Solo: A Star Wars Story - Was uns der Trailer über das Spin-off verrät

Solo: A Star Wars Story
© Walt Disney
Solo: A Star Wars Story
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Der erste lange Trailer zu Solo: A Star Wars Story ist endlich eingetroffen. Fast schon haben wir den Glauben daran verloren, immerhin startet der nach Rogue One: A Star Wars Story zweite Anthologie-Film bereits in weniger als vier Monaten im Kino. Nun sind sie allerdings da, die ersten bewegten Bilder, und sehen überaus vielversprechend aus. Nachdem Phil Lord und Chris Miller als Regisseure des Han Solo-Spin-offs gefeuert wurden, sodass Ron Howard große Teile des Films binnen kürzester Zeit neu drehen musste, war die Skepsis durchaus angebracht. Der erste Trailer sorgt dagegen für Entwarnung. Was er uns darüber hinaus über Solo: A Star Wars Story verrät, haben wir im Folgenden für auch aufgeschrieben.

Zwischen Snowpiercer, Death Race und Episode I: Racer

Solo: A Star Wars Story wird düster und erzählt eine Untergrund-Geschichte, die perfekt zum Schmuggler-Metier passt, das mit den Legenden, die sich um den Helden ranken, Hand in Hand geht. Bereits die wenigen Aufnahmen im Trailer verorten sich in puncto Stimmung irgendwo zwischen Death Race und Snowpiercer, lassen ein bisschen Mad Max: Fury Road und Blade Runner durchblicken und versprühen zudem ein exquisites Star Wars-Feeling. Droiden, die am Seitenrand der Rennbahn werkeln, während knapp über der Erde schwebende Speeder durch heruntergekommene Gassen rasen und sich ein Wettrennen auf Leben und Tod liefern. Kameramann Bradford Young, der zuletzt Arrival in kühle, ungewisse Bilder hüllte, scheint im Star Wars-Universum perfekt aufgehoben zu sein.

Dabei erinnert Solo: A Star Wars Story (unerwartet) an das Videospiel Star Wars Episode I: Racer, das Ende der 1990er Jahre veröffentlicht wurde und ebenfalls in die zwielichtigen Podrace-Welten der unterschiedlichsten Planeten dieser weit, weit entfernten Galaxis entführte. Ron Howard, der in Apollo 13 bereits den Weltraum erkundet hat und sich mit Rush auf der Rennpiste behaupten konnte, offenbart sich vielleicht doch als gar nicht so unglücklicher Ersatz, nachdem Phil Lord und Chris Miller im Juni letzten Jahres das Regie-Feld räumen mussten. Wie auch immer ihre Version des jungen Han Solo ausgehen haben mag, zumindest was den Humor angeht, könnten vereinzelte One-Liner in den Trailer gerettet werden. Han Solo war noch nie bescheiden, wenn es um sein Mundwerk ging.

Ein junger Han Solo mit lässigem Team

Apropos Han Solo: Nachdem wir uns in den letzten Monaten mit diversen Photoshop-Montagen zufriedenstellen mussten, was das genaue Aussehen des Harrison Ford-Nachfolgers angeht, können wir uns inzwischen einen ersten Eindruck von Alden Ehrenreichs Statur machen. Noch wirkt sie etwas unsicher, die junge Version des späteren Draufgängers. Aber genau darum geht es auch: Han Solo, der aus der Flight Academy geworfen wird und trotzdem versucht, auf eigene Faust zum besten Piloten der Galaxis zu werden. Was folgt, scheint Richtung Heist-Film zu gehen, denn die Mentor-Figur Tobias Beckett (Woody Harrelson) trommelt ein Team für eine nicht weiter ausgeführten Angelegenheit zusammen, der sich Han anschließt. Der legendäre Kessel Run wird zwar nicht explizit erwähnt, wird aber höchstwahrscheinlich etwas damit zu tun haben.

In diesem Zuge bekommen wir auch den Rest des Ensembles zu Gesicht. Dazu gehört die geheimnisvolle Qi'Ra (Emilia Clarke), über die bisher noch nicht viel wissen, dem Trailer zufolge weiß sie jedoch mehr über Han als alle anderen. Chewbacca (Joonas Suotamo) darf ebenfalls nicht vergessen werden. Wenngleich bisher ungeklärt ist, wie Han und Chewie genau aufeinandertreffen, sitzen sie sie später Seite an Seite im Cockpit des Millennium Falcon, der sich zu Beginn der Handlung allem Anschein nach noch im Besitz von Lando Calrissian (Donald Glover) befindet. Außerdem fällt die schnellste Schrottmühle der Galaxis durch ihr sauberes Inneres sowie die veränderte Form und Farben auf. Abseits davon tritt Thandie Newton als Val kurz ins Bild und Phoebe Waller-Bridge ist als Droide L3-37 zu sehen, ähnlich wie Alan Tudyk zuletzt K2-SO in Rogue One.

Ein Imperium, das sich im Aufbau befindet

Weiterhin zeigt uns der Trailer zu Solo: A Star Wars Story ein Imperium, das noch in den Kinderschuhen steckt. Während Rogue One den erzählerischen Freiraum als Nicht-Episode nutzte, um die nervenaufreibenden Stunden vor dem ersten Star Wars-Kapitel zu dokumentieren, lehnt sich Han Solos Origin-Story noch ein Stück weiter aus den vertrauten Rahmen und zeigt uns eine Seite des Imperiums, die zwar genauso bedrohlich (mächtiger Sternzerstörer umhüllt von dunklen Wolken) wie in den bisherigen Filmen ist, sich gleichzeitig aber noch im Aufbau (Rekrutierung neuer Piloten) befindet. Die perfekte Möglichkeit also, um uns in weitere Welten einzuführen. Zu diesen gehört neben Han Solos Heimatplanet Corellia der Kessel Run-relevante Planet Kessel sowie der Sumpfplanet Mimban, der bisher nur im Expanded Universe Erwähnung fand.

Eine Location, die der Mos Eisley Cantina ähnelt, darf ebenfalls nicht fehlen. Diese Orte haben Tradition in der Star Wars-Welt und womöglich erwartet uns sogar eine Gesangseinlage, nachdem uns eine entsprechende Darbietung seitens Justin Theroux zuletzt in Star Wars 8: Die letzten Jedi leider vorenthalten wurde. Solo: A Star Wars Story verspricht einige faszinierende Schauplätze zu erkunden. Interessant ist allerdings auch, was fehlt. Sowohl von Jabba the Hutt als auch von Boba Fett sind keine Anzeichen im Trailer zu entdecken, obgleich beide Figuren durch ihren Kontakt zur Kopfgeldjäger-Szene maßgeblich mit dem Schicksal des Titelhelden verbunden sind. Vielleicht tauchen diese aber erst zu einen späteren Zeitpunkt auf oder werden für eine potentielle Fortsetzung aufgespart. Mit dem Kessel Run dürfte schließlich schon für ein wahres Highlight gesorgt sein.

Solo: A Star Wars Story startet am 24.05.2018 in den Kinos. Hier findet ihr den kürzlich veröffentlichten Super Bowl Spot und hier gibt es den Artikel zum ersten Trailer. Darüber hinaus haben wir uns bereits Gedanken gemacht, ob Solo: A Star Wars Story einzelne Elemente aus dem Expanded Universe wieder in den offiziellen Star Wars-Kanon schmuggeln könnte. Auch auf den neuen Millennium Falcon haben wir einen genaueren Blick geworfen.

Wie haben euch die bisherigen Einblicke in Solo: A Star Wars Story gefallen?

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