Regiedebüt

Ridley Scotts Tochter macht aus Eva Green eine Femme fatale

16.09.2009 - 11:40 Uhr
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Eva Green als Femme fatale
© Element Pictures - Future Films
Eva Green als Femme fatale
Beim Filmfestival von Toronto feierte Cracks, das Spielfilmdebüt von Jungregisseurin Jordan Scott, Premiere. Zugpferd des Films ist die als Bondgirl bekannt gewordene Eva Green. Wird sie ihr Image los?

Cracks spielt in einem britischen Internat im Jahr 1934. Eine der Lehrerinnen nennt sich aufreizend schlicht Miss G (Eva Green). Sie leitet den Schwimmunterricht und wird von ihren Schülerinnen verehrt – charismatisch und voller progressiver Ansichten ist Miss G die Verkörperung kühler Sinnlichkeit. Eines Tages wird die exotische Austauschschülerin Fiamma (María Valverde) im Internat aufgenommen. Obwohl Miss G von der schönen Spanierin fasziniert ist, wird ihr Interesse nicht erwidert. Die anderen Schülerinnen sind eifersüchtig auf Fiamma, und eines Tages ist die Austauschschülerin auf unerklärliche Weise verschwunden…

Mit Cracks hat Ridley Scott s Tochter Jordan Scott ihr Spielfilmdebüt als Regisseurin abgeliefert. Sie ist nicht das einzige Kind berühmter Eltern, das auf dem Toronto Film Festival ein eigenes Werk präsentiert. Auch der Sohn von Ivan Reitman, Jason Reitman (wir berichteten gestern), Tatiana von Fürstenberg – die Tochter der namhaften Modesignerin – und Francesca Gregorini, deren Mutter das Ex-Bondgirl Barbara Bach ist, sind vertreten. Deshalb kann D. Goodman von Reuters urteilen, dass es die Kinder prominenter Eltern sind, die in diesem Jahr ihr Talent in Toronto unter Beweis stellen.

Michael Rechtshaffen vom hollywoodreporter.com lobt an Cracks die herausragenden Darstellerinnen – allen voran Eva Green, die spätestens mit diesem Film ihr Image als Bondgirl hinter sich lassen wird. Auch die Kameraarbeit von John Mathieson, der bereits mit Jordan Scotts Vater zusammengearbeitet hat, sei erstklassig – insbesondere die Tauchszenen in Zeitlupe entwickelten einen besonderen Reiz. Der Kritiker bemängelt jedoch das zu oberflächlich geratene Ende des Films – als die Geschichte richtig an Fahrt aufgenommen hat, übertreibt es Jordan Scott mit der Überinszenierung von bedeutungsschwangeren Blicken.

Wie es bis jetzt aussieht, handelt es sich bei Cracks zwar nicht um ganz großes Kino, das wie die Filme von Ridley Scott neue Maßstäbe in der Filmgeschichte setzen wird. Aber vieles spricht dafür, dass dem Erstling von Jordan Scott noch weitere interessante Filme folgen werden. Wann der Film in den deutschen Kinos startet, ist noch nicht geklärt.

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