Beasts of the Southern Wild

Beasts of the Southern Wild (2012), US Laufzeit 97 Minuten, FSK 12, Drama, Fantasyfilm, Kinostart 20.12.2012


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7.2
Kritiker
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7.1
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78 Kommentare
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von Benh Zeitlin, mit Quvenzhané Wallis und Dwight Henry

Eine Sechsjährige zeigt uns in Beasts of the Southern Wild die Welt durch ihre Augen. Ein Abenteuer, das sowohl in Cannes als auch auf dem Sundance-Festival Hauptpreise gewann.

Hushpuppy (Quvenzhané Wallis) ist ein aufgewecktes und furchtloses Mädchen. Zusammen mit ihrem Vater Wink (Dwight Henry) lebt sie im sogenannten Bathtub, in einer Gegend, die irgendwo im Nirgendwo Louisianas einer Badewanne gleich eingebettet ist. Die Leute, die hier wohnen, sind stolze Leute, die das Leben mit ihren Entbehrungen, aber auch Segnungen zu schätzen wissen. Aber die Badewanne sieht sich in der Idylle ihrer Abgeschiedenheit bedroht: Naturkatastrophen, die durch die Erderwärmung hervorgerufen werden, zwingen die Mehrheit, wegzuziehen, der Rest soll zwangsevakuiert werden.

In Hushpuppys Augen entwickelt sich jedoch ein anderes Szenario: Durch das Schmelzen der Polkappen sind gewaltige Auerochsen befreit worden; die einstigen Herrscher der Welt sind gekommen, um ihr Reich wieder in Anspruch zu nehmen.

Als ihr Vater von einer tödlichen Krankheit befallen wird, muss Hushpuppy schmerzhaft erfahren, dass alles Leben endlich ist – auch das ihres Vaters. Aber alles ist ebenfalls Teil des großen Planes, der das Universum zusammenhält. Hushpuppy stellt sich dem Tod und sieht den Auerochsen ins Auge. Auch eine kleine Sechsjährige kann schon ein großer Held sein.

Hintergrund & Infos zu Beasts of the Southern Wild
Der Regiedebütant Benh Zeitlin, der auch an dem berührenden Score mitkomponiert hat, fand die passende Landschaft für seine allegorienhafte Erzählung Beasts of the Southern Wild im Südosten Louisianas, genauer gesagt: im Terrebonne Parish. Seine beiden Hauptdarsteller Quvenzhané Wallis und Dwight Henry fand Zeitlin dagegen nahezu auf der Straße bzw. castete sie aus der örtlichen Bevölkerung (Dwight Henry z.B. arbeitete vor Ort als Bäcker). Ein Glücksfall, wie die Chemie zwischen ‘Vater’ und ‘Tochter’ beweist (die Donuts des Bäckers taten ihr Übriges).

Ein Glücksfall waren auch die Produktionsbedingungen von Beasts of the Southern Wild: Zum einen gefördert vom Sundance Institute, dessen Renommee Türen für potentielle Investoren öffnete, erhielt Zeitlin auch finanzielle Unterstützung von Cinereach, einer den deutschen Filmförderungsanstalten ähnlichen Einrichtung.

Der Rest ist Geschichte: Benh Zeitlin gewann auf dem Sundance Festival nicht nur den Großen Preis der Jury, allein in Cannes (2012) erhielt der Festival-Liebling Beasts of the Southern Wild fünf Preise, u.a. die Goldene Kamera. (EM)

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Cast & Crew

Regie
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Kommentare (73) — Film: Beasts of the Southern Wild


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wenzel.venohr

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Bewertung7.5Sehenswert

Das war ein wirklich wunderschöner Film. Auch wenn ich zuerst sehr skeptisch war, was die Figuren angeht, wachsen einem doch alle irgendwie ans Herz. Man lebt regelrecht mit den Leuten und begleitet sie durch ihr Leben in den Bathtubs. Am Ende wird der Film dann sogar richtig emotional und berührend, was ich so gar nicht erwartet hätte. Schade, dass das nicht gleich von Anfang an funktionieren wollte.
Die Sets sind wunderschön und unfassbar detailverliebt und besonders das Bildnis der riesigen Wasserkreaturen ist beeindruckend realistisch. Ja und so kam mir der Film irgendwie vor, wie eine moderne Dschungelbuch-Version, da den ganzen Film ein sehr märchenhafter Zauber umgibt.
Was mich allerdings wirklich gestört hat war die Kameraführung. Viel zu viel wird hier verwackelt, was nicht nur das Anschauen anstrengend macht, sondern auch verschenktes Potential ist. Wenn man schon so tolle Sets hat, warum fängt man sie dann nicht auch in tollen Bildern ein?

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CrazyWizard

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Bewertung6.0Ganz gut

Nach der Trailer-Sichtung war ich ja schon gelinde gestört, doch es soll ja auch gute Filme mit schlechten Trailern geben. Hier ist das nicht unbedingt der Fall. Klar kann man der niedlich-naiven Erzählweise durch die kleine Hushpuppy was positives abgewinnen, aber irgendwie hatte "Beasts of the Southern Wild" keine Aussage. Es war weder Fisch noch Fleisch, auf der einen Seite ist Benh Zeitlin nicht straight den Weg gegangen und hat das Elend, in dem die kleine Familie lebt, realitätsnah gezeigt und durch das Leiden von Wink, die Kleine aus ihrer Welt gerissen. Auf der anderen Seite ist es auch nicht ein komplett märchenhafter Film geworden, der nur durch die Augen von Hushpuppy eine fantasievolle Welt zeichnet. Nein, "Beasts of the Southern Wild" entscheidet sich nicht und versucht einen Hybrid zu erschaffen, was mir aber größtenteils missfällt. So erhalten mystische Auerochsen immer wieder ihren Auftritt, deren Wiederbelebung mit der Klimaerwärmung zusammenhängt, wir sehen das traurige Schicksal der Nachbarn von Wink und 'Puppy, deren Existenz nun noch weiter ins Abseits rutscht nach der Flut und zwischendurch rezitiert uns Hushpuppy aus dem Off pseudo-philosophische Texte [leichte Erinnerung an "Tree of Life" kommt hoch], die sich immer ähneln.
Die Ansätze sind da, aber so magisch, wie die Presse ihn hält, finde ich den Streifen längst nicht. Dafür ist er mir in seinem Konzept einfach nicht konsequent genug. Hier hätte man sich in der Inszenierung und Aufmachung auf weniger konzentrieren sollen, meiner Meinung nach.

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julia.capulet123

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Bewertung9.0Herausragend

ich fand den film toll er ist realistisch aber auch fantasivoll dieser film ist weise und aufmunternd.

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JokerReviews

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Bewertung7.0Sehenswert

Puh, nach diesem Film rattert es in der Birne aber gewaltig. Zunächst erst mal eine Warnung an alle die denken, dass es sich hier um ein zauberhaftes Märchen handelt. Dem ist absolut nicht so, denn hier geht es um die kleine Hushpuppy, die mit ihrem Vater unter den absolut ärmsten Verhältnissen lebt die man sich vorstellen kann. Auch die Bindung zwischen Vater und Tochter scheint keine Liebe in sich zu tragen. Eines Tages zieht ein riesiges Unwetter über die Beiden her und fortan müssen sie sich neuen Aufgaben stellen.

Die Story klingt simpel. Ist sie aber nicht. Streng gesehen hat der Film nicht mal eine richtige Handlung. Das Ganze ist eher eine Beobachtung von beeindruckenden, aber auch sehr deprimierend Bildern und die Beobachtung eines kleinen vor Hoffnung so sprudelndem Mädchens. Hinzu kommen noch die "Beasts", die ich aber bis jetzt nicht einordnen konnte, die mit Sicherheit eine tiefsinnige Bedeutung haben. Der Film ist wirklich eine harte Nuss und sehr schwer zu verstehen. Trotzdem war ich zeitweise enorm fasziniert von dieser Optik und auch wenn zwischen Vater und Tochter kaum Liebe zu spüren ist, so hat mich ihr Verhältnis emotional stark berührt. Leider ist der Film zeitweise wirklich sehr anstrengend, hat einige Längen und vieles wiederholt sich zu oft. Die 97 Minuten kamen mir vor wie 2 Stunden und das ist meist kein gutes Zeichen.

Was die damals 9 jährige Quvenzhanè Wallis hier abliefert ist fast schon beängstigend. In dem Alter eine solch überragende Mimik schon drauf zu haben ist einfach beeindruckend. Auch dass ein so kleines Mädchen so eine grandiose Erzählstimme haben kann, hätte ich nicht für möglich gehalten. Völlig zurecht wurde die Kleine mit einer Oscarnominierung als beste Hauptdarstellerin belohnt.

Fazit : Der Film ist auf keinen Fall für die breite Masse gedacht. Es ist zwar kein Märchen Film, aber er ist dennoch märchenhaft. Wenn man sich auf unkonventionelles Bilder-Kino einlassen kann, erlebt man hier eine ungewöhnliche Reise eines kleinen Mädchen. Allerdings wird der Film auch stark polarisieren, denn er ist tatsächlich auch anstrengend und fordernd. Jeder muss selbst entscheiden wie er das Gesehene verarbeitet.

7/10

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SpiceWeasel

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Auf dem DVD-Rückencover steht bei Filmgenre: "Kinomagie" was mich erst sehr amüsierte, da ich diese Umschreibung so noch nicht gelesen hatten.

Nach Sichtung dieser Märchenhaften Filmperle war ich aber vollends Verzaubert.

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Gertie10

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Bewertung9.0Herausragend

Dieser Film ist ein geniales Beispiel, dass nicht jedes Projekt über 100+ Millionen Dollar Budget verfügen muss, um die Zuschauer in seinen Bann zu ziehen!
Ein brilliantes Erstlingswerk von dem , so hoffe ich, bald sehr erfolgreichen Regisseur Benh Zeitlin.
Ein Film, dessen Plot eher in den Hintergrund rückt, da die Bilder die Geschichte erzählen und diese sind durch eine wundervolle Kameraarbeit überaus gelungen in Szene gesetzt worden.
Das größte Lob verdient die Protagonistin Quvenzhané Wallis.
Für ihre Darstellung der kleinen, fantasievollen aber unfassbar mutigen Hushpuppy hat sie nicht unverdient eine Oscar-Nominierung erhalten.
Untermalt mit einem wirklich schönen Soundtrack, wurde für mich eine kleine Oase in der reißerischen, modernen Filmindustrie geschaffen.

Also: Klare Empfehlung mit 9/10 Punkten.
Den einen Punkt Abzug, gibt es für die etwas häufig auftretenden Längen!

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dbeutner

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Bewertung6.5Ganz gut

Das größte Argument für den Film ist sicherlich seine Hauptdarstellerin Quvenzhané Wallis, die recht umwerfend spielt und spricht (O-Ton absolute Pflicht). Es gibt einige Szenen, in denen der Text (insb. aus dem Off) abgelesen klingt, aber selbst das folgt einem durchaus vorhanden zu sein scheinenden Inszenierungswillen - und hat mich auf jeden Fall emotional gepackt.

Der Rest ist schwerer zu fassen. Selbst in den besten Momenten fehlt der Vater-Tochter-Beziehung emotionale Eindringlichkeit und Tiefe - vielleicht ein Zeichen des doch recht jungen Autoren und Regisseurs Benh Zeitlin (30 und kinderlos zum Zeitpunkt des Schreibens/Drehs).

Dass der Film keine Geschichte im klassischen Sinn erzählt, würde ich nicht grundsätzlich kritisieren, im Gegenteil, Beobachtungen können gerade emotional sehr viel transportieren; da ich letzteres als partiell gescheitert wahrgenommen habe, hat auch die Erzählart nicht recht verfangen.

Fraglos aber, eben durch die Hauptdarstellerin, sehenswert. Nur bei weitem nicht so umwerfend, wie der seinerzeitige Hype auch mich glauben machen wollte.

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Oliver0403

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Bewertung6.0Ganz gut

Der Film selber ist zwar alles andere als ein Meisterwerk, aber ich finde, dass die kleine Quvenzhané hier das Beste aus ihrer Rolle macht und den Film alleine recht gut am Leben hält. Ob ihre Darstellung nun tatsächlich eine Oscar Nominierung verdient, sei mal dahingestellt. Für einmal anschauen garnicht mal so schlecht.

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heikschn

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Bewertung6.5Ganz gut

Beasts of the Southern Wild lässt sich schwer einordnen. Ist es eine Metapher dafür, dass jede Form von Leben lebenswert ist? Ist es eine Gesellschaftskritik?Aber woran dann? An der Schere zwischen arm und reich,die Zustände wie im Bathtub erst entstehen lässt? Oder an der Zivilisation, die anderen ihre Regeln aufzwingt? Ein Kinderfilm ist es nicht, dafür sind die dargestellten Verhältnisse viel zu extrem. Fast ist man geneigt hierin einen coming of age Film zu sehen, auch wenn die Protagonistin viel zu jung ist zum Erwachsenwerden. Beasts of the Southern Wild hat mich fasziniert, aber er lässt mich auch ratlos zurück, was ich mit dem Gesehenen anfangen soll.

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Sockensalat

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Kino der anderen Art mit atemberaubenden Bildern und einer wunderbaren Schauspielerin die diese doch sehr ungewöhliche Geschichte gut rüber bringt. Nur zu empfehlen.

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Redapple

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Märchenhaft und mit kindlicher Poesie wunderschön erzählt.
Mit seiner Botschaft von Zusammenhalt und Widerstand gegen alle äußeren Kräfte und Gefahren – und mögen sie noch so überwältigend wirken – hat BEASTS OF THE SOUTHERN WILD bei mir echt einen Nerv getroffen.
Die Bildsprache, Kameraführung, generell die visuelle Ästhetik gehört außerdem zu der rührendsten, schönsten die ich persönlich überhaupt jemals gesehen habe, Hintergründe zur Entstehungsgeschichte verstärken dieses Gefühl nur noch.
Mir ist schon klar, dass man hier mit analytischem Filmkritiker-Blick alle möglichen Schwachstellen aufdecken und bemängeln könnte. Mit ihrem Spaß an der Sache, dem puren Enthusiasmus den Benh Zeitlin und Court 13 dem Medium Film entgegen bringen, schaffen sie letzten Endes aber ein wirklich besonderes Erlebnis, entwickeln aus all dem Chaos eine wirklich magische Energie, der man sich als Zuschauer einfach nicht entziehen kann.

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Balzer

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schön gesagt:)


Redapple

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danke! :)


PommesPapst

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Definitiv eindrucksvoll, vor allem der ausdrucksstarke Blick der jungen Hauptdarstellerin. Mal etwas ganz anderes, ein phantastischer und mythisch angehauchter Zugang zu den Themen Aufwachsen, Vater-Kind-Beziehung und philosophischen Fragen. Ist vielleicht nicht jedermanns Sache, weil der Stil etwas unorthodox ist, aber mir hat er gut gefallen.

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Pinky86

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Bewertung5.0Geht so

....dieser Film fesselt jeden auf eine andere Art mich hat er so gefesselt, weil ich nur bis zum Ende warten wollte, ob ich ihn dann verstehe, dies war nicht der Fall. Ich fand den Vater sehr befremdlich und die Hauptdarstellerin war gut, aber dann gab es auch Szenen wo ich sie sehr nervig fand, dies könnte aber auch alles mit der schrecklichen Kamaraführung zusammen hängen...

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doeme28

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Einfach nur atemberaubend! Ein Film der mir lange in Erinnerung bleibt. Unglaublich berührend! Zauberhafte Bilder! Nach diesem Film braucht man zuerst eine gewisse Zeit um diese Bilderflut verarbeiten.

Es ist nicht nur das kleine Mädchen was zauberhaft ist, sondern auch die verschiedenen anderen Charakteren sind sehr interessant.

Quevenzhané Wallis (Hushpuppy) eine grandiose Schauspielerin! Ist einfach unglaublich wie gut dieses kleine Mädchen ist.

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horro

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Bewertung7.5Sehenswert

Herrlich naives, märchenhaftes Mystery-Fantasy-Stück. Wenn man sich denn auf diese leicht skurrile, orgiastische Bilderflut einlässt und mit dem einseitigen Stil von Benh Zeitlin zurecht kommt, kann diese "Geschichte", die sicher nicht immer leicht nachvollziehbar und einfach geniessbar ist, richtig Spass machen und einen auch ein klein wenig zum Denken anregen. Entführt in eine Welt der Armen, der Fabeln, des gesellschaftlichen Dilemmas und der bedrohlichen Umweltkatastrophen. Kein Wunder wurde dieses Werk mit Preisen nur so überschüttet.

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MurmelTV

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein Film, der einen verzaubert, auf eine Reise/ein Abenteuer mitnimmt! Das Leben der kleinen Hushpuppy in Bathtub, zusammen mit ihrem Vater und einer starken Gemeinde, welche sich schnell zu einer kleine Familie entwickelt, als ein großer, lebensbedrohlicher Sturm aufzieht, der viele der Einwohner in Angst und Schrecken versetzt, weshalb sie sich zur Flucht gezwungen fühlen. Nur die Mutigsten und Tapfersten stellen sich der Kraft der Natur und wollen um jeden Preis in ihrer Heimat bleiben, was jedoch nicht ganz so leicht fällt.

Es entwickelt sich ein packendes aber stets magisches Drama, welches besonders durch die Beziehung zwischen Hushpuppey (grandios gespielt von der kleinen Quvenzhané Wallis) und ihrem alleinerziehenden Vater Wink (ebenfalls extrem glaubhaft verkörpert von Dwight Henry) brilliert. Begleitet werden die Geschehnisse von einem eindringlichen, wunderschönen Score, welcher perfekt zu den sowohl tragischen, als auch magischen Bildern passt.

Im Laufe des Films stellt man sich viele interessante Fragen, da es der Film schafft, einen wirklich zum Nachdenken zu bringen. Sei es über die globale Erwärmung, welche hier mit dem Schmelzen der Eisschichten und dem daraus folgendem Hochwasser angesprochen wird, aber auch über das Leben an sich, wie man es am besten führt und letztendlich auch abschließt.

"Es sieht nicht aus wie ein Gefängnis, eher wie ein Aquarium ohne Wasser."

Immer wieder haut das junge Mädchen den Zuschauern solch eindringliche Zitate um die Ohren, welche wie die Faust aufs Auge passen und die moderne Gesellschaft in ein schlechtes Licht rückt. Ein kontrollsüchtiges, freiheitraubendes Licht, über das man selbst entscheiden muss, ob es der Wahrheit oder eben doch nur der Phantasie der Kleinen entsprungen ist.

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lieber_tee

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...andererseits sprengen die Mutigsten und Tapfersten unter Lebensgefahr die Dämme um das Bathtub trocken zu legen.


MurmelTV

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Jap. Ich bleibe auch bei "Mutigsten und Tapfersten"! :)


Copacabanasun

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Auf "Beast of the Southern Wild" muss man sich voll und ganz einlassen. Wenn man sich nicht in die Lage der kleinen Hauptdarstellerin rein versetzen kann oder will, dann sollte man den Film auch nicht weitergucken und dann auch keine sinn freien Kommentare dazu schreiben. Bei einigen Kommentaren hier hab ich das Gefühl das einige den Film madig machen weil sie einfach nicht verstehen worum es in dem Film geht. Aber nun ja wenn es den Leuten Spaß macht. - Obwohl dies offensichtlich ist für mich, wenn man wie gesagt sich auf den Film einlässt, worum es in dem Film geht das merkt man dann. - Ich hab die kleine sofort ins Herz geschlossen und ihre berührende Geschichte. Auch wenn "Beasts of the Southern Wild" kleine Fehler hat, darüber seh ich hinweg, weil mir alles andere so super gefällt.
.
.
LOVE IT! :)

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uncut123

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Bewertung7.5Sehenswert

ach man...dieses kleine tapfere mädel hab ich sofort ins herz geschlossen....und das ende ist traurig gemacht...SCHÖNER FILM!!!

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arzutomta

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ok ich muss den Film schauen, bin neugrig geworden.


uncut123

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bin gespannt wie du urteilst....bin mir sicher der gefällt dir!


Tyrion

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Bewertung7.0Sehenswert

Ein Film der es mir sehr schwer macht eine persönliche Meinung zu bilden.
Einerseits eine schön erzählte Geschichte die beim Zusehen viel Spaß macht. Die Charaktere sind rundum sympathisch und die Bewohner der "Bathtub" schaffen eine tolle familiäre Atmosphäre. Der zusammenhalt in diesem kleinen Grüppchen zieht sich durch den ganzen Film. Die Musik ist stimmig, stellenweise sogar großartig, und auch visuell hinterlässt der Film einen tollen Eindruck.
Andererseits fehlt mir irgendwie die Message die den Film ausmachen könnte. Auch der Plot an sich gibt eigentlich nur sehr wenig her.
Trotzdem gebe ich hier 8 Punkte weil er zwar im Nachhinein betrachtet ausbaufähig ist, mir beim Sehen trotzdem sehr viel Freude bereitet hat, und darum sollte es doch in erster Linie gehen. ;)

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jacker

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Bewertung3.0Schwach

BEASTS OF THE SOUTHERN WILD - während der Sichtung schon schwierig - es wäre nicht übertrieben von einer massiven emotionalen Rezeptionsbarriere zu sprechen - und auch in der nachträglichen Reflektion kein Kandidat der einfachen Zugänglichkeit. Überhaupt irgendetwas über diesen Film zu denken fällt schwer, weder Bauch noch Kopf mögen sich dazu bewegen mehr (oder weniger) als leichten Unmut verlauten zu lassen.

Fest steht: Die allzu oft in einem Zug mit Hushpuppy und BOTSW genannte herzerweichende Niedlichkeit, pure Emotion und Kinomagie kommt offensichtlich nicht bei jedem Zuschauer an. Im Gegenteil, Zeithlin's Debutfilm fühlt sich träge und unangenehm zäh an, wirkt dadurch ungewollt krag und findet keinerlei notwendige Linie. In seltsamer Unentschlossenheit zwischen Märchen, Sozialstudie und hartem Realismus am unteren Rand der Gesellschaft, verrennt die Darstellung einer Kommune am völligen Nullpunkt sich immer wieder in Verkitschung, Verharmlosung und absolut fragwürdiger Darstellung der gezeigten Zustände.

Egal wie man BOTSW verstehen mag - das bleibt dem Zuschauer selbst überlassen - jede mögliche Variante erzeugt mindestens Skepsis, wenn nicht Wut:
Als offensichtlichsten Ansatz ist die Geschichte wohl als großes Spiel und Abenteuer eines aufwachsenden Kindes zu verstehen. Durch die Augen eben dieses Kindes. Die Darstellung des saufenden, der Selbstzerstörung hemmungslos fröhnenden Mobs um das kleine Mädchen herum, bleibt trotzdem schamlos romantisiert und - speziell durch den für sich genommen hochwertigen, aber katastrophal deplatziert gesetzten heile-Welt-Score - gefährlich verkitscht. Durch welche Augen auch immer, so sehen Armut, Hunger und Obdachlosigkeit nicht aus!
Auch kann BOTSW als Analogie auf Katastrophen wie Hurricane Katrina aufgefasst werden. Auch hier nur Skepsis! Mag sein, dass manch Einer durch Galgenhumor und Glauben an die Ironie des Schicksals besser mit solcher Katastrophe umgehen kann - dass die verarmten Opfer des Sturms am Tag darauf direkt weitersaufen und es im großen Stile abfeiern, nun anstatt wenig endgültig nichts zu besitzen, ist jedoch schon fast eine freche Behauptung.
Nirgendwo steht, dass wer arm ist nur Trübsal blasen soll. Das hier geht dennoch zu weit.

Auch optisch macht BOTSW wenig Spaß - der hektisch verwackelten Kamera geschuldet - und baut viel (visuell dreist an den Wolf aus DIE UNENDLICHE GESCHICHTE angelegte) Dramatik auf, handelt die titelgebenden 'Beasts' dann aber doch nur in einer kurzen Randnotiz ab.
Kein guter Film!

[http://weltamdraht.blogsport.de/2013/09/09/beasts-of-the-southern-wild-2012]

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lieber_tee

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Hm, so richtig verstehe ich deinen Text nicht. Einerseits attestierst du den offensichtlichen (kindlichen) Blickwinkel des Mädchens auf die ärmlichen Verhältnissen sagst aber dann das so diese Welt (in ihren Augen?!) nicht aussehen kann/darf. Hat ja eine Funktion für das Mädchen, im Abgleich zur Realität und ihren Ängsten. Am Ende ist ein Reifungsprozess. Sie verlässt die "alte" Welt über einen schmalen, überfluten Damm zu neuen Ufern.


jacker

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Nein, ich sage: Für mich ist nicht klar wie ich den Film verstehen will/kann/soll und egal für welche Variante ich mich entscheide, die Darstellung finde ich fragwürdig. AUCH in der 'Kindersicht' Variante.



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