I Am Legend mit Will Smith-Klon: Es gab große Pläne nach dem ersten Teil

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I Am Legend
17.01.2020 - 19:00 Uhr
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Zum postapokalyptischen Drama I Am Legend mit Will Smith gab es einst Fortsetzungs- und Prequelpläne. Warum es dazu nicht kam, hängt auch mit dem Ende zusammen.

Wenige Jahre bevor The Walking Dead die heimischen Bildschirme eroberte, hätte ein ganz anderes postapokalyptisches Franchise entstehen können. 2007 startete mit I Am Legend die bis dato letzte Verfilmung des gleichnamigen Romans (dt. Titel: Ich bin Legende) aus der Feder von Richard Matheson. Trotz Starpower in Form von Will Smith und ordentlichen Einspielergebnissen zog der Streifen keine weiteren Teile nach sich.

Zur TV-Ausstrahlung von I Am Legend am heutigen Abend um 22:10 Uhr bei ProSieben sagen wir euch, welche Ideen für weitere Filme einst angedacht waren und warum diese auch auf Grund des Endes letztlich nicht realisiert wurden.

I Am Legend: Konkrete Pläne für mindestens ein Prequel

Darum geht es In I Am Legend: Will Smith spielt den Wissenschaftler Robert Neville, der nach dem Ausbruch eines Virus als einziger Mensch im verlassenen New York zurückbleibt. Seine einzige Begleiterin durch die Häuserschluchten der Ostküstenmetropole ist Hundedame Samantha, während er täglich Nachrichten in der Hoffnung auf weitere Überlebende aussendet und nach einer Heilung sucht. Unterdessen fluten lichtscheue Mutanten, die aus infizierten Personen entstanden, des Nachts die Straßen.

Das sind die Pläne für weitere Filme: Ursprünglich gab es Pläne, die Vorgeschichte von I Am Legend in Form eines oder womöglich mehrerer Prequels zu erzählen. Laut Produzent und Co-Autor Akiva Goldsman gab es bereits ein entsprechendes Drehbuch, wie er 2014 gegenüber io9  erklärte. Der Plot drehte sich demnach um den ersten Ausbruch des Virus während einer Parade an Thanksgiving.

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Dieses bzw. ein anderes Prequel (Goldmans Aussagen sind hier etwas undeutlich) hätte einige Zeit danach angesetzt und von einer Art Wanderung nach Washington erzählt. Es habe in jenem Zeitraum gespielt, in dem die Weltbevölkerung durch das Virus stark dezimiert wurde. Im Laufe der Geschichte sollte sogar ein infizierter Elefant auftauchen, der aus einem Zoo ausbrach.

I Am Legend: Auch ein Sequel und ein Reboot waren in Planung

Im selben Interview sprach Goldsman über Pläne eines Nachfolgers, der die Geschichte von I Am Legend weitererzählt hätte. Auch hierzu sei ein Skript geschrieben worden. Dieses habe erneut mit der Hauptfigur des Originals begonnen. Diesmal habe es sich jedoch um einen Klon von Wissenschaftler Nevillle gehandelt.

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2014 berichte Deadline  schließlich, dass Warner Bros. ein Reboot ohne Will Smith plane. Dieser habe sich ablehnend gegenüber Sequels gezeigt. Als Vorlage sollte das von Gary Graham geschriebene Drehbuch A Garden At The End Of The World dienen, das ursprünglich gar nicht im I Am Legend-Universum angesiedelt gewesen sei. Allerdings habe es ausreichend Ähnlichkeiten hinsichtlich der Thematik sowie Mythologie des Films gegeben, sodass er um eine Neufassung gebeten worden sei.

I Am Legend-Regisseur nennt Gründe für gescheiterte Pläne

Letztlich wurde keiner der Pläne für I Am Legend umgesetzt. 2018 äußerte sich mit Francis Lawrence der Regisseur des Films im Happy Sad Confused Podcast  zu dem Thema und sprach auch darüber, warum weder ein Sequel noch ein Prequel realisiert wurden. Er habe nicht gewusst, wie er einen Nachfolger realisieren sollte, was auch mit dem Ende des Dramas zusammenhängt.

Vorsicht, es folgen Spoiler zu I Am Legend. Im Finale gelingt es Will Smiths Hauptfigur, eine Heilung gegen den Virus zu finden. Von Mutanten umzingelt überlässt er den beiden zuvor gefundenen Überlebenden Anna (Alice Braga) und dem Jungen Ethan (Charlie Tahan) das Gegenmittel. Um seinen Wirkstoff und die Menschheit zu retten, sprengt sich Neville zusammen mit den Infizierten in die Luft.

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"Er starb am Ende des Films, wir können es nicht nochmal machen", so Lawrence. Eine (nicht ernst gemeinte) Alternative wäre gewesen, etwas "wirklich Dummes" zu machen, was in etwa so hätte aussehen können: "Wissenschaftler haben seine DNS genommen und ihn irgendwie wiederbelebt!"

Es gibt übrigens ein alternatives, ambivalenteres Ende. Hierin erkennt der Anführer der Mutantengruppe ein weibliches Mitglied, das Neville als Testversuch nutzte. Zwischen den beiden entsteht ein tiefes Verständnis. Der Anführer will sein letztlich entführtes Mitglied lediglich wiederhaben. Schließlich überlässt Neville ihm die Infizierte wieder und kann gemeinsam mit Anna, Ethan und der Heilung in ein Lager für Überlebende fahren. Spoiler-Ende

Auch ein I Am Legend-Prequel sei laut Lawrence nicht in Frage gekommen. Dieses wäre letztlich auf einen Film hinausgelaufen, den es bereits gab: Steven Soderberghs dramatischer Pandemiethriller Contagion von 2011.

Hättet ihr gerne mehr von I Am Legend mit oder ohne Will Smith gesehen?

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