Action ab 18 bei Netflix: Brutaler Martial-Arts-Reißer mit absolutem Muskelgott ist herrlich bizarr

18.03.2021 - 14:00 Uhr
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Kickboxer - Trailer (Englisch)
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Jean-Claude Van Damme in KickboxerAbspielen
© Splendid/Netflix
Jean-Claude Van Damme in Kickboxer
Bei Netflix gibt es seit Kurzem einen der Action-Klassiker von Jean-Claude Van Damme. Wer sich teils bizarre Martial Arts-Dramatik aus den 80ern wünscht, ist hier genau richtig.

Wer seine Woche mit harter Martial Arts-Action aus den 80ern, reichlich Popmusik und belgischen Muskeln versüßen will, liegt beim Jean-Claude Van Damme-Klassiker Kickboxer genau richtig. Bei Netflix könnt ihr den mit niedrigem Budget und maximalem 80er-Drall gedrehten Reißer seit dieser Woche anschauen.

Worum geht es in dem FSK-18-Actionfilm bei Netflix?

Obwohl der Film in Deutschland auch als Karate Tiger 3 bekannt ist, handelt es sich bei Kickboxer nicht um ein Sequel (wenn er auch mehrere nach sich zog).

Jean-Claude Van Damme in dem Film mit einer Altersfreigabe ab 18 den jungen Kurt Sloane. Dessen älterer Bruder Eric (Dennis Alexio) wird bei einem Kickboxing-Kampf in Thailand querschnittsgelähmt.

Kurt will an Bösewicht Tong Po (Michel Qissi) im Ring Rache nehmen. Dafür benötigt er jedoch erstmal eine Unterweisung in der Kampfkunst Muay Thai. Meister Chow (Dennis Chan) erbarmt sich und nimmt den jungen Mann unter seine Fittiche. Zahlreiche Trainingsmontagen, Schlägereien und sogar Tanzszenen sind die Folge.

Warum lohnt sich Kickboxer bei Netflix?

Nach Bloodsport und Cyborg war Kickboxer einer der Filme, die Jean-Claude Van Dammes Ruhm als Actionstar begründeten. Auch wenn die Story absolut schematisch und die Darstellung des Bösewichts in rassistische Klischees getränkt ist, übertüncht nichts das unbestreitbare Charisma von Van Damme (auch nicht seine "eigenwillige" Wiedergabe der Dialoge).

Der Kampfkünstler leidet, weint und schlägt sich dermaßen intensiv durch den Film, das man sich ihm schwerlich entziehen kann. Schauspielerisch lernte Van Damme in den folgenden Jahrzehnten dazu, doch seine körperliche Präsenz, Athletik und entwaffnende Sensibilität sind hier schon in ihrer Blüte zu bewundern.

Letzteres unterscheidet ihn von manch anderen Helden aus den kultisch verehrten Filmen der Firma Cannon, die auch Kickboxer herausgebracht hat, darunter etwa Chuck Norris oder Charles Bronson.

Je weniger ernst man den Actionfilm nimmt desto besser

Wer sich für solche Details weniger interessiert, darf sich indes auf ein poetisches Treffen mit einem Adler, überraschend viel Schäferhund-Action und routinierte Kampfszenen gefasst machen. Immerhin ist der Film so etwas wie die FSK-18-Version von Karate Kid.

An die Zeitlosigkeit und inszenatorische Stärke von Bloodsport kommt der Film zwar nicht heran, dafür bietet Kickboxer aber immerhin eine der völlig unterschätzten Tanzszenen der 80er Jahre:

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Da kann Dirty Dancing einpacken. Je weniger ernst man Kickboxer nimmt, desto besser. Sonst dürfte das Dauer-Kopfschütteln nämlich schwere körperliche Schäden nach sich ziehen.

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