Fack ju Göhte 3 - Kritik

Fack ju Göhte 3 / AT: Final Fack

DE · 2017 · Laufzeit 120 Minuten · FSK 12 · Komödie · Kinostart
Du
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    Lassen wir die Story mal dahingestellt. Mich erinnert es immer an die geile Schulzeit, die ich hatte.

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      Aller Guten Dinge sind nicht immer drei und bekanntlich sollte man ja aufhören, wenn es am Schönsten ist. Das hätten sich die Macher von „Fack Ju Göhte“ mal zu Herzen nehmen sollen …

      Der Finalfack erfüllt leider mehr die Erwartungen unlustig zu sein statt unterhaltend und dass, obwohl man im Grunde gar keine großen Erwartungen hatte. War der erste Teil noch so richtig erfrischend, witzig und durch seine völlig übertriebene Art urkomisch, schwächelte Teil 2 doch sehr an der Story. Immerhin konnte dieser aber auch noch unterhalten, doch Filmchen Nummer 3 und somit der Abschluss der Reihe bietet kaum Lacher und ist in seiner Übertriebenheit, zu sehr übertrieben. Anfangs hat der Film kaum Struktur, der Zuschauer weiß nicht so recht, in welche Richtung der Film will. In gar keine, wenn man so recht überlegt. Zwar hat Zeki (Elyas M’Barek) irgendwann in der Mitte des Films das Ziel, seine Klasse doch noch das Abitur machen zu lassen, wobei ich mich die ganze Reihe durch schon frage, wie diese Pappnasen es – in Bayern – überhaupt aufs Gymnasium geschafft haben. Gut, es ist eine Gesamtschule, dennoch ist das entweder ein Witz, über den ich nicht lache oder die Fantasie geht hier mit den Autoren wirklich durch.
      „Fack ju Göhte 3“ spricht aber auch ein paar wichtige Themen an, leider kann der Film aber damit nicht umgehen. Mobbing an Schulen und das nicht nur an Schülern, sondern auch an Lehrern. Außerdem schwierige Verhältnisse bei manchen Schülern zu Hause und ja, die Szene ist richtig klasse, wo Zeki und Biggi (Sandra Hüller) bei Chantals (Jella Haase) Mutter in der Bar aufkreuzen. Ungeliebte Teenager, die an Selbstmord denken, wobei wir das Thema schon im ersten Teil hatten und Teenager, die Selbstzweifel haben, weil keiner an ihnen glaubt. Im Prinzip sind das alles gute Ansätze auf die man ruhig hätte aufbauen können. Stattdessen wird der erste Teil des Films mit Flachwitzen vollgestopft, bei denen man sich mehr an den Kopf langt, statt darüber zu lachen. In der zweiten Hälfte schafft der Film wenigstens ein bisschen den roten Faden zu behalten und ich finde es gut, dass die Schüler doch irgendwie ein Talent für irgendwas besitzen. Vor allem Danger (Max von der Groeben) als Künstler ist eine klasse Idee.
      Über die Outtakes am Schluss habe ich leider mehr gelacht, als über die Witze im Film und so kann der Finalfack nicht einmal einfach nur als Unterhaltungsmedium durchgehen. Überrascht hat er dennoch. Wenn ein Film, an den man keinerlei Erwartungen hegt, doch noch enttäuschen kann, ist zumindest das eine Leistung.

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        Ich verlange von so einem Film nicht, dass er realitätsgetreu den Schulaltag wiedergeben soll, vor allem nicht wenn man die beiden vorherigen Teile betrachtet. Aber dieser Teil ist nunmal so meilenweit von jeder Realität entfernt, dass ich die Witze echt nicht mehr gelungen fand.
        Dazu die Logiklöcher. *Spoiler* Chantal und die zwei Mädchen schließen sich also im Wohnwagen ein, der schon voller Abgas ist, weshalb sie auch schon unmächtig sind. Sie würden also in ca. 5 Min sterben. Wie genau hat es jetzt M'Barek noch rechtzeitig geschafft?*Spoiler Ende*
        Die Handlung war vorhersehbar,lieblos und wie erwähnt wenig witzig.
        Zum Glück ist die Reihe zuende, denn der Zenith ist längst überschritten...

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          DerKritiker123 06.12.2017, 02:19 Geändert 07.12.2017, 00:10

          Vor allem die Szene mit Uschi „Forever Young“ Glas im MINI Cooper war einfach nur Schei$e und voll Überzogen.

          ***SPOILERS***

          Also die Studenten hatten in der Pause Zeit das ganze Fahrwerk vom MINI Cooper mit einer Art Lowrider/Hydraulikfederung zu ersetzen? Und wir sollen so einen Schei$ glauben? Nee. Nicht mit mir.

          Für mich müssen Filme Glaubwürdig rüberkommen. Nur so kann ich sie genießen und verstehen. Was hier abgezogen wurde war einfach nur BILLIG und... SCHEI$$E.

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            Ich schreibe hier für alle Teile und fasse sie als Gesamtwerk zusammen!

            Der erste Teil war mal erfrischend witzig/anders.
            "Wein leise Chantal"!
            Witziger ist es nur auf dem wirklichem Schulhof.Oder eher zum Haare raufen?
            Ob das hier alles nur überzogen Nachgespielt wurde lasse ich mal offen.
            Irgendwie auch sehr verstörend.
            Aber trotzallem einen Blick wert und einige Gags zünden wirklich gut.

            Fazit: 6.5

            Der 2.te Teil war/ist nicht wirklich schlechter.Auch wenn die besten Gags schon im ersten Teil verpulvert wurden.Dieser konnte/kann das Tempo aber gut halten und es kommt keine Langeweile auf.
            Deswegen geht es nur ein klein wenig nach unten!

            Fazit: 6.0

            Der 3.te Teil sackt leider ab.Der durchgeknallte Charme der ersten beiden Teile geht hier vollends unter.Humor ist ja wenn man auch über sich selbst Lachen kann.Deswegen werte ich nicht vollends ab.Dann müßten ja auch unsere "Komödianten" alla "Appelt" und co. auch mal was auf die Nuß bekommen.
            Dagegen wirkt "FYG3" noch ziemlich Harmlos mit seinen Anspielungen.
            Auch andere Filme suggerieren einem die "Schicki-Mickie" Welt.Sei was besseres oder geh mal Kacken!
            Auch auf dem wirklichem Schulhof(im Real-Life) werden Mitmenschen kategorisiert die nicht einem gewissem Ideal entsprechen.Sei es das Aussehen/Intelligenz(Streber)/Mode usw.!
            Und niemand kann sich von gewissen Vorurteilen freisprechen sonst würden wir uns alle ein Zelt teilen und zusammen auf die Wiese kacken!
            Wer's versteht der versteht!

            Fazit: 5.0

            Die Reihe geht für mich somit in Ordnung und kann mit einer knappen "6",also "Ganz Gut" Unterhalten.
            Aber solche deutschen Filme wie"Knockin On Heavens Door" bleiben unerreicht!Aber die Hoffnung stirbt ja wahrhaftig zuletzt!Auch wenn es deutsche Filme nicht leicht haben!

            LG (-:

            • 6

              Elyas M'Barek Filme haben halt immer das gleiche Konzept, was es dann irgendwann sehr langweilig und uninspiriert wirken lässt. Ein paar Lacher sind dabei, das war es dann aber auch. Gut, dass es jetzt vorbei ist, bevor man die Reihe noch weiter herunterwirtschaftet...

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                Wie heißt es so schon, man soll gehen/aufhören wenn es am schönsten ist. Während bei 1 und 2 ja noch ein paar Lacher dabei waren, wenn auch da schon total überzogen, hat es der 3 Teil auf die Spitze getrieben.

                Berufe wie Kanalarbeiter oder Altenpfleger vor den Pranger zu stellen geht gar nicht, dann noch mit einem Klischee von da könnt ihr Schmuck klauen unterschreiben ist unterste Schublade. Ohne diese Menschen würden hier einige in die Röhre schauen und diese Menschen verdienen mehr Respekt, als jeder Sesselpupser in einer Bank. Behindertenwitze ebenso tiefstes Niveau, mit der Mobbingnummer hat man dann noch versucht die Kurve zu bekommen.
                Und dann sind Szenen aus der Vorschau nicht mal im Film aufgetaucht!

                • 6

                  Wie schon Teil 2 kommt auch Teil 3 nicht an den ersten heran. Alles ist sehr vorhersehbar - gleichzeitig werden schwierige Themen (SPOILER: Mobbing, Suizid) humorvoll thematisiert und könnten die ein oder andere Diskussion oder Reflexion anstoßen. Sehr gut gefällt mir das Ende - SPOILER: Überraschung, alle schaffen das Abi.... Hätte niemand erwartet bei dem Film...

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                    Oguzschmeneger 25.11.2017, 00:38 Geändert 25.11.2017, 00:41

                    Wenn ich den Film mit einem Wort beschreiben müsste: Enttäuschend. Der Film hatte leider nicht den Scharm der ersten beiden Teile, und war auch etwas völlig anderes als die Trailer vermuten ließen. Der Humor war nicht genial wie früher, und man hat versucht Stadt einer Simplen Komödie, eine Tiefgründige Realitäts nähere Geschichte zu erzählen, was leider nicht so geklappt hat wie man sich wohl gehofft hat, den im Prinzip hat der Film somit all die Sachen die den 1. Teil so genial gemacht haben hinter sich gelassen, und am Ende bleiben ziemlich viele Sachen die wir vermissen. Aber im Endeffekt war esschon irgendwie eine ganz schöne Geschichte, und ich musste an manchen Stellen schon etwas Grinsen

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                    • 5 .5

                      Die Darsteller holen mehr raus, als der Plot erwarten ließ. Während letztlich die pädagogische Intention obsiegte, verpuffte die Chance, Gesellschaftskritik zu üben.

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                        Die Kombination aus einem rüpelhaften Lehrer wider Willen mit dem Herz am richtigen Fleck und seiner Bande minderbemittelter Tollpatsche hat nach wie vor gewissen verhaltenen Charme. Und man kann dem Duo Dagtekin/M'Barek wirklich nicht vorwerfen, sie hätten nicht ein ganz okayes Gefühl für Timing und Schwung. Ihr Hauptproblem ist vor allem das herzerweichend missratene Drehbuch, dass sich in dieser Ausgabe nicht einmal mehr bemüht so etwas wie einen Alibi-Plot zurecht zu zimmer: Skrupellos wird hier eine wahllose Nummernrevue präsentiert voller unterirdisch billiger Gags. Dazu kommt ein sehr unreflektiertes Plädoyer für den Überwachungsstaat und ein menschenverachtender Umgang mit Außenseiter, wenn sich das eigentlich ganz charmante Pärchen der Trendsetterin Chantal und des autistischen Ploppi doch am Ende trennt, um Chantals "Behindi gehört zu Behindi"-Logik Folge zu leisten, nachdem sich Ploppi nur mit einer suizigefährdeten Verhaltengestörten mit Klumpfuß paaren darf. Direkter und unverschleierter hat kaum ein Mainstream-Film in letzter Zeit faschistischen Ideen gehuldigt und damit jeden Spaß, der unter Umständen hätte aufkommen können, direkt zerstört.

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                        • 2 .5

                          Von Teil zu Teil schlechter...

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                            Weniger Witz als die vorherigen Teile, dafür mehr gesellschaftskritische Töne

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                              Längst nicht mehr so lustig wie noch beim ersten Mal, sind es das spielfreudige Ensemble und ein paar gelungene Sprüche, die einen ansonsten völlig lieblos zusammengeschusterten »Fack Ju Göhte 3« gerade noch erträglich machen. [Barbara Schweizerhof]

                              • 1 .5

                                FACK JU GÖHTE 3 = wirklich eine Zumutung für die Zuseher. Dass es hier ums Lachen geht, merkt man nicht einmal. Es ist echt arg, dass SO ETWAS tatsächlich in den Kinos aufgeführt wird - KEINE Geschichte, KEINE Pointen = KEIN Film

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                                  KATASTROPHE hoch 3!!

                                  Absolut unlustig, völlig verblödet & peinlich und die schauspielerisch Leistung ist ein Witz! War der erste Teil noch eine positive Überraschung, ist der dritte Teil der absolute Tiefpunkt der Reihe.
                                  Man hat ernsthaft das Gefühl, dass Danger das Drehbuch geschrieben hat. Wie es der Film ins Kino geschafft hat ist mir schleierhaft.

                                  Keine Unterhaltung, sondern dreiste Geldmacherei.

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                                    Katastrophe! Wer hat das verbockt? Ich möchte mein Geld zurück.

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                                      Fack Ju Göhte 3 ist meiner Meinung nach nicht nur der unlustigste Teil der Reihe, der am wahllosesten zusammen geschusterte, sondern ebenso ideologisch fragwürdigste Teil.
                                      Die Gags sind in der dritten Runde nun mehr komplett ausgelutscht. Es zieht einfach nicht mehr, das tausendste Mal durchzudeklinieren wie dumm die aktuelle Popkultur und die aktuelle Jugend doch sei und auch die Spitzen an die Lehrer und das Schulsystem fallen so zaghaft aus, dass es ihnen gänzlich an Biss fehlt.
                                      Ich bewerte wirklich nicht sonderlich streng, im Gegenteil: die meisten meiner Wertungen finden sich über 5 Punkten, weil ich auch einfach ungerne einen Film niedermache und hier eindeutig subjektivistisch bewerte.
                                      Es geht bei mir nicht darum, wie gut ich einen Film finde, sondern darum wie sehr ich ihn mag. Seine Qualität kann dabei aber auch dazu beitragen, dass ich ihn mehr mag.
                                      Problematisch wird es nur bei Filmen wie diesen hier, zu dem ich wirklich nichts Positives zu sagen habe.
                                      Die 120 Minuten ziehen sich leider unheimlich in die Länge, die Charaktere wirken durch die Bank weg unsympathisch auf mich, die Witze scheinen sich im Sekundentakt zu wiederholen.
                                      Dann sieht man nochmal provisorisch M´Barek Oberkörper-frei in der Dusche, damit man vielleicht noch die eine oder andere dreizehnjährige Zuschauerin abholt, wogegen ich nicht einmal was hätte, wenn es nicht so auffällig unauffällig eingebaut werden würde.
                                      Fack Ju Göhte 3 thematisiert den allgemeinen Druck der auf Jugendliche lastet (Mobbing, Leistungsdruck, etc.), doch anstatt den Wind ein wenig aus den Segeln zu nehmen, verschärft der Film die eigentlich zu kritisierende Tendenz, indem er selbst von der Prämisse ausgeht, dass nur akademische Berufe von Wert wären.
                                      Darüber hinaus dekliniert er im letzten Drittel auch noch pseudomäßig ein paar Floskeln zum Thema Mobbing durch, um im Gesamtpaket ein hoffentlich leicht zu verdauender Spaß für alle sein zu können.

                                      Fack Ju Göhte 3 ist nicht nur ein sehr humorloser, sondern ein ebenso gefährlicher Film, der einen extrem kontraproduktiven Beitrag zur Bildung und zum Zeitgeist leistet.
                                      Aber Hauptsache an paar Lehrer können schmunzeln: Ja, es ist schon nicht leicht als Lehrer...und die Schüler sind ja so dumm...aber irgendwie auch süß.

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                                        Hardcoremodus 12.11.2017, 02:04 Geändert 12.11.2017, 02:08

                                        Gibt es hier was umsonst?Könnte man meinen.Samstag Abend 20 Uhr Ortszeit.Fack ju Göhte 3 läuft immerhin schon seit dem 26.10.Und dennoch lief der Film hier in unserem schnuckeligem Kleinstadtkino in 3 von 7 Kinosälen.Und alle proppe voll.Gibt es ja nicht wirklich oft.Wenn nicht gerade sowas wie Star Wars läuft,Harry Potter,Herr der Ringe und ähnliches gezeigt wird.

                                        Zum Film selber..nun ja der schwächste der drei Filme.Kein vergleich mit dem wirklich gelungenem ersten Film.
                                        Für mich hat Jella Haase den Film gerettet.Als Chantal ist sie immer für einen schmunzler gut.
                                        Wertung 5 + 1 zusätzlich für Chantal.So süß verpeilt die kleene:-)

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                                          Wieder besser als der 2. Teil...

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                                            Splashy 10.11.2017, 02:09 Geändert 10.11.2017, 02:09

                                            Erstsichtung: 30.10.2017

                                            Im Vergleich fand ich Teil 3 sogar besser, sprich amüsanter als die Vorgänger. Vor allem weil die Gagdichte deutlich höher ist. Klar, die Story ist ziemlich flach und vorhersehbar. Das tut dem Spaß aber keinen Abbruch.

                                            FAZIT: Durchweg lustiges Finale der Reihe

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                                              nihilisticguy94 09.11.2017, 19:53 Geändert 09.11.2017, 19:59

                                              "FACK JU GÖHTE 3" (2017)

                                              Die ideologische Pervertierung Foucaults und Orwells im Namen des Neoliberalismus

                                              Eins vorweg: "FACK JU GÖHTE 3" ist leider nicht der schlechteste Film des Jahres geworden. Es gab einige recht amüsante Witzchen, handwerklich ist er okay, und die Befürchtung, dass es zu einer Flüchtlings-Komödie verkommt (Flüchtlinge scheinen im Moment das Kanonen-Futter für deutsche und französische Komödien zu sein, ein dekoratives Beiwerk, ohne sie jemals zu wirklich handelten Subjekten werden zu lassen.)wie es der erste Trailer vermuten ließ, hat sich nicht bewahrheitet. Auch ist es äußerst schwierig im diesem Jahr "The Emoji Movie" zu unterbieten.
                                              Dennoch ist FJG3 der perverseste, zynischste, repressivste und gefährlichste Film dieses Jahres, der seine Ideologie erfolgreich an Millionen von Zuschauern verkauft.

                                              Interessanterweise gibt uns der Film selber einen Hinweis darauf, worauf er basiert. Als Chantale ein Buch aus einem Regal zieht, fixiert die Kamera ganz kurz das Buch daneben: Das Hauptwerk von Michel Foucault. Der Film basiert auf das darin erhaltene Buch " Überwachen und Strafen: Die Geburt des Gefängnisses" indem Foucault die Veränderungen der verschiedenen Straf- und Diziplinierungsformen vom späten Mittelalter bis in die Moderne aufzeigt, analysiert und kritisiert.
                                              Aber FJG3 kritisiert sie nicht, sondern verherrlicht sie ins unermessliche.

                                              Früher wurde man in einen dunklen, feuchten Kerker geworfen. Heute ist unsere ganze Gesellschaft ein Netz von Kerkern, man wird immer und überall überwacht, ohne das es eine Möglichkeit der Flucht gäbe. Früher wurde man in entlegene Besserungsanstalten gesteckt. Heute ist unsere ganze Gesellschaft eine Besserungsanstalt
                                              Im Film wird diese neue Gefängnisform vom Goethe-Gymnasium repräsentiert. Die Schule als Besserungsanstalt, das Reich des Normativen, in denen die Schule alle zu "normalen", d.h. gesellschaftliche verwertbare Subjekte werden. Außerdem gibt es jetzt nicht nur überall Überwachungskameras, sondern es werden gewissen Schülern Elektro-Chips zur Ortung unter die Haut geschossen.
                                              Jetzt kann das Subjekt - wie im Panoptismus, das Foucault beschrieben hat - jederzeit überwacht werden, und es kann nichts daran ändern. Man braucht eigentliche keine altmodischen Gefängnisse und Diziplinar-Anstalten mehr, weil wir von ihnen umgeben sind.

                                              Durch die ganze Filmreihe zieht sich der Klassizismus, die Verachtung der Unterschicht, sowie die Ablehnung des Anders-Sein.
                                              Im ersten Teil nahm "Herr Müller" seine Schüler in das Milieu von Harz-4-Empfängern, die als faul, fett und stinkend dargestellt wurden. "So wollt ihr doch nicht werden! Also strengt euch an!"
                                              In diesem Teil werden auch bestimmte Berufe ins lächerliche gezogen.
                                              Die Schüler befinden sich in einem Berufsinformationszentrum (BiZ) und es wird auf Grundlage ihrer Leistungen ermittelt, welche Berufe sie in Frage kommen. Bei den meisten kommen Berufe heraus, denen es in unserer Gesellschaft an Anerkennung fehlt: Altenpfleger, Klärwerksarbeiter, Verkäufer im Elektroladen. Diese Berufe werden von den Schülern abgelehnt, weil sie von sich erhofft haben, mit dem Abitur etwas "besseres" d.h. etwas zu arbeiten, dass mehr Anerkennung erfährt. Der Film selbst macht sich über diese Berufe in Form von infantilen Werbe-Spots witzig.

                                              Es kommt zu Rebellion! Die Schüler randalieren im BiZ, schmeißen Molotowcocktails in der Schule, boykottieren den Unterricht. Sie üben Protest - nicht gegen die Berufe, sondern gegen das kapitalistische System, dem sie sich als Arbeitskraft verkaufen müssen, und im Gegenzug nicht mal Anerkennung erfahren. "Habt ihr denn keine Träume?" fragt Herr Müller. " Ja, aber das hat nix mit dem Beruf zu tun", antwortet eine Schülerin. Warum sollte man auch träumen, Teil einer ungerechten Ökonomie zu sein?
                                              Die Schüler stellen auf naive Weise - da es ihnen an der Fähigkeit fehlt, die Problematik richtig zu artikulieren - das System in Frage!
                                              Doch der Film gesteht ihrer Rebellion keinen weiteren Zeit und Raum mehr ein. Es wird die Hoffnung auf Aufstieg gestreut. Wenn sie das Abitur bestehen, können sie ja "gute" Berufe ausüben, welche im Film Künstler, Architekt, Journalist und Polizist sind. Sie sollen sich selbst verwirklichen, d.h. in einem System völlig aufgehen, das ihnen den Individualismus vorgaukelt. Mit dieser Aussicht, erlischt in ihnen das rebellische Potenzial und die Schüler befinden sich wieder auf dem "richtigen" Weg. "Gebt nicht auf, glaubt an euch" heißt übersetzt : " Passt euch an, sonst werdet ihr ein nichts!".
                                              Sie werden getrimmt, für die Gesellschaft verwertbare Mitglieder zu werden. Dafür ist die Schule da.

                                              Falls der Aufstieg doch mal nicht klappen sollte, hat der Film auch schon die Schuldigen gefunden: Die Asozialen, die drogennehmende Mutter , die faulen Harzer. All diese sind selber Schuld an ihrer Lage, will der Film uns sagen. Drum sei schön fleißig und pass dich an!
                                              Und selbst wenn zu einem Ausbruch der Wut kommt, so kann das System es für sich nutzen, wie es mit Dangers Bildern passiert, die er nur malen kann, wenn er wütend ist, und die am Ende im Kunstmuseeum landen. Die völlige Einverleibung der ihm entgegensetzten Kräfte (Che Guevara -T-Shirts etc.), macht den Kapitalismus zur perversesten herrschenden Ideologie.
                                              Auch der aller letzte Akt der Rebellion und Flucht- der Suizid, wird per Chip-Ortung in letzter Sekunde verhindert.
                                              Jeder Akt des Aufbegehrens ist unmöglich. Es herrscht die totale Kontrolle, Überwachung, Disziplin!

                                              Am Ende habe ich mich gefragt, warum die Flüchtlinge nur in einer Szene vorkamen. Weil der Großteil von ihnen - sei es aus Dankbarkeit, aus Angst vor der Abschiebung - nicht rebellieren werden. Sie werden es am Ende sein, die die "schlechten" Jobs ohne Anerkennung und im Niedriglohnsektor annehmen werden müssen.
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                                              Das einzig Gute an diesem Film ist der Körper von Elyas M’Barek - der sich aber wie alle anderen, die an diesem Machwerk beteiligt waren, zutiefst schämen sollten.

                                              4
                                              • 3

                                                Das niewo (Niveau) lag ja sowieso tief bei dieser Reihe aber von Folge zu Folge geht es weitef runter.Ein alberner Klamauk.

                                                • 1

                                                  VORSICHT Spoiler ;)

                                                  Meine Fresse noch nie habe ich nach einem Film so um verschwendete Lebenszeit getrauert wie nach Fack ju Göhte 3!

                                                  Warum bin ich ins Kino? Fand Teil 1 einfach Klasse - toller Film mit viel Witz und Charme. Teil 2 war ok und ganz lustig. Nun wurde der dritte Teil in allen Medien, ob Zeitung ob Internet als DER deutsche Film 2017 angepriesen. Als der "Beste Fuck ju Göhte" aller Zeiten.

                                                  Ich finde hier hat man einfach nur noch versucht auf Teufel komm raus einen dritten Teil abzuliefern! Überdrehter, unlustiger und zusammenhangsloser Müll - mehr wurde hier meiner Meinung nach nicht mehr produziert. Wo ich Danger im ersten Teil noch wahnsinnig lustig fand hat man ihn im dritten Teil einfach so übertrieben überzeichnet, dass es schon fast zum Fremdschämen war. Mal davon abgesehen, dass man von seinen 20 gesprochenen Sätzen gefühlt nur 3 verstehen konnte.

                                                  Im einen Moment rennt Herr Müller noch in der Grundschule rum um Schüler zu werben, im anderen Moment raucht er Crack und kurze Zeit später muss er ein Zäpfchen schlucken was man ihm vorher erfolglos versucht hat rektal einzuführen. Zwischendurch noch hier und da eine unnötige Storyline reingequetscht und fertig ist die Saftpresse die den letzten Cent aus deutschen Kinogängern presst.

                                                  An manchen Stellen versucht sich der Film sehr ernst zu nehmen und hält Predigten über Mobbing, Ausgrenzung und darüber dass man was aus seinem Leben machen soll. Wäre ja auch wirklich ne tolle Botschaft wenn man dann nicht im nächsten Moment den letzten asozialen Proleten kiffend und Sprüche-reißend als angehenden Polizisten hinter das Steuer eines Streifenwagens setzt - Berlin lässt grüßen ;-)

                                                  Den einen Punkt gibt's für Chantal weil sie mir mal wieder den ein oder anderen Schmunzler bei einem sonst unterdurchschnittlichen Film entlocken konnte. Liebe Jella den Punkt hast du dir verdient!

                                                  • 4 .5

                                                    Für mich der "Schlechteste" aller drei Teile.
                                                    Teil 1 fand ich grandios, einfach erfrischen anders und "Neu".
                                                    Teil 2 war für mich auch lustig, Teil 3 dagegen ein warmer Aufguss von Teil 1 mit Erweiterung.
                                                    Man merkt dem Cast sichtlich die Spielfreude an - das ist auch fast das einzig Positive was ich dem Film derzeit abgewinnen kann.
                                                    Einige Längen, an manchen Stellen aber auch durchaus lustig.
                                                    Dennoch alles in Allem enttäuschend!