Claude Chabrol

Beteiligt an 78 Filmen (als Regisseur/in, Drehbuchautor/in, Schauspieler/in, ...) und 5 Serien
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Poster zu Claude Chabrol
Geburtstag: 24. Juni 1930
Todestag: 12. September 2010
Geschlecht: männlich
Anzahl Fans: 43

Als einer der wichtigsten französischen Regisseure des 20. Jahrhunderts wirkte Chabrol maßgebend in der Nouvelle Vague mit und bereichert das französische Kino mit teils provokanten, teils amüsanten Filmen.

Leben und Werk

Als Sohn eines Apothekers unterhielt Claude Chabrol schon während des Krieges im Département Creuse einen sogeannten Cine-Club, einen Kinoklub. In Paris, wo er Recht und Geisteswissenschaften studierte, verfolgte Chabrol weiterhin diese Leidenschaft. In den Kinos der Hauptstadt lernte er schnell Gleichgesinnte kennen und gründete mit Kollegen zusammen die renommierte Filmzeitschrift Cahiers du Cinéma, für die er von 1952 bis 1957 schriebt. Sehr früh heiratete Claude Chabrol und konnte mit der Erbschaft seiner Ehefrau seinen ersten Film produzieren: Le Coup du berger (1957) von Jacques Rivette. Ein Jahr später folgte Chabrols erster Film Die Enttäuschten (1958), der als zentraler Film der Nouvelle Vague gilt.

1964 heiratete Claude Chabrol Stéphane Audran, die sich für ihn von Jean-Louis Trintignant trennte. Audran mimte in 23 Filmen Chabrols verschiedene Rollen. Für Chabrols Filme wichtig war auch der Drehbuchautor Paul Gégauff, mit dem er wichtige Preise einheimste. 1959 wurde das Duo in Berlin mit dem Goldenen Bären für das Nouvelle Vague-Werk Schrei, wenn Du kannst. Während Les Bonnes Femmes (1960) und Das Auge des Bösen die Zuschauer eher verwirrte, landete Chabrol wiederum einen Erfolg mit Der Frauenmörder von Paris (1962) über den französischen Frauenmörder oder der Parodie Der Tiger liebt nur frisches Fleisch. Ende der 1960er Jahre entstanden wichtige Filme wie Die untreue Frau, Der Schlachter oder Das Biest muß sterben (1969), in denen Claude Chabrol mit den Oberflächlichkeiten der Bourgeoisie abrechnet.

Der Halunke wird 1972 mit Jean-Paul Belmondo als Hauptdarsteller ein großer Erfolg in Frankreich. Chabrol versuchte sich in den 1970er Jahren in den verschiedensten Genres, so dem Polithriller Nada, Die Unschuldigen mit den schmutzigen Händen mit Romy Schneider oder den Fantasiefilm Alice ou la Derniere fugue. 1978 beginnt die fruchtbare Zusammenarbeit mit Isabelle Huppert im Film über die Vatermörderin Violette Noziere, die sich in Eine Frauensache (1988), Madame Bovary (1991) Süßes Gift (2000) und Biester mit Sandrine Bonnaire (1995) fortsetzte.

Dramatische Komödien wie Die Blume des Bösen (2003) Die Brautjungfer (2004) drehte der Meister mit dem französischen Nachwuchsdarsteller Benoît Magimel. In Geheime Staatsaffären kehrte Chabrol wiederum zu den Stars des französischen Kinos mit Isabelle Huppert, François Berléand und Patrick Bruel zurück.

Bellamy sollte Claude Chabrols letzter Film sein; am 12. September 2010 starb er im Alter von 80 Jahren.

Claude Chabrol ist bekannt durch

Biester Biester Frankreich/Deutschland · 1995
Das Biest muß sterben Das Biest muß sterben Frankreich/Italien · 1969
Der Schlachter Der Schlachter Italien/Frankreich · 1970
Die Unschuldigen mit den schmutzigen Händen Die Unschuldigen mit den schmutzigen Händen Frankreich/Italien/Deutschland · 1975
Die untreue Frau Die untreue Frau Frankreich/Italien · 1969

Komplette Filmographie

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