Avengers 4: Neue gelöschte Szene hätte das MCU für immer verändert

15.11.2019 - 11:35 UhrVor 8 Monaten aktualisiert
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© Disney
Avengers 4: Endgame
Viele Szenen fielen bei Avengers 4: Endgame der Schere zum Opfer. Eine davon ist ganz besonders spannend, denn sie hätte den ganzen Film wie auch das gesamte MCU auf den Kopf gestellt.

Achtung, Spoiler zum gesamten MCU: Die Blu-ray lieferte bereits einige zuvor noch nicht gezeigte Szenen zu Avengers 4: Endgame, allerdings waren das nur eine Handvoll. In Wahrheit fielen noch viel mehr Superhelden-Momente der Schere zum Opfer. Im Zuge des US-Starts von Disney+ wurden nun einige weitere sogenannte Deleted Scenes veröffentlicht.

Neben einer nicht gerade sinnvollen Bonusszene, in der tatsächlich alle Helden auf einmal zu sehen sind, können Fans auf der Streamingplattform auch einen neuen Ausschnitt bewundern, der einen Dialog zwischen der Ältesten (Tilda Swinton) und dem Hulk (Mark Ruffalo) zeigt. Wäre dieser bei Avengers 4: Endgame drin geblieben, wäre das MCU heute wohl nicht mehr dasselbe.

Avengers 4: Endgame hätte ganz andere Zeitreisen-Regel haben sollen

Eigentlich gibt es die Szene auch im fertigen Film. Wie Kenner wissen, unterhalten sich Banner und die Älteste im New York von 2012 über die Notwendigkeit des Zeitsteins. Allerdings verläuft das Gespräch in der neuen Szene etwas anders, wie Screen Crush auf YouTube erläutert.

Im Kino war die Älteste noch ganz verblüfft, als Bruce plötzlich auf ihrem Dach aufkreuzt, um den Infinity-Stein zu ergattern. In der früheren, entfernten Variante soll die Magierin allerdings schon wissen, dass er kommt. Heißt: Die Älteste muss den Zeitstein benutzt haben.

Vor allem aber erläutert sie Bruce anschließend die Regeln der Zeitreise leicht unterschiedlich als im finalen Film. Ein entscheidendes Detail stellt dabei die ganze Mission auf den Kopf: Was in der Vergangenheit verändert wird, wirkt sich auch auf die Zukunft aus.

Zurück in die Zukunft war doch kein Schwachsinn

Wir erinnern uns: Genau diesem Punkt widersprach Avengers 4: Endgame noch, wie mit einem Zurück in die Zukunft-Gag von Ant-Man treffend verdeutlicht wurde. Folglich konnten die Avengers nicht einfach durch die Zeit reisen und in der Vergangenheit entscheidende Ereignisse abändern, um den späteren Sieg von Thanos zu verhindern. Stattdessen ging es nur darum, die Infinity-Steine zu holen.

Offenbar war aber ursprünglich dann doch ein Schema wie bei Zurück in die Zukunft geplant. Tilda Swinton soll auch in der Bonusszene aussprechen, dass bei Eingriffen jederzeit neue multiple Zeitlinien und alternative Realitäten entstünden. Ein Multiversum im MCU? Das deutete auch der letzte Marvel-Ableger Spider-Man: Far From Home an (was sich dann aber als Finte herausstellte).

Nur die Älteste weiß wohl, wie Zeitreisen wirklich funktionieren

Avengers 4: Endgame wäre dadurch vermutlich deutlich komplizierter geworden. Stattdessen entschieden sich die Macher für den etwas einfacheren Weg, wohl auch in Hinsicht auf die kommenden Disney+-Serien wie Loki, die zum finalen Endgame-Plot besser passen. Bei mehreren Universen wüssten die Zuschauer wohl jetzt nämlich nicht mehr, in welcher Welt welche Story spielt.

Ebenso müsste man das gesamte bisherige MCU hinterfragen (spielten alle Filme überhaupt in derselben Realität?). Das wäre wohl alles etwas zu viel gewesen, dafür aber auch umso interessanter.

Vermutlich werden wir die spannende gelöschte Szene demnächst auch in Deutschland sehen können, wenn Disney+ bei uns startet. Der Streamingdienst öffnet hierzulande seine Pforten am 31. März 2020.

Wäre euch Avengers 4 mit dieser neuen Zeitreisen-Regel lieber gewesen?

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