Offiziell bestätigt: Das alte DCEU kehrt nie wieder zurück

Justice League
© Warner Bros.
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Zuletzt erlebte das DC Extended Universe (DCEU) ein Erfolgserlebnis. Nach dem Flop von Justice League Ende 2017 avancierte der gut ein Jahr später angelaufene Aquaman nicht nur zum erfolgreichsten DCEU-Film bisher, sondern sicherte sich auch den Titel als umsatzstärkster DC-Streifen überhaupt.

Trotzdem ist das Franchise in seiner einstigen Form erst einmal tot. Stattdessen steht nun ein anderer Ansatz im Fokus, wie Warner Bros.' Geschäftsführer Kevin Tsujihara der L.A. Times unlängst erklärte. Was ist von Batman, Wonder Woman und den anderen Superhelden künftig zu erwarten?

Das sind Warners Pläne für das DCEU

Auf die angesprochene Strategie des Filmstudios hinsichtlich des DCEU zeigte sich Tsujihara zunächst zuversichtlich für die Zukunft:

Die bevorstehende Auswahl mit Shazam!, Joker, Wonder Woman 1984 und Birds of Prey fühlt sich danach an, als befinden wir uns auf dem richtigen Weg. Wir haben die richtigen Leute in den richtigen Jobs, die daran arbeiten.

Keine verbundenen DC-Filme mehr

Im Folgenden äußerte sich der Geschäftsmann konkreter über den derzeitigen Stand des DCEU. Im Zuge dessen erläuterte er die aktuellen Pläne mit dem DC-Franchise um Superhelden, wie Batman, Wonder Woman und Aquaman. Von der Idee eines eng zusammenhängenden Filmuniversums müssen wir uns erst einmal verabschieden:

Das Universum ist nicht so verbunden, wie wir vor fünf Jahren dachten. Man sieht einen viel größeren Fokus auf individuelle Erfahrungen um die einzelnen Charaktere. Das heißt nicht, dass wir nicht irgendwann zu dieser Idee eines verbundenen Universums zurückkehren werden. Aber es fühlt sich so an, dass dies gerade die richtige Strategie für uns ist.

Zumal wichtige Akteure wie Henry Cavill (noch nicht bestätigt) und Ben Affleck als Batman das Franchise wohl verlassen. Sollte DC also tatsächlich irgendwann zu einem Shared-Universe-Ansatz zurückkehren, sähe das "DCEU" ganz anders aus.

Das DCEU befindet sich in einem Umbruch

Ganz überraschend kommen die Aussagen von Tsujihara zum Stand des nur inoffiziell als DCEU betitelten Comic-Franchises nicht. Schon James Wans Aquaman war angelegt als für sich stehender Film, der nicht die Last eines mit Referenzen und erzählerischen Zwangsverbindungen angereicherten Franchise-Ablegers mit sich trug.

Im Gegensatz zu Disneys geölter Maschine des Marvel Cinematic Universe (MCU) wirkte Warners DCEU in den vergangenen Monaten auf einige außenstehende Beobachter chaotisch. Tatsächlich befindet sich das Franchise in einem Umbruch, mit dem es sich klar vom MCU abkapselt.

Laut Forbes sind die meisten DC-Gerüchte falsch. Vielmehr ergibt sich ein Bild der Entschlackung bei Warners Superhelden-Reihe, die seit jeher für einen deutlich individuelleren Ansatz mit Fokus auf den Filmemacher stand als die Marvel-Konkurrenz mit dem von Kevin Feige zentralisiert geführten MCU.

Neue Helden für das DC-Universum

Statt auf die immergleichen Aushängeschilder wie Batman zu setzen, betreten andere Helden und Schurken die Bühne, allen voran der Joker mit Joaquin Phoenix in der Hauptrolle, der früh als "düsterer und geerdeter, knallharter Kriminalfilm" mit überschaubarem Budget bezeichnet wurde und somit schnell zu einer Art Gegenentwurf des modernen Superhelden-Spektakels avancierte. Schon damals hieß es, er entstehe im Rahmen einer Initiative bei Warner, mit der vom DCEU losgelöste Filme entstehen sollen. Diese Befreiung ist nun offenbar in vollem Gange.

Wie seht ihr die Zukunft des DCEU?

Moviepilot Team
NeonFox Alexander Börste
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