Die besten Filme - Protest
- The Brink ofDreams?1Drama von Ayman El Amir und Nada Riyadh mit Majda Masoud und Haidi Sameh.
In The Brink of Dreams lehnt sich eine Gruppe Mädchen und junger Frauen gegen die traditionellen Rollen der koptisch-orthodoxen Kirche auf, indem sie aus Protest eine rein weibliche Straßentheatergruppe gründen. (JoJ)
- Bella!?Dokumentarfilm von Jeff Lieberman.
Die Dokumentation Bella! folgt dem Weg der Aktivistin Bella Abzug im Jahr 1970, die sich von den Straßen von Manhattan aus bis in den Kongress vorkämpfte. Seitdem setzte sie sich für die Gleichstellung von Frauen sowie der LGBTQ-Community ein und ebnete den Weg für eine diversere Führung des Landes. (JoJ)
- Lützerath - Gemeinsam für ein gutesLeben?32Dokumentarfilm von Carmen Eckhardt.
In ihrem Dokumentarfilm Lützerath - gemeinsam für ein gutes Leben begleitet Carmen Eckhardt 20 Monate lang ein Dorf, das der Übermacht des Bergbau-Konzerns RWE die Stirn bietet. Menschen leisten vor Ort Widerstand, um der CO₂-Verschmutzung des Kohleabbaus und Umweltschäden der Natur entgegenzutreten. Die Aktivist:innen kommen aus jeder Altersklasse und errichten sich mit Recycling-Material ihre eigene utopische Heimat in Bäumen und auf der Erde. Doch können sie eine Veränderung des Systems bewirken? (ES)
- Iki Gözüm Ahmet -Sürgün?1Biopic von Gani Rüzgar Savata und Hakan Gürtop mit Özgür Tüzer und Aleyna Solaker.
Das türkische Drama Iki Gözüm Sürgün knüpft an die wahren Ereignisse an, die schon das türkische Musiker-Biopic İki Gözüm Ahmet von und mit Gani Rüzgar Savata abbildete, das der Schauspieler und Regisseur 2020 zusammen mit Hakan Gürtop gedreht hatte.
Ahmet beginnt seine Musik-Karriere als Kind einer Arbeiter-Familie, arbeitet aber zunächst als Verkäufer, Textil-Herstelle und Taxifahrer, bevor die Begegnung mit Suphi sein Leben auf neue Bahnen lenkt. Auch ohne veröffentlichtes Album hält er an der Musik fest. Er kämpft er für das Volk und landet dafür immer wieder vor Gericht. Sein Einsatz für Menschenrechte bringt ihm schließlich doch Preise ein, aber Anfeindungen und Beschuldigungen folgen und er muss ins Ausland fliehen. Die Sehnsucht nach seiner Heimat bleibt allerdings. (ES)
- Niemals allein, immerzusammen?672Dokumentarfilm von Joana Georgi.
Die Regisseurin Joana Georgi begleitet die fünf Aktivist:innen Quang, Patricia, Simin, Zaza und Feline aus Berlin über ein Jahr hinweg. Die jungen Berlinerinnen und Berliner setzen sich etwa für Fridays for Future oder Deutsche Wohnen & Co. enteignen, aber auch für viele andere Projekte ein. Georgi zeigt in ihrem Dokumentarfilm Niemals allein, immer zusammen anhand des Alltags der Aktivist:innen, dass der Wunsch, die Welt zu verbessern, täglichen Kampf und immer neue Mühen bedeutet, wenn sie wirklich etwas erreichen wollen. (SK)
- Du bist nicht allein: Kampf gegen dasWolfsrudel?13Dokumentarfilm von Robert Bahar.
Die Netflixdokumentation Du bist nicht allein: Kampf gegen das Wolfsrudel untersucht die Massenvergewaltigung, die sich 2016 bei den Sanfermines (dem traditionellen Stierlauf) zutrug. Die Tat, die von den Tätern selbst gefilmt und verbreitet wurde, löste eine Welle des Protestes aus und sorgte weltweit für Aufmerksamkeit (JoJ)
- ANTIFA - Schulter an Schulter wo der Staatversagte5.9167Dokumentarfilm von Steffen Maurer und Marco Heinig.
In den 90er Jahren, nach der Wende, wird Deutschland von rassistischer Gewalt erschüttert: Als Gegenbewegung zu den gewaltbereiten und gut organisierten rechten Strukturen entsteht in den 90ern und den frühen 2000er-Jahren die Antifa-Bewegung, die sich schnell professionalisiert. Nicht nur militant wollen sie den Rechten etwas entgegensetzen, sondern sie setzten auch auf politische Bildung und Recherche. Fünf Aktivist:innen, die in der Antifa eine wichtige Rolle spielen, werden in ANTIFA - Schulter an Schulter wo der Staat versagte von den Filmemachern Steffen Maurer und Marco Heinig interviewt und zeichnen ein Bild vom aufopferungsvollen Kampf gegen die Gefahr von Rechts. (SK)
- Johnny & Me - Eine Zeitreise mit JohnHeartfield?7.523Dokumentarfilm von Katrin Rothe mit Stephanie Stremler.
Eine junge Grafikdesignerin und eine animierte Cartoon-Figur nehmen das Publikum in Johnny & Me mit auf eine Reise durch das Leben von John Heartfield. Der 1891 eigentlich als Helmut Herzfeld geborene Deutsche war Antifaschist und Pazifist und verwendete als eine der ersten Personen Kunst als politische Waffe. Seine Fotomontagen gegen den Nationalsozialismus sind weltberühmt. 1933 floh er aus Deutschland in die Tschechoslowakei und 1938 von dort nach London, bevor er 1939 in den USA landete.
Kreative der deutschen, österreichischen und Schweizer Animations-Szene fangen sein Leben und Werk mit ihren Schöpfungen ein. (JoJ/ES)
- Im Schatten desOrangenbaums6.36.8152Drama von Cherien Dabis mit Cherien Dabis und Saleh Bakri.
Drei Generationen einer Familie stehen im Mittelpunkt des Dramas Im Schatten des Orangenbaums, das damit beginnt, dass ein palästinensischer Teenager bei einer Demonstration im Westjordanland israelische Soldaten konfrontiert. Wie es zu diesem schicksalhaften Moment kam, schildert seine Mutter, angefangen mit der Zwangsvertreibung seines Großvaters. (JoJ)
- Spaltung?31Dokumentarfilm von João Pedro Prado.
Der Dokumentarfilm Spaltung taucht beobachtend ein in die Atomkraft-Debatte. Mithilfe mehrerer Menschen aus Deutschland (in der Ortschaft Gundremmingen in Bayerin) und Polen (in Choczewo an der Ostsee) wird die Historie und das Verhältnis zu dieser Methode der Energiegewinnung aufgerollt. Während in einem Land die Abschaffung von Atomkraft vorangetrieben wird, entsteht im Nachbarland das erste nukleare Kraftwerk. (ES)
- Tatort: Wir sind nicht zufassen!613Kriminalfilm von Rupert Henning mit Harald Krassnitzer und Adele Neuhauser.
Aufruhr in der Wiener Innenstadt: Ein wütender Protestzug versucht das Regierungsviertel zu stürmen und Demonstrant Jakob Volkmann bleibt tot auf der Straße liegen. Die Mordermittlungen im Tatort: Wir sind nicht zu fassen! sind heikel, da in den sozialen Medien die Wut auf die Polizei wächst. Der erste Verdacht deutet darauf hin, dass ein Schlagstock die Todesursache war. (JoJ)
- Outcry?1Drama von Soheil Beiraghi mit Amir Jadidi und Leili Rashidi.
Seti will mit ihrer Musik und ihrem Gesang bekannt werden. Aber im Iran ist es Frauen verboten, öffentlich aufzutreten, weswegen sie schließlich in Outcry ihren eigenen Protest als Straßenmusikerin startet und zum Idol ihrer Generation wird. (JoJ)
- Inner BloomingSprings?Dokumentarfilm von Tiku Kobiashvili mit Tina Machavariani und Luka Chibukhaia.
Im Jahr 2024 protestieren die Menschen in Tblissi gegen das ausländische Agenten-Gesetz. Der Dokumentarfilm Inner Blooming Springs ist ganz nah dabei, als Regisseurin Tiku gemeinsam mit der Menge Widerstand leistet. (JoJ)
- Freiheit imHerzen?3Dokumentarfilm von Roxana Samadi.
Nach dem Tod der Iranerin Jina Mahsa Amini am 16. September 2022, die in Haft nach dem "falschen Tragen" ihres Kopftuchs starb, gehen auch in Deutschland viele iranischstämmige Menschen auf die Straße. Roxana Samadi zeigt in ihrer Doku Freiheit im Herzen das Aufbegehren vieler in den 1970er ins Exil gegangenen Iraner:innen sowie den Protest der zweiten Generation, darunter Stars wie Enissa Amani, Pegah Ferydoni und Jasmin Shakeri. (ES)
- Free LeonardPeltier?Dokumentarfilm von David France und Jesse Short Bull.
Seit 50 Jahren sitzt Leonard Peltier, einer der überlebenden Anführer der Native American Bewegung im Gefängnis. Eine neue Generation indigener Aktivisten setzt sich in dem Dokumentarfilm Free Leonard Peltier für seine Freilassung ein. Dabei befassen sich die beiden Regisseure auch mit den FBI-Aktionen, die zu seiner umstrittenen Verurteilung geführt haben. (JoJ)
- Art ofDestruction?Dokumentarfilm von Artur Dziedzic.
Der Dokumentarfilm Art of Destruction versucht das Geheimnis hinter dem Bomben-Anschlag auf Rodins Statue "Der Denker" im Cleveland Museum of Art zu lösen, dessen Täter nie geschnappt wurde. Filmemacher Artur Dziedzic taucht ein in die Zeit der 1960er und 70er Jahre, in denen Studierenden-Proteste, Bewegungen zur sozialen Gerechtigkeit und Anti-Kriegs-Sentiments in den USA um sich greifen. (ES)
- Oxana - Mein Leben fürFreiheit5.911Biopic von Charlène Favier mit Albina Korzh und Maryna Koshkina.
Am 23. Juli 2018 eröffnet die ukrainische Künstlerin und ehemalige Femen-Aktivistin Oxana Chatchko (auch: Oksana Schatschko) ihre Ausstellung blasphemischer Ikonen. Bei ihrer Tour durch Paris trifft sie Liebhaber und Kunstkritiker und nimmt einen Termin wahr, um ihren Status als politische Verfolgte bestätigen zu lassen. In Oxana - Mein Leben für Freiheit kommen Erinnerungen alter Traumata und des Verrats wieder hoch. (ES)
- Aufstand derJugend?2Dokumentarfilm von Simon Marian Hoffmann.
Simon Marian Hoffmanns Doku Aufstand der Jugend zeigt eine Jugendgruppe diverser Teenager, die Beteiligung am demokratischen Prozess einfordern. Mit kreativen und performativen Mitteln treffen hier Wirklichkeit und Erwartungen aufeinander. (ES)
- Das Orchester von PiazzaVittorio?11Dokumentarfilm von Agostino Ferrente.
Der Film erzählt die ungewöhnliche Entstehungsgeschichte des mittlerweile international berühmten "Orchester von Piazza Vittorio". Im römischen Stadtteil Piazza Vittorio, dem größten multi-ethnischen Viertel der italienischen Hauptstadt, treffen Lebensgeschichten von Menschen aus aller Welt aufeinander. Aus einer Bürgerinitiative gegen die Schließung eines populären Kinos entstand der Gedanke, ein multikulturelles Orchester zu gründen. Jeder der 16 Musiker aus 11 Ländern, einige von Abschiebung bedroht, bringt hier neben seinem persönlichen Background auch Lieder und Instrumente aus seiner Heimat in das Orchester mit ein, so dass eine aufregende Fusion musikalischer Stile, Melodien und Stimmen aus aller Welt entstanden ist. In fünf Jahren hat das Orchester unter seinem rührigen Leiter Mario Tronco so Menschen zusammengebracht, die sich auf der Straße kennengelernt haben und gemeinsam den Traum realisieren, eine neue Art von Musik zu machen und solidarisch zu leben.
- Bil'in mylove(2006) | Politische Dokumentation?2Politische Dokumentation von Shai Carmeli-Pollak mit Shai Carmeli-Pollak.
Shai Corneli Polaks politische Dokumentation zeigt am Beispiel des Dorfes Bil’in die willkürliche Grausamkeit, die die israelische Regierung mittels des Zaunes zu Palästina ausübt, obwohl der Internationale Gerichtshof in Den Haag sowie das Oberste Gericht Israels diesen Wall als illegitim beurteilt haben.
- Clash6.96.5841Drama von Mohamed Diab mit Nelly Karim und Hani Adel.
In seinem zweiten Film Clash setzt sich Regisseur Mohamed Diab mit islamischem Fundamentalismus auseinander und zeigt arabische Unruhen aus dem Inneren eines Polizei-Trucks heraus.
- No One KilledJessica5.813Drama von Raj Kumar Gupta mit Vidya Balan und Rani Mukerji.
Nach einem wahren Fall wird ganz ohne Tanzeinlagen vom Mord an einer Barkeeperin durch den betrunkenen Sohn eines einflussreichen Politikers in einem gut besuchten Club und vom Kampf der Angehörigen des Opfers um Gerechtigkeit erzählt. Als der Gerichtsprozess wegen Zeugeneinschüchterung und Bestechung mit einem Freispruch für den Täter zu enden droht, sorgt der Medienrummel für nationale Proteste.
- Freaky Deaky - Das Ende derZündschnur5227Gangsterfilm von Charles Matthau mit Billy Burke und Christian Slater.
Freaky Deaky – Das Ende der Zündschnur ist eine Krimi-Komödie nach Elmore Leonard mit u.a. Christian Slater und Crispin Glover in der Besetzung.
- Brasch - Das Wünschen und dasFürchten6.36.5113Dokumentarfilm von Christoph Rüter mit Thomas Brasch und Tony Curtis.
Brasch – Das Wünschen und das Fürchten: Künstler oder Krimineller – für Thomas Brasch waren das die möglichen Existenzweisen. Brasch war ein leidenschaftlicher und charismatischer, ein aggressiver Dichter und Filmemacher. Der Konflikt war sein Leben, der Schmerz sein Auge, die Wunde der Kontakt zur Außenwelt. Seine Theaterstücke, darunter »Lovely Rita«, »Lieber Georg« oder »Rotter«, prägten die Literatur der D.D.R. ebenso wie die der B.R.D. Als Wegbegleiter von Heiner Müller und Matthias Langhoff, als Lebensgefährte von Katharina Thalbach ist er aus der deutsch-deutschen Theaterszene nicht wegzudenken. In »Brasch« erzählt sein Freund und Kollege Christoph Rüter von der Begegnung dieses rastlosen Schriftstellers mit sich selbst.
Weil Thomas Brasch 1968 gegen den Einmarsch des Warschauer Paktes in Prag Flugblätter verteilte, ging er ins Gefängnis – unter maßgeblicher Beteiligung seines Vaters, der damals stellvertretender Kulturminister der D.D.R. war. Fortan lebte er nicht nur mit dem Staat im Konflikt, sondern auch mit der Elterngeneration, die im Sozialismus einen Weg aus der faschistischen Vergangenheit Deutschlands finden wollte. Nachdem die Veröffentlichung seines Erzählungsbandes in der D.D.R. verboten wurde, ließ Thomas Brasch »Vor den Vätern sterben die Söhne« im Westen drucken. Die Übersiedlung nach West-Berlin folgte. Im Westen erhielt er zahlreiche Preise, sah seine politische Identität jedoch stets in der D.D.R. verwurzelt, verweigerte den westdeutschen Pass. Die Wiedervereinigung erlebte er als Abgrund und zog sich zurück.
Brasch begann, sein Leben zu dokumentieren, jeden Moment, an jedem Tag, in jeder Verfassung. Davon wurden mehr als 27 Stunden Filmmaterial nach seinem Tod gefunden. In diesen Aufnahmen, in Archivmaterial, an den Spreeufern Berlins und in Braschs Wohnung voller Bücher, Musik und Zigaretten entdeckt Christoph Rüter einen ruhelosen Menschen, den man nicht beherrschen, dem man sich nur aussetzen kann.