Nicht nur ein Star Wars-Held: John Boyega ist auch im echten Leben ein Vorbild

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John Boyega in Star Wars 9: Der Aufstieg Skywalkers
05.06.2020 - 09:45 UhrVor 22 Tagen aktualisiert
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Nicht nur im Kino führt John Boyega die Rebellion gegen ein unterdrückendes Imperium an. Auch im echten Leben beweist der Schauspieler gerade jetzt, dass er eine eigene Stimme hat.

In den vergangenen Jahren hat sich John Boyega vor allem als Sternenkrieger einen Namen gemacht. Gemeinsam mit Daisy Ridley führte er die neue Star Wars-Trilogie an und zog auf Seiten des Widerstands in den Kampf gegen die Erste Ordnung. Auch außerhalb des Kinos besitzt John Boyega eine eigene Stimme, wie er kürzlich bei einem Protest gegen Rassismus und Polizeigewalt bewiesen hat.

Unmissverständlich spricht er sich gegen die Missstände aus, die zuletzt durch den gewaltsamen Tod von George Floyd in den USA deutlich wurden. Bei einer Black Lives Matter-Demonstration im Londoner Hyde Park fordert der britische Schauspieler ein "lebenslanges Engagement" gegen die Unterdrückung, damit sich die Welt in einen besseren Ort verwandeln kann.

John Boyega setzt sich gegen Rassismus ein

"Jeder schwarze Mensch hier kennt den Moment, in dem ein anderer ihn zum ersten Mal daran erinnert hat, dass er schwarz ist", berichtet John Boyega, der den Appell mit persönlichen Erfahrungen untermauert. "Es ist sehr, sehr wichtig, dass wir in diesem Moment die Kontrolle behalten und das alles so friedlich wie möglich gestalten." Nachfolgend könnt ihr euch die leidenschaftliche Rede vom Mittwoch anschauen:

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Damit gehört John Boyega zu den Filmstars, die am unmissverständlichsten die aktuellen Ereignisse kommentiert haben - und das nicht zum ersten Mal. Bereits im Zuge seines Star Wars-Castings wurde er mit rassistischen Beleidigungen konfrontiert, gerade nach der Enthüllung des Teaser-Trailers zu Star Wars 7: Das Erwachen der Macht, der uns Ende 2014 einen ersten Blick auf Finn gewährte.

In Star Wars zuerst ein Überläufer ohne Überzeugung

Ein schwarzer Stormtrooper in der weit, weit entfernten Galaxis? Damit hatten einige Menschen offenbar ein Problem. Auf Instagram reagierte John Boyega damals mit einem entschlossenen "Gewöhnt euch daran", wie es der Hollywood Reporter  festhält. Zuvor kämpfte er in seinem Durchbruchsfilm Attack the Block gegen Aliens und soziale Ungleichheit im Londoner Stadtteil Brixton.

In Star Wars hat er diesen Kampf fortgesetzt, zuerst als jemand, der aus der Not heraus die Seiten wechselt, später als überzeugtes Mitglied des Widerstands. Besonders spannend gestaltete sich dabei das hadernde Kapitel in Finns Geschichte, wenn er in Star Wars 8: Die letzten Jedi von Rose Tico übermannt wird und die wichtigste Lektion seines Lebens lernt: "Nicht bekämpfen, was wir hassen, sondern retten, was wir lieben."

John Boyega in Star Wars 7: Das Erwachen der Macht

Wo Finn über den Lauf von drei Filmen seinen Platz in der Galaxis erst finden musste, hat John Boyega diesen in der Welt längst gefunden. Seit Jahren teilt er auf Instagram nicht nur extrem humorvolle Videos, sondern gibt ebenso Einblick in sein privates Leben - und dazu gehören auch die nigerianischen Wurzeln seiner Familie. Als Botschafter nutzt John Boyega hier bewusstseinsbildend seine Plattform und seine Reichweite.

John Boyega als Inspiration und Vorbild

Nicht nur ein gewisser, sondern ein bemerkenswerter Idealismus gehört da auch dazu. Es ist alles andere als selbstverständlich, wenn John Boyega im Hyde Park auf Augenhöhe mit allen anderen Demonstranten seine Erfahrungen teilt. "Ich spreche aus meinem Herzen zu euch. Ich weiß nicht, ob ich danach noch eine Karriere habe, aber scheiß drauf", lauten die emotionalen Worte unter Tränen.

John Boyega weiß genau, für was er kämpft, und vertritt damit eine neue, junge Generation an Schauspielern, die die Industrie in den nächsten Jahren verändern werden. Vorteilhafte Karriereentscheidungen stehen da nicht zwangsläufig an erster Stelle. Stattdessen wird John Boyega mit seiner eigenen Stimme, die definitiv etwas zu sagen hat, zur Inspiration und zum Vorbild, gleichermaßen für Kollegen wie Fans.

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John Boyegas direkte Leidenschaft überzeugt und steckt an: Die Liste seiner Unterstützer ist lang und namhaft: Cathy Yan, Jordan Peele, Egar Wright, Olivia Wilde und J.K. Rowling sprechen ihren Support aus. Auch aus der Star Wars-Familie kommen unterstützende Worte, etwa von Luke Skywalker-Darsteller Mark Hamill und den Social-Media-Kanälen von Lucasfilm, die sich auf John Boyegas Seite stellen.

Auch wenn das nur einer von vielen Schritten ist, sorgen John Boyegas Worte jetzt schon für Reaktionen, auf die hoffentlich noch viele weitere folgen werden. "Wir können uns alle zusammenschließen, um die Welt zu einem besseren Ort zu machen", sagt er, ohne dabei selbst im Zentrum zu stehen. Stattdessen ist es am Ende schlicht die Solidarität eines Filmstars, der sich unerschrocken gegen Ungerechtigkeit einsetzt.

Wie steht ihr zu John Boyega und seinen starken Worten?

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