Pier Paolo Pasolini

Beteiligt an 26 Filmen (als Regisseur, Drehbuch, Akteur und Autor)

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Pier Paolo Pasolini
Geburtstag: 5. März 1922
Todestag: 2. November 1975
Geschlecht: männlich
Anzahl Fans: 31

Pier Paolo Pasolini war ein bedeutender, wenn auch kontrovers diskutierter italienischer Regisseur. Zunächst arbeitete er als Lehrer, Schriftsteller und Publizist. Die frühen Filme leisteten einen eigenen Beitrag zum Neorealismus. Pasolini wurde 1975 in Ostia ermordet.

Leben

Pasolini wurde 1922 in Bologna geboren. Zunächst arbeitet er als Lehrer, Romanautor und Dichter. Später beginnt er Drehbücher zu schreiben und dreht schließlich eigene Filme. Pasolini war sowohl durch den Katholizismus als auch durch den Marxismus geprägt.

Wichtige Filme

Sein Filme des Neorealismus ist ‘Mamma Roma’ (1962), in dem Anna Magnani die Hauptrolle spielte.
1964 wird dieser ungewöhnliche Stil in ‘Das 1. Evangelium Matthäus’ (1964) fortgesetzt. Spätere wichtige Filme Pasolinis waren ‘Teorema oder Die Geometrie der Liebe’ (1968), ‘Das Decamerone’ (1971) und ‘Die 120 Tage von Sodom’ (1975). Die Veröffentlichung dieses Films durfte Pasolini nicht mehr mit erleben, da er 1975 ermordet wurde. Die Umstände dieses Mordes sind bis heute nicht geklärt.

Themen

Immer wiederkehrende Themen Pasolinis sind die griechische Mythologie (‘Medea’, 1969), Gott (Teorema, 1968) und die Armen und Unterdrückten (‘Das 1. Evangelium Matthäus’, 1964). Eine gesamte Trilogie beschäftigt sich mit der Sinnlichkeit: ‘Decameron’ (1970), ‘Pasolinis tolldreiste Geschichten’ (1971) und ‘Erotische Geschichten aus 1001 Nacht’ (1974). ‘Die 120 Tage von Sodom’ wird als eine Abrechnung mit dem Faschismus gesehen. Als Vorlage diente der Roman des Marquis de Sade.

Weiterführende Informationen

Weitere Informationen im Internet

Hintergründe zu Pasolini

Quellen

Faulstich. Filmgeschichte. Paderborn: Wilhelm Fink, 2005. S. 130, 190f.


Populäre Filme

von Pier Paolo Pasolini

Komplette Filmographie


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5 Kommentare

über Pier Paolo Pasolini

SKURRIL

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Vorgestern "La Ricotta" im Kino gesehen. Leider kann man den nicht einzeln bewerten, dafür auf Youtube ansehen: http://www.youtube.com/watch?v=U-FxFN0VTAE
SEHR zu empfehlen, absolute Weltklasse.

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 2 Antworten

Markbln

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Ich freue mich sehr, dass auch jüngere User das Werk von Pasolini schätzen.


SKURRIL

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:)
Es ist für mich unvorstellbar, wie es anders sein könnte :) Von der heutigen Jugend halte ich eh nichts!


Ohne Wiederkehr

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Pasolini hasste das Bürgertum, das merkt man in allen Filmen, die ich bisher von ihm kenne überdeutlich. Doch dieser Hass war Ursprung für eine künstlerische Produktivität, die Allergorien auf unsere Gesellschaft hervorbrache, die in ihrer Scharfsinnigkeit, Weitsicht und vor allen Dingen Radikalität unerreicht bleiben und Pasolini zu einem der wichtigsten Regisseure überhaupt machten. Wie ich schon zu "Teorema" geschrieben habe, ist Pasolini mit Sicherheit nicht der handwerklich perfekteste Regisseur, aber er ist ein absolutes Paradebeispiel für "Substance over Style".
Besonders hoch rechne ich Pasolini an, dass er kein Blatt vor den Mund nimmt. In seiner kompromisslosigkeit gelingt es ihm, wie keinem anderen die bürgerliche Fassade unserer Gesellschaft niederzureißen und die realität, die sich dahinter verbirgt zum Vorschein zubringen. Und vor allen Dingen verwendet er keine Beschönigungen, er weißt mit drastischen Mitteln auf gesellschaftliche Missstände hin (wie das Verspeisen von Fäkalien in "Salo"), doch das ist die einzig richtige und effektive Vorgehensweise. Die Realität ist grausam, also sollte man sie auch so darstellen.

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