Otto Preminger

Beteiligt an 26 Filmen

Otto Preminger war ein österreichisch-US-amerikanischer Film- und Theaterproduzent sowie Regisseur. Besonderen Ruhm erlangte er mit kontroversen Hollywood-Spielfilmen der 40er bis 60er Jahre.

Vita und Werk

Otto Preminger kam schon in frühen Jugendjahren in Wien zum Theater und freundete sich mit Max Reinhardt an, dessen Nachfolge er am Wiener Theater nach Beendigung seines Jurastudiums übernehmen sollte. Da er aber nicht für diesen Posten zum Katholizismus konvertieren wollte, lehnte er ab.

1933 emigrierte die jüdische Familie Preminger nach England und drei Jahre später in die USA, wo er zunächst als Regieassistent von Ernst Lubitsch arbeitete. Auch in Hollywood war der Name Otto Preminger durch manch andere österreichische Emigranten wie Fritz Lang verbreitet worden und so konnte der junge Regisseur dort schnell Fuß fassen. Er kam bei 20th Century Fox unter Vertrag und drehte 1944 seinen ersten internationalen Erfolg: den Kriminalfilm Laura. Es folgen der Kostümfilm Forever Amber (1947) und die Komödie The Moon is Blue (1953). Mit mit Engelsgesicht (1952), in dem Jean Simmons und Robert Mitchum Rollen übernehmen, landete er einen weiteren Erfolg.

1953 wechselt Preminger die Seiten und spielt eine Rolle in Billy Wilders Stalag 17, der in einem deutschen Kriegsgefangenenlager angesidelt ist. Die 50er Jahre sind für Preminger überaus erfolgreich. So dreht er unter anderem Fluß ohne Wiederkehr mit Marilyn Monroe und Robert Mitchum oder die provokante Opernadaption Carmen Jones mit Dorothy Dandridge und Harry Belafonte. 1959 folgt Anatomie eines Mordes, der bis heute als ein Meisterwerk der Kriminalfilme gilt. Ein sehr persönlicher Film ist Exodus von 1960 mit Paul Newman und Eva Marie Saint. Der Film handelt von der Staatsgründung Israels.

In den 60er Jahren hatte Preminger Erfolg mit dem Südstaatendrama Morgen ist ein neuer Tag, in dem er Stars wie Jane Fonda, Faye Dunaway oder Michael Caine Rollen übernehmen ließ. Ein weiterer Höhepunkt des vielschaffenden Österreichers ist der 1965 entstandene Film Bunny Lake ist verschwunden mit Laurence Olivier.

Otto Preminger starb am 23. April 1986 in New York, USA, an Krebs.

Weiterführende Informationen
Radiointerview über Otto Preminger auf radiobremen.de
Biografie zu Otto Preminger auf film-zeit.de

Quellen
Otto Preminger Biographie auf
prisma-online.de
Otto Preminger auf senseofcinema.com (engl.)


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2 Kommentare

über Otto Preminger
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Sigmund

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Preminger ist so etwas wie der Chefsekretär unter den großen Regisseuren. Er erledigt seine Arbeit immer souverän, höchst sorgfältig und handwerklich so fehlerlos wie ein Einserdiktat. Und doch steht er im Vergleich zu vielen seiner zeitgenössischen Kollegen eher im Schatten des Ruhms. Wahrscheinlich weil er trotz vieler brillanter Filme nicht ganz so spektakulär war wie Hitchcock, nicht ganz so volksnah wie Capra, nicht ganz so berührend wie Sirk und nicht ganz so genial wie Wilder.
Für Freunde von erlesener filmischer Präzision sind seine Werke trotzdem ein Muss – vor allem Anatomy of a Murder, Laura, Bonjour Tristesse, Bunny Lake is Missing (finde hier allerdings das Ende völlig vergurkt, auch wenn Preminger es immer verteidigt haben soll) und The Man with the Golden Arm.

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willy50

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Chefsekretär mit Peitsche !


annaberlin

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Otto Preminger hat eine ganze Reihe hervorragender Filme gemacht, noch dazu ist seine Lebensgeschichte super interessant. Der Mann mit dem goldenen Arm mit Frank Sinatra ist mein Lieblingsfilm von Preminger. Oder doch Bunny Lake ist verschwunden? Nein - Anatomie eines Mordes, der absolute Klassiker des Gerichtsdramas. Man kann sich nicht entscheiden. Im Genre des Thrillers ist Preminger auf jeden Fall ein Meister und einer der größten Regisseure des 20. Jahrhunderts.

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