Marvel versaut Iron Mans Nachfolge – trotz riesigem Potenzial

20.11.2022 - 11:00 UhrVor 11 Tagen aktualisiert
13
0
Black Panther: Wakanda ForeverDisney
In Black Panther: Wakanda Forever wird Riri Williams aka Ironheart eingeführt. Eigentlich ist das Technik-Genie die ideale Tony Stark-Nachfolgerin. Nur leider macht der Film nichts daraus.

Der Tod von Tony Stark hat eine riesige Lücke im MCU hinterlassen. Andere Superhelden wie Doctor Strange werden immer wieder als Ersatz gehandelt – oder zumindest als ähnlich zentrale Figur. Doch ein neuer Iron Man war im Marvel-Universum nicht in Sicht. Bis jetzt.

Black Panther: Wakanda Forever führt die brillante Studentin Riri Williams (Dominique Thorne) aka Ironheart als lässige Iron Man-Nachfolgerin ein. Sogar mit ähnlichem Anzug! Leider weiß der MCU-Blockbuster neben ihrer Vorstellung fast nichts mit der neuen Figur anzufangen und das ist auf gleich mehreren Ebenen enttäuschend.

Schaut hier noch einen Clip aus Black Panther: Wakanda Forever:

Black Panther: Wakanda Forever – Clip Angriff aufs Labor (Deutsch) HD
Abspielen

Ironheart ist die perfekte Mischung aus Tony Stark und Peter Parker – eigentlich

Der erste Auftritt von Dominique Thorne als Riri Williams bringt die Marvel-Figur direkt mit viel Energie und coolem Charisma ins MCU. Als extrem talentierte MIT-Studentin, die heimlich an einem eigenen Superhelden-Anzug bastelt, wirkt sie direkt wie eine Mischung aus dem größenwahnsinnigen Charme von Tony Stark (Robert Downey Jr.) und dem jugendlichen Übermut von Tom Hollands Peter Parker.

Riri ist klug und verkauft ihren Mitstudierenden Arbeiten und Prüfungslösungen gegen Geld. Für ein Schulprojekt erfindet sie ein Gerät, mit dem sich Vibranium orten lässt, und gibt den USA damit unwissentlich ein mächtiges Instrument in die Hand. Hier kommen dann auch Shuri (Letitia Wright) und Okoye (Danai Gurira) ins Spiel, die Riri in ihrer Studentinnenbude aufsuchen und nach Wakanda bringen.

Hier unterstützt sie Shuri und Co. nicht nur beim Kampf gegen Namor (Tenoch Huerta), sondern baut sich auch ihren ersten richtig professionellen Anzug, ihre Entsprechung zu Iron Mans Mark. Dabei hat Riri natürlich immer einen witzigen Spruch auf den Lippen oder wirkt in Anbetracht der Tragweite des kommenden Kampfes ganz authentisch überfordert – wie Spider-Man.

Leider gerät Ironheart nach ihrer tollen Einführung direkt wieder in den Hintergrund und wirkt beinahe wie eine Statistin, die zufällig ein Genie ist und in einem ziemlich mächtigen Anzug durch die Gegend fliegt.

Black Panther 2 wiederholt mit der Iron Man-Nachfolgerin ein großes Problem, das Marvel aktuell hat

Ein ähnliches Problem hatte dieses Jahr auch schon Doctor Strange in the Multiverse of Madness. Hier wurde mit America Chavez (Xochitl Gomez) ebenfalls eine eigentlich coole neue Superheldin vorgestellt, die schnell zur Nebenfigur und blassen Stichwortgeberin degradiert wurde. Und das sollen die Charaktere sein, auf denen die Zukunft des MCU lastet?

Black Panther: Wakanda Forever begeht denselben Fehler wie das Doctor Strange-Sequel. Dank des Charismas von Dominique Thorne hat Ironheart riesiges Potenzial als junge Iron Man-Nachfolgerin, doch der MCU-Blockbuster hat entweder nicht genug Raum für oder nicht genug Interesse an der Figur, um sie als Teil des Ensembles strahlen zu lassen. Eigentlich fehlt nur eine Einblendung im Film: "Mehr zu Riri Williams gibt's in der kommenden Ironheart-Serie. Schon bald bei Disney+!"

Die soll 2023 starten und sich um den Kampf zwischen Technologie und. Magie drehen. Dass Ironheart in Wakanda Forever also erstmal nur angeteast wird, um die Fans heiß auf ihre Serie zu machen, ist aus Marketing-Gründen verständlich. Wenn Riri Williams aber wirklich in die riesengroßen Fußstapfen von Robert Downey Jr.s Iron Man treten soll, hätte man ihr erlauben sollen, einen bleibenderen Eindruck zu hinterlassen. Schließlich hätte Tony Stark eine Sache nie zugelassen: sich in den Hintergrund drängen zu lassen.

Mehr Black Panther 2 im Podcast: Lohnt sich Wakanda Forever im Kino?

In der neuesten Ausgabe des FILMSTARTS-Podcast Leinwandliebe sprechen Moderator Sebastian, Yves von Moviepilot und FILMSTARTS-Redakteur Pascal über den Marvel-Blockbuster Black Panther 2. Ob Chadwick Boseman hier ein würdiger Abschluss geboten wird und ob der Film darüber hinaus auch funktioniert, erfahrt ihr im Podcast.

Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle findest du einen externen Inhalt, der den Artikel ergänzt. Du kannst ihn dir mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.

Externe Inhalte zulassenMehr dazu in unserer Datenschutzerklärung

Leinwandliebe  ist der wöchentliche Kino- und Film-Podcast unserer Kollegen und Kolleginnen von FILMSTARTS.

*Bei diesen Links handelt es sich um sogenannte Affiliate-Links. Bei einem Kauf über diese Links oder beim Abschluss eines Abos erhalten wir eine Provision. Auf den Preis hat das keinerlei Auswirkung.

Wie fandet ihr Ironheart in Black Panther: Wakanda Forever?

Das könnte dich auch interessieren

Angebote zum Thema

Kommentare

Aktuelle News