Nanga Parbat - Kritik

Nanga Parbat

DE · 2010 · Laufzeit 104 Minuten · FSK 6 · Abenteuerfilm, Drama · Kinostart
Du
  • 6

    Nanga Parbat hat mich angenehm überrascht.
    Eher beiläufig habe ich ihn vor kurzem im TV entdeckt, und wurde weitesgehend gut unterhalten.
    Auch wenn der Film auf wahren Begebenheiten beruht spult er ziemlich gekonnt altbewährte "Bergsteigerfilm" Klischees herunter und bietet aber ansonsten nicht gerade viel neues.
    Unterhaltsam und fast durchgehend spannend ist das ganze dann aber auf jeden Fall.
    Die Schauspieler machen ihre Sache recht gut, stechen aber auch nicht sonderlich hervor.
    Die Kamerarabeit und die schönen Bilder sind auf jeden Fall einen Blick wert,
    und unterstreichen dieses Abenteuern wunderbar.
    Was nun wirklich geschah, oder was wahr ist und was nicht, das kann der Film
    natürlich auch nicht aufklären, da er auf den Erinnerungen Reinhold Messners basiert.
    Wenn man nichts neues erwartet und gute Abenteuerfilme mag, dann ist man auch auf dem "Nanga Parbat" richtig!

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    • 6

      Nicht so gut wie "Nordwand", aber trotzdem sehenswert.
      Punktet vor allem durch tolle Aufnahmen der Berge.

      • 5 .5

        Eine faszinierend tragische Geschichte, der es an inszenatorischer Kraft fehlt.
        Regisseur Joseph Vilsmaier schafft es nicht, einer Story epischen Ausmaßes, Bildgewalt und Überzeugungskraft einzuimpfen. Es sieht manchmal aus wie ein Heimatfilm und am Berg wie ein stinknormales Zeltlager.
        Die Geschichte fasziniert, der Film tut es nicht!

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        • 5 .5

          Eine faszinierende und tragische Geschichte, die man allerdings filmisch deutlich besser hätte erzählen können.

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          • 3
            Jack Bearfoot 24.04.2016, 13:15 Geändert 24.04.2016, 13:16

            Grottenschlechte Akteure in sehr schlechter Regie..
            Der Begriff "Bildgewaltig" ist nicht nur maßlos übertrieben,
            sondern schon eher eine Frechheit - man erfasst in diesen schlechten Schnitt nicht ansatzweise den N.P.!

            • 5 .5
              RoboMaus 28.02.2016, 13:02 Geändert 28.02.2016, 17:54

              Ein aufgelassener Steinbruch in der Nähe meines Wohnorts hat sich als Climber-Wand etabliert - anfangs illegal, später wurde das legalisiert. Auf eigene Verantwortung, versteht sich. Die Wand ist etwa 15 m hoch und voll mit Haken auf mehreren Routen - trotzdem, wer unten entlangläuft, kann ungefähr genausoviele Todestafeln sehen.....

              Diese Verlockung konnte ich nie, noch nicht einmal im Ansatz nachvollziehen - mir wird schon mulmig, wenn ich einen steilen Abhang hinuntersehe :) Vielleicht fehlt mir deshalb der Sinn um Filme wir 'Nanga Parbat' zu verstehen. Überspitzt formuliert, klettern ein paar Leute bei höchstem Risiko, Sturm und Eiseskälte in einer Bergwand herum und sind froh, wenn sie wieder herunterkommen und sich nur ein paar Zehen abgefroren haben.

              Gleichwohl ist das nicht mein erster Bergsteigerfilm - manche bringen durchaus eine gewisse Faszination, Spannung und Thrill in den Heimkinosessel, aber dieser hier erst zum Ende hin, wenn Reinhold Messner unter Qualen für seinen übertriebenen Ehrgeiz büsst.

              Dramaturgisch ist es der übliche deutsche Einheitsbrei, so traurig es auch ist, das immer wieder festzustellen. Selbst im Score ist das unüberhörbar, der nur aus einem nichtssagenden, schlagzeugunterlegten Gitarrengedudel besteht. Gerade bei Filmen um historische Begebenheiten kommt zeitgenössische Musik immer gut - hier: 1970; auch die Österreicher dürften damals Jimi Hendrix gehört haben....

              Überwiegend flach, trotz steiler Gipfel.

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              • 5
                huababuar 20.05.2015, 03:00 Geändert 20.05.2015, 12:27

                Nanga Parbat? Gesundheit dürfte die Antwort der meisten Normalbürger lauten. Was viele nicht wissen: Der neunthöchste Berg der Erde hat viele Geschichten zu erzählen: So zum Beispiel die der zahlreichen misslungenen und tödlichen Besteigungsversuche der Nationalsozialisten in den 1930er Jahren, die dem Nanga Parbat den Beinamen „Schicksalsberg der Deutschen“ einbrachte. Oder aber auch die des Todes von Reinhold Messners Bruder Günther, der beim gemeinsamen Abstieg im Zuge der sogenannten Sigi-Löw-Gedächtnisexpedition unter bis heute nicht vollständig geklärten Umständen ums Leben kam.

                Dieser Tragödie nimmt sich der deutsche Abenteuerfilm „Nanga Parbat“ an, basiert dabei auf den Erzählungen von Reinhold Messner, und wird – so viel sei schon einmal erwähnt – im Gegensatz zum Spitzenalpinisten höchstwahrscheinlich nicht in die Geschichte eingehen.

                Zu Beginn, genauer gesagt nach den eindrucksvollen Intro-Bildern, da wirkt Joseph Vilsmeiers Werk wie ein typisch deutscher Heimatfilm über Südtirol aus dem Bayerischen Fernsehen. Eindimensionale Schauspieler, ein äußerst konventioneller Look und Schnitt, musikalisch furchtbar unterlegt. Einfach altbacken, irgendwie spießig. Die Thematik hätte so viel hergegeben, doch sie wird unter der unbeholfenen Regiearbeit wie von einer Lawine unter sich begraben. Erst als es dann wirklich an den Berg geht, Steilwände durchklettert, Notlager errichtet und Biwaks in der Nacht befestigt werden müssen, als Übereifer und Unvernunft da einsetzen, wo gesunder Ehrgeiz, Verstand und Verantwortungsbewusstsein aufhören, wird „Nanga Parbat“ stark, dank seiner majestätischen Kulisse unglaublich atmosphärisch und auch rein inszenatorisch gelungener. Er bringt den Überlebenskampf in der Todeszone glaubwürdig zur Geltung und hat zweifelsohne einen sehenswerten Mittelteil.

                Dramaturgisch gesehen ist das Ganze über weite Strecken allerdings immer noch eine halbe Katastrophe. Vilsmeier findet die richtigen Bilder, aber er vermag es nicht seine Story auf überzeugende Weise zu erzählen. Der Film zerschellt fast schon an seinem unnötig verkomplizierten Aufbau, der eine klare Route der Messner-Brüder nicht verfolgen lässt und immer wieder für merkwürdige Zeit- und Ortssprünge sorgt, und am gänzlichen Fehlen von Höhepunkten beziehungsweise der schwachen Betonung derjenigen Szenen, die es wert gewesen wären, als Höhepunkte stilisiert zu werden.

                Die Geschichte klimmt nicht rasant die Spannungssteilwand empor, sondern plätschert eher dahin wie ein idyllisches Gebirgsbächlein. „Nanga Parbat“ ist trotz seiner imposanten Bebilderung und trotz seiner zweifellosen Stärken während des Abstiegs nicht sonderlich mitreißend, wenig emotional geworden. Böse Zungen würden sogar behaupten, ohne seinen wahren Hintergrund, der uns unter anderem am Ende mit melancholischen Texttafeln über die tragischen Einzelschicksale der Protagonisten nahe gebracht wird, wäre diese Bergsteigertour so uninteressant wie die Durchquerung des Sauerlands. Das ist natürlich arg überspitzt und hyperbolisch ausgedrückt, stimmt aber schon in gewisser Hinsicht: Die reale Begebenheit ist das Zugpferd von "Nanga Parbat", sie sorgt mit ihrer unglaublichen Geschichte alleine für Faszination und Dramatik. Das ist zweifelsohne keine Leistung der Verflimung, rettet sie aber davor, im Gedächtnis nicht unter "vergessenswürdig", sondern unter "geht gerade noch so" eingespeichert zu werden.

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                • 2

                  Dieses Machwerk stilisiert von Anfang bis Ende den "Superhelden" Messner, als der er sich selbst sieht - sonst nichts. Ein Propagandawerk, in dem alle anderen Expeditionsteilnehmer negativ gezeichnet werden (bei der Darstellung von Kuen/Scholz bis zur Verleumdung) und das Messners seit 40 Jahren andauernde hysterische Abrechnung mit Herrligkoffer übernimmt. Für die großartige Arbeit des Kameramannes gibt es 2 Punkte.

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                  • 6

                    Joseph Vilsmaiers Bergsteigerdrama um Reinhold Messner erinnert leider viel zu oft an Filme à la Rosenmüller, was an den Darstellern liegt, zudem lässt der Film unfreiwillig alberne Gedanken aufkommen, wie's wohl wäre, wenn gemäß Helge Schneiders legendärem Reinhold-Helge-Spiel auf den Ruf nach Reinhold Messner plötzlich ein „Wat is Helge!?“ widerhallt,...aber zumindest durchgängig interessant und teils mitreißend

                    • 7 .5

                      Der Film besticht durch tolle Landschaftsaufnahmen und die Erkenntnis, dass man damals beim hochalpinen Bergsteigen anscheinend eine ganze Menge "Politik" betreiben musste um erfolgreich zu sein.

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                        Reinhold!
                        Helge?
                        Reinhold!
                        Helge!

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                        • 7

                          Das Drama um den Tod von Günther Messner kann man sicher auf mehrere Arten verfilmen:
                          1) Dokumentarfilm
                          - gabs schon 2004
                          2) Abenteuer-/ Actionfilm
                          + das hätte ein guter Film a la Cliffhanger oder Vertical Limit werden können
                          + nur ohne deren übertriebenen Fehler
                          - der Film soll ja auf Tatsachen beruhen und somit kann man schlecht übertreiben
                          - die Gefahr ist groß, dass auch hier wieder ein übertriebener uneingeschränkter Held auftritt
                          3) Gerichtsdrama
                          + die Geschehnisse wären wohl mit am Nächsten an der Wahrheit dran
                          - da wären aber die schönen Aufnahmen der Berge seltener dran gekommen
                          - mit einem Reinhold Messner als einzigen Berater kann das sehr einseitig werden

                          So und was hat jetzt der gute Joseph Vilsmaier draus gemacht:
                          Er lässt sich (nur) von Reinhold Messner beraten und macht dann einen Film, der im Rahmen eines öffentlichen Vortrags in Rückblicken die "wahre" Geschichte über die verschiedenen Auf- und Abstiege auf den Nanga Parbat beschreibt, inklusive dem Tod von Günther Messner.

                          Mir hat gefallen einen halbwegs glaubhaften Einblick auf so eine Expedition bekommen zu haben, bzgl. Finanzierung, Eigendynamik, Probleme, ... . Auch mag ich persönlich immer Filme, in denen viel Eis und Schnee in kalten Winterlandschaften vorkommen.
                          Aber ich hatte nach dem Anschauen wirklich nicht das Gefühl, hier die wahren Umstände rund um diese Expedition gesehen zu haben, weil
                          - sogar im Film platzt Reinhold Messner in den Vortrag vom Expeditionsleiter und lässt dessen Meinung nicht gelten
                          - mir fehlt da die Ehrlichkeit und die Kameradschaftlichkeit untereinander (es ist lediglich eine Besteigung des Nanga Parbat in den 70ern und nicht die prestigeträchtige Erstbesteigung der Eiger-Nordwand während der Zeit des Nationalsozialismus)
                          - es ist alles recht einseitig

                          Fazit: Wenn man solche Filme mag, sollte man sich den auch mal anschauen
                          PS: ich komme nur beim Skifahren über die 2000m und zum Wandern brauche ich lediglich festes Schuhwerk und viel Weizen, wenn es im Sommer mal auf den Arber oder in die Alpen geht.

                          • 5

                            Mit Sicherheit wird wohl kein Unbeteiligter jemals sagen können, was seinerzeit am Nanga Parbat geschehen ist. Waren es unglückliche Entscheidungen und die widrigen Umstände am Berg, war es unterlassene Hilfe der Kameraden oder war es eben doch Reinhold Meßner selbst, der den Tod seines Bruders zu verantworten hat. Joseph Vilsmaiers Nanga Parbat jedenfalls spricht Meßner von jeder Verantwortung frei, was sicher auch daran liegt, dass dieser beim Film als Berater fungierte. Von daher sehr einseitige Betrachtung.

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                            • 6

                              Typisch deutsches Werk. Kein Charme, völlig humorlos, wenig Atmosphäre. Sensationelle Naturaufnahmen machen halt noch keinen sehenswerten Film. Gehört aber dank der Thematik und eben den unglaublichen Bildern zu einer der besseren deutschen Verfilmungen. Ob man nun dem Herrn Messner etwas unterstellen sollte steht mir nebenbei bemerkt nicht zu.

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                              • 3

                                Sehr geeigneter Stoff gar nicht mal so schlecht verfilmt. Nur leider völlig missverständlich (oder gar falsch), bezogen auf die wahren Vorkommnisse. Reinhold Messner, der selbsternannte Unglaubliche, hier als einziger der Zeitzeugen als Produzenten-Berater hinzugezogen, heroisiert seine eigene Leistung und sein gleichzeitiges Leiden, während alle Anderen entweder keine Hilfe leisteten, unfaire Vorschriften machen wollten, oder grobe Fehler machten, die letzten Endes zu den tragischen Ereignissen führten. Das ist mindestens äußerst zweifelhaft, wahrscheinlich sogar erstunken und erlogen, vom größten Rekordjäger im Höhenbergsteigen aller Zeiten, der aber keine Gelegenheit auslässt, sämtliche alpinen Leistungen anderer Bergsteiger öffentlich als unverantwortlich anzuprangern. Der unumstritten erfolgreichste Klettersportler aller Zeiten hat sich eine sehr gewaltige Doppelmoral angeeignet. Was sich leider auch in diesem Film wiederspiegelt.

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                                • 6 .5

                                  den Film muss man wohl als Mischung aus Dokumentar- und Abenteuerfilm sehen, deshalb finde ich es da nicht sehr wichtig das die Schauspielkunst da etwas auf der Strecke bleibt. Leute die auf Bockbuster a la Hollywood stehen sollten allerdings die Finger davon lassen.

                                  • 3

                                    Wenn eine Aneinanderreihung von bewegten Bildern ein Film ist, dann ist das Produkt von Joseph Vilsmaier einer. Wenn sich dahinter auch noch ein Sinn mit einer klaren Aussage oder die Intention des Regisseurs verbirgt, kann es ein guter Film sein. Das ist hier schon weniger der Fall. Der Tod und die genauen Umstände vom Tod des Messners Bruders Günther bleiben unklar. Darüber gab es doch seinerzeit einen riesigen Medienhype. Wollte oder konnte sich Vilsmaier hier nicht festlegen?
                                    Und wenn es schließlich dann auch noch zu einer gewissen Dramatik verbunden mit Tragik in einem Film kommt, kann das emotional packend und spannend sein. Diesbezüglich handelt es sich hier allerdings um eine Fehlanzeige. Die Kamera fängt lediglich wunderschöne Landschaftsbilder ein. Dabei geht aber leider der Progress der jeweiligen Lokalität verloren, in der sich die Bergsteiger befinden. Luftaufnahmen wechseln sich mit Aufnahmen aus dem Studio ab, man verliert im totalen Weiß den Überblick und fragt sich, ob die Jungs jetzt doch schon in Stückchen weiter oben sind oder ist es der Hamster-auf-der Rolle-Effekt?! Das einzig Bemerkenswerte ist dann noch der Gegensatz zwischen den Bergsteigern droben am Berg und der Leitung im Lager. Die drunten sind aber eine Mischung aus, Berg Fans, Neurotikern und Knalltüten. Dabei aber keineswegs spaßig.
                                    So fesselnd wie ein Teller Mus, nur kälter. K.V.

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                                    • 6 .5

                                      Da wollt ich mir an einem der einzigen warmen Sommertage mal nen Film in Eis und Schnee zur Abkühlung gönnen, aber so richtig kalt ums Herz wird einem nicht dabei. Die Schauspieler wirken wie Laien, Dramaturgie und Schnitt sind altbacken. Ist so ne Art Geprächsfilm im Himalaja. Jetzt kennen wir also die Messner-Sicht auf die Dinge, da wäre wohl das Buch zum Thema (für den, den's interessiert) spannender gewesen. Aprospos Buch: "Der fliegende Berg" von Christoph Ransmayr ist dann in jedem Fall die zum Thema zu empfehlende Lektüre, weil große Dichtung.

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                                      • 6

                                        Wie soll ich sagen: das war irgendwie zu wenig. Lassen wir mal die einseitige Erzählweise außen vor, es sollte ja keine Dokumentation sein, sondern ein Spielfilm auf Grundlage Messners Erinnerungen. Aber ein Bergsteigerfilm, der so dramatisch verläuft, sollte weit mehr die extreme Situation transportieren. Anders gesagt: der Zuschauer muss beinahe schon mitfrieren und -leiden. Das ist jedoch selten der Fall, alles verläuft in zu geraden Bahnen. Dadurch ist "Nanga Parbat" zwar kein schlechter Film, aber man wird den Eindruck nicht los, dass da weit mehr drin gewesen wäre...

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                                        • 6

                                          „Um berühmt zu werden, musst als Bergsteiger erst mal sterben.“ Musste er auch. Richtig berühmt geworden ist trotzdem sein großer, immer noch unter uns weilender Bruder Reinhold. Den seit 1970 die Medien beschäftigenden Tod Günther Messners im Himalaya- Massiv machte Joseph Vilsmaiers Gipfeldrama 40 Jahre später wieder mal zum Thema. Allerdings ist es Messners Wahrheit, die er erzählt; beruhend auf dessen lange verbotenem Buch „Die rote Rakete am Nanga Parbat“.

                                          • 3

                                            Inhaltlich ist zu bemängeln, dass der Film einseitig die Geschehnisse aus Messners Sicht darstellen. Die Kontroversen wie es Tatsächlich zugegangen ist werden kaum angesprochen. Aber das ist wohl das kleinste Problem des Films. Die Charaktere der Bergsteiger sind schwach dargestellt. Vor allem die Bergsteiger die um Messner im Berg waren, sind allenfalls als Dumpfbacken aufgeboten, obwohl diese zur Zeit der Vorgänge erfolgreiche und erfahrene Leute waren. Dem Überlebenskampf im Schneesturm sieht man den Kunst-Studio Schnee an. Da hatte ich das Gefühl es wäre gefährlicher im Januarregen auf meiner Terasse eine Zigarette zu rauchen. Daher kommt auch kaum Spannung auf, leider.

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                                            • 7 .5

                                              Sehr mitreißender Film, viel Action und Spannung war es jetzt nicht! Nichts gegen "Cliffhanger" mit Syllvester Stallone, aber für einen deutschen Film sehr gut!

                                              • 8 .5

                                                In Anbetracht, das Reinhold Messner vielleicht auch nur annähernd das passiert ist, wie's im Film geschildert wird, macht den Film sehenswert. So betrachtet gibts nichts unnötig plakatives oder wilde Übertreibungen. Messner war als Berater dabei und wie er sich nach dem Schicksalsschlag verhalten hat ist bewundernswert. Das Extreme an der Person mag dem einen oder anderen nicht gefallen; genau wie der Regiesseur viel Angriffsfläche bietet. Aber deswegen bemängele ich nicht den Film.
                                                Der ist nämlich gut, logisch und spannend erzählt, mit prima Schauspielern
                                                und gewaltigen Aufnahmen.
                                                Von Reinhold Messner hatte ich zuvor ein völlig anderes Bild. Irgend so ein langweiliger Fach-Idiot, der nur von Bergsteigen redet. Deswegen bin ich auch froh, dass ich als Laie aufgeklärt wurde.

                                                • 9

                                                  Uff der Film ist schwierig. Nun es ist nicht der beste Bergfilm, dass war bis jetzt „Mount St. Elias“ der Dokufilm, der 2. Beste als Film der Beste Glaube ich und sonst der 2.Beste ist meiner Meinung nach „Nordwand“ den man echt durchleiden muss, dazwischen kommt „Die weiß Hölle von Piz Palü“ obwohl eigentlich „Vertical Limit“ noch besser ist und nicht zu vergessen „Cliffhanger“ und jetzt eben der Tolle Film über die Besteigung vom Nanga mit Reinhold Messner der natürlich im Film als Berater tätig war oder für den Film besser gesagt.

                                                  Also wenn man sich dass so vorstellt, du bist bei – 30 Grad da oben, die Leute waren dementsprechend nicht so wie heute mit einer Menge Schutzkleidung angezogen sondern einfach nur ganz gewöhnlich, und trotzdem sind sie nicht gestorben während ich in den 95 Film Minuten schon Schnupfen bekam, meine Freundin Frostbeulen auf den Zehen bekam beim Zusehen die ich dann aufwärmen musste mit meiner Puste, Also generell verstehe ich nicht dass die Leute dass ausgehalten haben.

                                                  Was wissen wir über den Nanga Parbat?:

                                                  Am Ende des westlichen Himalaya im nördlichen, pakistanisch kontrollierten Teil von Kashmir gelegen, ist er die größte sichtbare, freistehende Massenerhebung der Erde. Sprich die größte Wand der Welt, 4.500 Meter hoch, die man durchsteigen kann, echt schrecklich. Wenn man sich denkt dass die Leute dort wirklich rauf gegangen sind, ja dass glaubt man fast nicht. Bis heute so um 2010 gab es 310 Erfolgreiche Besteigungen. 66 Leute sind bis jetzt gestorben und der Berg ist eigentlich der Berg mit den meisten Todesfällen.

                                                  1895 wollte der Engländer Albert F. Mummery den Berg schon besteigen. Er hat ja über eine spezielle Route damals dass Matterhorn schon bestiegen. Was damals die Kosten waren weiß ich nicht, habe 1970 bei der Besteigung in dem Film hört man dass sie 130.000 DM gekostet hat, was dass heute ist vom Geldwert her weiß ich auch nicht, Also war es wohl 1895 unglaublich teuer. Na Ja er kam damals bis 6.600 Metern und war dann verschollen ja da liegt noch wohl die Leiche oben.

                                                  Dann kam 1932 Willy Merkl nachdem die im Film genannte Wand benannt wurde, so ne Überquerung ne schwierige. Der ist dort gescheitert übrigens. 1934 waren dann 2 oben, auf 7895 Metern. Dann waren Willo Welzenbach und Uli Wieland oben, die aber auch starben. Die Nazis damals haben aus dem Berg den Schicksalsberg der Deutschen gemacht und so war er auch bekannt. 1936 haben sie dann die Deutsche Himalayastiftung gegründet.

                                                  Dann gab es bald ne Riesen Expedition, doch es wurden 16 Menschen unter einer Lawine an der Rakhiotflanke begraben. Die bisher schlimmste Tragödie. Dann gab es 1938 ne Expedition, wo auch keiner rauf kam, aber es wurden einige Leichen gefunden. Dann wollten der berühmte Peter Aufschnaiter und Heinrich Harrer rauf, aber da kam der 2. Weltkrieg dazwischen.

                                                  Erst 1953, am 3. Juli kam ein Hermann Buhl aus Tirol auf den Berg. Ein 41 Stündiger Alleingang ohne Sauerstoffmaske, hat er geschafft. Damals war der auch im Film vorkommende Karl-Maria Herrligkoffer dabei der gar nicht wollte dass er alleine auf den Gipfel ging. Von 6.900 auf 8.125 Metern.

                                                  Tja wie ging es dann weiter? Nun, 1962 Kletterten Toni Kinshofer, Siegfried Löw und Anderl Mannhardt erstmals die Diamir-Flanke rauf, die Flanke wo im Film Reinhold Messner runter gekommen war, was zugleich nach Hermann Buhl erst die zweite Besteigung des Nanga-Parbat darstellte.

                                                  Vielleicht wenn Reinhold nicht entschieden hätte über die Diamirwand auf der Westseite runterzusteigen wäre vieles anders geworden aber da oben was zu sehen im Schneetreiben im Frost, ja dass ist nicht einfach. Vor dem Nanga Parbat war es bisher nur der Mount Everest 1963 der als 2. 8.000 er Bestiegen wurde.

                                                  Wie im Film war es auch in echt. Denn nur einen Tag danach gelangen die Tiroler Felix Kuen der Selbstmord beging, und der Bayer Peter Scholz der einsam starb, ebenfalls den obersten Teil der Rupal-Wand und stiegen über dieselbe Wand wieder zurück.

                                                  1971 gelang es dann einigen Tschechen diesen Berg zu ersteigen, 1976 von einigen Österreichern, eh klar was sonst, 1978 hat es Reinhold noch Mal versucht, und er schaffte es alleine. Nur ein Arzt und ein Begleiter waren dabei, er war damit wieder der Erste. Er war auch ca. 12 x oben da er ja seinen Bruder suchte, und 2005 wurde erst die Leiche freigegeben vom Eis, am Nanga, und so fand dann 35 Jahre nachdem Reinhold mit Günther oben war, die Zusammenführung, trauriger Zeitpunkt und bis heute greifen viele Reinhold an und sagen er ist am Tod vom Bruder schuldig.

                                                  Dieser Herrlig Typ hat dann 1982 noch Mal versucht eine Expedition zu starten, die Südwand auf 8.042 Metern wurde geschafft, der Gipfel nicht und 1984 war dann Liliane Barrard als 1. Frau oben. Eine Polnisch Mexikanische Seilschaft war oben, in den 80 er Jahren, 2008 starb oben der Südtiroler Karl Unterkircher in der Rakhiot-Eiswand die schon genannt wurde.

                                                  Und wer die Rekorde von Gerlinde Kaltenbrunner kennt weiß, dass am 11.7.2009 die 11-fache Achttausender-Besteigerin Go Mi-sun am Nanga Parbat ums Leben gekommen ist. Übrigens 1854 ist der Berg von 2 Deutschen entdeckt worden. Die Diamirwand im Film übrigens ist in echt auch sehr gefährlich, da dort sehr viele Lawinen abgehen sehr viel brüchiger Fels ist und dass ganze echt lebensgefährlich ist und trotzdem schaffte ich es nicht meine Holde den Berg zu besteigen und einen kleinen Kredit von 50.000 € aufzunehmen.

                                                  Über den Film:

                                                  Reinhold war während der Dreharbeiten ständiger Berater. Wie im Film ist es auch in echt gewesen Reinhold humpelt zu einem Vortrag seines ehemaligen Seilschaftführers und Arzt aus Deutschland und erklärt seine Story.
                                                  Wahrscheinlich war Joseph Vilsmaier ein Münchner die Beste Regiewahl weil er ja durch den Film „Schlafes Bruder“ gewohnt ist in schrecklichen Umgebungen zu Filmen.

                                                  Tja es gab ja in echt noch viele Dinge die im Film nicht zu sehen sind. Z.B. dass ganze mit den Streitereien, die nach dem tragischen Tod von Günther Messer folgten und sogar in einem Rechtsstreit zwischen Reinhold Messner und ehemaligen Bergkameraden sowie dem Expeditionsleiter Herrligkoffer, ja dass sucht man im Film vergeblich. Na Ja es haben ja damals und heute viele behauptet, dass Reinhold Messner seinen jüngeren Bruder damals alleine ins Lager zurückgehen ließ und selbst über die andere Seite abgestiegen sei. Er habe daher Schuld am Tod des Bruders. Was ich persönlich nicht Glaube.

                                                  1970 sollte der Nanga Parbat erneut zum Schicksalsberg für zwei junge Deutsche Expeditionsteilnehmer werden. Reinhold und Günther Messner wollten sich mit der Besteigung ihren ganz persönlichen Traum vom Abenteuer erfüllen. Für beide war es die Erstbesteigung. Nach einer langen Reise durch die Türkei über Kabul bis nach Pakistan nahm die Katastrophe im Himalaya ihren Lauf. Ursprünglich wollte Reinhold Messner den Gipfel vom letzten Hochlager aus alleine erklimmen. Sein Bruder Günther folgte ihm, litt aber kurz darauf an der Höhenkrankheit, was den Abstieg erschwerte. Er kam bei einem Lawinenabgang ums Leben. Reinhold Messner schaffte es verzweifelt und entkräftet bis in die tieferen Lagen und wurde von Einheimischen gefunden. Bis heute wirft Max von Kienling Reinhold Messner vor, sich nicht korrekt verhalten zu haben. Ein Landgericht verbat Kienling diese Behauptung, nachdem Reinhold Messner durch den Fund der sterblichen Überreste seines Bruders seine Aussage beweisen konnte, dass es sich um einen Unglücksfall handelte. Günther Messners Leichnam wurde 2005 am Rande des Nanga Parbats verbrannt.

                                                  Meine Meinung:

                                                  7 Mille hat der Film gekostet, und Joseph ist ja auch Kameramann und darum sind auch die Aufnahmen so gut. Unglaublich dass die in 3.500 Metern im Basislager gefilmt haben und mit dem Hubschrauber auf 7.200 Meter rauf kamen. Sie waren mit einem Pakistanischen Militärhubschrauber oben, der mußte Mal notlanden, gesessen sind sie auf Kisten, alles war dreckig, dann flogen sie fast auf ne Staubwand zu, kurz vor der Chinesischen Grenze, sind aber sicher auf einem Acker gelandet.

                                                  Gedreht wurde wirklich in Rawalpindi, 10 Tage nach der Ankunft ging dort ne Bombe hoch. Vielleicht wird der nächste Film vom Joseph dann der von der Sprengung des Südtiroler Berges Col di Luna im 1. Weltkrieg. Sie hatten zwar Sauerstoffflaschen dabei aber in der Todeszone da oben zu Filmen ja dass ist wirklich schlimm. Gedreht haben sie auch am Ortler in Südtiroler, ja ein herrliches Bundesland da müßte man Mal hin aber meine Alte lässt sich nicht überreden.

                                                  Die Dreharbeiten waren meistens auf 4.000 Meter Höhe, weiter oben waren Profis am Werk, aber ohne Reinhold hätten die so einen Film eh nie gemacht und sonst wurde viel in der Eishalle gedreht, dass erklärt auch wieso der Film nie so aussieht als wäre er wirklich in der Todeszone da oben gedreht worden. Zumindest die Nahaufnahmen der Schauspieler. Sie sind alle gut, nein ohne Zweifel, aber leider sind sie alle keine Leuchten auch wenn sie gut spielen und auch ein Karl Markovic ist nicht der Beste von allen der war Mal schon besser, aber das Drehbuch ließ leider kein Method Acting zu, dafür waren die Berge und die Aufnahmen einfach superb.

                                                  Reinhold hat bis heute übrigens den Tod nicht verkraftet. Wer Mal da oben auf 8.000 Meter ist und der Puls ist im Ruhezustand auf 140, dass Wasser kocht bei 90 Grad, alles dauert 5 x so langsam, der sollte sich Mal heute überlegen wie dass Leben da oben ist dass gleiche mit zu machen. Nun Reinhold ist nun eben Mal der Beste, ihn anzufeinden finde ich persönlich nicht O.K.

                                                  Ich denke Dass Florian der den Reinhold spielt im Film gar nicht so übel ist aber auch keine Leuchte. Mir fehlt nicht dass der Film anspruchsvoll ist aber dafür fehlt mir Spannung und einfach Action und dass ganze rundherum dass man mehr mitleidet. Was schade war im Film dass er die Rolle vom Herrlighofer so sehr böse gemacht hat, dass er der Schlechte ist, was noch fehlt ist dass er eben den Karl im Film so richtig gut dargestellt hat, so spannend, und dass hat mir etwas gefehlt, leider aber macht nichts. Kein Film ist perfekt.

                                                  Macht aber nichts, der Film ist meiner Meinung nach sehr gut, er ist nicht gerade jetzt der Beste aber er hat mir Freude bereitet, ich mag Berge, ja ich hätte einiges geändert man sieht wenig von den 8 Geschwistern oder 7 von Reinhold, über Kindheit und seine Eltern hätte ich mehr gewusst gerne. Und auch mehr Vorgeschichte, Vorbereitung und alles Mögliche, aber macht nichts, ich kann den Film empfehlen er ist super und ich mag ihn.

                                                  90 von 100 Punkten.

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                                                    Der "Schicksalsberg" der Deutschen mit Namen Nanga Parbat ruft, also trottete ich brav ins Kino um mal ein wenig Himalaja-Atmosphäre einzusaugen. Bin zwar vor längerer Zeit mal auf dem Weg nach Hongkong in respektvoller Entfernung an diesem Gebirge vorbei geflogen, kann mich aber nur noch an die Gewitter am Horizont erinnern, mehr konnte man kaum erkennen. Meine Kletterkünste lassen zudem auch zu wünschen übrig, mehr als die Häntzschelstiege im Elb-Sandstein kann ich nich aufweisen, und das war für mich bei relativ schönen Wetter schon ein Todeskampf.

                                                    Apropos Todeskampf, hier geht es um einen richtigen am Limit des Möglichen, nämlich um das Drama der Messnerbrüder in den 70igern als Teil einer deutschen (oder waren es Österreicher) Himalajaexpidition über die Merklrinne zum Gipfeldes besagten Berges der seine eigenen Gesetze hat, an dem vorher deshalb schon so viele gescheitert und dabei zu Tode gekommen waren.

                                                    Obwohl der Film vom Schnitt und Sound her (bis auf den Abspann) nun gar nich mein Ding war, sind die Landschaftsaufnahmen, ob nun aus den Dolomiten oder aus dem Himalaja, für mich schon sehr beeindruckend. Da der Reinhold als Berater für diesen Film tätig war, wird die Geschichte natürlich aus seinem Blickwinkel erzählt und das gar nich mal schlecht. Am Ende kann man verstehen warum kam was kommen musste, wenn Individualität und Enthusiasmus auf Disziplin und Sicherheitsdenken trifft, wenn bestimmte Entscheidungen spontan gefällt werden müssen weil sie einfach nicht planbar sind und die Zeit knapp wird. Die oft diskutierte Schuldfrage verliert für mich verständlicher Weise dabei jegliche Existenzberechtigung.
                                                    Ganz neue Erkenntnisse treten dafür nach diesem Film zu Tage.

                                                    Die Rückblickshandlung is hier vielleicht nicht so gelungen, es fehlt irgendwie der durchgehende Faden in der Handlung, die Schauspieler sind bis auf Karl Markovics nich herausragend, machen ihre Sache aber ordentlich. Markovics allerdings entwickelt sich in meinen Augen seit "Die Fälscher" immer mehr zum 1A Charakterschauspieler, von denen es in Deutschland leider kaum noch welche zu geben scheint.

                                                    Alles in allem ein gelungener Kinoabend. Ich wage mir nich auszumalen was passiert wäre, wenn man diesen Film in 3D gedreht hätte. Da hätte Herr Cameron sich bestimmt warm anziehen müssen. ;)