Rückblick

Loser des Kinojahres 2009 - Tom Cruise, Will Smith & Co.

Will Smith in I m Legend
© Warner Bros.
Will Smith in I m Legend

Das Kinojahr 2009 hat uns eines gezeigt: Auch an der Entertainment-Branche ging die Finanz- wie Wirtschaftskrise nicht spurlos vorbei. 20 Millionen Dollar Gage für einen Film sind in große Ferne gerückt, die Super-Stars von Hollywood müssen sich mit weniger begnügen. Einige hatten es im Kinojahr 2009 besonders schwer. Entweder waren sie gar nicht zu sehen oder ihre Filme floppten gewaltig. Hier jene Hollywood-Stars, für die 2009 nicht gerade ein Erfolgsjahr war und die uns besonders aufgefallen sind, weil sie irgendwie nicht anwesend waren.

Im Kinojahr 2009 gab es keinen Will Smith. Es findet sich 2009 kein Kinofilm, in dem der Superstar irgendeine Rolle gespielt hätte. Was hat er nur das ganze Jahr gemacht? Wahrscheinlich seine ganzen zukünftigen Projekte vorbereitet, von denen die imdb immerhin 25 auflistet. Ob aus ihnen etwas werden wird? Wegen den Gehaltsforderungen von Will Smith wird der eine oder andere Film wahrscheinlich in der Versenkung verschwinden oder mit einem anderen Darsteller besetzt werden.

Auch Tom Cruise war nicht zu sehen. Sein letzter Film war Operation Walküre – Das Stauffenberg Attentat, der bei der Oscar-Verleihung noch nicht einmal irgendeine Nominierung erhielt, ist vom Kassenergebnis mit seinen Top-Filmen gar nicht zu vergleichen. Das Auf und Ab der Karriere des Tom Cruise sind wir mittlerweile gewohnt. Wir sind gespannt, ob er mit seinem neuen Thriller Knight and Day wieder in der oberen Liga mitspielen wird. Genügend Tratsch & Klatsch um die Produktion gab es, weil unter anderem Drehbücher im Müll gefunden wurden.

Oscar-Preisträger Denzel Washington konnte gerade einmal im Remake Die Entführung der U-Bahn Pelham 1 2 3 in Erscheinung treten. Der Film floppte bzw. spielte nicht jenes ein, was sich die Produzenten erhofften und hat mit der Qualität des 1970er Jahre Originals wenig gemein. Der Schauspieler hat es scheinbar schwer, an interessante Rollen zu gelangen. Gespannt sind wir auf sein The Book of Eli, der ihn im kommenden Jahr hoffentlich wieder auf die Überholspur bringt.

Sean Penn hat sich selbst zurückgezogen. Nachdem er im Februar den Oscar für Milk erhalten hat, ist es ruhig geworden um den Mann. Aus den Projekten Waterbug und Die Stooges – Drei Vollpfosten drehen ab ist er ausgestiegen, um sich – wie wir hier berichteten – seiner Familie zu widmen. Gespannt warten wir auf seinen Film Fair Game, in dem er endlich wieder zu sehen sein wird. Joaquin Phoenix ist ebenfalls in der Versenkung verschwunden. Er hatte sein Karriere-Ende angekündigt und wollte nun als Sänger durch die Landen ziehen. Falls das stimmen sollte, dann hat es nicht so richtig geklappt.

Ashton Kutcher gelangte eher durch seine Ehe mit Demi Moore und ihren gemeinsamen Twittereien in die Schlagzeilen, als durch seine Filme. Als Gigolo hat er in Toy Boy kläglich versagt. Bei uns kam der Film nur als DVD heraus, seinem anderen diesjährigen Werk Gemeinsam stärker – Personal Effects ging es genauso. Wäre er nicht mit der Ex von Bruce Willis verheiratet, würde wahrscheinlich niemand über ihn sprechen.

Der Komiker Will Ferrell ist an den Kinokassen in diesem Jahr komplett eingegangen. Der Schauspieler hat mit Die fast vergessene Welt einen der größten Flops des Kinojahres 2009 hingelegt und wurde prompt von dem Forbes-Magazin als jener Hollywood-Star an die 1. Stelle gesetzt, der am meisten kostet, aber am wenigsten diese Kosten auch einspielt. Armer Will Ferrell – an ihm scheiden sich sowieso schon die Geister.

Aus den Augen, aus dem Sinn? Ob das Kinojahr 2009 wohl einen Karriereknick für Will Smith, Tom Cruise, Denzel Washington, Sean Penn, Ashton Kutcher und Will Ferrell sein wird?

moviepilot Team
Ines W. Ines Walk
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"Was die Oberflächen zeigen ist nur ein Teil der Wahrheit. Darunter steckt das, was mich am Leben interessiert: die Dunkelheit, das Ungewisse, das Erschreckende, die Krankheiten." (David Lynch)
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