Furioser als Fast 9: Das Action-Highlight des Sommers ist ein Musical mit überwältigenden Tanzszenen

In the Hights - Trailer (English) HD
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© Warner Bros.
In the Heights
25.07.2021 - 09:00 UhrVor 2 Monaten aktualisiert
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Fast and Furious 9 protzt mit gigantischen Actionszenen. Mit der unglaublichen Dynamik der Musical-Verfilmung In the Heights von Jon M. Chu kann er jedoch nicht mithalten.

Nachdem der letzte Kinosommer sehr mager ausgefallen ist, können wir uns aktuell kaum vor großen Action-Blockbuster retten. Während Vin Diesel mit seiner Fast & Furious-Familie durchs Kino rast, prügelt sich Scarlett Johansson als Black Widow durchs Marvel Cinematic Universe. Dazu gesellen sich King Kong und Godzilla und schon bald versammelt auch James Gunn sein Suicide Squad auf der großen Leinwand.

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Langweilig wird es dieses Jahr im Kino definitiv nicht. Der Film des Sommers kommt jedoch aus einer völlig anderen Ecke – es ist ein Musical. In the Heights sollte eigentlich vor einem Jahr schon starten, wurde aufgrund der Corona-Pandemie jedoch verschoben. Nun trifft die Verfilmung des gleichnamigen Musicals von Hamilton-Mastermind Lin-Manuel Miranda endlich in den hiesigen Lichtspielhäusern ein.

Musical-Ekstase: In the Heights ist der Film des Sommers

In the Heights sieht auf den ersten Blick nicht wie ein Actionfilm aus. Sobald die Figuren aber mit dem Singen und Tanzen anfangen, strahlt Jon M. Chus jüngste Regiearbeit eine Energie aus, mit der nicht einmal der Bombast von Fast 9 mithalten kann. Furiose Bewegungen ziehen in ihren Bann, während sich sogar ganze Straßenzüge in eine magische Bühne verwandeln, auf der Physik keine Rolle spielt.

Hier könnt ihr den Trailer zu In the Heights schauen:

In the Heights - Trailer (Deutsch) HD
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In the Heights entführt in den New Yorker Stadtteil Washington Heights. Hier lernen wir Usnavi (Anthony Ramos) kennen, der einen kleinen Laden besitzt und die gesamte Nachbarschaft kennt. Er träumt von der Dominikanischen Republik, ist allerdings nicht der Einzige mit großen Träumen in der Gegend. Auch Vanessa (Melissa Barrera), in die Usnavi heimlich verliebt ist, wünscht sich ein anderes Leben.

In Downtown will sie in der Modebranche durchstarten. So richtig schafft sie es aber nicht aus Washington Heights heraus. Nina (Leslie Grace) hingegen hat es sogar bis nach Stanford geschafft, schlussendlich wird sie an der prestigeträchtigen Uni aber nicht glücklich. In ihrer Heimat wartet zumindest Benny (Corey Hawkins) auf sie. Das ist die zweite Liebesgeschichte, um die es in dem Musical geht.

Von dieser Musical-Action kann Fast & Furious 9 nur lernen

Die Geschichte, die In the Heights erzählt, ist einfach gestrickt. Die Überzeugung, mit der sie vorgetragen wird, ist dafür umso beeindruckender. Nicht nur sind die Songs von Lin-Manuel Miranda ein Feuerwerk der Emotionen: Auch Jon M. Chus Inszenierung gehört zu den absoluten Highlights des Films. Jede Note findet sich in den Bildern wieder, während der Schnitt dem Takt der Lieder folgt. Alles ist unheimlich dynamisch.

Die sagenhaften Eröffnungsnummer von In the Heights:

In the Heights - Clip Opening (English) HD
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Die jüngsten Fast & Furious-Filme können sich von In the Heights einiges abschauen. Wo es bei den Autoverfolgungsjagden nur noch um die Größe und den Wahnsinn geht, zeigt In the Heights, dass das beste Spektakel aus etwas Kleinem heraus geboren wird. Viele Actionszenen funktionieren ähnlich wie eine Tanzchoreografie: Wo bei Fast & Furious die Autos durch die Gegend fliegen, tanzen in In the Heights die Menschen auf den Straßen.

In den neueren Fast & Furious-Filmen ist die Umgebung oft viel zu austauschbar. Wir bekommen aufwendige Spezialeffekte in Bewegung vorgesetzt, der Kontext fehlt jedoch. In the Heights macht das deutlich besser und stellt uns erst die Nachbarschaft, die Menschen und ihre Hoffnungen vor, ehe sich der Film in seinen Action- bzw. Tanzszenen verliert. Je mehr wir über diese Szenen wissen, desto mehr können wir uns in sie hineinversetzen.

Fast & Furious 9 schaltet gleich in den höchsten Gang und fühlt sich dadurch nur wie eine endlose Aneinanderreihung protziger Szenen an. In In the Heights können wir dagegen nachvollziehen, wie die Action entsteht. Das Ergebnis ist ein extrem kurzweiliger Sommer-Blockbuster, der für zweieinhalb Stunden komplett aus der Welt herausreißt und dennoch mit ihr verbunden ist.

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Werdet ihr euch In the Heights im Kino anschauen?

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