Aquaman ist der erfolgreichste Film im DCEU: So hat er Batman geschlagen

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Redakteurin bei moviepilot.de, schreibt am liebsten über Game of Thrones und Filme, die in Nudel-Restaurants in Hongkong spielen.

In der Schwemme der Superheldenfilme der letzten Jahre war Aquaman ein echtes Wagnis. Umso mehr überrascht der Erfolg des Films aus dem DC Extended Universe. Der Blockbuster mit Jason Momoa schwimmt geradewegs auf die 1-Milliarde-Dollar-Marke an den Kinokassen zu. Damit wird er der erfolgreichste Film des DCEU und der erste DC-Film seit The Dark Knight Rises von Christopher Nolan, der die Milliarde knackt. Lange Zeit galt der feuchtfröhliche Held als Lachnummer im Superhelden-Milieu. Nun triumphiert das gebeutelte DC-Universum ausgerechnet mit ihm - und übertrifft einige Filme aus dem Marvel Cinematic Universe. Nehmen wir also den Erfolg von Aquaman unter die Lupe!

Ein Superhelden-Blockbuster als Wagnis? Tatsächlich war der Erfolg der witzigsten Figur im DCEU nicht so selbstverständlich, wie er im Nachhinein erscheint. Zwar sitzt mit James Wan ein Regisseur am Steuer, der bereits einen Milliarden-Blockbuster vorweisen kann (Fast & Furious 7), doch gab es für einen Schiffbruch an den Kinokassen Gründe genug (und damit werden die Wasser-Metaphern im folgenden Artikel über Bord geworfen, versprochen).

Was stand dem Erfolg von Aquaman im Weg:

  • Justice League (2017), der erste Film, in dem Jason Momoas Aquaman eine größere Rolle hatte, war ein Misserfolg. Kein guter Start ...
  • Jason Momoa hat vor Aquaman keinen erfolgreichen Film getragen. Oder erinnert sich jemand an Conan (2011)?

So erfolgreich ist Aquaman an den Kinokassen:

Aquaman hat einen Großteil seines Geldes weltweit eingespielt, doch auch in seinem Heimatland ist er ein Erfolg, der seit drei Wochen die Kino-Charts regiert:

  • In Deutschland hat Aquaman mit 1,4 Millionen Zuschauern bereits 15,6 Millionen Euro eingespielt. Damit hat er Venom getoppt und könnte Black Panther (1,8 Millionen Besucher) einholen.
  • In den USA liegt Aquaman nach drei Wochenenden bei 260 Millionen Dollar. Mangels Konkurrenz an den Kassen dürfte er Man of Steel (290 Mio.) und Deadpool 2 (324 Mio.) einholen.
  • Weltweit hat Aquaman insgesamt 943 Millionen Dollar eingespielt und Filme wie Batman v Superman, Wonder Woman, Spider-Man: Homecoming, Thor 3: Tag der Entscheidung und Guardians of the Galaxy Vol. 2 überholt. Die Milliarde ist ihm sicher.

    Aquaman hat einen Trumpf im Box Office-Ärmel

    China ist entscheidend für den Erfolg von Aquaman: Aquaman lief zwei Wochen vor der US-Auswertung in China an. Bislang hat Aquaman dort 280 Millionen Dollar eingenommen. Dort läuft er besser als andere DC-Filme.

    Der DC-Blockbuster ähnelt einheimischen Fantasy-Hits aus China wie The Mermaid oder den Monkey King-Filmen. Das liegt einerseits am Einsatz von CG-Effekten, aber auch am Comedy-Anteil und der Vielzahl unterschiedlicher Welten und Wesen. Wie die Variety anmerkt, konnte Aquaman zudem mangels starker Konkurrenz in China durchstarten.

    Die wichtigsten Gründe für den Erfolg von Aquaman

    Als Superheldenfilm ist Aquaman eine Besonderheit, nicht nur innerhalb der Filme des DCEU. Folgende Punkte dürften ihm zum Milliardenerfolg an den Kinokassen verholfen haben:

    • Aquaman ist ein Fantasy-Film für die ganze Familie. Er füllt die winterliche Lücke, die von den Hobbit- und Star Wars-Filmen hinterlassen wurde. Starts kurz vor Weihnachten locken Familien an und können sich bis in den weniger umkämpften Januar halten.
    • Die Konkurrenz blieb hinter den Erwartungen zurück. Bumblebee leidet unter der Transformers-Müdigkeit und das Musical Mary Poppins' Rückkehr hat eine engere Zielgruppe als Aquaman.
    • Jason Momoa ist beliebter, als seine Kinofilme andeuten. Momoas Game of Thrones-Figur bleibt populär und seine Social Media-Präsenz ebenso (8,9 Millionen Follower bei Instagram). Der muskulöse Aquaman als Schauwert ist in dem Film wichtiger als alle Haie und Krustentierarmeen zusammen. Er bringt Zielgruppen ins Kino, die mit DC-Superhelden nichts anfangen können.
    • Zuschauer mögen Aquaman. Bei den Kritikern kam das Wasserabenteuer besser an als die meisten DCEU-Filme und beim Publikum auch. Hinzu kommt die reiblungslose Produktion. Es gab kaum negative Berichte im Umfeld des Films. Das hat Aquaman DCEU-Kollegen wie Justice League, Suicide Squad und Batman v Superman voraus.
    • Aquaman bleibt standhaft. Bis zum Start von Glass Mitte Januar kann der DC-Film die US-Charts dominieren. Die Zuschauer bleiben ihm treu, die Mundpropaganda ist positiv, sodass der Film an seinem zweiten und dritten Wochenende nicht eingebrochen ist.

    Ist das DCEU jetzt gerettet?

    Zunächst einmal: Das DCEU ist kein Flop-Fließband. Allen Untergangsvisionen zum Trotz haben die Filme des DC Extended Universe vor dem Aquaman-Start immerhin 3,8 Milliarden Dollar eingespielt. Aquaman beweist nach Wonder Woman erneut, dass die DC-Filme ein breites Publikum haben. Es will nur richtig angesprochen werden. Vor allem unterstreicht Aquaman den Erfolg von DC-Superhelden-Filmen, die für sich allein stehen.

    Genauso wichtig für die strategische Zukunft der DC-Filme dürfte jedoch Shazam! im April werden. Hier haben wir es mit einem absoluten Kino-Neuling mit einem wesentlich weniger bekannten Star zu tun. Eine Tragik auch, dass Jason Momoa nicht in jedem Film mitspielen kann ...

    Wer jetzt noch Fragen hat, kann in einem weiteren Artikel alles nachlesen, was ihr über Aquaman wissen müsst.

    Quellen: Forbes, Entgroup, Box Office Mojo, Deadline

    Habt ihr mit einem dermaßen großen Erfolg für Aquaman gerechnet?

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