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Roseanne - Einschaltquoten des Revivals schocken Hollywood

29.03.2018 - 10:10 UhrVor 2 Jahren aktualisiert
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© Roseanne-Revival
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Das Roseanne-Revival erhielt am Dienstagabend unglaubliche Einschaltquoten und bescherte ABC das beste Sitcom-Rating im amerikanischen Fernsehen seit vier Jahren.

Der Dienstagabend stand in den USA ganz im Zeichen des Roseanne-Revivals, das auf ABC mit gleich zwei Episoden sein Debüt gab. Dass die Wiederaufnahme der beliebten 90er Jahre-Sitcom einige alteingesessene Fans und neugierige Neulinge vor den Fernseher locken würde, war bereits anzunehmen, doch ließen die Quoten des Roseanne-Revivals Hollywood schließlich mit offenen Mündern zurück. Wie Deadline  berichtet, konnte die Sitcom um die Arbeiterfamilie Conner in den USA ganze 18,2 Millionen Zuschauer zum Einschalten bringen. Damit erhielt das Roseanne-Revival 10 Prozent mehr Zuschauer, als das ursprüngliche Serienfinale im Jahr 1997 vorweisen konnte.

5,2 Millionen Zuschauer kamen dabei aus der jungen Zielgruppe von 14- bis 49-Jährigen, was nicht weniger eindrucksvoll ist, waren viele dieser Zuschauer bei Ausstrahlung der Originalserie, die vor 21 Jahren endete, im Kindes- und Jugendalter oder hatten noch gar nicht das Licht der Welt erblickt. Wie ABC erklärte, erzielte das Roseanne-Revival somit die höchsten Einschaltquoten für ein Comedy-Programm im amerikanischen Fernsehen seit vier Jahren. Zuletzt schaffte der Auftakt der 8. Staffel von CBS' The Big Bang Theory im Jahr 2014 einen solchen Quoten-Sieg.

Roseanne-Revival

Neben der Beliebtheit der Originalserie und dem Wiedersehen mit dem bekannten Cast um Roseanne Barr, John Goodman und Laurie Metcalf, können die unglaublichen Quoten jedoch vor allem auch mit einem Thema in Verbindung gebracht werden: Politik. Bereits im Vorfeld wurde rege diskutiert, dass Titelfigur Roseanne als typische amerikanische Arbeiterin Anhängerin von Präsident Donald Trump sei, was auch in der Sitcom zum Thema gemacht wird.

Aus den Top 10 der Regionen, bei denen das Roseanne-Revival am quotenstärksten ausfiel, kann nur die Region Chicago auf Platz 5 dem demokratischen Spektrum zugeschrieben werden. In allen anderen "Roseanne-Regionen" hatte Donald Trump bei der Präsidentschaftswahl 2016 die Nase vorn, mit Tulsa, Oklahoma als Spitzenreiter unter den Sitcom-Fans. Die beiden größten TV-Märkte Amerikas, die Großräume New York und Los Angeles, befanden sich noch nicht einmal unter den Top 20 der Roseanne-Zuschauer vom 27.03.2018. Beide Regionen gelten als demokratisch.

Ob die Sitcom ihre unglaublichen Auftaktquoten halten kann, bleibt abzuwarten, auch weil Roseanne traditionell progressivere Storys verarbeitet, als die aktuelle politische Haltung der Hauptfigur erwarten lässt. Ein gutes Vorzeichen ist, dass die Doppelfolge zur Premiere in der zweiten Hälfte noch zulegen konnte. Die nächste Folge des Roseanne-Revivals erwartet die amerikanischen Fernsehzuschauer am Dienstag, den 03.04.2018 auf ABC.

Habt ihr das Debüt des Roseanne-Revivals gesehen?

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