Margarethe von Trotta

Beteiligt an 25 Filmen und 2 Serien

Margarethe von Trotta, deutsche Drehbuchautorin, Darstellerin und Regisseurin, prägte als Filmemacherin den deutschen Film über Jahrzehnte mit. Sie besitzt die ausgeprägte Fähigkeit, Privates und Politisches publikumsnah und emotionsreich zu verknüpfen.

Margarethe von Trotta prägte als Regisseurin den deutschen Film über Jahrzehnte mit.

Die geborene Berlinerin wuchs in Bad Godesberg und Düsseldorf auf. Nach einem Kunst-, Romanistik und Germanistikstudium entschied sie sich für den Besuch einer Münchner Schauspielschule. Nach Engagements an diversen Theatern stand sie unter der Regie von Rainer Werner Fassbinder in den Jahren von 1969 bis 1971 in drei Filmen vor der Kamera. Mit ihrem damaligen Ehemann Volker Schlöndorff drehte sie Filme wie Die verlorene Ehre der Katharina Blum (Co-Regie, Co-Autorin), Strohfeuer (Co-Autorin und Hauptrolle) oder Der Fangschuss (Co-Autorin und Hauptrolle), mit Herbert Achternbusch kam es zur dreimaligen Zusammenarbeit (Das Andechser Gefühl, Der Atlantikschwimmer, Bierkampf), parallel wirkte sie in Fernsehfilmen und TV-Serien mit. Gemeinsam mit Volker Schlöndorff realisierte von Margarethe von Trotta unter anderem als Autorin 1970 den Film Der plötzliche Reichtum der armen Leute von Kombach und legte damit den Grundstein für eine erfolgreiche Karriere als Drehbuchautorin.

Mit Das zweite Erwachen der Christa Klages gab Margarethe von Trotta 1977 ihr mit dem Deutschen Filmpreis, Filmband in Silber, ausgezeichnetes Regiedebut. Es folgten weitere Inszenierungen für Kino und Fernsehen, darunter Schwester oder die Balance des Glücks (1979), Heller Wahn (1983) und Rosa Luxemburg (1986). Der große Durchbruch kam 1981 mit Die Bleierne Zeitu, ausgezeichnet mit dem “Goldenen Löwen” in Venedig sowie dem Deutschen Filmpreis, Filmband in Gold.

Für Das Versprechen (1984), ein Drama über eine deutsch-deutsche Liebe und ihr Scheitern erhielt Margarethe von Trotta 1994 den Bayerischen Filmpreis für die Beste Regie. In Italien inszenierte sie Fürchten und Lieben (1988), Die Rückkehr (1990) und das viel beachtete Werk Zeit des Zorns (1993). Mit Rosenstrasse (2003) bewies Margarethe von Trotta erneut ihre ausgeprägte Fähigkeit, Privates und Politisches publikumsnah und emotionsreich zu verknüpfen.


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