Die meist vorgemerkten Filme von 2014
- Road to theOpen?Drama von Cole Claassen mit Troy McKay und Phillip DeVona.
In Road to the Open hilft ein Mann seinem besten Freund und Tennispartner, aus einem tiefen Loch herauszukommen und an einem internationalen Tenniswettkampf teilzunehmen, den Tennis Open.
- Mali Budo - LittleBuddho?Komödie von Danilo Beckovic mit Petar Strugar und Sergej Trifunovic.
Ein Teenager aus Montenegro wird nach Serbien geschickt, um so einer Blutfede zu entfliehen, die durch seinen Vater ausgelöst wurde. Er weiß nicht, dass dort eine noch größere Gefahr auf ihn wartet. Denn in Belgrad erwarten ihn nicht nur seine Verfolger, sondern dort trifft er auch auf das Nachtleben und heiße Mädels.
- Jack Parker - Nichtschwindelfrei3.41Komödie von Jonathan A. Rosenbaum mit Bradley Steven Perry und Joshua J. Ballard.
Der 15-jährige Jack Parker (Bradley Steven Perry) erzählt schon sein Leben lang sehr gerne Lügengeschichten. Natürlich rechnet er nicht damit, das diese auch wahr werden können. Doch plötzlich taucht die von ihm erfundene Freundin tatsächlich auf und erweist sich als sehr anhänglich. Zu allem Überfluss muss Jack sich auch noch mit herumstreunenden Aliens auseinandersetzen. Gemeinsam mit seinem Freund Ryan (Joshua J. Ballard) versucht er herauszufinden, wie es zu der verrückten Situation kommen konnte und vor allem, wie alles wieder rückgängig gemacht werden kann.
- Les chèvres de mamère?Drama von Sophie Audier.
Seit über vierzig Jahren schon stellt Maguy in der Verdonschlucht Ziegenkäse her, immer mit Respekt vor der Natur und den Tieren. Sie will sich bald zur Ruhe setzen, und muss deshalb ihr Lebenswerk weitergeben. Doch der Übergabeprozess ist langwierig und schwierig.
- How We Got Away withIt?Mysterythriller von Jon Lindstrom mit Cassandra Freeman und Jeff Barry.
Wie jedes Jahr im Sommer trifft sich eine Gruppe von Freunden an einem schönen Strandhaus. Doch dieses Mal fehlt Sarah. Ihr Verschwinden wirft Rätsel auf.
- EmbroideressRU (2014)?von Lyusya Matveeva mit Lyusya Matveeva.
Träume und Erinnerungen werden zu Geheimnissen. Fünf kurze Geschichten: „Helicopter“, „Sunday“, „Doggie-Photographer“, „Mausoleum“ und „Apocalypses“ nehmen Bezug auf den Mythos der Göttinnen des Schicksals, die die Fäden des menschlichen Lebens spinnen.
(Text: Berlinale)
- GinevaCH (2014)?von Nicolas Cilins.
Adi und Florin, zwei illegalisierte Migranten aus Rumänien, verdienen ihr Geld als Escorts in Genfer Bars. Von der Realität losgelöst, spielen sie vor einem Bluescreen ihre Erfahrungen nach und unterhalten sich über ihre Träume vom Geld und vom Kino.
(Text: Berlinale)
- FromRamallahDE (2014)?von Asem Naser.
Man sagt, das Büro von Präsident Abbas stehe an der Stelle, an der zur Römerzeit das größte Bordell der Gegend zu finden war. Soldaten trafen sich dort und besprachen Militärisches bis der Statthalter Roms das Haus zerstören und alle Frauen töten ließ.
(Text: Berlinale)
- Seeds ofTime?Dokumentarfilm von Sandy McLeod.
Vor 10.000 Jahren gab es die größte Revolution der Menschheitsgeschichte: wir wurden zu Ackerbauern. Nicht mehr Jagen und Sammeln, sondern Felder bewirtschaften, Pflanzen züchten und kultivieren. Mit zunehmender Produktion ertragsreicher Sorten nahm die Vielfalt ab. Eine wachsende Weltbevölkerung muss ernährt werden, gleichzeitig sind Hauptgetreidearten von Krankheiten und Klimawandel bedroht. Der Vorkämpfer für Getreidevielfalt Cary Fowler reist um die Welt und klärt über die Folgen unserer Untätigkeit auf. Zusammen mit seinem Team beim Global Crop Diversity Trust in Rom will Fowler ein weltweites Lebensmittelsystem neu erfinden das, wie er selbst sagt, „ewig hält“. Mit außerordentlicher Leidenschaft begann Cary mit dem Bau des ersten globalen Saatguttresors – mit der weltweit größten Samensammlung. Wie können wir die vorhandene Vielfalt unserer Nahrungspflanzen am besten bewahren? Wie erschaffen wir eine neue Vielfalt, um unsere Felder an verändertes Klima anzupassen? Die Antworten sind so komplex wie das System, das sie reparieren wollen. Dazu werden viele Anstrengungen benötigt: von Wissenschaftlern, Züchtern, Forschern, Bauern, Politikern und sogar Gärtnern. (Text: Berlinale)
- Cooking Up aTribute?Dokumentarfilm von José Luis Valle González.
Die Roca Brüder streben nach Neuerungen und wollen ihre Küche für Einflüsse aus aller Welt öffnen. Deshalb schließen die Inhaber eines der besten Restaurants der Welt dieses fünf Wochen lang und gehen mit ihm auf Reisen. Sie besuchen mit ihrem gesamten Küchen- und Servicepersonal sechs Städte in vier verschiedenen Ländern und kreieren 57 neue Gerichte um die lokalen Traditionen und Zutaten zu würdigen. Dabei stellen sie ihre eigenen Interpretationen dieser lokalen Küchen vor und suchen gleichzeitig nach der perfekten Mischung. Der Film Cooking Up a Tribute taucht in die sechs Monate ein, in denen dieses Projekt vorbereitet und durchgeführt wurde. Er wirbt auch für die Küche Lateinamerikas und für deren Beitrag nicht nur zur weltweiten Essenskultur, sondern auch als Stifter einer Identität, die weit über das Essen hinausreicht und ein reales Instrument für gesellschaftliche Veränderungen ist. Vor allem aber ist Cooking Up a Tribute ein Ensemblefilm, in dem Joan, Josep und Jordi zentrale Teile eines Puzzles darstellen, in dem die gemeinsamen Anstrengungen eines außergewöhnlichen Teams verbunden werden mit der Unterstützung von Freunden und Kollegen in jedem der besuchten Länder. (Text: Berlinale)
- 20 Handshakes forPeaceDE (2014)?von Mahdi Fleifel.
13. September 1993: Zwei Staatsmänner reichen sich die Hand, flankiert von einem Dritten. Jassir Arafat, Jitzchak Rabin und Bill Clinton stehen im Garten vor dem Weißen Haus. Ein historischer Moment, verbunden mit unzähligen enttäuschten Hoffnungen.
(Text: Berlinale)
- ImaginaryFeasts?Dokumentarfilm von Anne Georget.
In KZs, in Gulags, in japanischen Kriegsgefangenenlagern, überall schrieben Gefangene Kochrezepte. Hunderte, tausende. Männer wie Frauen, junge und alte, gingen Risiken ein um eine Literatur zu erschaffen, die trivial erscheint, aber auch einen unglaublichen Akt des Widerstands offenbart. Die meisten dieser Notizbücher blieben über Jahrzehnte hinweg versteckt. Festins imaginaires erzählt von fünf Rezeptsammlungen, die von Edith Peer in Ravensbrück, von der französischen Widerstandskämpferin Christiane Hingouet in Leipzig und von einer Gruppe französischer Männer unter Leitung von Marcel Letertre im Konzentrationslager Flöha geschrieben wurden. Das „Rezeptbüchlein“, das im Gulag Potma von Vera Bekzadian, hergestellt wurde, ist aus Stoff. Und während seiner Zeit als Kriegsgefangener in Kawasaki zeichnete Sergeant Warren Stewart das Essen, nach dem er sich sehnte, auf 175 Seiten auf. Über die Geschichte ihres Schreibens hinaus untersucht der Film mithilfe von Wissenschaftlern die Bedeutung dieser imaginären Festessen. Sind es gemeinsame Erinnerungen, Träume, Testamente, Pläne für die Zukunft? Wodurch wurde das Weitergeben dieser Rezepte zu einem universalen Akt des Widerstands? (Text: Berlinale)
- Flamin’Hot?Dokumentarfilm von Helen De Michiel.
Was passiert eigentlich, wenn eine Gruppe von Sechstklässlern aus Berkeley im naturwissenschaftlichen Unterricht ein Käsebällchen verbrennt und das Ergebnis analysiert? Flamin‘ Hot ist Teil eines größeren Projekts namens Lunch Love Community.
Wie findet sich eine Gemeinschaft aus leidenschaftlichen Eltern, Gesundheitsexperten, Köchen und Politikern zusammen, um eine dauerhafte Veränderung auf lokaler Ebene herbeizuführen? Wie kann man mithilfe von Kochkunst und Ernährung Themen verhandeln wie Gesundheit und Kultur, Identität und Verantwortung? Lunch Love Community untersucht diese Fragen in einem Mosaik aus zwölf Kurzfilmen, welche einen detaillierten Blick auf persönliche und aufschlussreiche Geschichten rund um die Umgestaltung der Schulspeisung und Garten- und Kochunterricht werfen. Sie betrachten auch die mit diesen Veränderungen verbundenen größeren gesellschaftlichen Probleme. Die Mischung aus Kindern und Jugendlichen, Unterricht und Essen entfacht Leidenschaft, kreative Energie und Idealismus: So, wie wir unseren Kindern das Essen und ein Verständnis für Lebensmittel beibringen, so übermitteln wir Werte an die nachfolgende Generation. (Text: Berlinale) - The SturgeonQueens?Dokumentarfilm von Julie Cohen.
The Sturgeon Queen folgt der Geschichte von vier Generationen einer jüdischen Migrantenfamilie, die das berühmte Lachs- und Heringsgeschäft Russ & Daughters an der Lower East Side gründete und noch heute, einhundert Jahre später, das Geschäft besitzt und führt. Im Zentrum des Films steht ein ergreifendes, temperamentvolles, oft urkomisches Interview mit zweien der Töchter, nach denen das Geschäft benannt ist, Hattie Russ Gold und Anne Russ Federman, die 1913 bzw. 1920 geboren wurden. Ihr Vater, ein armer Immigrant aus Österreich-Ungarn, fing in New York an, von einer Schubkarre aus Heringe zu verkaufen und verdiente damit schließlich genug Geld, um sich einen kleinen Laden leisten zu können. Der Dokumentarfilm zeigt, wie dieser zielstrebige, manchmal schwierige Mann, der in einem jüdischen Ghetto in Osteuropa geboren wurde, sich und seine Familie in Amerika zum Erfolg drängte. Der Film enthält auch Interviews mit den zwei jüngeren Generationen, die das Geschäft seit den 1970ern führen, und deren Laufbahn die permanente Spannung zwischen Assimilation und dem Erhalt einer starken jüdischen Identität veranschaulicht.
Anschließend Menü von Glut & Späne, Lode & Stijn und Kantine Neun. (Text: Berlinale)
- BrazilianDreamBR (2014)?von Marcelo Pedroso mit Edilson Silva und Adeilton Sebastião Sena.
Brasilianische Zuckerrohrschneider, die sich zur Rettung ihrer Nation in Astronauten verwandeln. Monumentale Bagger, die zu opulenter Orchestermusik Ballett tanzen. Brasiliens Nationalflagge hoch am Himmel über Wolkenkratzern, triumphal gehisst an einem gigantischen Baustellen-Kran…
Brasil S/A – die Brasilien AG – ist ein Eldorado für Augen und Ohren: Körper, Maschinen und Landschaften in heroischer Bewegung. Choreografien einer schönen neuen Welt, in der stets die Sonne scheint. Statt Handlungssträngen gestaltet Regisseur Marcelo Pedroso berauschende Bilder in einem Land der Superlative, das sich bedingungslos dem Glauben an Fortschritt und Erfolg verschrieben hat. Einzelbilder, die durch ihren eindrucksvollen Zusammenbau plötzlich jedoch nicht nur fröhlich und schön, sondern vielmehr schaurig-monströs wirken – und den Rausch zum Kater erstarren lassen. Pedrosos Schneideraum ist eine standfeste Montagehalle im Fabrikkomplex der Brasilien AG, in der gemeinsam mit Pablo Lamars brillant gearbeiteter Tonspur die Bilder selbst zu wirkungsvollen Werkzeugen werden. Ein dialogloser, aber stimmgewaltiger Film, der die Verheißungen des Fortschritts satirisch in Frage stellt. (Text: Berlinale) - Un village presqueparfait?Komödie mit Didier Bourdon und Lorànt Deutsch.
Das kleine Bergdorf Saint-Loin La Mauderne hat schwer unter der Finanzkrise und der Austrocknung des Bodens zu leiden. Die letzte Hoffnung scheint die Lachs-Räucheranlage zu sein, die nun wieder in Betrieb genommen werden soll. Das Problem ist allerdings, dass die Versicherung einen ansässigen Arzt fordert, doch der letzte hat sich vor fünf Jahren zur Ruhe gesetzt, und ein Ersatz wurde nie gefunden. Angeführt von dem grantigen Bürgermeister Germain, wollen die Einwohner den Pariser Arzt Maxime Meyer überzeugen, dass Saint-loin-la-Mauderne der Ort ist, wo man hin muss.
- LastFlight?Thriller von Vincent Zhou mit Ed Westwick und Zhu Zhu.
In Last Flight verlassen Urlauber auf einem letzten Nachtflug eine abgeschieden im Pazifik liegende Insel. Doch ein übernatürlicher Sturm zieht auf und bald kämpfen der Pilot und seine Flugbegleiter um das Leben ihrer Passagiere, während die Paranoia an Bord der Maschine wächst.
- Perlmutter?Drama von Rupert Höller mit Julia Gschnitzer und Sarah Lhardit.
Sonjas Mutter lebt in einem Seniorenheim. Als der dementen Dame eines Tages ihre alte Perlmutthaarspange in die Hände fällt, kann sie sich plötzlich erinnern: an Paris, an ihre erste große Liebe Theó. Sonja verspricht ihrer Mutter, dass sie zusammen noch einmal nach Paris fahren. Doch als plötzlich ein wichtiger Arbeitstermin den gemeinsamen Ausflug zunichte zu machen droht, muss Sonja sich entscheiden.
- ShapeShiftingJP (2014)?von Elke Marhöfer und Mikhail Lylov.
“Satoyama” bezeichnet in weiten Teilen Asiens die Landschaft zwischen Dörfern und Bergen. Wie verändert sie sich durch Mensch, Tier, Landwirtschaft und lokale Märkte? Eine filmische Beobachtung von Natur und Kultur.
(Text: Berlinale)
- Into theHinterlands?Dokumentarfilm von Julia Yezbick.
Die Hinterlands, eine Performance-Gruppe aus Detroit, betreiben eine Form des ekstatischen Trainings, das sie selbst als „Provokation des Unbekannten“ bezeichnen – als einen Raum, der sowohl physisch, als auch imaginär ist. Im ekstatischen Spiel loten sie die Grenzen der eigenen Balance und des eigenen Körpers aus. Ein Jahr lang hat Julia Yezbick mit dem Ensemble trainiert und dabei kontinuierlich gefilmt, während sie am Training teilnahm. Jede Trainingseinheit besteht aus einer non-verbalen Improvisation in deren Verlauf die PerformerInnen durch Wiederholung, Atemübungen und Bewegungen eine Art ‚gestische Grammatik‘ entwickeln. Durch den Trainingsraum hallen währenddessen Tonkompositionen aus Field-Recordings, die affektive Landschaften heraufbeschwören. Die Tonkompositionen fungieren einerseits als eine Art auditiver Fingerzeig auf die Stadt Detroit, die jenseits des Probestudios liegt. Andererseits erschaffen sie einen weiteren, nach innen gerichteten Raum, ein ‚Hinterland‘, das als Quelle für Inspiration und Bedeutung genutzt werden kann. Yezbick transportiert diese Elemente, indem sie immer wieder nach neuen Arten des Filmens sucht – sie befestigte die Kamera an ihren Füßen, an ihren Schultern oder an ihrem Hals. Ihre immersive Kameraarbeit zieht den Zuschauer mitten hinein in die ekstatische Erfahrung und verbindet das klartraumhafte Spiel der PerformerInnen mit der desorientierenden Kraft des Kinoraums.
(Text: Berlinale)
- Have you ever killed a bear? or BecomingJamila?Politische Dokumentation von Marwa Arsanios.
Die Geschichte einer ägyptischen Zeitschrift bildet den Ausgangspunkt für ein Porträt der algerischen Freiheitskämpferin Jamila Bouhired. Wie hängen sozialistische Bewegungen, antikoloniale Kriege und feministische Projekte zusammen? Eine Videoarbeit.
(Text: Berlinale)
- Cyclops Observes the CelestialBodiesUS (2014)?von Ken Jacobs.
„Zyklopisches 3D ist der räumlichste Eindruck, den ein einzelnes Auge zu erzeugen in der Lage ist. Es scheint also bloß so, als gallopiere die himmlische Horde durch den Raum. Tatsächliche Tiefe bleibt verwehrt – das Gesetz will es so.“ (Ken Jacobs)
(Text: Berlinale)
- CalamityWho??Dokumentarfilm von Isabelle Prim.
Christine Boisson wird in ihrer Pariser Wohnung interviewt. Was sie erzählt und was dazu auf der Leinwand erscheint hat offensichtlich mit der legendären Calamity Jane zu tun. Doch in welcher Beziehung stehen die beiden Frauen genau zueinander?
(Text: Berlinale)
- Why BananaSnarls?Animationsfilm von Svetlana Razguliaeva.
Den ganzen Tag in einem Bananenkostüm Werbung zu machen, ist nicht lustig. Aber für den armen Kerl kommt es noch schlimmer. Eines Morgens wacht er auf und stellt fest: Er hat einen langen Tierschwanz. Erst einmal versucht er, ihn loszuwerden. Aber Ärzte, Sägen, Wunderheiler, nichts hilft. Verstecken kann er ihn auch nicht. Zu lang. Immer guckt er irgendwo heraus. Also probiert er, einfach mit seinem Schwanz zu leben. Doch bald verliert der Unglückliche seine Arbeit, seine Bekannten, einfach alles. Niemand will ihn. Dabei wäre es doch jammerschade, wenn es auf dieser Welt keinen Platz gäbe für diesen herzensguten Kerl, der einfach nur ein bisschen anders ist. Mit erfrischend skurrilen Einfällen und viel schwarzem Humor macht sich dieser Animationsfilm über Engstirnigkeit und Intoleranz lustig. (Text: Berlinale)
- Nelly?Drama von Chris Raiber mit Steffen Höld und Gudrun Tielsch.
Am Ende möchte die 13-jährige Nelly nur noch ausruhen. Am Anfang sitzt sie am Steuer eines Autos und fährt durch eine winterliche Landschaft. Auf dem Rücksitz liegt ihre Mutter, der es nicht gut geht. Plötzlich steht Nelly im Flur in einer Klinik. Die Situation ist irreal. Eine strenge Frau gibt Anweisungen. Über eine steile Wendeltreppe kommt Nelly in ein düsteres Amtszimmer, wo ein Mann mit monotoner Stimme in ein Aufnahmegerät spricht: Seit zwei Tagen Vollwaise, lebende Verwandte negativ, kann in neuem Familienverband untergebracht werden.
Der Mann stellt Nelly Fragen, etwa, wie sie sich die erste Begegnung mit ihrer neuen Familie vorstellt. Doch Nellys Gedanken schweifen ab: Ein Junge mit einer russischen Pelzmütze, ein Sprungturm im Schwimmbad. Eine kleine Spielzeugfigur, die auf einer Trommel den Rhythmus schlägt. Etwas ist aus dem Takt geraten und der Schein trügt. Eine präzise, stilisierte, kafkaeske Krankengeschichte. (Text: Berlinale)