In der Theorie

Kevin - Allein zu Haus war erster Slasherfilm unserer Kindheit

05.11.2015 - 12:00 Uhr
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Home Alone - Trailer (Englisch)
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Die Party kann beginnen - Kevin - Allein zu HausAbspielen
© 20th Century Fox
Die Party kann beginnen - Kevin - Allein zu Haus
Kevin McCallister aus Kevin - Allein zu Haus ist vielleicht gar nicht der tapfere kleine Held, für den wir ihn immer gehalten haben. Der Film offenbart erschreckende Ähnlichkeiten zu Slasherfilmreihen wie Freitag der 13. und Halloween. Seht selbst!

Sie bekommen Balken ins Gesicht geschleudert und werden mit einem Flammenwerfern angezündet - die Gangster Harry (Joe Pesci) und Marv (Daniel Stern) in Kevin - Allein zu Haus bekommen jede Menge Gegenwehr vom 8-jährigen Kevin (Macaulay Culkin), der sein Heim ganz alleine vor ihnen schützen muss. Doch war unser vermeintlicher Held vielleicht statt eines tapferen Jungen viel eher der erste Slasher unserer Kindheit? Laut einer Theorie von Hopes and Fears  sollen die Parallelen zwischen Kevin McCallister und Serienkillern aus Slasherfilmreihen wie Jason Voorhees aus Freitag der 13. und Michael Myers aus Halloween deutlich sein. Zumindest sind die Fallen, die Kevin den Banditen stellt, alles andere als Kinderkram.

Fiese Fallen

Mehr: Kevin – Allein zu Haus als Horrorfilm

Der Artikel von Rhett Jones stellt die These auf, dass John Hughes mit seinem Drehbuch für Kevin - Allein zu Haus den Slasherfilm für das kindliche Publikum etablierte. Jones sieht deutliche Parallelen zwischen Kevin, Myers und Voorhees:

Der beste Grund dafür, einen Slasherfilm zu sehen, ist immer die gut gestaltete Tötung. Dasselbe gilt für Kevin - Allein zu Haus, der eigentlich ein ziemlich abgefuckter Film ist. [...] Kevin - Allein zu Haus macht aus unserem Protagonisten tatsächlich "den Killer", was in Slasherfilmen nicht viel anders ist, in denen, klassischerweise, die Zuschauer dazu gebracht werden, den Schurken-Protagonisten anzufeuern. [...] Anders als in Slasherfilmen muss es der unaufhaltbare Kevin allein zu Hause mit größtenteils unaufhaltbaren Antagonisten aufnehmen, den Dieben, die immer wieder aufstehen. Er wird verfolgt. Er wird der Verfolger. Er ist ein Opfer und ein Bösewicht. Slapstick-Folter folgt.

Jones stützt seine These auf einige Gemeinsamkeiten mit Elementen von Slasherfilmen wie dumme Protagonisten (hier die "feuchten Banditen") und die ausgetüftelten Fallen, die Kevin aufbaut und die die Banditen eigentlich töten müssten.

In diesem Honest Action-Clip der Screen Junkies  wird analysiert, wie tödlich Kevins Fallen tatsächlich waren:


Außerdem nennt Jones bekannte Filmtropen aus Slasherfilmen wie unbrauchbare Erwachsene & die nutzlose Polizei, und es gibt einen unaufhaltsam erscheinenden Protagonisten samt improvisierter (Mord)Waffen.

Wie der A.V. Club  spekuliert, haben diejenigen, die mit dieser Kinderversion eines Slasherfilms aufwuchsen, Filmreihen wie Final Destination und Saw am Leben gehalten. Bei Kevin - Allein zu Haus hätten sie ja bereits Geschmack an einem brutalen Schurken-Protagonisten mit kreativen Fallen bekommen.

Was sagt ihr zu dieser Theorie?

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