Die 120 Tage von Sodom

Salò o le 120 giornate di Sodoma (1975), FR/IT Laufzeit 115 Minuten, FSK 18, Drama, Kinostart 23.10.2008

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6.6
Kritiker
28 Bewertungen
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6.0
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106 Kommentare
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von Pier Paolo Pasolini, mit Paolo Bonacelli und Giorgio Cataldi

Salò oder Die 120 Tage von Sodom ist Pasolinis provokante Adaption des Skandal-Buches von Marquis de Sade. Die Handlung um die sexuellen Ausschweifungen reicher Herren wurde ins faschistische Italien verlagert.

Pasolinis Salò oder Die 120 Tage von Sodom gehört zu den umstrittensten Werken der Filmgeschichte. Denn der Film konfrontiert den Zuschauer mit einer grenzenlosen und nur schwer erträglichen Orgie pervertierter Lust und Grausamkeit. Bereits die Titel der drei Kapitel in die der Film aufgeteilt ist, geben einen Vorgeschmack: Höllenkreis der Leidenschaft, Höllenkreis der Scheiße und Höllenkreis des Blutes. Pasolini verlegt die berüchtigte literarische Vorlage Die 120 Tage von Sodom des Marquis de Sade in die faschistische italienische Republik Salò. Vier Männer und vier Frauen entführen eine Gruppe unschuldiger Heranwachsender, um diese in einem abgeschiedenen Anwesen als Sklaven zu halten. Gemäß ihrem Motto, „Alles was maßlos ist, ist gut”, unterziehen die Vertreter des sich im Untergang befindlichen Regimes ihre Opfer einer nicht enden wollenden Tortur sexuellen Mißbrauchs, Demütigung und Folter. Und so wenig den Gefangenen in Die 120 Tage von Sodom ein Ausweg gewährt wird, so wenig lässt Pasolini dem Zuschauer einen Rückzugsort.

Pier Paolo Pasolinis Saló oder Die 120 Tage von Sodom (OT: Salò o le 120 giornate di Sodoma) hat eine schwierige Rezeptionsgeschichte hinter sich und noch heute steht der Film in Deutschland auf dem Index und unterliegt dem Werbeverbot. Doch was Die 120 Tage von Sodom auszeichnet ist nicht so sehr die Grausamkeit des Dargestellten – es ist die kühle, analytische Grausamkeit der Darstellung, mit der Pasolini dem Zuschauer einen Film vorsetzt, der sich herkömmlichen Mechanismen cineastischen Erzählens verweigert. Es macht, einfach gesagt, keinen Spaß, dem unmenschlichen Geschehen auf der Leinwand beizuwohnen. Trotzdem, oder gerade deshalb ist Saló oder die 120 Tage von Sodom so sehenswert, denn Pasolini bringt darin Gewichtiges über das Unmenschliche im Menschlichen zur Darstellung.

Salò oder Die 120 Tage von Sodom ist zugleich Pier Paolo Pasolinis Vermächtnis: Im November 1975, dem Erscheinungsjahr des Films, wurde Pasolinis Leiche am Strand von Ostia gefunden. Er wurde von einem Stricher erschlagen und anschließend mehrfach mit Pasolinis Alfa Romeo überfahren. Die Bilder des toten Regisseurs, die durch die Zeitungen gingen, ähnelten auf erschreckende Weise der letzten Einstellung seines Films Accattone – Wer nie sein Brot mit Tränen aß von 1961.™

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Cast & Crew


Kritiken (5) — Film: Die 120 Tage von Sodom

SoulReaver: CinemaForever

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9.0Herausragend

Was Pier Paolo Pasolini mit seinem berühmt-berüchtigten „Skandalwerk“ »Die 120 Tage von Sodom« modellierte, stellt nicht nur für die all die kujonierten Beteiligten der drei Höllenkreise im Film eine unbeschreibliche Algesie mit all ihren pervertierten wie entwürdigenden Ausuferungen dar, auch der Zuschauer erlebt eine kinematographische Passion sondergleichen. Pasolini partagiert die Ideologie des Faschismus und entkleidet die totalitären Denkweisen mit einer unnachahmlichen Radikalität, die sich zu keinem Zeitpunkt als Selbstzweck darstellen will – Torture-Porn-Fetischisten werden mit »Die 120 Tage von Sodom« nie ein Mindestmaß an Unterhaltung verspüren dürfen – sondern eine unkomplizierte, aber umso nachhaltigere Faktur rangiert: Ein reales Extrem kollidiert mit einem illusionären Extrem und lässt den Konsumenten in einer sexualisierten Gewaltspirale ohne Grenzen versinken. Neben dieser drastischen Faschismus-Kritik lässt sich »Die 120 Tage von Sodom« noch unter ganz anderen Anhaltspunkten deuten, und damit ist nicht nur die Similarität zwischen der biblischen Stadt Sodom und der historische Kontext des italienischen Salò gemeint. Der Italiener entfaltet mit entschiedener Konsequenz den eklatanten Machtmissbrauch und die rigorose Entmenschlichung mit all ihren abstoßenden Grausamkeiten. »Die 120 Tage von Sodom« erhält unweigerlich einen universellen Charakter, der in seiner aversiven Aktualität nicht zu übertrumpfen ist. Mit Sicherheit ist es ein Film, den man nicht mögen muss, kontrovers ohne Zweifel, wenn man sich jedoch auf ihn eingelassen hat, bekommt man augenscheinlich ein Werk von immenser Signifikanz geboten.

28 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 16 Antworten

SKURRIL

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Ok, danke! Skandal klingt immer gut ;)


VisitorQ

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Sowohl beim großen Fressen als auch bei Salo habe ich doch so einige male auf die Uhr gesehen. Kann die Faszination zwar durchaus nachvollziehen aber beide Filme haben bei mir so gar nicht funktioniert. hm. Ich habe Hunger auf Wurst.


Hitmanski: It's just a film, Reihe Sie...

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9.0Herausragend

Pasolinis bewusst schematisch angelegte Auseinandersetzung mit Totalitarismen und Faschismus, die gerade wegen ihrer ungeheuren Distanziertheit zu allen Protagonisten zur kritischen Auseinandersetzung mit dem Sujet und den menschenverachtenden Tendenzen in ihm aufruft.
Dabei oft als rein historischer Kommentar zur Geschichte Italiens der 40er Jahre verstanden, ist SALO´ letztendlich mehr ein universeller Diskurs über Macht und Verführung, Sex und Brutalität, der ganz bewusst die Parallelen zwischen einer sexualisierten Gesellschaft und einem faschistischen Staatssystem heraufbeschwört, und sich im Kontext seiner Entstehungszeit demnach ebenso als beißende Konsumkritik lesen lässt.

Dass sich Pasolini innerhalb seiner konzentrierten Inszenierung dabei der gleichen Mechanismen bedient, die er eigentlich entlarven möchte, zählt letztendlich zu den unübersehbaren Angriffsflächen von SALO´, dessen kompromisslose Wahl der Darstellungen wohl auch unter heutigen Rezipienten noch einige Kontroversen heraufbeschwören wird.

Ob man jene Zweck-Mittel-Relation im letzten Werk des italienischen Filmemachers für gewahrt hält, muss jeder Zuschauer selbst entscheiden, und wird maßgeblich die Wertung des Gesehenen beeinflussen, daran besteht kein Zweifel. Trotz oder gerade wegen dieser Kompromisslosigkeit, die Positionierung und Betroffenheit gleichermaßen aufzwingt, möglicherweise einer der ehrlichsten und wirkungsvollsten filmischen Abhandlungen zum Wesen der Diktatur überhaupt.

Kritik im Original 20 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 16 Antworten

Roldur

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Das von der Indizierung weiß ich ja aber, dass selbst Shops die sonst auch indizierte Ware anbieten die 120 Tage von Sodom nicht haben wundert mich. Falls ich mal demnächst in England befinde werd ich mcih dort umsehn. Danke für die Antwort ;).


Markbln

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ganz einfach bei ebay kaufen


Filmsuechtiger: Filmsucht.org, Movieworlds

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0.0Hassfilm

Die 120 Tage von Sodom ist fraglos einer der kontroversesten Filme aller Zeiten. Zensuren und Verbote wurden angestrengt, auch das tödliche Schicksal des Regisseurs kurz nach der Fertigstellung des Films sorgte für einige Gerüchte. Einer der Gründe für das damalige Aufsehen war vor allem, dass Salò (Originaltitel) nicht von einem wild gewordenen Regiedilletanten, sondern von einem international anerkannten Regisseur in Szene gesetzt wurde. Gerade das vorherige Schaffen Pasolinis lässt nämlich zweifeln an der offensichtlichen Sinnlosigkeit des Films.

Doch der Reihe nach: Die 120 Tage von Sodom ist unterteilt in 3 Kapitel, die Dantes Inferno entsprungen sind, auch ein Bezug zur göttlichen Komödie, ebenfalls von Dante, ist vorhanden. Hauptsächliche Inspiration war aber ein Manuskript vom Marquis de Sade. Ohne die Kenntnis dieser Werke dürfte eine vollständige Interpretation von Salò kaum möglich sein, weshalb diese Kritik keinen solchen Anspruch erfüllen soll.

Das Besondere…

Kritik im Original 20 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

GR0BI: Cinegate/Deadline-Magazin GR0BI: Cinegate/Deadline-Magazin

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8.0Ausgezeichnet

Zum ersten mal nach sieben oder acht Jahren wieder angesehen, und es ist schon beeindruckend - als hätte man sich das Ding erst tags zuvor angesehen. Zumal der Film in DVD-Qualität ein ganz neues Erlebnis darstellt, aber das ist er bekanntlich auch noch auf einem ausgelutschten Video-Band. Ein immer noch ungemein kraftvoller Film mit einer klaren, harten Bildsprache. Pasolinis Auseinandersetzung bzw. Interpretation von Macht ist vielschichtig, symbolträchtig und leider immer wieder aktuell - einer der irritierendsten Filme, die ich je gesehen habe - und daher auch einer der Besten...
Auch diese DVD ist äusserst sorgfältig aufgemacht, so finden sich neben sehr informativen Interviews mit Pasolini und seinen "Kindern" wie Gasper Noe auch der unglaublich reisserische deutsche Trailer und ein ausführliches Booklet von Markus Stiggler.

1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

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7.5Sehenswert

Ein wichtiger Film, aber keiner den man sich gerne ansieht. Pasolinis Abrechnung mit der Salò Republik und der Franco-Zeit wirkt immer noch wie ein Schlag in die Magengrube.

36 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

rockoholic

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Franco ? Das war aber Spanien , ich glaube du meinst den Duce.........



Kommentare (100) — Film: Die 120 Tage von Sodom


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lieber_tee

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Bewertung9.0Herausragend

Ich hab`gestern 'n Nazi in Berlin getroffen. Der hat mir erzählt, das er "120 Tage von Sodom" ziemlich geil findet, weil er gerne braune Scheiße mit Nägeln frisst und sich dabei einen runter holt.
Ich sagte ihm, er solle so weiter machen...

bedenklich? 14 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 11 Antworten

WelcometotheKlap

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Kommt auf die Nazi-Definition an. Da draußen gibt es bestimmt genügend "gesellschaftsfähige" Persönchen die ihre Gesinnung nur in Tagträumen oder hinter verschlossenen Türen ausleben, und ansonsten auch gut auf Rosamunde Pilcher und Vollkorn-Sandalen können.


Schlegel

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Pasolini ist natürlich cooler als Pilcher.


TinaCocaine

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Bewertung7.0Sehenswert

Einer der wenigen Filme, die es wirklich geschafft haben, mich mit offenem Mund und weit aufgerissenen Augen vor dem Fernseher sitzen zu lassen - fassungslos, entsetzt, schockiert, verstört, angeekelt und traurig. Ich kann es kaum in Worte fassen, was diese Aneinanderreihung von dramatischen Gewaltexzessen, menschenverachtenden Bildern, Perversitäten, absoluten Tabus, sexistischen Abarten und krankhaften Dingen in mir ausgelöst haben. "Die 120 Tage von Sodom" erscheint so bitter böse real und zeigt in sehr bewegenden Szenen wie krank die Welt doch ist und was Macht aus einem macht...Man muss sich voll und ganz auf dieses Machwerk einlassen und darf keinesfalls voreingenommen sein, denn was man zu sehen bekommt ist nicht die Welt mit flauschigen Wollmäusen und netten Worten, sondern nackte Gewalt und wirklich heftige Szenen. In gewisser Weise bekommt man einen Tritt nach dem anderen in die Fresse ohne sich zwischendurch wirklich erholen zu können. Teilweise wirkt "Die 120 Tage von Sodom" unfreiwillig komisch, was das Ganze noch viel konfuser macht. Definitiv krank und mit Sicherheit nicht für Jeden das Richtige, aber wenn man den Film aus einer bestimmten, hinterfragenden Perspektive schaut, ist er wirklich sehenswert und einfach nur verstörend! VORSICHT! Mit absoluter Vorsicht zu genießen!

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styx.canomo

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Bewertung4.0Uninteressant

ich bin verwirrt...
für mich ist der film größtenteils eher die satire eines skandalfilms.
ich habe noch nie so ungelenke erotik gepaart mit so eigenartigen charakteren und stellenweise (unfreiwillig?) komischen absurditäten erlebt.
sicher, der film ließ an manchen sequenzen schon meine augenbrauen spielen, doch dann eher aufgrund eines aufrichtigen fragezeichens, welches sich über meinem kopf manifestierte.
da haben wir also klischeehafte faschisten, die irgendwelche willkürlichen sexuellen und körperlichen mißbräuche verüben und zwischendurch erzählt eine "diva" zu klassischer musik versautes zeugs.
tjoaaa, ist wohl kunst.
ihr wisst schon: klassische musik, sex, gewalt und so.
nur schade, dass das ganze etwa die ästhetik und den filigranen psychischen terror einer kartoffel hat, die dem mit der zeit immer weniger geneigten zuschauer immer wieder in die fresse geworfen wird, damit er auch ja nicht einschläft.
pasolini und alle beteiligten bemühen sich so angestrengt maniriert ein episches skandalöses kunstwerk zu schaffen, dass die muse sich im fäkalbottich ersäuft.
dann sollte man doch lieber mal den faber von den titten wischen und ihn einfach kurz und schmerzlos reinstecken.

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Jek-Hyde

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Wunderbarer Kommentar styx, bin gleich wieder gut gelaunt :D


Andy Dufresne

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"nur schade, dass das ganze etwa die ästhetik und den filigranen psychischen terror einer kartoffel hat, die dem mit der zeit immer weniger geneigten zuschauer immer wieder in die fresse geworfen wird, damit er auch ja nicht einschläft."
LIEBE diesen Satz :D


jeffcostello

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Bewertung9.0Herausragend

Schaut man sich alleine mal hier auf Moviepilot etwas genauer die Rezensionen und den Community-Durchschnitt von Pasolinis „Skandalfilm“ Saló-Die 120 Tage von Sodom an, merkt man, dass der Film nicht nur zu seiner Entstehungszeit missverstanden wurde, sondern heute, nach beinahe 40 Jahren immer noch zu den am meisten missverstandenen Werken der Kinogeschichte zählt, und gleichzeitig wohl auch zu den brillantesten.
Selten gab es im Kino so eine ehrliche und verzweifelte Abrechnung mit Faschismus und Machtmissbrauch zu sehen, die die Perversion eines solchen Systems spürbarer macht, als Pasolinis Film. Er lässt den Zuschauer die Angst und die Willkür eines solchen Systems spüren, das Gefühl der ständigen Gefahr, diese Angst vor dem Ungewissen, das Bewusstsein, das man einem alles jederzeit antun kann.
In keiner Weise am billigen Schlachtfest interessiert, entfacht Pasolini hier ein Feuer der Gewalt und Perversion und lässt den Zuschauer einen auf die Spitze getriebenen 2 Stündigen Leidensweg erleben, der bezüglich seiner Radikalität in der Geschichte des Films wohl immer noch seinesgleichen sucht, und der leider seine Aktualität bis heute nicht verloren hat und sie wahrscheinlich auch nicht verlieren wird.
Ein zeitloser Film, zeitlos brillant und wichtig aber wohl auch zeitlos missverstanden und
gebrandmarkt.

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FordFairlane

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Finde den Film furchtbar, da steckt einfach kein Unterhaltungswert in dem Film, doch das soll er ja auch nicht. Er sollte auf sich aufmerksam machen, muss man trotzdem nicht gesehen haben. aber jeder wie er will!


jeffcostello

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Naja, unterhaltsam ist hier schwierig zu sagen, bei diesem Film. Ich fand er war zu keiner Zeit uninteressant, also eigentlich im besten Sinne unterhaltsam.


J4KOB

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Bewertung0.0Hassfilm

Endlich vorbei. Die letzten Minuten sind überstanden. Ich möchte kotzen.
Wer bei diesem Machwerk nicht die Schlechtestwertung von 0.0 vergibt, hat in mienen Augen nicht mehr alle Tassen im Schrank. Pasolini hätte für dieses Verbrechen hinter Gitter gehört und sämtliche Schauspieler, die sich für sowas hergeben gleich mit ihm.
Der tiefere Sinn, der "120 Tage von Sodom" zugeschrieben wird, ist praktisch nicht vorhanden, vielmehr ist das hier die Ausgeburt der schwer gestörten Fantasie eines offensichtlich Geisteskranken. Wenn eine Diva von ihrem "Fötzchen" erzählt und wie unzählige, verschiedene Männer ihr auf den Rücken ejakulierten, dann fragt man sich wie sowas jemals produziert werden konnte. Ich meine, jemand der noch ganz klar in der Birne ist, steckt doch in sowas kein Geld rein. Ich hoffe, die meisten Beteiligten wurden irgendwo untergebracht, wo sie mit ihren abartigen Neigungen nur noch ihresgleichen belästigen können.
Ein Schundwerk, für das sich die gesamte Spezies Mensch in Grund und Boden schämen sollte.

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Ripley1

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Jetzt könnte eine philosophischer Diskurs beginnen über Erkenntnistheorie, Sprache, Rezeptionsästhetik...
Hier nur so viel: Ein Kunstwerk (ein Gemälde, ein Märchen, ein Musikstück oder ein Film...) ist fiktional, hat also keine Tatsachen-Realität, sondern besteht aus Zeichen. Sein Verhältnis zu einer äußeren Realität (soweit man diese überhaupt erkennen und bestimmen kann) muss gedeutet / interpretiert werden. Ein Kunstwerk ist dann wahrhaftig, wenn der Rezipient (z.B. der Filmzuschauer) es sinnhaft auf allgemeingültige Aussagen (Wahrheiten) beziehen kann in dem Sinne, dass eine Kongruenz hergestellt werden kann.
Also: Wenn der böse Wolf das Rotkäppchen frisst, dann ist das zwar frei erfunden, kann aber trotzdem Sinn ergeben, wenn ich die Geschichte deuten kann.


J4KOB

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Danke für die Erklärung und v.a. für deine Geduld.


sebastianxxx

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Ich finde "Die 120 Tag von Sodom" ist ein Film der sich jeder Bewertung entzieht - ich will und kann dies nicht - ich verehre Passolini als Künstler - ich meine er ist einer der wichtigsten italienischen Regisseure - aber in diesem letzten Werk treibt er meiner Meinung nach ein perfides Spiel mit dem Zuschauer - denn im Grunde müsste man spätestens nach einer halben Stunde das Kino verlassen bzw. den Film abbrechen - aber die Wenigsten tun es und ich habe es auch nicht getan und werde somit als Voyeur Zeuge dieser sadistischen menschenverachtenden Handlungen - genau das gibt mir geradezu ein Gefühl von Schuld und Mittäterschaft - ich bin der Meinung man wird (un)freiwillig zum Voyeur und dadurch zum Komplizen der Täter ... hat Passolini dies beabsichtigt ? Ich weiss es nicht.

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sebastianxxx

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ok thx ... :-)


El Mariachi

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Ich kann deiner Sichtweiße viel abgewinnen, also zum Thema man wird unfreiwillig zum Voyeur. Das ist wie bei einem schweren Autounfall man will wegsehen, kann es aber nicht. Dennoch wenn man den Film rein technisch betrachtet hat er mich unterhalten und ist einem im Gedächtnis geblieben deshalb hab ich ihn unabhängig vom moralischen Standpunkt mit 7,5 also sehenswert bewertet. Bei der Bewertung muss man sein Gewissen und Menschlichkeit natürlich komplett ausser Acht lassen


robertpires27

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Meine 800. Bewertung: Salo und die 120 Tage von Sodom.
Hier werden alle Tabus und Moralvorstellungen der Zuschauer, der Filmindustrie und der Filmschaffenden über Bord geworfen, um absolut lebenswirklich darzustellen was passiert wenn Menschen über uneingeschränkte Macht verfügen.
Wieso ist der Film kontrovers gewesen oder ist es noch abgesehen davon, dass der Gros der Leute explizite Gewaltdarstellungen auf der Leinwand grundsätzlich verwerflich findet ?
Weil die meisten Menschen eben nicht wahrhaben wollen, dass genau so etwas heute noch passiert oder auch schon passiert ist. Wieso sollte man Faschismus, Machtmißbrauch, Konsum, Dekadenz und Totalitarismus immer nur subtil und beschönigend darstellen ?
Das geht doch an der Lebensrealität komplett vorbei...
Der Film ist auch nicht dafür gemacht ein cineastischer Leckerbissen zu sein oder ästhetische Reize zu befriedigen (obwohl er das sogar auf abstoßende Art und Weise schafft) sondern damit man sein Gehirn aktiviert, Bezüge herstellt, sich der Gräueltaten bewußt wird, den Wahnsinn und die Absurdität quasi ganz nah erlebt und spürt, sich natürlich auch davor ekelt,abwendet,die Verantwortlichen und ihre Taten verachtet und sich bewußt wird, dass so etwas heutzutage immer noch überall auf der Welt geschieht und genau darin liegt die große Stärke dieses Meisterwerkes.
Es gibt dahingehend erschreckend viele Beispiele der Neuzeit: Die Sexsklaven Quadaffis, die Opfer der US-Soldaten in Abu Ghraib, Die Schreckensherrschaft in Liberia von Charles"Dem Schlächter" Taylor, und das Bacha Bazi in Afghanistan...

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FordFairlane

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Für mich hat das nichts mit Gehirn aktivieren zutun, der Regissuer hatte einen an der Klatsche und mehr nicht. Ich finde es immer wieder witzig, wie leute so einen Dreck und das ist noch milde gesagt, in schutz nehmen!


robertpires27

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Ahja...Also bevor du Pasolini beleidigst solltest du vielleicht mal seine anderen Filme schauen bzw. dich über ihn informieren.
Gewaltexzesse a la Tarantino schaust du dir doch auch an oder täusche ich mich da ? Aber sobald die Sehgewohnheiten durchbrochen werden ist es aus...
Der Film ist ein Spiegelbild der Gesellschaft und genau deswegen schwer zu ertragen...
achja, nebenbei gesagt finde ich es ganz witzig wie manche Menschen hier argumentieren...


Pyro 91

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Bewertung3.0Schwach

Skandalfilmchen sind schon was schönes. Man bereitet sich darauf vor, völlig aus den Socken gehauen zu werden, also eine filmische Grenzenerfahrung zu machen und sitzt dadurch in leicht angespannter Pose vor dem Fernseher. Vielleicht informiert man sich zuvor noch etwas über den Inhalt, damit man nicht völlig auf den falschen Fuß erwischt wird und neugierig freut man sich dann auf die anstehende Filmsichtung.
Nun, ich habe jetzt seit Tagen versucht ein Review zu diesen seltsamen Machwerk zu schreiben, das ausdrücken könnte, wie über den Inhalt denke und wie mich der Film beeinflusst hat.
Natürlich fand ich den Inhalt abstoßend. Natürlich ist Faschismus böse. Natürlich ist Machtmissbrauch schlecht. Ja, und weiter?
Pasolini ergötzt sich an seinen klinischen, abstoßenden Sexszenen, suhlt sich förmlich in Exkrementen und zeigt am Ende entrückt Folterszenen, die auch gut und gerne aus einem Exploitationfilm sein könnten.
Das ist alles ziemlich unterhaltsam (ein besseres Wort fällt mir nicht ein), aber geben tut mir das alles absolut nichts. Nachdem der Film zu Ende war, ging ich ins Bett und schlief wie ein Baby.
Ich hatte nicht das Gefühl eine starke Parabel über Machtmissbrauch oder Faschismus gesehen zu haben, denn der Film erforscht die Wurzel dieses gesellschaftlichen, politischen Übels zu keinem Zeitpunkt.
Es gibt Filme, die tief bohren und uns einen Spiegel vorhalten, der die Hässlichkeit im Menschen offenbart, doch „Salo“ ist einfach nur widerwärtig und hat mit einer Laufzeit von fast zwei Stunden nichts zu erzählen.
Für seine Zeit (1975) mag der Film sicherlich bahnbrechend und provokant gewesen sein (und das ist er heute auch noch) und diesen Status kann er auch nicht verlieren, aber darüber hinaus konnte ich mit diesem Film gar nichts anfangen.
Ich hätte mir gewünscht, dass „Salo“ mich wütender gemacht hätte. Mich erzürnt, aufgewühlt und zum Nachdenken gebracht hätte. Doch alles was ich während des Films empfand, war Ekel oder Langeweile und danach hatte das gerade Gesehene keinerlei Nachwirkung mehr auf mich.

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robertpires27

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Der Film hat bei dir doch teilweise schon das erreicht was er wollte...


Pyro 91

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Naja zumindest habe ich mich ihm auseinandergesetzt und versucht zu verstehen, was er erreichen wollte, aber das tue ich eigentlich bei jeden Film. Geekelt habe ich mich natürlich auch, doch darin sehe ich nichts Interessantes or Intelligentes.


Roldur

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Bewertung7.0Sehenswert

Was für eine Qual, was für eine unendliche Qual waren diese 2 Stunden für mich. Schweigen, Grausamkeit, Unterdrückung und das herunterbrechen des Menschen auf das Niedrigste, dass man sich ausdenken kann. So viel Hass habe ich gespürt, so oft wollte ich dieses Grauen beenden und den Film einfach ausmachen. Meine Faszination von auf Celluloid gebanntem Wahnsinn, war das was mich letztendlich vorm Bildschirm halten konnte.
Konventionell gesehen hat "die 120 Tage von Sodom" nicht viel zu bieten abgesehen von bis ins Detail durchinszenierten Szenen und einer angenehm ruhigen Kameraführung. Unterhaltung ist anders, denn Unterhalten wird hier nicht einmal im Ansatz. "Die 120 Tage von Sodom" ist nichts weiter als ei Urböser Kommentar auf die Unterdrückung und die Verletzung der Menschenwürde im Faschismus. Hier trifft der Regisseur Pasolini auch definitiv den Kern, denn unterhalten muss so etwas nicht und sollte es vielleicht nicht einmal. Dennoch wurde ich so sehr noch nie von einem Film gefoltert. Bilder zeigen Gnade durch schnelle Schnitte, antreibende Musik oder den ein oder anderen "human" agierenden Charakter. Die Gewalt die dieser Film seinem Zuschauer antut ist jedoch nicht human, alles Andere als das. Keinerlei entspannende Momente, sondern nur ein drückender ,tief sitzender Schmerz und eine Taubheit die durch die unglaublich in die Länge gezogenen Szenen, in diesem schematisch angelegten Werk, letztendlich die Überhand gewinnt.
Eine Sache muss ich dennoch kurz anmerken, die ganz offenbar nicht so eingeplant war und auch nicht unbedingt zum Rest des Films passt: Hin- und -wieder agieren einige Schauspieler stakr dilettantisch, was nicht unbedingt in das sonst sehr kalkuliert wirkende Schema passt.
Nichtsdestotrotz ist "Die 120 Tage von Sodom" , ein vermutlich sehr wichtiger Film, der an Zuschauerfolter wohl niemals seines Gleichen finden wird, sowie der vermutlich wirkungsollste Kommentar zum Faschismus. Eine Empfehlung kann ich sicher nicht aussprechen, da ich mir den Film sicher nie wieder andehen werde. Ob man ihn nun sehen will oder nicht muss vermutlich jeder für sich selbst entscheiden.

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N. Hornblower

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Danke dafür - "kein Interesse"-Button ist gedrückt!


Roldur

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Die Entscheidung die ich dir nicht verübeln kann :D


DKennyK

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Bewertung7.0Sehenswert

DIE 120 TAGE VON SODOM gehört zu den Filmen, von denen man immer wieder hört wie skandalös, tabubrechend und krank sie sind.

Wo die Darstellung von Sodomie und Koprophilie in den 70er Jahren noch Entrüstung hervorrufen konnte, reißt dies heutzutage niemanden mehr vom Hocker. Aber dies ist es auch nicht, was DIE 120 TAGE VON SODOM zu einem derart guten Film macht.
Pasolini verlagert das Setting von Frankreich ins faschistische Italien, was mir nicht egaler sein könnte. Interesse und Faszinationen übt auf mich die Umsetzung der Literatur de Sades im Medium Film aus. Und dies ist wirklich gut gelungen. Die Atmosphäre ist dicht, das Pacing für einen 2-stündigen Film ohne wirkliche Handlung mehr als gelungen und die schauspielerische Leistung ist brilliant.

An die ausschweifenden sexuellen Beschreibungen der Buchvorlage kommt dieser Film zwar nicht heran, nimmt sich aber genug Eigenständigkeit heraus, um auch außerhalb dieser sehenswert zu sein.

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movie.max

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Bewertung7.0Sehenswert

'Das große Fressen' mit dem Dampfhammer.

Ein unangenehmer, toll fotografierter und herausragend gespielter Film!
Da mag das Adjektiv 'Sehenswert' womöglich etwas makaber klingen, aber das ist 'Salo' nun einmal. Man muss das Ganze gesehen haben: Nicht nur eine Parabel über den Menschen, Machtgefühle und schlussendlich auch über den Faschismus, sondern auch ein Resümee darüber, worin sich unsere Gelüste verlaufen. Auch wenn man sie nicht verstehen muss, so wird dennoch darüber gesprochen. Auch hier überschreitet 'Salo' in seiner Darstellungsform Grenzen. Was kommt den Menschen in ihrem Leben voller Überfluss in den Sinn, wenn sie sich alles leisten können? Die perversesten und ekeligsten Fantasien sind nicht Pasolini in den Sinn gekommen, sondern entspringen seinen Beobachtungen, was anderen in den Sinn kommen kann.

Man muss schon ein Herz für Kontroverses haben, um 'Salo' durchstehen zu können, aber im Endeffekt wird einem vieles offenbart. Ob sich die Folter am Zuschauer für das, was der Film erzählen will, lohnt kann ich nicht gerade sagen.

Ein guter Film? Ja.
Ein kontroverser Film? Ja.
Ein wichtiger Film? Nicht ganz.

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nerdkiller

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Klar, man hätte es schon subtiler machen können und wirklich nochmal will ich den Film eigentlich nicht sehen. Doch man sollte ihn schon zumindest mal gesehen haben. So am Rande: die weltweite Hetz auf den Film zeigt doch auch nur, dass er recht hatte....


movie.max

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Ohne Zweifel. Und gesehen haben muss man ihn wirklich. Deswegen auch die 7.


Wilson_Blunt

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Bewertung0.5Schmerzhaft

Die wörtliche Übersetzung meiner Bewertung lautet: "schmerzhaft"
Einblicke in die Abgründe des Menschen Psyche können nur schmerzhaft sein.
Wer eine angemessene Diskussion über diesen Film anstrebt,
kommt nicht umhin das literarische Original von Marquis de Sade zu lesen.
Wobei ich jeden verstehen kann, der sich dem nicht gewachsen fühlt.
Diskutieren kann man den Film und das Buch meines Erachtens nur verbal.
Selbst die Abgabe eines Kommentars an dieser Stelle ist unzureichend.

Ich schließe mit schmerzverzerrtem Gesicht und wünsche einen angenehmen Ekel beim Sichten des Films.

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pischti

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Den hast Du Dir echt angesehen? Autsch :D


Maniac131

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Bewertung9.0Herausragend

Die 120 Tage von Sodom

„Die 120 Tage von Sodom“, oder auch „Salo“ ist der letzte Film des italienischen Regisseurs Pier Paolo Pasolini und entstand im Jahre 1975 in Italien. Pasolini verabschiedete sich somit mit einem der bis heute kontroversesten Filme von seinem filmischen Schaffen. Es handelt sich hierbei um die kompromissloseste Abrechnung mit dem Faschismus und vor allem mit dessen Auswirkungen.

In dem Film geht es um eine vierköpfige Gruppe faschistischer Bonzen in den Jahren 1944/45, die sich jeweils neun junge Männer und Frauen einfangen lassen, um mit ihnen auf einem abgelegenen Landhaus in Italien ihre perversen Spiele zu treiben. Ich möchte an dieser Stelle nicht zu sehr ins Detail gehen, da der Film sehr unter Spoilern leiden würde. Ich will nur so viel sagen, dass der Film einem die Grausamkeiten, die Menschen einander antun können, derart schonungslos vor Augen führt, dass man sich schämt, selbst ein Mensch zu sein.

Man darf Pasolini dankbar sein, dass er die Widerwärtigkeiten, welche der Faschismus geneigten, machthabenden Personen auszuüben erlaubt hat, schonungs- und kommentarlos darstellt und sie nicht wie Spielberg und Co. Schon mit einer Packung Taschentücher liefert. Will er den Zuschauer erziehen? Nein. Will er nur provozieren? Auch nicht. Will er damit schocken? Auf jeden Fall. Und das gelingt ihm auch ohne Zweifel. Ich habe es selten erlebt, dass mir ein Film derartig den Magen umdreht. Pasolini gelingt es die ganze Zeit über, mit minimalistischer Inszenierung seine drei Episoden zu erzählen, ohne den Zuschauer mit einer Wertung zu konfrontieren. Er ignoriert nicht die Intelligenz des Publikums und macht den Film für jedes Individuum zum Selbsttest. Die vier „Täter“ führen ihre Grausamen Spielchen nicht nur absolut kaltblütig durch, es erregt sie sogar. Sie empfinden sexuelle Lust am Quälen von Menschen und haben jegliche Menschlichkeit weit hinter sich gelassen. Das, was die Peiniger hier mit ihren Opfern machen hat allerdings mit Sexualität zu tun, sondern mit Entmenschlichung und Macht über wehrlose. Sie behandeln ihre „Gäste“, wie sie sie nennen, wie Tiere und rechtfertigen sich untereinander mit pseudointellektuellem Geschwafel über eigens interpretierte Zitate von Schriftstellern wie Nietzsche.

Die Schauspieler machen ihre Sache durch die Bank sehr gut, teilweise sogar erschreckend gut. Die Schauplätze sind sehr gut ausgestattet und versetzen einen sehr gut in die Zeit zurück. Die eher aus dem 17. Jahrhundert stammende Versammlungshalle könnte man als eine Verbeugung an den Herrn de Sade sehen, an dessen Vorlage der Film lose angeknüpft ist. Die Kamera macht keine großen Bewegungen und bringt die fast schon sterile Stimmung des Films hervorragend zur Geltung. Die durchweg kalten Farben tun das übrige.

Pasolini, welcher den Faschismus selbst miterlebt hat, gelang es hier, einen Film zu schaffen, den man nicht ansieht, sondern durchsteht. Es ist ein Film den man nicht mögen kann und nicht mögen soll. Aber antun sollte man ihn sich einmal, wenn man sehen möchte was passiert, wenn ein faschistisches Regime kranken Machthabern die Möglichkeit gibt, die Menschenwürde derart mit Füßen zu treten. Er kritisiert hier viel mehr die Auswirkungen des Faschismus, als den Faschismus per se. Der Film lässt auch in der Zeit von Hostel und Konsorten garantiert niemanden kalt, ganz im Gegenteil. Die Gewalt in diesem Film wirkt derart real und abartig, dass man oftmals schwer schlucken muss, auch wenn er nicht viel Blut zeigt. Die psychische Gewalt und Unterdrückung ist hingegen den ganzen Film über spürbar und wirkt gewaltig.

Ich kann jeden verstehen, der diesen Film hasst. Es ist meiner Meinung nach unmöglich, dass der Film einem gefällt, er ist vielmehr ein Film, der einen anekelt. Damit hat er auch sein soll erfüllt und genau das macht ihn so wichtig. Er wedelt nicht beständig mit der erzieherischen Moralkeule und dem pädagogischen Finger für unmündige, wie der oft überbewertete „Funny Games“ von Michael Haneke, sondern Zeigt einem Gewalt, unkommentiert und in Reinkultur. Dieser Film tut weh und lässt den Zuschauer nach knapp 2 Stunden deprimiert und ernüchtert sitzen. Fine.

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CoOLik

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Danke!


Icytower

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Bewertung7.0Sehenswert

Salò ist wirklich ein unbequemes, verstörendes, kompromissloses und deprimierendes Stück Film, ihn auf einer Skala zu bewerten für mich geradezu unmöglich.
Ich kann zwar nicht sagen, den Film im klassischen Sinne genossen zu haben, als schonungsloses und wirkungsmächtiges filmisches Manifest gegen Faschismus, Machtmissbrauch und Konsumwahn ist Pasolinis letztes Werk aber in jedem Fall sehenswert, daher die 7/10.
Wer sich auf Salò einlassen will, sollte Nervenstärke und Durchhaltevermögen an den Tag legen, wird dafür aber letztlich auch belohnt. Wieso dieser Film so oft als pornografisch, pervers und brutal ohne wirklichen Sinn bezeichnet wird, erschließt sich mir nicht wirklich, schon die an Dante angelehnte Einteilung in mehrere Kapitel oder die zwischenzeitliche Rezitation eines Benn-Gedichts lässt auf gewisse inhaltliche Ambitionen Passolinis schließen. Ein Kino bloß im Sinne moderner Torture Porns war jedenfalls sicherlich nicht Pasolinis Sache, vielmehr ist Salò ein mutiges und radikales Statement eines einmaligen Filmemachers. Dennoch verstehe ich durchaus, wenn jemand so seine Probleme mit diesem Film hat. Wohl eines der radikalsten und polarisierendsten Werke überhaupt.

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Philipp Ebert

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Bewertung9.0Herausragend

Ich lasse jetzt mal die politische, die religiöse, die sexuelle, die Paradoxe und zynische Thematik des Films ganz außen vor und beschränke mich auf eins. Die Gewaltdarstellung.
Kurz und knapp allein dafür, dass der Film die einzige Art wie man Gewalt moralisch vertretbar zeigen darf, präsentiert, macht ihn für mich fast zu einem Meisterwerk.
Natürlich mögen einige jetzt denken ich meine damit, dass dies der einzige Film ist der Gewalt auf die einzig richtige Art zeigt, das meine ich aber nicht. Viele andere Filme nach ihm die gemäßigte oder brachiale Gewalt zeigten haben es auf eine vergleichbare Weise getan.
Warum muss man also so eine radikale und absurde Gewalt zeigen? Ganz einfach, damit niemand der noch ein bisschen Restgrips hat auf die Idee kommt irgendwer könnte den Anblick solcher Szenen genießen und der Regisseur hätte die Gewalt nur für diese Leute inszeniert.
Somit sind Filme wie dieser das genaue Gegenteil des Torture Porn Franchises ala Saw, Hostel....und all der anderen Genrebeiträge, die gelinde gesagt nichts als ein Dokument unserer Degeneration sind.

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DerDude_

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Bewertung3.0Schwach

Nachdem ich bei meiner zweiten Sichtung den Film endlich bis zum bitteren Ende schauen konnte, was nun auch schon ein paar Wochen her ist, ist es mal wieder Zeit mich unbeliebt zu machen.
Man kann Pasolini und seinem SALO nicht abmängeln er sei schlecht gemacht, denn er ist wahrlich fantastisch ausgestattet und dekoriert. Zudem verfehlt Pasolini seine Wirkung zu keiner Sekunde. Er führt dem Zuschauer in jedem Moment den puren Ekel und die bloße Verstörung vor. Ich kann nicht behaupten das mich die Sequenzen nicht schockiert oder angewidert hätten. SALO verfehlt seine Wirkung zu keiner Sekunde.
Man könnte also sagen das Pasolini sein Ziel erreicht hat, aber für mich ist er konsequent am Ziel vorbei gerannt denn : Es ergibt für mich keinen Sinn !
Ein Film darf brutal sein, ein Film darf ungenießbar sein und ein Film darf anwidern und schockieren. Aber solange er dabei nicht ein bisschen Substanz beweist ist der Film für mich nicht besser als SAW oder HOSTEL. SALO hat für mich keine Substanz. Der ganze Film besteht nur aus Brutalitäten Die Anti-Faschismus Ambition von Pasolini mag sichtbar sein und ist auch loblich aber Pasolini zelebriert seine Gewalttaten dermaßen das man irgendwann das Gefühl hat das Pasolini völlig aus den Augen verloren hat was er eigentlich aussagen wollte oder vielleicht sogar seine Aussage nur benutzt um uns Ekel und Gewalt zu präsentieren.
Andere Filme die mich schockieren wie der Anti-Gewalt Film IRREVERSIBEL enthalten auch Sequenzen voll mit harter und ungeschönter Gewalt aber sie bestehen nicht nur aus solchen Szenen. In IRREVERSIBEL gibt es sogar Szenen wahrer Menschlichkeit und Zuneigung.
SALO besitzt diese Substanz nicht. Hier gibt es nur Gewalt.
Hatte mir nach dem gelungenem DAS 1.EVANGELIUM MATTHÄUS ein besseres Bild von dem Film erwartet.
Frohe Weihnachten weiterhin !

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Jenny von T

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Indem Pasolini die Gewaltspirale in diesem Film immer weiter fortlaufen lässt, verliert er das "Ziel" doch gerade NICHT aus den Augen, ganz im Gegenteil führt er es zur letzten Konsequenz. Im Übrigen erschöpft sich "Salò" nicht in seiner Anklage gegen den Faschismus, sondern sollte auch allgemein als Parabel über Machtmissbrauch und Entmenschlichung verstanden werden, womit der Film vermutlich (leider) nie an Aktualität einbüßen wird. Pasolini ist eben derjenige, der bei seiner Inszenierung bis zum Äußersten gegangen ist wie niemand sonst. Mögen muss man seine Radikalität natürlich nicht, zumindest auseinandersetzen sollte man sich mit dem Film schon.


franticfury

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Ich denke das größte Problem von Salo ist, dass die meisten ihn auf die faschistische Komponente reduzieren. Dabei ist Salo als Faschismuskritik allerdings völlig unbrauchbar, da er den Faschismus selbst nie hinterfragt, ihn nicht näher beleuchtet, sondern nur die Peiniger in den Vordergrund stellt, die nun mal eben zufällig Faschisten sind. Als Parabel über Machtmissbrauch, wie Jenny so schön gesagt hat, funktioniert er meiner Meinung nach schon deutlich besser und sollte wohl auch als solche, losgelöst von Kritik am Faschismus im Speziellen, gesehen werden. Was allerdings nicht heißt, dass ich dem Film deswegen in irgendeiner Weise etwas abgewinnen kann...


uncut123

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Bewertung7.0Sehenswert

unsere kunstlehrerin damals in der schule hatte uns auf solche "kunst" nicht vorbereitet..Marquis de Sade ist eine höchst intressante person

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uncut123

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einigen wir uns auf peverse kust!☻


nico.klingspohn.9

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Bewertung6.0Ganz gut

shokiert deswegen die 6 punkte!!! menschen sind halt ne pest!!!! Bin froh wenn wir entlich alle tot sind

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Philipp Ebert

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Wenn jemand mehr als ein Satzzeichen verwendet handelt es sich meistens um irgendeine Form von Idiot ;-)


emp6

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Verwendest ja selbst 3 :P


Vellocetta

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kein Interesse

Ich nehme dieses gerade erlebte Filmische Ereignis mal einfach Wertungsfrei zur Kenntnis und gehe eine Runde kotzen.

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karma-karman

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Egal wie abartig, krank, grausam, eklig, grotesk oder widerwärtig etwas sein kann - es gibt immer irgendwo Menschen, die es genussvoll praktizieren. Menschen sind zu allem, wirklich absolut allem, fähig.

Ich finde den Film regelrecht abstoßend, aber gleichzeitig auf verstörende Art und Weise faszinierend. Denn was man da sieht, ist echt, in dem Sinne, dass es keine kranke Fantasie darstellt, sondern die Wirklichkeit, wie es sie irgendwo gibt.

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Philipp Ebert

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Aha also wenn sich Promis freiwillig im Dschungelcamp dazu entscheiden Käfer zu fressen ist das dasselbe wie unschuldige Jugendliche zu fangen, ihnen den eigenen Kot vorzusetzen da siwe sonst verstümmelt werden (was sowieso passiert) sie zu vergewaltigen, hinzurichten, zu verstümmeln und auf jede erdenkliche Weise zu foltern?
Dieser absolute unterirdische Kulturpessismus ist eine verdammte Beleidigung all jener die körperlich und geistig unter dem Faschismus gelitten haben du degenerierter Troll.


Brentano

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So ein verbrämter Quark wie hier von "Phillip Ebert" gepostet, ist ein trefflicher Anfang für etwas intellektuellere und lustigere Kontroversen im neuen Jahr. Oder habe ich etwas falsch verstanden?

Welche Deutschen haben körperlich und geistig unter dem dt. Faschismus gelitten? Die unzähligen Mitläufer, die in treuer, ergebener und devoter (heute ebenso anzutreffender) Unterordnung diesen industrialisierten Tötungs- und Kriegs-Wahnsinn überhaupt erst möglich gemacht haben in stiller, braver Ausübung ihrer sogn. unhinterfragbaren Pflichten? Um hinterher dreist zu behaupten, von "nichts" gewusst " zu haben oder wie bei den Nürnberger Prozessen angetroffen, auf höhere Chargen und Vorgesetze verwiesen haben, um ihr Tun als treue Befehlsausführung zu legitimieren, was aber selbst die Amerikaner verblüffte. da es durchaus die Möglichkeit gab, „mutig“ zu fliehen und Befehle zu verweigern, etc.?

Später wurde Flüchtlingen dieses Grauens und ernsthaften Politikern wie Willy Brandt vorgeworfen,nicht im Land geblieben und stattdessen geflohen zu sein, damit er vor Ort, entweder wie der Vater von Richard v. Weizsäcker den sogn. „Widerstand“ als untergebener Vasall und Staatsekretär im Auswärtigen Amt durchziehe (im Unterschreiben von Erschießungsbefehlen für Juden und andere) oder das er wie Carl v. Ossietzky von Göbbels verboten bekommt, den Friedensnobelpreis anzunehmen und im deutschem Dank für diese Ehre, im KZ erschlagen wurde?

Das dritte Reich war der brutalste und gewalttätigste Rückfall in absolute Barbarei, den es im 20 Jahrhundert gegeben hat und wird als Antihumanismus von allen freieren Gesellschaften beklagt, Aber diese Art von perfidem ,brutalem Faschismus war nur in einem Land wie Deutschland machbar und möglich, in dem Menschen in militärischer Zwangsdisziplin wie Nutztiere gehalten wurden/werden und sich jeglicher Obrigkeit seit der MilitärHERRschaft Preussen bereitwillig in Disziplin und ohne eigene Verstandesmühe unterwerfen.
Dies abzubilden und zu persiflieren war ebenso die Intention von Pasolini, als er dieses Werk schuf, das in Details zwar makaber scheint, aber weit hinter echte, barbarisch grausamer Brutalität der SS und anderer "ehrbarer" Deutscher zurückfällt, die es auch nicht unterlassen konnten, ihre Lampenschirme mit hübsch dekorierter Menschenhaut zu verzieren und fröhliche Bastelkurs dafür zu besuchten. Oder dabei genüsslich zusahen, wie grausam verstümmelte Menschen an Folgen von medizinisch, "korrekter" Brutalität verstarben und dies "gewissenhaft" aufzeichneten, etc.

Wer dies alles ignoriert und beflissen, „korrekt“ ausblendet, negiert damit totalitär gewachsenen, aktuell sich ausbreitenden Industrie Faschismus komplett, dessen Ausbeutung, bestehende Zwangsdiktate und Unterwerfung darunter und billigt im Kern diese brutale Ausbeutung und Verwertung als Normalität (ähnlich wie damals) als blinder und tauber Mitläufer, also als „echter und perfekter, deutscher Untertan“, weiterhin … Nur Zu!



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