Pier Paolo Pasolini
Beteiligt an 26 Filmen (als Regisseur, Drehbuch, Akteur und Autor)
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Pier Paolo Pasolini war ein bedeutender, wenn auch kontrovers diskutierter italienischer Regisseur. Zunächst arbeitete er als Lehrer, Schriftsteller und Publizist. Die frühen Filme leisteten einen eigenen Beitrag zum Neorealismus. Pasolini wurde 1975 in Ostia ermordet.
Leben
Pasolini wurde 1922 in Bologna geboren. Zunächst arbeitet er als Lehrer, Romanautor und Dichter. Später beginnt er Drehbücher zu schreiben und dreht schließlich eigene Filme. Pasolini war sowohl durch den Katholizismus als auch durch den Marxismus geprägt.
Wichtige Filme
Sein Filme des Neorealismus ist ‘Mamma Roma’ (1962), in dem Anna Magnani die Hauptrolle spielte.
1964 wird dieser ungewöhnliche Stil in ‘Das 1. Evangelium Matthäus’ (1964) fortgesetzt. Spätere wichtige Filme Pasolinis waren ‘Teorema oder Die Geometrie der Liebe’ (1968), ‘Das Decamerone’ (1971) und ‘Die 120 Tage von Sodom’ (1975). Die Veröffentlichung dieses Films durfte Pasolini nicht mehr mit erleben, da er 1975 ermordet wurde. Die Umstände dieses Mordes sind bis heute nicht geklärt.
Themen
Immer wiederkehrende Themen Pasolinis sind die griechische Mythologie (‘Medea’, 1969), Gott (Teorema, 1968) und die Armen und Unterdrückten (‘Das 1. Evangelium Matthäus’, 1964). Eine gesamte Trilogie beschäftigt sich mit der Sinnlichkeit: ‘Decameron’ (1970), ‘Pasolinis tolldreiste Geschichten’ (1971) und ‘Erotische Geschichten aus 1001 Nacht’ (1974). ‘Die 120 Tage von Sodom’ wird als eine Abrechnung mit dem Faschismus gesehen. Als Vorlage diente der Roman des Marquis de Sade.
Weiterführende Informationen
Weitere Informationen im Internet
Hintergründe zu Pasolini
Quellen
Faulstich. Filmgeschichte. Paderborn: Wilhelm Fink, 2005. S. 130, 190f.
Populäre Filme
von Pier Paolo Pasolini
Die 120 Tage von Sodom
FR/IT 1975
La dolce vita - Das süße Leben
FR/IT 1960
Die Nächte der Cabiria
FR/IT 1957
Das 1. Evangelium - Matthäus
FR/IT 1964
News
die Pier Paolo Pasolini erwähnen
Die ungebrochene Faszination der Malerei im Kino Veröffentlicht Wed, 20 Mar 2013 07:50:00 -0000
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5 Kommentare
über Pier Paolo Pasolini
Ohne Wiederkehr Sun, 10 Mar 2013 16:03:28 -0000
Kommentar löschenPasolini hasste das Bürgertum, das merkt man in allen Filmen, die ich bisher von ihm kenne überdeutlich. Doch dieser Hass war Ursprung für eine künstlerische Produktivität, die Allergorien auf unsere Gesellschaft hervorbrache, die in ihrer Scharfsinnigkeit, Weitsicht und vor allen Dingen Radikalität unerreicht bleiben und Pasolini zu einem der wichtigsten Regisseure überhaupt machten. Wie ich schon zu "Teorema" geschrieben habe, ist Pasolini mit Sicherheit nicht der handwerklich perfekteste Regisseur, aber er ist ein absolutes Paradebeispiel für "Substance over Style".
Besonders hoch rechne ich Pasolini an, dass er kein Blatt vor den Mund nimmt. In seiner kompromisslosigkeit gelingt es ihm, wie keinem anderen die bürgerliche Fassade unserer Gesellschaft niederzureißen und die realität, die sich dahinter verbirgt zum Vorschein zubringen. Und vor allen Dingen verwendet er keine Beschönigungen, er weißt mit drastischen Mitteln auf gesellschaftliche Missstände hin (wie das Verspeisen von Fäkalien in "Salo"), doch das ist die einzig richtige und effektive Vorgehensweise. Die Realität ist grausam, also sollte man sie auch so darstellen.
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Videos zu Pier Paolo Pasolini
Pier Paolo Pasolini im Fernsehen
Pier Paolo Pasolini arbeitet oft zusammen mit
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Ninetto Davoli
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Erotische Geschichten aus 1001 Nacht, Große Vögel, kleine Vögel und Edipo Re - Bett der Gewalt -
Franco Citti
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Erotische Geschichten aus 1001 Nacht, Accattone - Wer nie sein Brot mit Tränen aß und Mamma Roma -
Laura Betti
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Die 120 Tage von Sodom, Edipo Re - Bett der Gewalt und Pasolinis tolldreiste Geschichten -
Silvana Mangano
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Edipo Re - Bett der Gewalt, Teorema - Geometrie der Liebe und Hexen von heute -
Massimo Girotti
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Medea, Teorema - Geometrie der Liebe und Hexen von heute -
Totò
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Große Vögel, kleine Vögel und Hexen von heute
Bilder: Pier Paolo Pasolini
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Accattone - Wer nie sein Brot mit Tränen aß
Vorgestern "La Ricotta" im Kino gesehen. Leider kann man den nicht einzeln bewerten, dafür auf Youtube ansehen: http://www.youtube.com/watch?v=U-FxFN0VTAE
SEHR zu empfehlen, absolute Weltklasse.
bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 2 Antworten
Markbln Sat, 06 Apr 2013 16:25:43 -0000
Antwort löschenIch freue mich sehr, dass auch jüngere User das Werk von Pasolini schätzen.
SKURRIL Sat, 06 Apr 2013 23:00:03 -0000
Antwort löschen:)
Es ist für mich unvorstellbar, wie es anders sein könnte :) Von der heutigen Jugend halte ich eh nichts!