Die Kunst zu gewinnen - Moneyball

Moneyball (2011), US Laufzeit 133 Minuten, FSK 0, Drama, Sportfilm, Kinostart 02.02.2012

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131 Kommentare
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von Bennett Miller, mit Brad Pitt und Jonah Hill

Im oscarnominierten Moneyball wollen Brad Pitt und Jonah Hill das Baseballspiel revolutionieren und versuchen mit neuartigen Taktiken ein erfolgloses Team an die Spitze zu bringen.

Baseball ist in der amerikanischen Kultur verwurzelt wie kaum ein anderer Sport und immer wieder Garant für neue Mythen. Einer dieser Mythen wird in Die Kunst zu gewinnen – Moneyball offenbar: Nach seiner aktiven Spielerlaufbahn – die aber seinem eigenen Ehrgeiz nicht gerecht wurde – wurde Billy Beane (Brad Pitt) der General Manager des Baseballteams Oakland A’s. Leider ist er damit der Chef eines völlig unterfinanzierten Teams, dem die besten Spieler bei der ersten Gelegenheit zu finanziell besser aufgestellten Vereinen abwandern. Überzeugt von der Idee das Geldsystem mit konventionellen Methoden nicht schlagen zu können, beginnt Beane die traditionellen Strukturen des Sports in Frage zu stellen. Statt neuer Spieler wirbt Bean den noch völlig unerfahrenen Spieleranalysten und Yale-Absolventen Peter Brand (Jonah Hill) ab, bei dessen Theorien sogar sein alter Verein nur den Kopf schüttelte. Abseits bekannter Bewertungsschemata nutz der junge Wirtschaftswissenschaftler computergenerierte Statistiken, um ein vollkommen neuartiges Konzept für die Aufstellung eines konkurrenzfähigen Teams zu erstellen. Gegen den Widerstand der traditionellen Talentscouts und des Trainers Art Howe (Philip Seymour Hoffman) und unter dem Hohn von Fans und Fachpresse setzen Beane und Brand ihr Moneyball genanntes System durch. Doch kann ein Ökonom Baseball neu erfinden?

Hintergrund & Infos zu Die Kunst zu gewinnen – Moneyball

Moneyball basiert auf der wahren Geschichte des Baseballcoaches Billy Beane. Als Vorlage für die Verfilmung diente…

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Kritiken (20) — Film: Die Kunst zu gewinnen - Moneyball

Movienerd: Movienerd.de Movienerd: Movienerd.de

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8.0Ausgezeichnet

Den menschlichen Faktor des Sports vergisst Moneyball jedoch nicht. Jonah Hill und Brad Pitt gehen in ihren Rollen so richtig auf. Besonders Pitt bereitet als abgebrühter General-Manager-Charme-Bolzen so viel Spaß wie schon lange nicht mehr. Und ein wenig Sport-Romantik darf natürlich auch nicht fehlen, auch wenn das hier wirklich kein Sportler-Film ist. Und wenn man mit einer Figur mitfühlt, die den Sport auf Nummern herunterbricht nur um seine Fairness zu retten, dann sollte die Geschichte nicht nur eingefleischten Sport-Fans zu denken geben.

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Andreas Stadler: http://darkagent.blogsit.net

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7.5Sehenswert

Alles in allem ist “Moneyball” der fast perfekte Film über einen Sport, den hierzulande kaum jemand kennt und eine klare Empfehlung für die Fans dieses Genres.

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Julio Sacchi: Das Manifest

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8.0Ausgezeichnet

(...) In der Essenz ist DIE KUNST DES GEWINNENS - MONEYBALL die Quadratur des Kreises: Ein Sportfilm, der fast ohne Sportszenen auskommt. Es geht wirklich um Strategie, um den Mut, gegen alle Widerstände etwas Neues zu probieren und die - in jedem Lebensbereich als quasi unüberwindbar bekannten - über Jahrzehnte eingefahrenen Abläufe aufzubrechen. Das klingt nach nichts, ist aber alles. Die Könnerschaft von Steven Zaillian und Aaron Sorkin, zwei der besten Autoren Hollywoods, macht den Verzicht auf heldenhafte Konfrontationen auf dem Spielfeld erst möglich. Was sich hier in schmucklosen Büros und verschwitzten Spielerkabinen abspielt, findet seine Stärke im gesprochenen Wort, in natürlich gespielten Dialogszenen, bei denen sich Akteure auch ins Wort fallen dürfen; nicht künstlich zugespitzt, nicht über Gebühr verdichtet, stattdessen immer glaubwürdig und echt.
(...)

Kritik im Original 7 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 8 Antworten

Le Samourai

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Weil der Film ja durchaus seine Reize hat, aber gemessen an Regisseur, Thematik und Besetzung nunmal ziemlich enttäuschend war. Deswegen für mich persönlich eine der größten Kinoenttäuschungen des Jahres, aber natürlich nicht der schlechteste Film, den ich dieses Jahr gesehen habe. Das war Auschwitz. Und das noch nicht mal eine Enttäuschung :)


FlintPaper

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Du beschreibst bei mir jetzt bspw. die perfekte "4"... was auch noch lange nicht "beschissener Film" bedeutet. Das ist mehr so 1 - 2, bzw. gerade noch 3 mit Abstrichen :D. Aber wie gesagt, jeder teilt sich die Points selber ein XD... obwohl moviepilot ja schon Vorarbeit bzgl. der Einteilung geleistet hat.


ChristiansFoyer: http://christiansfoyer.de/

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8.5Ausgezeichnet

[...]Statistikwahn hin oder her: „Moneyball“ klingt so sehr nach gängigem Sportdrama, dass man den ausgepumpten Schweiß der immer gleichen Genremechanismen fast schon zu schmecken meint. Aber in Wahrheit ist Bennett Millers erst zweiter Spielfilm frisch wie lange kein Film, in dem es um zu sportlichen Wettbewerbszwecken eingesetztes Rundgut geht. Da wo sonst zu dramatischen Fanfaren und SlowMo‘s Tore geschossen, Körbe geworfen, Pucks versenkt oder eben Basebälle gehittet werden blickt „Moneyball“ abseits des Geschehens auf dem Platz in den Katakomben des Stadions in Brad Pitts Gesicht und lässt Triumpf und Niederlage fast ausschließlich darin passieren. Oder es wird geredet. Viiiiiel geredet: über Spieler, über Positionen, über Zahlen, das Für und Wider dieser oder jener Scoutingmethode, fünfzig Jahre praktische Baseballerfahrung gegen die unverständlichen und abstrakten computerisierten Methoden eines Newbies, der nie einen Ball geworfen hat und in Spielern nur Datentabellen sieht…

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Flibbo: Wie ist der Film?

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6.5Ganz gut

[...] „Moneyball“ ist penibel um Authentizität bemüht und rekonstruiert die Oakland Athletics von 2001 bis ins kleinste Detail. Eingearbeitete, reale Archivaufnahmen, die sich fließend mit der Inszenierung verbinden, sind der stolze Beweis dafür. Dazu liegt viel Wert auf Bodenständigkeit. Nie wird glorifiziert; nie übersteigt die Romantik das Maß, das ein echter Sportskerl zu zeigen bereit wäre. Trotzdem ist „Moneyball“ keine Dokumentation, sondern erzählt ein Drama, das mit üblichen Tricks die üblichen Knöpfe beim breiten Publikum zu drücken hat, um selbiges zu berühren. Das Ausbalancieren von authentischer Erscheinung und mitreißender Machart gelingt im Großen und Ganzen. Dazwischen gefangen gerät der Film allerdings nicht selten ins Plätschern und kann kaum wirkliche Tiefe erlangen. [...]

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HerrLehmann: Das Manifest

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7.5Sehenswert

Es ist offensichtlich, dass hier Aaron Sorkin seine Finger im Spiel hatte – positiv wie negativ: Einerseits sind die Dialoge gewohnt temporeich und pointiert, andererseits interessiert sich der Film genauso wie The Social Network null für sein eigenes Thema. Was genau an der neuen Methode von Jonah Hills Figur , Spieler zu beurteilen so revolutionär sein soll, wird zu keiner Sekunde wirklich deutlich – dass einfach mal jemand angefangen hat, vernünftig Buch zu führen, kann ja nun nicht die neue Idee sein, die „das Spiel verändern“ kann, oder?

Als jemand, dem Mannschaftssportarten suspekt sind und bei dem Baseball in erster Linie Brennball-Traumata aus Schulzeiten in Erinnerung ruft, muss ich allerdings anerkennen, wie interessant, wie mitreißend Moneyball den Sport auch (wahrscheinlich besser: gerade) für Nicht-Fans präsentiert. Zum Einen wird in diesem Fall Sorkins Desinteresse an der Materie fast zum Vorteil, denn Baseball findet hier weniger auf dem Platz (sagt man das so?) als in Statistiken, Platzierungen und Dialogen statt – viel nerdiger kann man Sport nicht mehr präsentieren. Zum anderen verwebt der Film die Situation der Mannschaft recht geschickt mit der persönlichen Geschichte des Managers Billy Beane, der noch dazu von Brad Pitt teils nuanciert, teils kurz vor der Karikatur, aber immer äußerst charismatisch verkörpert wird. Und gerade weil der Film sich klassischer Sportfilm-Dramaturgie verweigert (wohl auch, weil es sich um eine semi-wahre Geschichte handelt), ist er am Ende dramatischer und berührender als die meisten anderen Genre-Vertreter.

P.S: So gern ich Jonah Hill mag und so lustig ich es finde, dass der Dicke aus Superbad jetzt Oscar-nominiert ist: Was er hier macht ist nun wirklich nichts besonderes, auch, weil seine Figur kläglich underwritten ist.

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goodspeed: ANIch / UFA / KultHt.de / O...

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8.5Ausgezeichnet

Selten war ein proklamierter "Sportfilm" so gegen den kommerziellen Strich gebürstet wie Moneyball. Wer große, klassisch gestrickte Sportpathetik erwartet wird schnell erkennen, dass hier eine wahre Geschichte im Vordergrund steht und Underdogs auch mal Underdogs bleiben können. Oder auch nicht. Das Spiel mit den Erwartungen und gezielten Auslassungen altbekannter Abläute macht aus Moneyball einen sportlichen Independentfilm, der den technischen Fortschritt zelebriert aber versteckt in den Filmfußnoten auf ironische Weise alte Teamgeisttugenden heraufbeschwört. Fortschritt besiegt Tradition, Menschlichkeit kaltes Businessdenken. Aaron Sorkins Handschrift ist besonders in der Charakterisierung von Brad Pitts Rolle und den ständigen Sportbabbles unübersehbar. Aber wie bereits bei The West Wing muss man nicht alle Mechanismen und Abläufe verstehen, um den Kern der Szenen zu erfassen. Am Ende bleibt einem vor allem der Song von Pitts Filmtochter in Erinnerung: "You're such a loser, dad. Just enjoy the show!" Hier versteht auch der letzte Sportbegeisterte, der vielleicht nicht die erhoffte Sportdröhnung bekam, das Moneyball mehr ist, als nur ein Film über Baseball.

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Thomas Winkler: fluter Thomas Winkler: fluter

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7.5Sehenswert

Man sollte ein gewisses Interesse am US-amerikanischen Nationalsport mitbringen [...]. Denn sonst wird Moneyball eine ziemliche Prüfung.

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Lars Tuncay: Filmtabs, Intro Lars Tuncay: Filmtabs, Intro

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7.5Sehenswert

Brad Pitt verkörpert den Helden der Oakland A’s mit eindrucksvoller Präsenz.

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Hannelore Heider: Deutschland Radio Hannelore Heider: Deutschland Radio

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7.5Sehenswert

Moneyball ist ein bemerkenswerter Nicht-nur-Sportfilm, der das Ansehen lohnt.

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Walli Müller: br-online, NDR Walli Müller: br-online, NDR

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8.0Ausgezeichnet

Brad Pitt als Held macht sogar Baseball interessant!

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José Garcia: Textezumfilm

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6.5Ganz gut

Basierend auf dem vom ehemaligen Aktienhändler Michael Lewis im Jahre 2003 veröffentlichten Sachbuch „Moneyball“ konzentrieren sich die renommierten Drehbuchautoren Steven Zaillian und Aaron Sorkin darauf, wie die unterfinanzierten und unterschätzten „Oakland A’s“ ein unfaires System, in dem das große Geld und entsprechend zusammengestellte Mannschaften das Sagen haben, herausfordern. In seiner Inszenierung greift Regisseur Bennett Miller dafür bemerkenswert wenig auf Szenen aus den Baseballspielen zurück – wofür ihm der europäische, mit den Baseball-Regeln wenig vertraute Zuschauer gewiss dankbar ist. „Die Kunst zu gewinnen – Moneyball“ spielt sich vielmehr in den Meetingräumen und den Managerbüros ab, wo Billy Beane die Verein-Scouts, den Trainer oder auch den Vorsitzenden der „Oakland A’s“ von der Richtigkeit seines Konzeptes zu überzeugen sucht. Weil Billy Beane im Mittelpunkt des Filmes steht, folgt ihm Wally Pfisters Kamera auch etwa in den Fitnessraum oder in eine einsame Landschaft,…

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Wolfgang M. Schmitt jun.: www.die-filmanalyse.de

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5.0Geht so

Alle Jahre wieder kommt ein Baseball-Film. Meistens wird darin dann der Mann zu einem richtigen Mann, oder es wird für Toleranz und Weltfrieden gespielt – wie in Clint Eastwoods „Invictus“. Am Ende dieses Film-Genres steht für gewöhnlich das finale Spiel, der letzte Punkt, der alles entscheidet. Ohne zu viel zu verraten, auch in „Moneyball“ von Regisseur Bennett Miller soll es noch einmal ganz spannend werden, weshalb wir das Baseball-Spiel größtenteils in der für dieses Genre typischen Zeitlupe sehen – und das zirka eine halbe Stunde lang.
Aber „Moneyball“, nach einer wahren Begebenheit, weicht auch von den Genre-Regeln ab, da eigentlich etwas ganz anderes erzählt werden soll.
Die oberflächliche Botschaft des Films kommt gutgemeint daher. Der Profi-Sport mit seinen astronomischen Summen für junge Spieler ist vollkommen pervers. Newcomer werden von reichen Vereinen gepuscht, Siege erkauft und eine Moral im Sport gibt`s schon lange nicht mehr. Ist „Moneyball“ nach „Margin…

Kritik im Original 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

KlausTrophobie2011

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Hier gehts doch nicht um Baseball. Hier geht es um das Konzept Erfolg zu haben. Und das wäre auf zahlreiche andere Sportarten übertragbar.


Dimitrios Athanassiou: moviemaze.de Dimitrios Athanassiou: moviemaze.de

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5.5Geht so

Es sind letztlich insbesondere die menschelnden Momente, die spürbar fehlen, und die Moneyball mehr Substanz hätten verleihen können.

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BuzzG: filmfutter.com, kino-zeit.d...

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8.0Ausgezeichnet

Ich mag die ruhige, sorgfältige Art, mit der Regisseur Miller seine Geschichte ausbreitet.
Ich mag Brad Pitt in seiner Rolle als willensstarker Manager und geschiedener Vater, der keine Angst davor hat, auch harte Entscheidungen gerade heraus zu treffen, und ich mag Jonah Hill als hochintelligenten aber schüchternen Newcomer, der in der stillen Ecke seine große Stunde fast verpasst hätte.
Ich mag, dass „Moneyball“ ein einfacher, positiver Film über greifbare Personen mit dem richtigen Riecher zur richtigen Zeit ist.

Und mir gefällt der epische Soundtrack von Mychael Danna („Little Miss Sunshine“), der mich dazu animiert, unverzüglich mein Trikot überzustreifen und euphorisch aufs Spielfeld zu stürmen.

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Oceanic6: CinemaForever

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6.0Ganz gut

„There are rich teams and there are poor teams, then there's fifty-feet of crap, and then there's us.“

Vollgestopft mit Weisheiten, Familiengeschichten und Baseball, erweist sich „Moneyball“ entgegen aller Erwartungen und besonders entgegen aller positiven Kritikerstimmen aus dem englischensprachigen Raum vielmehr als typisches für die Oscars konzipiertes Werk und als ein weiterer Vertreter der meist nervigen Aufsteigergeschichten vom Underdog zum Gewinner-Team. Warum „Moneyball“ keine Bruchlandung, wie beispielsweise die nervigen „Rocky“-Filme, hinlegt, hat zweierlei Gründe. Erstens ist die Chemie zwischen den beiden Hauptdarstellern überzeugend genug und zweitens hat der Film während der Laufzeit von über zwei Stunden zumindest einige Neuheiten bzw. interessante Ansätze zu bieten.

Nach seiner wenig zufriedenstellenden Karriere als Baseball-Spieler nimmt Billy Beane (Brad Pitt) schließlich den Manager-Posten der Oakland A's an, einem Baseball-Team, welches…

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SalocinRocknRolla

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Kann dir nicht ganz zustimmen was die darstellerischen Leistungen angeht und ich fand auch die Vater-Tochter Beziehungsgeschichte nicht fehl am Platz. Ich stimme dir zu, dass der Film sehr langatmig ist und bestimmt gut und gerne 30 Minuten kürzer sein könnte und bestimmt in Hinblick auf die Oscars überhaupt produziert wurde, aber ich fand ihn wohl nicht so 0-8-15 wie du. Aber letztlich stimmt es dich vielleicht milde, dass Jonah Hill den Golden Globe nicht bekommen hat (hätte ich aber auch nicht gut geheißen. er war gut aber nicht so gut)


Simon Eberhard: Outnow.ch Simon Eberhard: Outnow.ch

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8.0Ausgezeichnet

In der Art der Inszenierung und mit den starken Charakteren erinnert Moneyball zuweilen etwas an The Damned United - freilich mit Baseball anstatt Fussball. Für Europäer, die mit diesem Sport generell weniger am Hut haben, dürfte dies etwas gewöhnungsbedürftig sein. Zahlreich und verwirrend sind die baseballtechnischen Fachbegriffe, mit denen die Figuren um sich werfen. Dass es der Film dennoch schafft, den baseballunkundigen Zuschauer bei Stange zu halten, ist der beste Beweis für die Qualität des Drehbuchs. Da kann man gerne auch ein Auge zudrücken, wenn zwischendurch ein wenig genretypisches Pathos durchblitzt.

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Eric Kohn: indieWIRE Eric Kohn: indieWIRE

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8.5Ausgezeichnet

Die rasante Erzählweise ist das herausstechenste Merkmal von Moneyball. Ursprüngliche von Steven Soderbergh als eine Mischung aus fiktionalen Szenen und dokumentarischen Interviews angelegt, ist Moneyball letztlich ein sehr konventioneller Film geworden. Aber Miller gelingt es, ein gutes Tempo vorzulegen und betont die äußerst wirklichkeitsnahen Momente.

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Peter Debruge: Variety Peter Debruge: Variety

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8.0Ausgezeichnet

Moneyball ist mehr als bloß der Kampf Alt gegen Jung, sondern zeigt den Moment, in dem die Streber das Feld der Sportskanonen übernehmen -- was dadurch noch faszinierender wird, dass Entscheidungsmacher Beane, der ein Stanford-Stipendium ausschlug, um direkt nach der High School bei den New York Mets anzufangen, einmal selbst ein talentierter Athlet war.

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Kirk Honeycutt: Hollywood Reporter

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7.0Sehenswert

Moneyball zeigt den Planer, der hinter den Kulissen wirkt wie ein Stratege in der Politik oder ein Trainer beim Boxen, nicht das Baseball-Spiel selbst. Es ist eine Freude, mitanzusehen wie Pitt und Hill sich bemühen, eine gemeinsame Sprache und anschließend einen Weg zu finden, ihren neuen Ansatz im traditionsreichen Baseball-Sport umzusetzen.

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Kommentare (111) — Film: Die Kunst zu gewinnen - Moneyball


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Soulja

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Bewertung9.0Herausragend

Endlich mal ein Sportfilm, der trotz über 2 Stunden Spieldauer nur kurz in das übliche Sportfilm-Schema verfällt und ansonsten den Hauptaugenmerk auf das Geschehen neben dem Platz legt und daraus sogar soetwas wie Spannung entwicklen kann. Mich hat der Film überraschend komplett in seinen Bann gezogen und wenn dann die Original-TV-Szenen eingestreut werden, wird das Bild plötzlich sehr rund. Ich war und bin beeindruckt.

sich die A's-Cap zurechtrückend
Soulja

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JotzudemO

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Bewertung7.0Sehenswert

Der Film beginnt langsam, als jedoch Jonah Hill mit seiner Baseballspieltheorie kommt hat mich der Film gepackt. War schön Jonah Hill mal in so einer Rolle zu sehen, kann von mir aus öfter so sein!
Danach zieht es sich meiner Meinung nach ein bisschen, jedoch is die letzte halbe Stunde richtig mitreißend als sie ein anfangen zu gewinnen.
Als ich die letzten Zeilen im Abspann gelesen hab tat mir Mr Billy Beane aber ein bisschen Leid - alles in allem aber ganz guter Film

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MikeC.

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Bewertung7.0Sehenswert

Das Thema mag zwar nicht unbedingt spannend sein, aber Moneyball macht das Beste draus. Ein kleines Team mit begrenztem Budget an die Spitze der Liga zu führen ist halt doch eher ein First-World-Problem und dürfte nur eingefleischte Baseballfans oder zu Tode gelangweilte Dramenliebhaber wirklich interessieren. Doch die Ausführung ist angenehm ruhig, strukturiert und toll gespielt. Gerade Jonah Hill hat mich angenehm überrascht; so einen ernsten Film habe ich ihm gar nicht zugetraut.

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Tj.

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Bewertung2.0Ärgerlich

Bennett Millers Film „Moneyball“ wurde einem breiten Publikum als das Sporthighlight des Jahres angepriesen. Wie viel, die auf einer Wahrheit beruhende Geschichte von Billy Beane schlussendlich an Erfolg einheimsen konnte ist allerdings enorm bedenklich und in Anbetracht der Tatsache, wie das Thema rund um den legendären Baseball aufgegriffen wurde, in vielerlei Hinsicht die verschollene Erbärmlichkeit in Person. Emotionsloses Großtuergehabe paart sich von der ersten Minute an mit unglaublichen Ereignissen, die sich schon sehr bald, als sehr öde darstellen müssen. Auch wenn es nie wirklich langweilig zu werden scheint, so überkommt den Zuschauer schon bald ein unwohles und ungutes Gefühl. Ohne jegliche, sportliche Kenntnis ist „Moneyball“ dem Betrachter auf den ersten Schlag ebenso fremd und unbegreiflich wie höhere, erst nach und nach erklärliche Mathematik. Beeinflusst von Brad Pitt und einigen, nebenbei bemerkt unverdienten, Oscarnominierungen lässt sich der Zuschauer für etwa zwei Stunden vor den Bildschirm ketten. Fataler weiße, nicht aber für eine gründliche, verständliche, übersichtliche und nachvollziehbare Geschichte, die sich hier, so wahr sie auch sein mag, abseits von jedwedem Sportlerdrama und einer gewissen Dichte bewegt. In heutigen Zeiten darf man allerdings als Kinobesucher und als Filmliebhaber ruhig etwas mehr erwarten und etwa zur Hälfte des Filmes wird man sich, bewusst oder nicht, das erste Mal die Augen reiben oder ein Gähnen verkneifen. Wer sich doch von Wally Pfisters Bildern gefangen nehmen möchte, sollte sich jedoch gründlichst überlegen, ob es sich tatsächlich lohnt für Erbrochenes das eigene Portmonee zu erleichtern und sich an Hochglanz poliertem Scheiß zu ergötzen. Millers gelobter „Moneyball“ pokert um einiges zu hoch. Was für viele Betrachter einer der großartigsten Filme des Jahres zu sein scheint, ist für andere wiederum ein herzloses Vergehen, das der Filmwelt und all deren Schöpfer ungehemmt den Mittelfinger zeigt.

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derlich

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amen


Moe

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ich habe den Film auf Deutsch gesehen. Weiß nicht, ob das arg viel schlechter als im Original ist. Jedenfalls, von Baseball habe ich absolut keinen Schimmer. Aber ich habe mir den Film aus Neugier angetan, denn eine Oscar-Nominierung für Jonah Hill ließ mich schon aufhorchen. Ich sage es mal so: ein Leonardo DiCaprio hätte eine Nominierung für seine Rolle als Candy in Django Unchained mehr verdient gehabt, vom Können her.
Ich fand es krass zu sehen, wie die Transfers ablaufen. Das war ja wie wenn sie kurz vor Marktabbau noch schnell das übrig gebliebene Gemüse loszuwerden.
Insgesamt ein gutes Sportler-Drama. Ich mag die Art von Filmen und ich weiß, dass ich zu wenige davon gesehen habe.

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xDAYWALKERx

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ein wirklich guter Film, auch wenn ich mit Baseball nichts anfangen kann.

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Texaspride2

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Bewertung7.5Sehenswert

Gelungener Film, auch wenn vieles vorhersehbar ist (-Selbst wenn man kein ausgewiesener MBL Experte ist) Schöne Botschaft fürs Leben, basierend auf einem wahren Ereignis - Nice!

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dmtjdc

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Bewertung7.5Sehenswert

Wieder so ein übermäßig routinierter Pitt-Film, der handwerklich auf derartig hohem Niveau ist, dass man ihm eigentlich keine Schwächen andichten möchte. Auch an der Besetzung gibt es nicht das Geringste auszusetzen. Allerdings ist die auf größtmögliche Effizienz zentrierte Kernaussage des Films nicht gerade sympathisch. Zahlen statt Menschen, Kalkül statt Emotionen, Bytes statt Traditionen. Nun ja, für das Scouting alter Schule stehen ja Clint Eastwood und Amy Adams bereit. Dem Team, dem Verlauf der Meisterschaft, ja dem Spiel an sich, hätte man aber durchaus mehr Platz einräumen können. Andererseits warnt der Titel den potentiellen Zuschauer ja schon im Voraus.

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cruzha

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Bewertung7.0Sehenswert

Vergleichsweise ruhig erzählte und mit erfreulich wenig Pathos ausgestattete Sportballade, in der mal der Manager die zentrale Figur ist. Wo es sonst um den kometenhaften Aufstieg eines Einzelnen oder einiger Weniger vom Loser(team) zu Gewinner/n geht, natürlich verbunden mit dem siegessicheren Happy End, bleibt Moneyball erheblich näher an der sportlichen Wirklichkeit und stellt den in den Mittelpunkt, der die Spieler verpflichtet, entlässt und sich vor dem Eigentümer verantworten muss. Pitt spielt glaubwürdig und ohne Kitsch, genau wie der Rest des Casts. Sehenswerte Abwechslung im Helden-Einerlei des Sportfilms.

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EvertonHirsch

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Bewertung9.0Herausragend

Für mich einer der besten Sportfilme, die es gibt. Das liegt zum einen an einer wirklich sehr guten Leistung von Pitt, zum anderen an dem Thema an sich. Wie hier versucht wird, anhand von statistischen Daten ein wettbewerbsfähiges Team aufzubauen, ist wirklich sehr interessant. Vor allem für einen ebenfalls Statistikinteressierten (im Sport) wie mich.

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mary84

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Das sagtest du bereits oben bei The Babe :)


EvertonHirsch

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Nur, dass es einer der besten Sportfilme ist...


Alex.de.Large

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Dies wird ein Kommentar ohne Wertung, aber mit ein paar "unschönen" Worten. Also; eigentlich fand ich den Film ja echt gut. Die schauspielerischen Leistungen und die gesamte Inszenierung sind wirklich gut. Ich mag grundsätzlich auch Stories in denen ein Team geformt wird, das sich zum Ende hin einer schier unbezwingbaren Herausforderung stellen muss. Aber wie das "Teambuilding " hier vonstatten ging, fand ich nur wenig sympathisch. Das Auswahlverfahren für, und der folgende Umgang mit den Spielern hatte für mich echt etwas "Zuhälterhaftes". Prinzipiell hätte der Film auch vom Wettstreit um das beste Bordell mit den besten Nutten handeln können. So wie die Spieler nach Kriterien wie, "Kann gut schlagen, aber nicht fangen..." kategorisiert werden, könnte man auch Prostituierte nach dem Motto "Kann gut blasen, hat aber ein ausgelutschtes Arschloch..." fachgerecht einsetzen, bei Bedarf einfach tauschen oder gewinnbringend verkaufen. Eventuell war das ja auch gewollt, daß das so zynisch bis unsymphatisch rüberkam, aber für mich hat das den Film einiges an Sympathie-Punkten gekostet. Aber, guckt den Film. Schlecht ist er auf keinen Fall. Könnt Ihr ja Nichts zu, das mir beim Gucken so ein Scheiß durch den Kopf geht. Nee-doch..., ist schon gut der Film. CIAO.

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filmschauer

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Bewertung9.0Herausragend

Manchmal sind die schönsten Filmerfahrungen jene, bei der vorweg auf dem Papier nur wenige Faktoren für ausgewachsene Begeisterung sorgen. "Moneyball" ist in dieser Hinsicht ein sehr passender Kandidat für diese These. Einerseits geben die wenigen Oscar-Nominierungen im letzten Jahr bestimmte Erwartungsmuster vor, andererseits ist das vordergründige Thema - Baseball - keines, mit dem ich unbedingt täglich in Berührung komme. Letzteres lässt sich jedoch schon relativ schnell nach Beginn des Films entkräften: Hier geht es nicht um den Baseball-Sport im Speziellen, sondern um das Prinzip des professionellen Mannschaftssports an sich, inklusive dem hartnäckigen und manchmal auch gnadenlosen Management drumherum. Zwar ist eine gewisse Affinität für diesen Bereich nicht von Nachteil, doch funktioniert Bennett Millers Werk über eine denkwürdige Phase der Oakland Athletics ausdrücklich auch auf universelle Weise. Dies geht sogar soweit, dass Szenen des Sports überraschenderweise Mangelware sind. Der Fokus liegt viel eher auf die Drahtzieher zwei Ebenen darüber, womit Trainer und Betreuer gleich außen vor sind. Die sportliche Führung in Person von Billy Beane bildet das eigentliche Zentrum von "Moneyball". Wie Brad Pitt diese Figur interpretiert, ist genauso außergewöhnlich wie die gegen den Strich des üblichen Sportfilms gebürstete Inszenierung. Beane ist nämlich nicht etwas das ultimative Genie, doch er vermag als Manager den richtigen Leuten zu vertrauen. Symptomatisch ist da die eindrucksvolle Begegnung mit Peter Brand (sehr ungewöhnlich: Jonah Hill) und dessen Ideen, mithilfe er dem üblichen System ein Schnippchen schlagen will. Wie alternative Wege, die viel Mut und Überwindung benötigen, zum Erfolg oder zum Scheitern führen können, zeigt "Moneyball" in ruhigen und wenig effekthascherischen Momenten. Doch insbesondere diese Intensität, die in den zwei Stunden peu à peu aufgebaut wird, die ist unbeschreiblich und spürt man so nur in ganz wenigen Filmen. Und darum versteht man auch, warum es dann eben gewisse Nominierungen gab. Ganz großer Sport.

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Cayopei

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Bewertung7.5Sehenswert

Ein Film, der es schafft, Baseball interessant aussehen zu lassen. Das mag aber auch daran liegen, dass man kaum etwas vom eigentlichen Spiel sieht, sondern es im Grunde ausschließlich um statistische Teamzusammenstellung und Wege zum Sieg geht. Das mag unglaublich öde klingen, aber dank Sorkins Skript und der guten Darsteller ist es genau das nicht. How can you not be romatic about baseball?

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Cayopei

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"romantic" muss es natürlich heissen.


VisitorQ

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Bewertung7.5Sehenswert

95 % auf rottentomatoes, 100 % in meinem Herzen.

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Velly

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Ich hatte einiges über den Film gelesen und hatte daher schon gedacht, dass ich ihn ganz nett finden würde. Aber dass er mich so packt, wie er mich nunmal gepackt hat, das habe ich nicht erwartet! :-)


VisitorQ

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ich mag Sportfilme im allgemeinen recht gerne. Und der Film war wirklich toll gemacht. Gut gespielt, handwerklich hervorragend und wie Du schon gesagt hast: Packend!


Big T.

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Bewertung7.5Sehenswert

Ein Film über Baseball. Erster Gedanke meinerseits: Naja...
Mit Baseball kann ich ungefähr soviel anfangen wie mit American Football, also nichts. Kenne nichtmal die Regeln. Allerdings Brad Pitt und Phillipp Seymour Hoffmann also wurde trotzdem reingeschaut. Und siehe da! Ein Film der zu überzeugen weiß vorallem dank der One Man Show von Brad Pitt der den Film alleine trägt!

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heiko.buschhaus

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Bewertung7.5Sehenswert

>> Wie kann man dem Zauber von Baseball widerstehen?<<
Ganz einfach Brad, indem man das Spiel von Grund auf nicht versteht! Ich verstehe nur die abgefalchte Form von Baseball, die haben wir in Sport immer gespielt und die nennt sich Brennball. Um damit schonmal zu Anfang den größten Defekt des Filmes anzusprechen: der Film ist so Baseball-spezialisiert, dass man, wenn man das Spiel nicht versteht, so wie ich, gefühlt ein Viertel des Filmes auf dem Schlauch steht, und gar nicht versteht, was da eigentlich passiert! Wahrscheinlich fragt ihr euch jetzt, warum bei so einem Defizit immer noch 7.5 Punkte! Ganz einfach, die Gründe dafür heißen Brad Pitt und Jonah Hill! Beiden spielen hier sowas von ausgezeichnet, dass sie den Film einfach als Charakterdarsteller tragen. Auch Phillip Seymour Hoffman (wahrscheinlich hab ich ihn falsch geschrieben) macht seinen Job hier sehr gut! Oftmals muss man nicht wirklich verstehn, was genau da eigentlich passiert, daher es fesselt, was die beiden zusammen durchmachen; und man bekommt trotz allem mit, ob die A´s jetzt gewinnen oder verlieren!

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SamRamJam

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Bewertung5.0Geht so

ACHTUNG SPOILER
Kurz angemerkt: Ich selbe schaue keinen Sport, gar keinen. Nicht einmal Fussball-WM. Das hat nichts mit Sport an sich zu tun, Sport machen macht Spass, aber zuschauen? Hm, ja, nö, lieber nicht.
Dementsprechend habe ich mich auch nie groß mit den Beschaffungsmaßnahmen nach neuen Talenten beschäftigt. Das Profi-Sport hauptsächlich von Geld bestimmt wird ist nichts neues. Moneyball ändert da auch nichts dran, es wird eben nur ein Geschäftsmodell gegen ein anderes eingetauscht, nicht mehr und nicht weniger. Teilweise versucht der Film einen auf "menschlich besser" zu machen, z. B. wenn sich der eine Spieler bei Brad Pitt für die Chance bedankt, oder ein anderer Spieler zu Hause bei Frau und (natürlich) ins Wohnzimmer stolpernde Kind, besucht wird. Aber letzten Endes sieht die Rechnung ganz einfach aus: Sport ist ein Menschenverschlingendes Monster. Es gibt eben nur begrenzte Plätze im Profi-Sport. Ob die nun mit "gutaussehenden" Spielern besetzt werden, oder mit so einer Art Freak-Show, ist vom rein menschlichen Standpunkt betrachtet völlig egal.
Wenn der Film also gerade nicht auf seine geheuchelte Gutmenschlichkeit rumreitet, so macht er den Baseball anderweitig schlecht, und zwar mit der persönlichen Vergangenheit von Pitts Charakter. Die ganze Zeit über habe ich allerdings nicht verstanden warum er dann überhaupt dem Sport treu bleibt?! Und warum er das Angebot am Ende nicht annimmt habe ich auch nicht verstanden.
Aber was solls. Der Film war immerhin interessant genug dass ich ihn nicht ausgemacht habe. Gut fand ich das aber nicht gerade, es wäre zumindenst viel mehr drin gewesen. At last but not least: Ich mag Brad Pitt wirklich gerne. Aber den harten Manager nehme ich ihm hier im Film nicht ab. Rumkauend in einen Plastikbecher zu spucken reicht nicht aus um verwegen und rau zu sein. Vielleicht wäre hier ein anderer Darsteller angebrachter gewesen, so leid es mir auch um Brad Pitt tut, aber man muss auch mal ehrlich zu einer Fehlbesetzung sein (unabhängig vom Ruhmstatus). Schön ist allerdings Jonah Hill, der weit weniger nervt als in seinen üblichen Rollen (warum denken so viele dicke Schauspieler dass sie automatisch durchs Fettsein witzig sind?!). Naja, ich freue mich trotzdem schon mal auf "Back in the Game" der Ende März auf DVD erscheint. Sport-Dramen gibt aber bessere als "Moneyball" wo eben einfach nur das eine Modell durch ein anderes getauscht wird. Für mich dasselbe wie einen dramatischen Film darüber dass beim Boxen rote Handschuhe durch blaue getauscht werden.

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Thomas479

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein eindrucksvolles Sportsdrama mit grandiosen Darstellern und überraschend wenig Sportszenen. Der größere Teil der Handlung spielt in Büro- und Geschäftsräumen. Es wird mehr verhandelt und analysiert, als gespielt. Doch darauf kam es diesem Film, der auf einer wahren Begebeneheit beruht, wohl auch an.

Das "Moneyball" im deutschen Kino keine Chance bekam und gnadenlos unterging - trotz Oscar-Nominierungen - war klar, denn der Film verweigert sich sämtlichem Mainstream und ist in erster Linie einem amerikanischem Publikum gewidmet. Doch auch wenn man sich nicht für Baseball interessiert bzw. die Regeln nur am Rande kennt, wird man hier gefesselt. Die die Dinge, die hier aufgezeigt werden, betreffen nicht nur den Baseball-Sport.

Die Laufzeit von etwas über 130 Minuten schreckt zusätzlich ab und in der Tat schaut man ab und zu mal auf die Uhr. Doch mit jeder Minute, die der Film dauert, wird die Handlung dichter und emotionaler. Und Brad Pitt stellt einmal mehr sein Können und seine Vielseitigkeit unter Beweis.

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CrazyWizard

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ein faszinierender Film über einen Mann mit Visionen in einem rostigen, eingefahrenen System voller engstirniger Scouts. Billy Beane war der eine, der den Baseball revolutionierte und selbst dafür keine Lorbeeren erntete. Ein Streifen mit brillianter Schauspielkunst (vor allen Dingen Jonah Hill, dem man solche Leistungen nicht zugetraut hätte), zaghafter Musik, einem tollen, spannenden Script und einem grandiosen Wally Pfister an der Kamera, obwohl seine interessanten Perspektiven erst zum Ende hin richtig punkten.
Ein großartiger Film, ohne große Schwächen, aber auch ohne einprägsame Momente, deshalb auch "nur" ein 'Ausgezeichnet'. Dieses Movie zeigt, wie undankbar die Welt manchmal ist!

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Jona89

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein Sportfilm in dem kaum Sport gezeigt wird. Kann das funktunioren?
Ja, es kann. Und wie! Der Film, der auf realen Fakten beruht, weiß von Beginn an zu packen. Auch wenn man sich nicht großartig für Baseball interessiert sollte der Film interessant sein. Viel mehr als die Grundregeln waren mir auch nicht bekannt, auch wenn ich bereits ein Spiel live sehen durfte. Ich weiß nicht woran es liegt, aber der Film funktioniert einfach von Beginn an. Brad Pitt und Jonah Hill ziehen einen von Beginn an in diesen Film und im gesamten Film gibt es keinen Spannungsabfall. Mich hat der Film überzeugt und ich kann ihn jedem Sportfan nur ans Herz liegen, denn er zeigt wie man aus ganz wenig eigentlich eine Menge machen kann.

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