Vom Nazi-Jäger zu Saruman

Die vielen Facetten des Christopher Lee

22.06.2015 - 19:00 Uhr
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© 20th Century Fox
Viel erlebt: Christopher Lee
Vergangene Woche ist der Schauspieler Christopher Lee im Alter von 93 Jahren verstorben. Vielen bleibt er für seine Rollen in den Hammer-Filmen und der Herr der Ringe-reihe in Erinnerung. Doch der Brite hatte noch einige andere Seiten, die viele sicher nicht kennen.

Mit dem Tod von Christopher Lee ist letzte Woche ein großer Schauspieler von uns gegangen. Nicht nur als Saruman in der Der Herr der Ringe-Reihe oder als Count Dooku in Star Wars wird er uns im Gedächtnis bleiben. Auch seine Darstellungen der Horrorgestalten Dracula oder Frankensteins Monster werden für immer Teil seines riesigen Film-Erbes sein. Doch auch einige andere Fakten über den Schauspieler Christopher Lee sollten nicht in Vergessenheit geraten. Deswegen zeigen wir euch heute ein paar der vielen Facetten des Akteurs, die ihr vielleicht noch nicht kanntet.

Lee, der Nazi-Jäger
Der 1922 geborene Brite war zur Zeit des Zweiten Weltkrieges für die Alliierten im Einsatz. Er war unter anderem bei der Royal Air Force tätig, wollte sogar als Pilot in den Krieg ziehen. Dies wurde ihm jedoch aufgrund eines kaputten Sehnervs nicht gestattet. Stattdessen arbeitete er in der Geheimdienstabteilung der britischen Luftwaffe und für Special Forces, die hinter feindlichen Linien agierten. Über letzteres musste er jedoch zeitlebens Stillschweigen  bewahren. Nach dem Ende des Krieges war Christopher Lee für die Nazi-Jäger des Central Registry of War Crimes and Security Suspects (CROWCASS) tätig. Diese waren auf der ganzen Welt unterwegs, um entflohene Nationalsozialisten aufzuspüren und einzufangen.

Lee als James Bond-Bösewicht Scaramanga

Lee, der Menschenfreund
In 93 Lebensjahren könnten wir sicherlich alle eine Menge Bekanntschaften schließen. Auch bei Christopher Lee war dies der Fall. So war er beispielsweise der einzige Der Herr der Ringe-Darsteller, der J.R.R. Tolkien getroffen hat. In einem Pub begegnete er dem Autoren, war jedoch so aufgeregt, dass er nicht mehr als ein "Wie geht es Ihnen?" heraus brachte.

Auch Schauspiellegende Errol Flynn kreuzte Lees Weg, wenn auch nicht auf eine ganz so angenehme Art. 1955 drehten sie gemeinsam eine Kampfszene für der Film Der dunkle Prinz. Zu dieser Zeit stand Flynn bei Dreharbeiten nahezu durchgängig unter Alkoholeinfluss, so auch an jenem Tag. Bei besagter Szene verletzte Errol Flynn Christopher Lee, allerdings nicht schwer, sodass sofort weiter gedreht werden konnte.

Über viele Ecken war Lee mit dem Schriftsteller Ian Fleming verwandt. Fleming war der Erfinder des berühmtesten Agenten ihrer Majestät: James Bond. Zusammen spielten sie des Öfteren eine Partie Golf. Lee war sogar zwischenzeitlich für die Rolle des Dr. No vorgesehen. Zu einer Darstellung in einem 007-Streifen kam es jedoch erst 1974, als Lee den Bösewicht Scaramanga in James Bond 007 - Der Mann mit dem goldenen Colt spielte.

Lee auf dem Cover zum ersten Charlemagne-Album

Lee, der Metal-Musiker
Mit 88 Jahren nahm Christopher Lee ein Musik-Album auf. Zur Überraschung aller handelte es sich bei Charlemagne: By the Sword and the Cross um eine Heavy-Metal-LP. Es folgten weitere Alben im harten Stil, unter anderem auch einige Weihnachts-Metal-Platten. Mit der Singe Jingle Hell brachte er es sogar auf Platz 22 der Billboard Charts, wodurch er zum ältesten Vertreter in dieser Hitliste gekürt wurde. (via moviepilot.com )

Was haltet ihr von Lees Musik?

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