Star Wars: Der Obi-Wan Kenobi-Film mit Ewan McGregor ist unsere letzte Hoffnung

Ewan McGregor als Obi-Wan Kenobi
© 20th Century Fox
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Redakteur bei Moviepilot. Schaut zu viel ins Internet, mag den Weltraum und fühlt sich auf Tatooine genauso zu Hause wie in Hogwarts und Mittelerde.

"Helft mir, Obi-Wan Kenobi! Ihr seid meine letzte Hoffnung!" Es ist eines der bekanntesten Zitate aus Krieg der Sterne, das vor allem deswegen so ikonisch ist, weil es Luke Skywalker das Tor in eine bedeutend größere Welt eröffnet. Wer auch immer dieser Obi-Wan Kenobi ist - seine Geschichte muss viele Jahre zurückreichen, damit er nun als letzte Hoffnung der Galaxis im ersten Star Wars-Film eingeführt wird.

Wie weit diese Geschichte zurückreicht, das hat uns George Lucas zwischen 1999 und 2005 in Form der Prequel-Trilogie gezeigt. Danach haben wir Obi-Wan Kenobi nur noch in animierter Form in Star Wars: The Clone Wars und Star Wars Rebels gesehen. Die wenigen Sekunden, in denen seine Stimme in Star Wars 7: Das Erwachen der Macht zu hören ist, mal außen vorgelassen. Der langersehnte Anthologiefilm wurde bis dato jedoch nie realisiert.

Deswegen wünschen wir uns einen Obi-Wan Kenobi-Film

Zugegeben: Unsere einzige Hoffnung ist der Obi-Wan Kenobi-Film nicht. Die Zukunft des Star Wars-Franchise sieht prächtig aus. Im Dezember erwartet uns mit Star Wars 9: Der Aufstieg Skywalkers der Abschluss der Skywalker-Saga. Darüber hinaus debütiert kurz zuvor The Mandalorian, die erste Star Wars-Realserie, auf Disney+, von dem Rogue One-Spin-off rund um den von Diego Luna verkörperten Cassian Andor ganz zu schweigen.

Am Horizont kündigen sich außerdem die neuen Trilogien von Rian Johnson und den Game of Thrones-Machern D.B. Weiss und David Benioff an. Braucht es da wirklich noch einen Obi-Wan Kenobi-Film, der verkrampft versucht, ein längst abgeschlossenes Kapitel zu neuem Leben zu erwecken? Ja, klar. Unbedingt! Denn hier offenbaren sich gleich mehrere Möglichkeiten, um das Star Wars-Universum zu erweitern und zu verbinden.

Die fatalen Konsequenzen von Die Rache der Sith

Mit einem Obi-Wan Kenobi-Film würde Lucasfilm zum ersten Mal auf der großen Leinwand die Brücke zwischen Original- und Prequel-Trilogie schlagen und sich mit den fatalen Konsequenzen von Star Wars: Episode III - Die Rache der Sith beschäftigen. Hier schlummert ein Film über Verlust, Versagen und Schmerz und über einen Mentor, der in seiner Rolle versagt hat und auf so vielen verschiedenen Ebenen gescheitert ist.

Irgendwo ist Obi-Wan der Held der Geschichte, schlussendlich aber einer, der zweifelt und sein gesamtes Leben infrage stellt. Zudem kommt sein Status als Verfolgter, der seine eigene Identität und Zugehörigkeit verschweigen muss, während er gleichzeitig erneut die Position eines Beschützers einnimmt, der sich nicht zeigen kann. Dieser Obi-Wan muss innerlich komplett zerrissen sein und sich trotzdem im Lauf der Zeit gewandelt haben.

Wenn er in Form von Alec Guinness in Krieg der Sterne zum ersten Mal in Erscheinung tritt, wirkt er wie ein Mann, der mit sich Frieden geschlossen hat. Wie hat er diesen Weg gefunden? Existenzielle Erfahrungen auf fremden Planeten sowie Gespräche mit seinem alten Meister Qui-Gon Jinn dürften dabei sicherlich keine unbedeutende Rolle spielen. Auch eine weitere Begegnung mit Yoda ist nicht auszuschließen.

Der Schatten von Darth Vader über dem Obi-Wan Kenobi-Film

Und über all dem droht der Schatten von Darth Vader, der immer mächtiger wird und mit seinem roten Lichtschwert nichts als Angst und Schrecken in die Galaxis bringt. Der Obi-Wan Kenobi-Film birgt fraglos das Potential, der mitreißendste, emotionalste aller Star Wars-Filme zu werden, insbesondere dann, wenn er sich auf das zwischenmenschliche Drama und die Abgründe der Figuren stützt.

Neben den bereits genannten Konflikten würde dazu auch der Bruch mit Onkel Owen gehören. Ebenso denkbar wäre die Integration weiterer Figuren aus der Prequel-Ära wie Darth Maul, der noch eine Rechnung mit Obi-Wan offen hat, oder Ahsoka Tano, Anakins ehemalige Schülerin. Hier ist viel möglich, um alte Wunden aufzureißen, zu diskutieren und ihnen im Anschluss wieder beim Heilen zuzusehen.

Insofern muss der Obi-Wan Kenobi-Film nicht zwangsläufig niederschmetternd, sondern vielleicht doch hoffnungsvoller werden. Zumindest so hoffnungsvoll, dass wir am Ende verstehen, warum Prinzessin Leia in ihrer verzweifeltsten Stunde an den Jedi-Ritter wendet, der sich auf einen Wüstenplaneten in die Einsamkeit zurückgezogen hat. Im Endeffekt versteckt sich hier Stoff für eine ganze Trilogie.

Es wäre ein Traum, Ewan McGregor noch einmal als Obi-Wan zu sehen

Ein besonderer Reiz des Obi-Wan Kenobi-Films: Ewan McGregor könnte als ältere Version seiner Figur zurückkehren, die er vor zwei Dekaden zum ersten Mal verkörpert hat. Dass er ein fantastischer Schauspieler ist, muss er an diesem Punkt wohl niemandem beweisen. Dennoch könnte sich seine Rückkehr zum Franchise als eine ähnliche Offenbarung wie die von Hugh Jackman bei Logan - The Wolverine erweisen.

Plötzlich lernen wir von einem sehr vertrauten Charakter im Rahmen eines intensiven wie endzeitlichen Western-Dramas neue Facetten kennen. Reizvoll ist ebenso die Vorstellung von Ewan McGregor und Liam Neeson in einem Raum - als Schüler und Meister, verbunden durch die Macht und ihren Glauben an den Jedi-Orden, der zuletzt in seinen Grundfesten erschüttert wurde. Hier existieren viele unausgesprochene Dinge.

Dieser Obi-Wan Kenobi-Film wäre wirklich ein Traum, vielleicht sogar mit einem Namen auf dem Regiestuhl, der eine wagemutige Inszenierung verspricht. Stephen Daldry wurde vor zwei Jahren für ein entsprechendes Projekt gehandelt, als Lucasfilm noch aktiv die Planung neuer Anthologiefilme verfolgte. Das hört sich eher nach einer sicheren Wahl an. Aufregender wäre dagegen irgendjemand zwischen Lynne Ramsay, Jaume Collet-Serra und Alfonso Cuarón.

Wollt ihr auch einen Obi-Wan Kenobi-Film mit Ewan McGregor sehen?

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