schwierigkeit eine Partitur von Brahms zu spielen oder zu verstehen, ist kein Beleg für eine Höherwertigkeit. Der persönliche Geschmack wird viel zu häufig als Wertmarke vernachlässigt.

Eine letzte Anmerkung: walone77 hat Ihnen im Kommentar nachgetragen, dass Sie ausschließlich aus Ihrem Standpunkt heraus den Film bewerten und andere Kriterien außer Acht lassen. Es stimmt: Die Szenen, auf die Sie sich stützen, machen zehn bis 15 Minuten des Films aus, bei einer Laufzeit von 110 Minuten.


jay.juric

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Na ich denke da hat jemand den Film nicht kritisieren wollen,sondern es ist ihnen sauer aufgestossen,dass von ihnen verehrte Musik von den Machern des Filmes in ihren Augen Missbraucht wurde, um auch Akkustisch den Gegensatz der beiden Protagonisten zu unterstreichen.
Das die Klassik da schlechter weg kommt hat meiner Meinung nach zwei Gründe:
Grund Numero Uno: Nicht die Klassik an sich,sondern die Klassikliebhaber schwingen sich allzuoft (sie sind da offensichtlich keine Ausnahme) zum musikalischen Richter über Gut und Böse auf.
Und das kann ich,der auch die Klassik zu schätzen weis nicht mehr ertragen.
Wie mag es absoluten Klassikverweigerern da gehen???
Da ist es bezeichnend,dass Phillipe halt Klassik geniesst und der Rest zu Pop(pulär)musik feiert.
Ausgelassenes Feiern und Spass am Leben UND Klassik gehn schwer zusammen.
Die deutsche Sprache erlaubt uns durch die Verwendung zweier scheinbar gleicher Vokabeln gewisse Dinge präziser auf den Punkt zu bringen,weshalb ich auch beim Genuss klassischer Musik eher geneigt bin von Freude anstatt von Spass zu sprechen.
Der zweite Grund ist vieleicht Rache an all diesen Klassikfuzzies die sich selber durch das Hören dieser Musik über den Rest der Musikwelt stellen.
Sollte dem so sein,so haben sie mitgeholfen,dass diese Rache ein stückweit gelingt: Anstatt gelassen mit diesem Aspekt des Filmes umzugehn und die Größe zu besitzen darüber hinwegzusehn,meinen sie an Stelle einer Filmkritik ein Plädoyer für die Klassik halten zu müssen und vergraulen und bestätigen die Klassikverweigerer noch.
Auch bei der Klassik gilt: Auch schlechte Werbung ist Werbung.
Allein das vortragen dieser Musik im Film,sorgt dafür,dass sie auch einem breitern Publikum zu Ohren kommt und sorgt mit ziemlicher Sicherheit dafür,dass der oder die Ein oder Andere die Meinung zur Klassik zum Positiven ändert.


Dr. Borstel: Sharks, Pencils and Ben Aff...

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6.0Ganz gut

Zwei famose Hauptdarsteller spielen sich durch das Feel-Good-Movie des wenn auch noch jungen Jahres: Zwar vorhersehbar und um Sympathie heischend, aber ebenso lebensbejahend, bezaubernd und zum Brüllen komisch.

Kritik im Original 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

Hitmanski: It's just a film, Reihe Sie...

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4.0Uninteressant

[...] Die Versuche, sich dem Thema „Behinderung“ auf beschwingte Weise zu nähern, sind mannigfaltig, von RAIN MAN bis hin zu WO IST FRED?, und letztlich kann man auch ZIEMLICH BESTE FREUNDE in diese Reihe eingliedern, ohne ihn jedoch besonders positiv oder negativ hervorheben zu müssen. [...] Das erprobte Spiel auf der Klaviatur der Gegensätze (Arm gegen Reich; Ghetto-Sozialisation gegen Großbürgertum) wird hier in ein anderes Umfeld verlegt, mehr als einige Lacher und wenige Möchtegern-Zynismen, die ihren Weg auf Zelluloid wohl hauptsächlich deshalb gefunden haben, um dem geneigten Bildungsbürger ab und an ein „Gewagt!“ zu entlocken, haben Nakache und Tolendano nicht zu bieten. Was bleibt, ist der fade Nachgeschmack, dass sich die beiden an ihrem Thema mehr als nur verhoben haben. Befremdlich zudem, dass ZIEMLICH BESTE FREUNDE in erster Linie zwar allem Schabernack zum Trotz, politisch korrekt als universelles Plädoyer gegen Vorurteile und für die Freundschaft entgegen aller Hindernisse verstanden werden möchte, sich gleichzeitig aber -wie Rüdiger Suchsland in seinem Text zum Film bereits schön dargelegt hat- nicht vom langbärtigen Klischee des unkultivierten Schwarzen lossagen möchte, der vom weißen Mann erst an Chopin und Dalí herangeführt werden muss.[...]

Kritik im Original 38 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 17 Antworten

wallone77

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Diese Kritik ist wirklich ärgerlich. Wer den Film nicht witzig oder unterhaltsam findet, dem ist nichts vorzuwerfen, außer dass er entweder keinen oder eben einen anderen Humor hat. Die Kritik aber an der simplen Grundkonstellation (arm/reich, Bildungsbürger/Banlieue) festzumachen, ist einfach Schwachsinn. Natürlich ist weder das Ausschlachten von Gegensätzen noch ein mit Berührungsängsten aufgeladenes Thema als Komödienzutat neu. Darum geht es aber auch nicht. Es geht wie immer um das was man draus macht. So richtig Feuilleton-doof wird´s dann, wenn es heißt, die Macher hätten sich „am Thema verhoben“. Man fragt sich, welches Thema wird hier unterstellt, an dem man sich verheben konnte. Eine Komödie muss einem Thema schließlich nicht irgendwie ‚gerecht werden‘, sondern nur – ja wirklich nur – unterhalten.


Le Samourai

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Wahre Worte, Hitmanski.


goodspeed: ANIch / UFA / KultHt.de / O...

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9.0Herausragend

Was kann zu diesem Film überhaupt noch alles gesagt werden, was noch nicht gesagt wurde? Schlicht ein "Gott-verdammt" großartiger Film, der einer uralten Geschichte mit Ehrlichkeit und Charme neues Leben einhaucht. Der Senegaler Driss ist das Herz, die Seele und Turbolader dieses Films. Der Zuschauer möchte sich gerne in ihm wiederkennen, als ein unvoreingenommener, direkter Mensch, der mit Witz, Charme und Temperament alle verblüfft und sein Leben ohne Scheuklappen lebt. Doch tatsächlich sind wir als Zuschauer wie Philippe in unseren Sitzen und in uns selbst gefangen, brauchen Driss, um aus uns herauszukommen. Kein Spruch ist zu "schwarz", kein Fettnäpfchen zu tief, denn mit Driss Unverblümtheit und Philippes Dankbarkeit werden solche Szenen zum Lachgas und Sauerstoff für den Zuschauer zu gleich.

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alviesinger: bummelkino

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8.0Ausgezeichnet

„Ziemlich beste Freunde“ ist eine reinrassige Konsens-Komödie mit sanftem Drama-Einschlag. Aber bitte nicht zu viel Geheule! Der Wohlfühl-Charakter sollte nicht im Mindesten gefährdet werden. Diese Gute-Laune-Komödie basiert auf einer wahren Begebenheit, zeigt wie viel Spaß ein Querschnittsgelähmter Millionär und ein armer Vorstadt-Ex-Knacki miteinander haben können. Was nach übler Schablonen-Unterhaltung klingt, macht aber überraschenderweise wirklich Spaß. Das liegt eindeutig am Banlieue-Aschenputtel, an diesem frechen, grobschlächtigen Hünen mit dem großen Herzen. Omar Sy wirkt als französischer Vorstadt-Eddie Murphy erfrischend unterhaltsam. „Ziemliche beste Freunde“ ist ein sympathisches Franko-Freundschaft „Pretty Woman“-Gehacktes, ein vorlautes Stück Kino, eine gelungene Komödie, die geradlinige Unterhaltung bietet, sozialkritische Zwischentöne weitgehend ausklammert, dabei auf schwülstige Gefühsduselei verzichtet und somit zum echten Gewinner aufsteigt. Eric Toledanos und Olivier Nakaches Komödie verzeiht man so einiges: Sogar die manchmal recht schwache Synchronisation und altbackene Hitlerbärtchen-Witze. Hoffentlich lässt Hollywood vom ersten Kinohit im Jahr 2012 die Finger. Denn ein auf den Kopf gestelltes Sequel mit Shia LaBeouf und Morgan Freeman ist eine äußerst unangenehme Vorstellung.

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CihatG91

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Shia LaBeouf und Morgan Freeman? Interessantes Beispiel ... :D


el benko

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jop der war gut!


Alle Kritiken (31)


Kommentare (560) — Film: Ziemlich beste Freunde


Sortierung

jim&beam

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Bewertung7.0Sehenswert

Sehenswert ja, mehr aber auch nicht. Mag daran liegen, dass der Film einfach ohne Ende gehyped wurde und ich somit merh erwartet hab. Auch geht wohl durch die Synchro einiges an französischem Charme und Witz verloren. Was bleibt ist ein netter Streifen über einen "stinkreichen Querschnittsgelähmten" und einen bedauernswerten Straßenjugen, die umständehalber zueinanderfinden und sich zufälligerweise gut verstehen.

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longus69

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ich stimme zwar mit der folgenden Kritik überein,

http://derwahlberliner.wordpress.com/2012/07/15/ziemlich-beste-freunde-intouchables-f-2011-filmanthologie-62/

fühlte mich aber bestens unterhalten. Ein Wohlfühlfilm mit hauchdünn vorhandenem Sozialtouch...

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HolyManoly

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Bewertung9.5Herausragend

Eine bewegende Geschichte, eine gute Portion französischer Humor und eine Prise Charme. Es war ein echt toller Filmeabend! Ein absoluter Must See!
Für diejenigen die des Französischen mächtig sind... unbedingt auf Französisch schauen.
In der Synchro geht einiges an Wortwitz verloren...

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heikschn

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ziemlich beste Freunde schafft wie nur wenige Dramödien den Balanceakt zwsichen Emotion und Humor. Berührende Szenen wechseln sich ab mit echt witzigen Momenten. Mein Highlight - die Opernszene (obwohl ich selbst regelmäßig in Opern gehe). Der entscheidende Faktor ist die Darstellung der Beziehung der beiden "ziemlich besten Freunde". Meine Frau hat es während des Films mal wieer auf den Punkt gebracht: "Kein Wunder, dass er den gewählt hat. Dem kann er auch noch was zurückgeben."

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Chucky89

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Bewertung9.0Herausragend

Eine der besten Komödien die ich der letzten Zeit gesehen habe. Der Film ist lustig und regt zum nachdenken in gleichen Maßen an. Im Gegensatz z.B. zu Klick oder Dickste Freunde finde ich es hier auch angebracht über den Lacher hinaus zu denken. Der Film verfällt wie ich finde gar nicht in diese Sterotypen die sonst in den Komödien gezeigt werden.

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Filmegucker84

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Meine Bewertung liegt bei 9.0
Er war für mich der beste Film des Kino 2012.

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stephan.willmeroth.9

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Wie passt denn "Meine Bewertung liegt bei 9.0" zu einer offensichtlich gegebenen Bewertung von 8.0?


cruzha

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Warmherzig, niemals kitschig, mit süffisantem Witz und relativ klischeefrei: Dieses französische Kleinod hat zu Recht für Begeisterungsstürme gesorgt. Nur der Gedanke daran, dass schon wieder ein US-Remake geplant ist, treibt mir den Angstschweiß auf die Stirn. Dieses Original hier ist aber uneingeschränkt empfehlenswert.

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Ener

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Bewertung9.0Herausragend

Fein erzählte Freundschaft, den Vorstadt-Ghetto-Playa-schwierige Kindheit-Yo Typ finde ich teils nur etwas zu typisch klischeehaft doof wiedergegeben. Schwarz = Cool und notorisch kleinkriminell! Allerdings auch wieder so, das mir dadurch das Schmunzeln kommt, da die grottenschlechten Dre Kopfhörer wunderbar auf diese Birne passen. In meinen Gedanken ein mittlerweile ewig fortwährender Running-Gag, die Grützen-Teile. Was macht der Kopfhörer für einen Unterschied, wenn man Vorstadt-Ghetto-Schund hört. Rahahaha, ich lach schon wieder. Wobei Kool & The Gang da eher nicht drunterfällt. Aber wieder zum Film: Alles andere ist wirklich klasse umgesetzt. Das Rittertum um den Bruder mal außen vor, das fällt für mich wieder unter Klischee... sowohl was Goodguy, als auch was Vorstadt-Ghetto-undsoweiter angeht. Sind aber zum Glück nur vereinzelte Minütchen. Nicht zu leicht, nicht zu schwer. Schöner Film.

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Hfonda15

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Eine meiner großen filmischen Bildungslücken ist bisher auf jeden Fall das französische Kino, ich habe nur wenige Streifen aus unserem Nachbarland gesehen und wenn ich ehrlich war hatte ich mich bei ,,Ziemlich beste Freunde" zuerst geweigert in den Streifen rein zu gehen, da ich selbst nicht so viel darauf gebe wenn ein Film Monatelang gehypt wird, weil er bei uns Millionenbesucherrekorde aufstellt.
So lief ,,Ziemlich beste Freunde" schon ein paar Monate im Kino als ich dann endlich in einem, immer noch gut gefüllten Saal dieses Werk betrachten durfte.

Ich muss sagen es war fantastisch!

Der Humor des Films ist so genial und dabei so erfrischend neu, dass viele in unserer Spießergesellschaft wohl zum ersten Mal über Behindertenwitze gelacht haben, da sie an Hand der Darstellung von François Cluzet vielleicht zum ersten mal sahen, dass Behinderte Menschen immer noch Menschen sind!
Leute die nicht von einer Hälfte der Gesellschaft ignoriert werden wollen, da viele nichts von ihrem Schicksal wissen wollen und von der anderen bemitleidend betrachtet werden, wie ein Kleinkind, das sich nicht selbst versorgen kann!
Durch die Darstellung des Phillipes, der hier fast alle seine motorischen Fähigkeiten verloren hat und seinen Pfleger Driss, zwischen denen sich hier eine sehr enge Bindung aufbaut wird der Zuschauer Dank dem hervorragendem Schauspiel sofort mitgenommen.
Die Schicksale der beiden, vom Behinderten Philippe und Driss der arbeitslos ist und in der Vorstadt von Paris leben muss sind hier unglaublich stark und gefühlvoll inszeniert worden, wenn diese unterschiedlichen Menschen sich näher kommen, doch ,,Ziemlich beste Freunde" ist etwas ganz besonderes, er zeigt nicht nur einfach ein trauriges Bild in die Geschichte der beiden Hauptrollen und hat irgendeine Zeigefingermoral, durch die Unbekümmertheit mit der Driss an die Behinderung von Philippe ran geht zeigt der Film, dass man im Leben immer noch weiter machen kann, dass es immer noch schöne Seiten gibt.
Ein ausgezeichneter Film aus Frankreich, eine perfekte Komödie vor einem ernsten Hintergrund die Millionen von Menschen absolut zu Recht überzeugt hat!

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Martin Oberndorf

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Bei mir folgen auf 1 Film, den ich von der Liste streichen kann 10 die neu draufkommen, aber mehr als 200 hab ich nicht vorgemerkt.

Den Humor von Louis muss man halt mögen, um die Filme zu mögen.
Bei den 3 Exemplaren gefällt mir auch die Story sehr.


RoosterCogburn

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@martin.oberndorf: a) ich habe gar nicht "Léon – Der Profi" von '94 gemeint, der übrigens ein französisch-amerikanischer Film ist und als Ko-Produktion ebenfalls gelten würde. Du musst nur mal auf den Stab gucken, fast alles Franzosen. b) Ich habe Le Professionnel von '81 gemeint, der bei uns "Der Profi" heisst. War damals ein grosser Publikumserfolg. Auch in Deutschland.
@Hfonda15: Wenn du auf Komödien stehst, dann solltest du dir aber ein paar Klassiker reinziehen. Neben einigen de Funes-Filmen wie "Fantomas" unbedingt auch "Der grosse Blonde mit dem schwarzen Schuh". Ist genau wie "Die Flüchtigen" mit Pierre Richard. Oder "Drei Männer und ein Baby", das französische Original gefällt mir besser wie das US-Remake. Richtig super: "Milch und Schokolade". Auch nett ist "Ein Käfig voller Narren" und "Ein Elefant irrt sich gewaltig".
Ich hoffe, ich konnte dir auch ein paar passende Tipps geben :)


rafo123

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Zu Film wurde ja schon viel geschrieben! :)
ich kann nur sagen,großartiger Soundtrack,eine Geschichte wie sie nur das Leben schreiben kann und großartige Schauspieler
Außerdem gelingt dem Film der Spagat zwischen Drama und Komödie
Für mich, der selber ein kleines handycap hat regt der Film auch zum Nachdenken
an und das sollte er bei jedem von uns tun!

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boogers3

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Bewertung10.0Herausragend

Für mich einer der besten Filme des 21 Jhds.
Überzeugt mit Lacheinlagen, ist aber auch teilweise traurig.
Und der Film macht uns klar wie froh wir über das sein können was wir haben und das es egal ist welche Hautfarbe man hat oder woher man kommt...
Einafch nur ein wunderschöner Film.

bedenklich? 9 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

CHF

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Schöner Kommentar :)


boogers3

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Danke:)


Aldo_Valletti

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Bewertung3.5Schwach

Was mich hier richtig gestört hat, war der krampfhafte Versuch einen Feelgoodmovie zu erzwingen z.B. in der Tanzszene. Das wirkt doch zu gezwungen. Diesen Film kann man sehen, er bietet aber nichts was in anderen Filmen nicht schon besser umgesetzt wurde. Überbewertet ist er außerdem.

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In_Ex_Fan

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Bewertung6.0Ganz gut

Schon vor längerer Zeit gesehen und erst jetzt fiel mir auf, dass ich noch nicht bewertet hab.
Wodurch "nur" 6 Punkte zusammenkommen?
Das kann ich auch nicht genau sagen aber für mehr war meiner Meinung nach nicht drin.
Ein Grund dürfte die von allen Seiten geschürte Erwartungshaltung á la "Guck den, das ist der Beste Film dem wo gibt!"
Bei mir wird dann eine Erwartung geschürt, die nicht erfüllt werden kann. Das hatte ich schon öfter und wird sich bei mir nie ändern.

Die Story ist ganz gut, wobei ich auch schon mal das Gefühl hatte, dass sie sich einem bis zum erbrechen anbiedert.

Was mir dann doch besonders gefallen hat, ist die Beziehung zwischen Philippe und Driss. Driss zeigt kein vorgespieltes Mitleid, er sieht Philippe trotzdem als Menschen.

Die ein oder andere gute Sache war also auch dabei, somit ist eine Wertung von 6 noch sehr gnädig wie ich finde.

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TinaCocaine

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Bewertung7.0Sehenswert

Bis jetzt war ich irgendwie noch nicht dazu gekommen, mir diesen Film anzuschauen, von dem ich von allen Seiten nur positives gehört hatte. Heute habe ich es geschafft und muss sagen, er ist zwar komplett anders als das, was ich mir vorgestellt habe und doch bin ich positiv überrascht worden. Ich finde es sehr schön, wie "Ziemlich beste Freunde" davon erzählt, wie "frustlos" das Leben eines schwerbehinderten Menschen verlaufen kann, wenn er fröhliche Menschen um sich herum hat. Teilweise mit sehr schwarzem Humor wird das Drama aufgelockert und an einigen Stellen musste ich herzhaft lachen. Als Komödie würde ich das Ganze dennoch aufgrund der traurigen Thematik nicht bezeichnen. Manchmal finde ich den Film etwas langatmig, was mich ein bisschen gestört hat. Aber alles in Einem ist "Ziemlich beste Freunde" einfach ein Machwerk, welches ans Herz geht und zum Nachdenken anregt. Wie würde man selbst sein Leben nach solch einem Unfall verbringen, sollte man den Lebensmut und den Frohsinn beibehalten? Also ich grübel immer noch und hoffe, dass mir jemand Besonderes wie "Driss" begegnet, sollte mich jemals ein so schlimmes Schicksal aus dem gesunden Leben reißen....

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dreamwalker

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Keine Hände keine Schokolade =)


TinaCocaine

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Ich hab mich weggeschmissen :-D


Gehirnfurz16

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Bewertung9.0Herausragend

ein so verdammt warmer, rührender und dazu noch lustiger film, der es schafft, immer wieder mit neckischen Witzchen ein Schmunzeln herbeizuzaubern. Der Film ist wunderbar sympathisch und gefühlvoll, zeigt aber auch einen Einblink in das düstere und traurige leben da draußen. einfach toll :)

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DerSuperBob

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Bewertung6.5Ganz gut

ein guter Film er wird den Hype aber leider nicht gerecht.

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jakob3

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Bewertung2.0Ärgerlich

Leider ist "Ziemlich beste Freunde" exakt das, was ich damals vor dem ersten Sehen erwartet hatte und auch jetzt nach der zweiten Sichtung, überzeugt mich der Film nicht. Man muss natürlich sagen, dass es teilweise ein paar amüsante Szenen gibt, der Film toll funktioniert, was auch seinen großen Erfolg erklärt, im Großen und Ganzen es sich aber auch hier nur um einen weiteren furchtbaren Klischeefilm handelt, der vorallem durch seine stereotype Überzeichnung der Charaktere und völlig überholten Bilder von Gesellschaft und Kultur negativ auffällt.

Ist es so unwahrscheinlich, dass zwei sich nicht im gleichen Alter befindenen Menschen unterschiedlicher Hautfarbe, Herkunft und sozialem Hintergrund anfreunden, dass man diesen "Nach einer wahren Begebenheit"-Stempel zusätzlich so propagieren muss? Ist es notwendig für die Charakterzeichnung und Generierung eines gewissen Bildes beim Publikum, dass ein schwarzer junger Mann keinen Schimmer von klassischer Musik und Malerei hat, nur auf Discomusik abfährt und sich vor der Arbeit drückt? All diese Dinge zwischen dem reichen weißen Mann (mit noch mehr reichen weißen Freunden, die gar kein Verständnis für dieses Verhältnis haben), asiatischen Prostituierten und der selbstverständlich extrem attraktiven Sekretärin, auf die der schwarze Bursche natürlich abfährt ohne Ende, da er eh nur mit seinem Geschlechtsteil denkt? Diese komplette Übertreibung lässt nicht nur den Film unsympathisch erscheinen, sondern auch seine Hauptdarsteller, die künstlich aufgeblasen wirken und keine Form von Mitgefühl oder Sympathie bei mir wecken. Der Film ist absolut nichtssagend und macht es dem Zuschauer sehr bequem, da er nicht hinterfragt, Antworten gibt oder aufwirft, sondern lediglich ein gutes Gefühl verbreitet, alles schönmalt, sich den Sehgewohnheiten seines Publikums gnadenlos anbiedert und somit für wenige Überraschungsmomente sorgt.

Wer seichte Unterhaltung sucht, ist mit "Ziemlich beste Freunde" gut bedient. Wer etwas mehr Tiefgang, (eventuell) Kritik und Authentizität, (meiner Meinung nach) guten Humor und allgemein mehr von einem Film erwartet, sollte die Finger davon lassen. Nach meinem Geschmack ist er jedenfalls nicht. Aber zum Glück gibt es da ja von Mensch zu Mensch Unterschiede, dass auch sicher "Ziemlich beste Freunde" irgendwo seine Daseinsberechtigung hat.

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Alli

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Bewertung7.0Sehenswert

Ein schöner gute Laune Film für die ganze Familie! Betrachtet man den Film jedoch näher, entdeckt man leider viele Oberflächlichkeiten, auf viele Fragen wird gar nicht erst eingegangen.

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Lismechir

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Spike1990

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Die etwas andere Buddy-Komödie. Die Geschichte wird unaufgeregt und ruhig erzählt. Die Hauptfiguren schließt man schnell ins Herz. Trotz der Behinderung von Philippe drückt der Film nie auf die Tränendrüse und das unterscheidet ihn von vielen Hollywood-Produktionen. Einer der 5 besten Filme aus dem vergangenen Jahr

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Langkieler

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Spitze, auch die Musik

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