Haus des Geldes: Die berühmten Masken sollten erst ganz anders aussehen

13.04.2020 - 17:00 UhrVor 8 Monaten aktualisiert
0
0
Haus des GeldesAbspielen
© Netflix
Haus des Geldes
Auch in Netflix' 4. Staffel von Haus des Geldes tarnen die Bankräuber sich wieder mit ihren berühmten Masken. Doch statt Dalí hätte fast eine ganz andere Person für die Maske Pate gestanden.

Kaum etwas hat die spanische Serie Haus des Geldes so sehr geprägt wie die Masken, mit denen die Bankräuber ihre Identitäten verbergen. Das ist auch in Staffel 4 bei Netflix nicht anders. Die Dalí-Masken sind ganz buchstäblich zum Gesicht der Serie geworden.

Doch was 2017 das Aushängeschild eines Erfolgs-Phänomens wurde, war längst nicht von Anfang an in Stein (oder Plastik) gemeißelt. Denn die Serienschöpfer rund um Álex Pina hatten ursprünglich eine alternative Maske in Betracht gezogen.

Die ikonische Haus des Geldes-Maske zeigt Salvador Dalí

Haus des Geldes hat nach 4 Staffeln bei Netflix nicht nur eine Hymne (Bella Ciao) und eine Erkennungsfarbe, so rot wie die Uniformen der Geiselnehmer und Geiseln, sondern auch ein Gesicht als Serien-Wappen. Nein, die Rede ist nicht vom Professor (Álvaro Morte) oder Tokio (Úrsula Corberó), sondern von den Masken, die alle Bandenmitglieder tragen.

Haus des Geldes: die Dalí-Masken

Inspiriert wurde diese Gesichtsverdeckung dabei von der spanischen Persönlichkeit des surrealistischen Künstlers Salvador Dalí, der unter anderem als Maler, Bildhauer und Autor sowie im Filmbereich bei dem Klassiker Ein andalusischer Hund tätig war. Denver muss sich in der 1. Haus des Geldes-Staffel zwar erst erklären lassen, wer Dalí ist, doch den meisten Zuschauern weltweit dürfte sein Name oder zumindest seine zerfließenden Uhren ein Begriff sein.

Dass Haus des Geldes sich als spanische Serie eine spanische Berühmtheit zum Masken-Vorbild nahm, verwundert nicht. Spätestens nach 4 Staffeln ist die Dalí-Maske zum Erkennungszeichen der Serie und zum popkulturellen Symbol geworden. Netflix neue Haus des Geldes-Doku zeigt den Fans sogar, wie sie entworfen und erschaffen wurde. Doch die Geschichte der Maske hätte auch ganz anders verlaufen können.

Vor Staffel 4 bei Netflix: Fast hätte die Maske in Haus des Geldes anders ausgesehen

Unlängst holte die spanische Twitter-Seite von La Casa de Papel zum Netflix-Start von Season 4 nämlich einen fast vergessenen Fakt wieder hervor: Nach den anfänglichen Überlegungen hätte die Haus des Geldes-Maske auch eine ganz andere historische spanische Figur zeigen können:

Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle findest du einen externen Inhalt von Twitter, der den Artikel ergänzt. Du kannst ihn dir mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.

Twitter Inhalte zulassenMehr dazu in unserer Datenschutzerklärung

Wusstet ihr ... dass die Masken der Bankräuber auch Don Quijote hätten zeigen können? Aber am Ende haben wir uns für Dalí entschieden.

Don Quixote als Masken-Alternative für Haus des Geldes wäre keine reale geschichtliche Person gewesen, sondern eine Romanfigur, die sich schon zahlreicher Verfilmungen erfreut. Der vom Schriftsteller Miguel de Cervantes y Saavedra 1605 erschaffene alte Ritter aus der Mancha, der mit seinem Knappen Sancho Panza unterwegs ist, wäre damit ebenfalls kein Unbekannter gewesen. Seine Maske hätte bei Netflix dann einem Fan zufolge so aussehen können:

Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle findest du einen externen Inhalt von Twitter, der den Artikel ergänzt. Du kannst ihn dir mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.

Twitter Inhalte zulassenMehr dazu in unserer Datenschutzerklärung

Don Quijotes Kampf gegen Windmühlen hätte in Haus des Geldes symbolisch für den Kampf des (kleinen) Bankräubers gegen den (übermächtigen) Staat stehen können. Nicht von ungefähr hat die Haus des Geldes-Maske auch Eingang in das öffentliche Leben und die Protestkultur gefunden, wie es zuvor so wohl nur die Guy-Fawkes-Maske aus V wie Vendetta geschafft hatte (Ähnlichkeiten gibt es zwischen den beiden Masken durchaus).

Salvador Dalí / Haus des Geldes / The Man Who Killed Don Quixote / V wie Vendetta

Den größeren Wiedererkennungswert hat gegenüber Don Quijote aber wohl Dalís perfekt gestylter Schnauzbart. Er verlieh den Bankräubern aus Haus des Geldes zusammen mit den erstaunt erhobenen prägnanten Augenbrauen ihren ikonischen Look.

Kein Wunder also, dass die endgültige Maske in der Serie nur einmal gegen eine andere eingetauscht wird - nämlich während der ersten Staffel, in der die Polizei vergeblich versuchte, sich mit nachgemachten Dalí-Masken in die besetzte Notendruckerei einzuschleichen. Doch es kann eben nicht jeder diese Maske so rocken wie unsere Lieblingsbankräuber.

Podcast für Netflix-Nutzer: Wie gut sind Elite und Haus des Geldes?

In der neuen Folge Streamgestöber - auch bei Spotify  - prüfen wir die gehypten spanischen Serien Elite und Haus des Geldes und beantworten, ob sie sich lohnen:

Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle findest du einen externen Inhalt von Podigee, der den Artikel ergänzt. Du kannst ihn dir mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.

Podigee Inhalte zulassenMehr dazu in unserer Datenschutzerklärung

Mit Haus des Geldes und Elite kommen zwei der derzeit angesagtesten Netflix-Serien aus Spanien. Warum ausgerechnet Spanien bei Netflix boomt, wie gut Elite und Haus des Geldes wirklich sind und welche spanischen Serien und Filme sich sonst noch lohnen, ergründen Andrea, Esther und Jenny.

Glaubt ihr, eine andere Maske hätte für Haus des Geldes genauso gut funktioniert?

Das könnte dich auch interessieren

Schaue jetzt

Kommentare

Aktuelle News