Orange Is the New Black - Staffel 6 haucht der Serie neues Leben ein

Orange Is the New Black
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Orange Is the New Black
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Seit Freitag gibt es auf Netflix die lang erwartete 6. Staffel von Orange Is the New Black. Nachdem die Frauen in der 5. Staffel mit einem Gefängnisaufstand Litchfield auf den Kopf gestellt haben, müssen sie nun ihrer alten Umgebung Adieu sagen. Der Abschied von den altbekannten Khaki-Uniformen fällt in gewisser Hinsicht schwer, schließlich war dieses Gefängnis seit fünf Staffeln ein fester Bestandteil der Serie. Doch eben dieser Abschied ist genau das, was die Serie bitter nötig hatte. Nach fünf Staffeln ist es Zeit, dass wir uns langsam, aber sicher von dem Orange Is the New Black verabschieden, das wir in den letzten 60 Episoden kennengelernt haben, und den Neuanfang der Serie mit offenen Armen empfangen. Ein neues Gefängnis, neue Insassen, neue Wärter und neue Uniformen sollen in den kommenden Staffeln von Orange Is the New Black für einen frischen Wind sorgen.

Darum hat Orange Is the New Black einen Neuanfang bitter nötig

Schon mit der 5. Staffel gelang es der Serie, endlich für eine leichte Erfrischung zu sorgen, denn nach vier Staffeln wirkten die Figuren verbraucht. Es war vor allem die 1. Staffel von Orange Is the New Black, die für einen frischen Wind in der Serienlandschaft gesorgt hat. Ein ständiger Wechsel zwischen Drama und Komödie, ein großartiges Ensemble und die Thematisierung von gesellschaftlichen und politisch relevanten Themen waren ausschlaggebend für den großen Erfolg der Netflix-Serie. Schon nach der 1. Staffel aber verlor die Serie ihren Biss, ehe in der 2. und 3. Staffel versucht wurde, die Zuschauer mit aberwitzigen Geschichten über jeweils 13 lange Episoden zu unterhalten. Auch der stetige Wachstum des Ensembles und der Anzahl der Inhaftierten Frauen, konnten von der unnötigen Überstrapazierung der Geschichten nicht ablenken, sodass die gewünschte Abwechslung immer seltener eintraf.

Die 4. Staffel von Orange Is the New Black ist die politischste und dramatischste der Serie. Ab diesem Zeitpunkt schien die Serie wieder Fuß zu fassen und zu ihren alten Stärken zurückzufinden. Vor allem das Ende der vierten Runde diente als Startschuss für den lang erwarteten Neuanfang, den Orange Is the Black bitter nötig hatte, konkret in Form eines erschütternden Cliffhangers. Die 5. Staffel, so absurd und skurril wie die ersten Folgen der Staffel auch wirken mögen, ist eine der stärksten Staffeln der ganzen Serie, denn den Machern gelingt es nicht nur den gewohnten Themenreichtum (Rassismus, Sexismus, Sexualität, Gewalt, Ungerechtigkeit etc.) perfekt wiederzugeben, sondern ihnen gelingt es auch, diese Themen in einer ungewohnten Dichte zu verpacken. Die 5. Staffel ist das perfekte Ende von Orange Is the New Black wie wir es kennen und gibt gleichzeitig den Startschuss für ein neues Kapitel in der Geschichte der Serie.

Jetzt muss sich Orange Is the New Black neu erfinden

Nach den letzten fulminanten 13 Episoden heißt es für die Damen aus Litchfield raus aus dem Kuschelknast und rein in den Hochsicherheitstrakt. Das bedeutet nicht nur, dass wir uns von dem alten Litchfield, wie wir es aus den vergangen fünf Staffeln kennen, verabschieden müssen, sondern dass wir auch einen neuen Ort erkunden dürfen, nämlich den C Block und D Block des Maximum Security Prison. Dazu kommt, dass wir viele neue und vielversprechende Figuren kennenlernen. Genau aus diesem Grund ist der Tapetenwechsel das Beste, was der Serie hätte passieren können. Nachdem wir in den vergangen fünf Jahren gefühlt alles über die Frauen aus Litchfield erfahren haben, ist es an der Zeit, dass neue Frauen die Bühne betreten und für frischen Wind sorgen.

Und auch wenn die 6. Staffel noch nicht den gewünschten Soft-Reboot oder Neuanfang mit sich bringt, bleibt das Gefühlt, dass wir nicht mehr lange auf frischen Wind im Orange Is the New Black-Universum warten müssen. Vor allem Pipers Entlassung am Ende der 6. Staffel ist ein wichtiger Schritt in eine neue Richtung, denn es ist Zeit, dass wir uns von den verbrauchten Gesichtern der Serie verabschieden, denn ihre Geschichten wurden bereits erzählt.

Ob Orange Is the New Black in Zukunft noch einmal an seine starken Zeiten anknüpfen kann, ist fraglich, im Rahmen des Möglichen aber allemal, denn die große Stärke der Serie lag vor allem in ihren facettenreichen Figuren. Die 6. Staffel hat bewiesen, dass von diesen spannenden Figuren noch zahlreiche existieren. Ob sich Netflix allerdings traut, dem alten Orange Is the New Black den Rücken zu kehren, wird sich nächstes Jahr zeigen, wenn die 7. Staffel erneut in die Räume und Gänge von C Block und D Block des Maximum Security Prison entführt.

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