The Last of Us: 5 überragende Momente, die wir in der Serie brauchen

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The Last of Us: Joel und Ellie
14.06.2020 - 08:30 UhrVor 4 Monaten aktualisiert
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Der Playstation-Hit The Last of Us wird bei HBO zur Serie. Wir haben einmal darüber nachgedacht, welche Szenen aus dem Spiel für die Adaption unverzichtbar sind.

Mit The Last Of Us wird eines der beliebtesten Playstation-Spiele überhaupt als Serie aufgelegt. Beim Game of Thrones-Sender HBO scheint das Projekt in guten Händen, denn Chernobyl-Schöpfer Craig Mazin zeichnet für die Umsetzung verantwortlich und auch ein The Walking Dead-Regisseur ist schon an Bord.

Dabei ist allerdings noch nicht klar, wie nah sich die Handlung der Adaption am Original bewegen wird. Das Spiel wartet mit zahlreichen herausragenden Momenten auf, die von spannend bis berührend ein großes Spektrum abdecken. Wir wollen hier an 5 Szenen erinnern, ohne die die anstehende Serie eigentlich nicht auskommen kann. Achtung, es folgen Spoiler zum Spiel!

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The Last of Us-Highlight: Der Horror im Hotel

Während der Hotel-Passage in The Last of Us ist zittern und schwitzen angesagt, nachdem Joel Ellie per Räuberleiter ins nächste Stockwerk hievt und unmittelbar darauf in die Tiefe stürzt. Jetzt erwartet uns der wohl schauerlichste Abschnitt des gesamten Spiels, denn es ist nass, dunkel und wimmelt vor Zombies mehrerer "Gattungen". Nebenbei sind wir ganz auf uns allein gestellt.

Kompakt im Video: 5 Spiel-Momente für die Last of Us-Serie

The Last Of Us: 5 Spiel-Momente, die in die Serie müssen
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Greifen die Serien-Macher diesen Abschnitt aus dem Spiel auf, kann die Adaption in speziellem Maße atmosphärische Glanzpunkte setzen und für eine Menge Suspense sorgen. Will The Last of Us im Horror-Genre punkten, wäre das die ultimative Gelegenheit. Parallel zu Joels Odyssee im Keller bekommt vielleicht auch Ellie es mit dem einen oder anderen Hindernis zu tun.

The Last of Us-Highlight: Ellie gegen David

David - der Anführer einer Kannibalen-Gruppe - ist in The Last of Us der wahrscheinlich grausamste Antagonist von allen. Er erweckt zunächst einen freundlichen Eindruck, doch dieser trügt und schließlich zeigt er sein abgründiges wahres Gesicht. Joel und David treffen im Spiel interessanterweise gar nicht aufeinander, vielmehr ist es Ellie, die am Ende allein mit dem Psychopathen fertig werden muss.

The Last of Us: David

Nach Ellies Flucht durch die Stadt kommt es zu einem Showdown in einem Restaurant, der dem Mädchen alles abverlangt und spürbare Narben in ihrer Psyche hinterlässt. Im Spiel erleben wir an der Stelle ein nervenaufreibendes Katz-und-Maus-Spiel und haben dabei auch stets im Hinterkopf, dass die in dieser Passage voneinander getrennten Joel und Ellie sich im schlimmsten Fall nie wiedersehen könnten.

Ellie gelingt es, David mit einer Machete zu überwältigen, bevor Joel eintrifft und wir erleichtert aufatmen. Es ist gut möglich, dass die Serie einen anderen Weg findet, David in die Geschichte einzubinden, aber der entscheidende Zweikampf sollte zumindest nicht fehlen.

The Last of Us-Highlight: Die Giraffen

Nach ihrem Kampf gegen David befindet sich Ellie in einem posttraumatischen Zustand und scheint nicht mehr länger das aufgeweckte, selbst im Angesicht des Weltuntergangs lebensfrohe Mädchen zu sein, das wir kennen gelernt haben. Dieser Kontext ist wichtig zum Verständnis der berühmten Giraffen-Szene, die bald darauf folgt.

The Last of Us

Ellie ist ein Kind der Apokalypse und hatte daher nie die Gelegenheit, zum Beispiel einen Zoo zu besuchen. Als sie und Joel daher unverhofft auf eine Herde von Giraffen treffen, ist der Moment umso überwältigender und fördert noch einmal jene Ellie zutage, die sich die Welt mit großen, staunenden Augen erschließt.

Die Last of Us-Macher zeigen durch die Giraffen ein lebendiges Überbleibsel der "alten Welt", das den Terror der neuen für einen Augenblick aufbricht und uns Hoffnung für die Zukunft gibt.

The Last of Us-Highlight: Henry und Sam

In den Brüdern Sam und Henry scheinen unsere zwei Protagonisten endlich Fremde gefunden zu haben, denen sie vertrauen können. Während sich Joel und Henry gemeinsam voller Nostalgie an die Zeit vor der Seuche erinnern, sind die jüngeren Sam und Ellie darin vereint, den Planeten nur nach der "neuen Zeitrechnung" zu kennen.

The Last of Us: Henry und Sam

Leider endet dieser Part des Spiels dann doch denkbar tragisch: Nach einer Nacht im Funkturm stellt sich heraus, dass Sam gebissen wurde und Henry begeht Suizid. Ellie und Joel bleibt nichts anderes übrig, als die beiden zu beerdigen. Durch die Brüder zeigt The Last of Us, wie kostbar, aber eben auch zerbrechlich Freundschaft und Liebe in diesem Universum sind. Henry und Sam wären daher auch für die Serie eine große Bereicherung.

The Last of Us-Highlight: Das Ende

Der Abschluss von The Last of Us ist der womöglich kontroverseste Teil des Spiels, nichtsdestotrotz ist es perfekt. Joel belügt Ellie und sagt ihr, dass die Fireflies aufgegeben haben, nach einem Heilmittel zu suchen. Später bekräftigt er dies noch einmal, als Ellie nachhakt.

Wir hingegen wissen es natürlich besser: Joel hatte sich zuvor durch ein ganzes Krankenhaus gefeuert und geprügelt, um Ellie zu retten, die wiederum für die Herstellung eines Impfstoffs geopfert werden sollte. Das Mädchen selbst bekam von all dem nichts mit, wäre zwischenzeitlich sogar beinahe ertrunken.

The Last of Us

Ist Joel jetzt also ein selbstloser Held oder ein mieser Lügner, der am Ende bloß seine eigenen Vorstellungen von Gerechtigkeit durchsetzt und Ellie in einer gewaltigen Lüge weiter leben lässt? Die komplexe Wahrheit lautet: von beidem etwas.

Auch stellt sich jetzt heraus, dass unsere Kämpfe gegen Zombies, Kannibalen und Plünderer umsonst waren. Im Grunde sind wir kein Stück weiter gekommen, um die Welt zu einem besseren Ort zu machen. Dies hinterlässt uns mit einem Gefühl der Ohnmacht, wie es für ein Endzeit-Abenteuer absolut angemessen ist. Traut sich die Serie das Selbe, wäre das mehr als bemerkenswert.

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