Neu im Kino: Serienkiller-Meisterwerk mit unglaublichem Nicolas Cage aus euren schlimmsten Alpträumen

09.08.2024 - 07:38 UhrVor 3 Monaten aktualisiert
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Ab jetzt könnt ihr einen neuen Serienkiller-Horrorfilm mit Nicolas Cage im Kino schauen, der eure Albträume heimsuchen wird. Longlegs ist großartig inszeniert, extrem packend und voller unvergesslichem Grauen.

In den letzten Jahren ist Nicolas Cage oft mehr Meme als Schauspieler gewesen, was an den verlässlichen Over-the-Top-Performances des Stars liegt. Nachdem er in Dream Scenario zuletzt so tragisch und verletzlich wie lange nicht mehr auftrat, kommt jetzt aber die verstörende Krönung seiner Karriere. Im Serienkiller-Horrorfilm Longlegs spielt er einen Psychopathen, auf den ihr nicht gefasst seid. Und der Rest des Streifens von Regisseur Oz Perkins (Die Tochter des Teufels) ist auch großartig.

In Longlegs wird eine Serienkiller-Jagd zum beklemmenden Höllentrip

In der Story des Films spielt It Follows-Star Maika Monroe die FBI-Agentin Lee Harker, die leichte übernatürliche Fähigkeiten zu haben scheint. An Tatorten stellt sie schneller Zusammenhänge her als alle anderen und eine seltsame Eingebung scheint ihr direkt zu verraten, wo sich gesuchte Personen aufhalten. Trotzdem stößt sie in der aktuellen Ermittlung an ihre Grenzen, bei der ein Serienkiller seit 30 Jahren ausgewählte Familien tötet, ohne selbst vor Ort zu sein.

Direkt nach der spektakulär-beunruhigenden Eröffnungssequenz springt Oz Perkins in Longlegs in die Filmgegenwart der 1990er. Mit ruhigen, fast schon ausgeblichen wirkenden Bildern tauchen wir in eine Welt ein, die wahrscheinlich nicht zufällig zur Blütezeit ikonischer Serienkiller-Filme wie Sieben und Das Schweigen der Lämmer spielt.

Schaut hier noch einen Longlegs-Trailer:

Longlegs - Trailer (English) HD
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Am Anfang reiht sich Perkins' Werk mit der Einführung der Mordermittlung schnell in die Riege dieser Filme ein. Der Regisseur führt Monroes Hauptfigur als sichtlich belastete, fast schon neurodivers auftretende FBI-Agentin ein, die persönliche Dämonen in den Fall mitzubringen scheint.

So entfaltet Longlegs extrem düster und sehr geheimnisvoll seinen ungreifbaren Schrecken, der hinter jedem Bild der beklemmend durchkomponierten Einstellungen lauern könnte. Der Streifen eifert aber nicht einfach berühmten Genre-Vertretern nach, sondern baut eine ganz eigene, originelle Mythologie aus teilweise bizarren Details wie okkulten Zeichen auf.

Die Angst vor organisierten Serienmörder-Sekten wie die Manson Family wird in Longlegs genauso explizit thematisiert wie religiöser Fanatismus, der spätestens im fast schon unerträglich spannend zugespitzten Finale explodiert. Und dann ist da ja auch noch Nicolas Cage als titelgebender Psychokiller.

Nicolas Cage liefert im Horror-Highlight Longlegs eine unvergessliche Schauspielleistung ab

Das geschickte Marketing zu dem Horrorfilm versteckte Cage fast komplett und auch im Film dauert es lange, bis er überhaupt erstmals in voller "Pracht" zu sehen ist. Immer wieder sehen wir nur Ausschnitte seiner Gestalt, Fragmente seines Gesichts oder hören lediglich seine Stimme, die zwischen naiver Kindlichkeit und purem Cage-Rage schwankt.

Zu viel soll zu seiner Figur an dieser Stelle nicht verraten werden, denn Longlegs setzt den Star so faszinierend wie lange nicht mehr in Szene. Zwei bis drei sofort legendäre Cage-Momente entfesselt auch Perkins in seinem Film, aber den verstörenden Schrecken dieses Serienkillers raubt er ihm selbst dadurch nicht.

Longlegs erscheint zuerst wie das dunkelste Phantom aus einem verdrängten Teil von Lee Harkers Unterbewusstsein. Wenn sich beide Figuren schließlich begegnen, verwandelt der Film die mysteriöse Serienkiller-Jagd in ein noch größeres Puzzle aus grausamen Teilchen, die Perkins mit fast schon perverser Freude ineinander schiebt.

Am Ende, nach blutigen Schocks, selten eingesetzten Jumpscares und einer dauerhaften Drohkulisse aus satanischer Panik, übernatürlichem Schrecken und realem Grauen, bleibt die Gewissheit: Niemand landet nach dem Tod in der Hölle. Dort sind wir längst.

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