Star Wars: Macher des ursprünglichen Obi-Wan Kenobi-Films enthüllt

Ewan McGregor als Obi-Wan Kenobi
© 20th Century Fox
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Redakteur bei Moviepilot. Schaut zu viel ins Internet, mag den Weltraum und fühlt sich auf Tatooine genauso zu Hause wie in Hogwarts und Mittelerde.

Im Star Wars-Universum geht es gerade drunter und drüber: Nach Star Wars 9: Der Aufstieg Skywalkers sollen die Filme im Kino erst einmal eine Pause einlegen, während zahlreiche Serien-Projekte aus der weit, weit entfernten Galaxis bei Disney+ aufblühen. Auch die Geschichte von Jedi-Ritter Obi-Wan Kenobi wird in episodischer Form fortgesetzt, sollte ursprünglich jedoch als Kinofilm die große Leinwand erobern.

In einem Interview mit Discussing Film hat Hossein Amini, seines Zeichens Drehbuchautor der Obi-Wan Kenobi-Serie, nun einige Details zum Stand der Produktion verraten. Damit geht er nicht nur auf den Handlungszeitraum ein (Obi-Wan spielt zwischen Die Rache der Sith und Krieg der Sterne), sondern bestätigt fast beiläufig den Regisseur, der das Projekt ursprünglich ins Kino bringen sollte: Stephen Daldry.

Stephen Daldry sollte Obi-Wan Kenobi-Film ins Kino bringen

Dieser wurde bislang nur gerüchteweise mit Obi-Wan Kenobi in Verbindung gebracht. Auf die Frage, wie Hossein Amini zur Obi-Wan Kenobi-Serie gekommen ist, erzählt dieser nun:

Der ursprüngliche Regisseur der Filmversion, Stephen Daldry, hat mich kontaktiert. Ich habe mich mit ihm unterhalten und war begeistert von ihm als Regisseur. Mit Lucasfilm war es dann mehr ein Gespräch als ein Pitch. Ich bin unglaublich dankbar dafür. Es hat sich nicht wie ein Vorsprechen angefühlt.

Lucasfilm hat nie offiziell bestätigt, dass sich ein Obi-Wan Kenobi-Film mit Stephen Daldry in der Entwicklung befindet. Zuletzt ließ aber auch Schauspieler Ewan McGregor durchblicken, dass er vier Jahren lang im Bilde eines entsprechenden Projekts war und hinsichtlich seiner Beteiligung lügen musste. Anhand von Hossein Aminis Aussagen lässt sich nun sehr schön nachvollziehen, wie sich Lucasfilms Star Wars-Strategie in den vergangenen Jahren verändert hat.

Wie sich Lucasfilms Star Wars-Strategie verändert hat

Zuerst verfolgte Lucasfilm-Präsidentin Kathleen Kennedy den Plan, jungen, vielversprechenden Regisseuren, die mit Star Wars aufgewachsen sind, die Möglichkeit zu geben, ihre eigene Vision des Weltraummärchens umzusetzen. Gareth Edwards, Rian Johnson, Josh Trank, Colin Trevorrow, Phil Lord und Chris Miller wären da die entscheidenden Namen, nachdem J.J. Abrams Episode 9 inszenierte.

Bis auf wenige Ausnahmen kam es aber immer wieder zu kreativen Differenzen. Der drastischste Schritt war die Entlassung von Phil Lord und Chris Miller während der Produktion von Solo: A Star Wars Story. Mit Ron Howard wurde ein verlässlicher Hollywood-Regisseur engagiert, um den Film zu großen Teilen neu zu drehen. Stephen Daldry besitzt ein ähnliches Regie-Profil und wäre für Lucasfilm eine sichere Wahl für Obi-Wan Kenobi gewesen.

Die dritte Phase in diesem Prozess stellt nun Disney+ dar. Lucasfilm verlagert den Fokus auf Serien und setzt weniger auf eigenwillige Regisseure als auf erfahrene Talente wie Der Jon Favreau bei The Mandalorian und The Americans-Veteran Stephen Schiff beim Rogue One-Spin-off. Auch Hossein Amini passt in diesen Kreis, hat er zuletzt Serien wie The Alienist - Die Einkreisung und McMafia erfolgreich in Stellung gebracht.

Obi-Wan Kenobi-Geschichte zu komplex für Kinofilm

Aus dem Interview mit Hossein Amini geht außerdem hervor, dass offenbar viele Elemente des Obi-Wan Kenobi-Films für die Serie übernommen wurden. So ermöglichen es die sechs Episoden erst, die Geschichte angemessen zu ergründen:

Die Situation ist so komplex [...], dass man Zeit braucht, um sie zu erkunden. Um ehrlich zu sein, gibt es noch viel mehr Geschichten aus dieser Zeit zu erzählen, es sind einige Jahre. Zwischen Episode 3 und Episode 4 ist einige los, das noch nicht erforscht wurde.

Die zwei Stunden eines Kinofilms würden dafür nicht ausreichen, zumal Hossein Amini nicht nur das Schicksal von Obi-Wan Kenobi behandeln, sondern sich ebenfalls mit dem Aufstieg des Imperiums beschäftigen will, wie er weiter ausführt:

Die Möglichkeit, die Reise einer Figur mitsamt der Politik und der Weite des Imperium zu ergründen, ist allein deswegen aufregend, weil es sich wie eine eigener Zeitabschnitt in der [Star Wars-]Geschichte anfühlt - und das ist manchmal schwer, in nur zwei Stunden zu erzählen.

Die Dreharbeiten zur Obi-Wan Kenobi-Serie sollen im Juli 2020 beginnen. Als Regisseurin aller sechs Episoden fungiert Deborah Chow, die nicht nur Erfahrung im Serienbereich mitbringt, sondern sich inzwischen auch bestens mit dem Star Wars-Universum und Disney+ auskennt. So inszenierte sie zuletzt zwei Episode von The Mandalorian.

Wann Ewan McGregor auf Disney+ sein Lichtschwert entzündet, ist bisher noch nicht klar. Vorerst dürfen wir uns am 18. Dezember 2019 über den Kinostart von Star Wars 9: Der Aufstieg Skywalkers freuen. Ab dem 31. März 2020 startet Disney+ und damit dann auch The Mandalorian in Deutschland.

Hättet ihr lieber einen Obi-Wan Kenobi-Film von Stephen Daldry gesehen?

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