Moonrise Kingdom

Moonrise Kingdom (2012), US Laufzeit 98 Minuten, FSK 12, Drama, Komödie, Kinostart 24.05.2012


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7.5
Kritiker
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7.6
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von Wes Anderson, mit Bruce Willis und Edward Norton

In Wes Andersons Moonrise Kingdom brennt ein frühreifer Pfadfinder mit seiner Brieffreundin durch. Bruce Willis als Insel-Sheriff schlägt sich auf ihre Seite.

Moonrise Kingdom spielt auf Rhode Island in den 60er Jahren und erzählt von der erblühenden Liebe zwischen Sam (Jared Gilman) und Suzy (Kara Hayward). Auf den ersten Blick erkennen die Beiden, dass sie für einander bestimmt sind. Ihre Umgebung sieht dies allerdings anders. Als die Zwei daraufhin von zu Hause weglaufen bzw. die Mitgliedschaft in den Pfadfindern aufkündigen, setzt dies eine irrwitzige Suchaktion des Dorfsheriffs (Bruce Willis), der lokalen Pfadfindergruppe, angeführt vom Pfadfinderleiter (Edward Norton), und der besorgten Eltern Suzys (gespielt von Frances McDormand und Bill Murray) in Gang. Da sich herausstellt, dass Sam eine Waise ist, wird das Sozialamt (verkörpert von Tilda Swinton) tätig. Vor der Kulisse eines hereinbrechenden Unwetters spitzt sich die Lage dramatisch zu…

Hintergrund & Infos zu Moonrise Kingdom
Wes Anderson ist so etwas wie der Ray Kinsella (Kevin Costner) des Filmemachens: Wenn er einen Film dreht, dann kommen sie. Seien es Anjelica Huston und Gene Hackman in Die Royal Tenenbaums, Willem Dafoe in Die Tiefseetaucher oder George Clooney und Meryl Streep in Der fantastische Mr. Fox. Demgemäß ist auch Moonrise Kingdom wieder gespickt mit einem Who’s Who hochkarätiger Darsteller. Neben den üblichen Verdächtigen Bill Murray und Jason Schwartzman (erstmals zusammen in Wes Andersons Rushmore) sind in Moonrise Kingdom nun Stars wie Harvey Keitel oder Bob Balaban mit von der Partie.

Wes Anderson ist wie auch Noah Baumbach (Drehbuch zu Der fantastische Mr. Fox und Die Tiefseetaucher) ein Familienmensch. Wer einmal dabei ist, bleibt dabei. So stammt das Drehbuch zu Moonrise Kingdom von „Familienmitglied“ Roman Coppola, der auch schon das Skript zu Darjeeling Limited verfasste. Produzenten-Tausendsassa Scott Rudin (Die Truman Show, I Heart Huckabees) gehört seit The Royal Tenenbaums zum Stamm.

Den internationalen Verleih von Moonrise Kingdom übernahm Focus Features, die uns schon solch abseitige Dramödien wie Greenberg, Vergiss mein nicht! oder Lost in Translation gebracht haben. (EM)

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Kommentare (210) — Film: Moonrise Kingdom


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DavidTrip

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Wo fang ich am besten an.
Zum Beispiel bei der Optik. Sie ist so wunderbar verspielt als würde ich in einem Puppenhaus sitzen. Viele kritisieren an dem Film vor allem die missen Effekte (z.B. in der Szene mit dem Blitz) diese unterstreichen für mich allerdings dieses Gefühl in einem Puppenhaus zu sitzen. Dann noch der unfasssbar geniale Soundtrack. Trompeten Tubas Bässe Trommeln alles dabei. Also ein Soundtrack der mit Vielfalt punktet was die Instrumente angeht allerdings fällt es mir schwer ein Stück vom anderen zu unterscheiden. Es klingt halt alles gleich. Trotzdem ist dieses "eine" Lied sehr hörenswert. Die Kulissen sind auch recht schön anzusehen da sie sehr farbenfroh sind. Manchmal zu farbenfroh. Trotzdem gefallen mir die Kulissen sehr auch wenn weniger Farbe dem Film gut getan hätte. Jetzt gibt es ein richtiges Manko am Film. Die Schauspieler. Die mittelmäßigen bis schlechten Schauspieler sind im Mittelpunkt (z.B. die zwei Hauptcharaktere) und die guten Schauspieler (Bruce Willis, Edward Norton) sind eher im Hintergrund. Und wirklich geniale Schauspieler (Der "Pastor" gegen Ende) haben einen auftritt von fünf Minuten. Natürlich brauchte man für die Story zwei Kinder. Da hatt man sich für ihr alter gute Schauspieler ausgesucht. Aber dann lässt man die doch nicht neben solchen Hollywood -größen spielen. Die beiden Hauptakteure sind immernoch wirklich gut Schauspieler wenn sie alleine auftreten. Wenn sie aber neben Edward Norton,Bill Murray und Bruce Willis spielen dann wirkrn die beiden mehr als blass. Und das Ende in der Kirche. Wirklich lächerlich diese Szene auf dem Dach. Das Ende an sich ist aber wirklich gelungen. Alles in allen kein Meisterwerk aber immernoch sehr gut und Empfehlenswert.

Als dann
David

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CrazyWizard

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Bewertung7.5Sehenswert

Also die Inszenierung von "Moonrise Kingdom" finde ich schon sehr ansprechend, so ansprechend, dass ich allein für den Stil des Films das Sehen schon empfehlen kann. Diese strikt korrekte, ja geradezu geometrisch genaue Kameraführung macht schon viel her, wie ich finde. Wenn am Anfang die Kamera durch das Wohnhaus, wie durch ein Puppenhaus streift, macht das schon beim Zusehen Spaß. Die Geschichte ist dabei von verschrobenen Charakteren gesäumt und erzählt im Kern doch eine liebevolle Geschichte, wie zwei naive Kinder ausbrechen aus der mathematisch genauen Welt und sich allein durchschlagen wollen in der Wildnis. So unschuldig, wie Suzy und Sam ihre erste Liebe ausleben, macht es wirklich Spaß, den beiden teils hilflosen Kindern zuzusehen, wie sie versuchen Zärtlichkeiten auszutauschen. Doch drumherum sind all diese zwar gut gemimten, aber komplett absurden Figuren, deren Handeln eher zur Belanglosigkeit verkommt, im Gegensatz zu Suzy und Sam.
Ein Film mit ein paar ganz fantastischen Momenten, einigen tollen Einstellungen und auch viel künstlerischem Beifang dazwischen. Trotzdem ist er die 98 Minuten allemal wert.

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mar (-ion-)

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Bewertung4.0Uninteressant

müsste ich nicht nochmal sehen...

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lockodox

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

leider schmiert der Film am Ende bissl ab, aber trotzdem ist der soooo süß-witzig-knuffig-schön... hach

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peteblueeyes

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Bewertung7.0Sehenswert

Ich mag diesen Film und ich mag Wes Anderson, aber ich kann nicht verstehen, warum Moonrise Kingdom so gelobt wird und gleichzeitig The Darjeeling Limited immer so viel Flak kriegt. Am Ende des Films hatte ich das Gefühl, dass ich wirklich jeden einzelnen Charakter gerne näher kennengelernt hätte. Leider aber auch das Gefühl das ich nicht einen einzigen wirklich kennengelernt habe. Auf hohem Niveau leider trotzdem viel verschenkt.

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Co-Pilot

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Bewertung1.0Ärgerlich

???
Was für ein Megamist war denn DAS?
FSK ab 6 & in Kürze in arte um 15:00 oder was?
Eine sinnfreie "Story" um 2 12 Jährige die ... weglaufen.
Nicht 1(!) Lacher dabei, nervtötende Düdelmusik und Schauspiel zum Einschlafen. Weshalb so ein Staraufgebot an Darstellern? Das hätte auch die Theater-AG der 4A aus Hundsbüttel-Ost geschafft. (Nichts gegen die Stadt...!)

Dies ist also eine Arbeit des hochgelobten Wes Anderson... - die totalste Enttäuschung. Nie wieder. Da guck ich lieber 90min der Waschmaschine bei der Arbeit zu, ist unterhaltsamer!

Den einen Gnadenpunkt gibts für die "Einschlafhilfe Moonrise Kingdom" & die gute schauspielerische Leistung von dem Mädchen.
Der Rest - Crap.

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SmooliEntertainment

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Bewertung7.5Sehenswert

Wes Anderson erzählt in MOONRISE KINGDOM eine herzerwärmende Liebesgeschichte auf einer fiktiven Insel. Auch in diesem Film schafft Anderson es, die Eigenschaften, die GRAND BUDAPEST HOTEL so auszeichnen, zu vereinen, wenn auch nicht ganz auf dem Level wie zwei Jahre später.

So ist auch dieser Film wundervoll geschrieben und deutlich im Stile Andersons locker-leicht, humor- und gefühlvoll inszeniert.
Der toll zu lesene Cast (Bill Murray, Bruce Willis, Edward Norton, Tilda Swinton, Harvey Keitel, Frances MacDormand) überzeugt vollkommen, wobei die beiden Jugenddarsteller Jared Gilman und Kara Hayward das eigentliche Highlight sind. Wenn der Zuschauer den Kindern folgt, kommt man aus dem Staunen nicht mehr raus, wie fantastisch anders und frisch alles wirkt und das, ohne dass es gezwungen herüberkommen würde.

Was jedoch zu Abzügen in der letztendlichen Wertung führt (und was den Film in meiner Gunst etwas hinter dem Schauspieler- und Inszenierungs-Spektakel GRAND BUDAPEST HOTEL stehen lässt), ist, dass sich der Film in manchen Szenen seltsam inkonsequent und oberflächlich anfühlt. Es sieht zwar vordergründig toll aus, verliert aber kurzzeitig die Seele des Werkes. Die Anderson'sche Magie, die die ersten zwei Drittel des Films durchaus vorhanden ist, geht dadurch zeitweise verloren.

Nichtsdestotrotz ist MOONRISE KINGDOM eine sehr sehens- und liebenswerte Komödie von einem einzigartigen Filmemacher.

_Smooli

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CaptainHowdy

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Großartig - es scheint doch noch was mit Wes Anderson und mir zu werden...

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sachsenkrieger

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Wes Anderson Nummero 7. Jetzt habe ich alle bis auf "Rushmore" gesehen, den ich wohl leider nicht offline bekommen werde. Es war eine mehrwöchige Reise mit etlichen filmischen Zwischenstopps auf dem Mars, in den Südstaaten, mehrfach in L.A. South Central und anderswo. Denn alle sieben hintereinander weg, das packt wohl selbst der größte Anderson-Fan nicht unbeschadet ;)

Andersons Welt hat mich aus der Realität geholt, fasziniert, berauscht, beglückt, zum Lachen und zum Weinen gebracht. Seine in satte, saftige Farben verpackten Bilder eines Universums, das wohl größtenteils seiner eigenen Phantasie entsprungen ist und trotzdem eine so universelle Botschaft beinhaltet, seine dysfunktionalen Personen aus dysfunktionalen Familien in einer gänzlich dysfunktionalen Welt. Thank you very much, Mr. Anderson!

Suzy und Sam gehen entlang eines glasklaren Wildwasserbaches. Sam trägt eine 50cm dicke Biberfellmütze mit Bommel

Sam: Willst du was trinken?
Suzy: Nein danke.
Sam: Also, wenn deine Kehle austrocknet, nimm einen Kieselstein in den Mund und lutsch ihn. Man kann Durst mit Speichel löschen, angeblich.
Suzy: Hmhü
Sam: Ich steck mir öfter Blätter in die Haare, das hält den Kopf kühl.
Suzy: Gute Idee! Vielleicht hilft´s auch, wenn du die Fellmütze absetzt.

In dieser Episode aus der "Weslight Zone" zeigt sich wieder die schier unüberschaubare Quelle der Phantasie, aus der Anderson schöpfen kann. Die Geschichte spinnt sich um zwei Zwölfjährige, die sich ineinander verlieben, weil sie anders sind als die anderen. Da ist Sam, ein nerdiges Waisenkind, der erkennen muss, das auch die Pfadfinder kein Familienersatz sind und Suzy, das frühreife und unterkühlt wirkende Mädchen, das zu Wutausbrüchen neigt. Anderson verarbeitet aber wie immer, auch Teile seiner eigenen Kindheit. Suzy findet zuhause ein ähnliches Buch, wie es Anderson mit zwölf Jahren bei seinen Eltern fand.

Mit feiner, nie gemeiner Ironie beleuchtet er die Welt der Pfadfinder, denen er selbst mit wenig Begeisterung eine Zeitlang angehörte. Statt den Kindern ihrem Namen und Sinn gemäß, einen naturverbundenen Pfad durchs Leben zu vermitteln, lernen sie "Ungeziefervernichtung", Sanitäranlagen zu bauen oder auf dem letzten von ihnen übriggelassenen Baum im weiten Umkreis, ein Baumhaus in der richtigen Höhe zu errichten. Auch Sam´s Vorgehen bei der gemeinsamen Flucht mit seiner Suzy zeigt, das das Überlebenstraining weitestgehend vernachlässigt wurde. Statt seine Mütze abzunehmen, stopft er sich Blätter hinein zur Kühlung und statt aus einem Gebirgsbach zu trinken, lutscht er Kieselsteine gegen den Durst.

Wie schon des öfteren gesagt, könnte man wohl über jeden Film Andersons eine wohldurchdachte und noch wohlformuliertere Analyse verfassen, aber letztendlich zählt das Gefühl und die Fähigkeit, sich auf eine andere als die eigene Welt einzulassen. Durch den ganzen Film zieht sich der feine anderson´sche Humor, allerdings für meinen Geschmack nicht so durchgängig wie in "Darjeeling Limited" oder "Grand Budapest Hotel". "Moonrise Kingdom" ist eine wunderbare Story über Kindsein, die erste große Liebe, das Erwachsenwerden und das Erwachsensein. Es ist der große Traum von der Flucht aus einer funktionalen Welt, den wohl viele von uns in ihrer Kindheit ebenfalls träumten.

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sachsenkrieger

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Danke, Ben. Schön, das ich nicht der einzige bin, der zwei Anläufe brauchte. Dazu gebracht haben mich Fonda und "Grand Budapest Hotel". Andersons Filme muss man mehrfach sichten, um ansatzweise alles mitzubekommen, das macht ihn wohl für viele auch so schwer verdaulich.


BenAffenleck

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Deswegen schaue ich mir auch nicht alle seine Filme innerhalb von ein paar Wochen an. Sowas muss man genießen, verdauen, freuen auf die erneute Sichtung usw...


Zensemann

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Bewertung1.0Ärgerlich

Wes Anderson hat ein ganz eigenes Genre gefunden... Filme für Jack Wolfskin Jacken Träger.

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Co-Pilot

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Ich dachte schon, ich wäre der einzige der den Film (und Regisseur) shice findet ;)


Mesokosmos

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Ich dachte schon, ich wäre der Einzige der den Film (und Regisseur) shice findet ;)


Zimtmond

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Bewertung9.0Herausragend

Wie kann es eigentlich sein, dass einem manchmal die Worte fehlen etwas zu beschreiben, was man so gern hat? Vor allem, wenn man anderen sagen möchte, wieso man diesen Film mag. Bei diesem hat das bisher nicht sonderlich gut geklappt. Keiner wollte ihn durch meine Worte sehen. Okay, nein, das ist nicht wahr. Meine Mutter und mein Bruder taten es und sie fragten: Passiert da auch mal was?! Sie waren gelangweillt. GELANGWEILT! Ist das zu glauben?!
Unfd ich? Ich sehe diesen Film und merke wie er mir von Augenblick zu Augenblick mehr gefällt. Wie ich darin eintauchen möchte, nur um mit Schnappatmung wieder aufzutauchen. Ich merke wie ich alles in mir aufnehmen will und nichts mehr davon vergessen will und gar gehen lassen möchte.

Das gesehene wärmt die Seele. Macht mich glücklich. Macht mir unglaublich viel Spaß. Ich fühle mich wohl. Ja sogar geborgen, wenn ich diesen Film sehe. Geborgenheit bei einem Film? Ich denke, das ist eine berechtigte Frage, die ich aber irgendwie nicht beantworten kann. So fühlt es sich nunmal an.

Wes Anderson verzaubert mich immer wieder. Auch wenn ich natürlich noch einiges, um genauer zu sein vieles, von ihm schauen muss, habe ich das Gefühl, als wären die Filme wie für mich gemacht. Als wüsste er, was ich mag und verpackt es alles in seinen Filmen. Klingt natürlich etwas anmaßend, aber ich denke man versteht schon, wie ich das meine.

Dieser Film ist magisch auf seine eigene kleine Art und Weise. Diese süße kleine Liebesgeschichte ist so niedlich, so aufrichtig, so emotional und so ehrlich.
Sie macht Hoffnung. Ja, das macht sie, Hoffnung – und das ist so wunderbar!

"We're in love. We just want to be together. What's wrong with that?"

Ich war verzaubert von dem Moment an, wo das ganze beginnt.
Ich liebe diese kindlich wirkende und bunte Bilder mit der untermalten Musik.
Ich liebe diesen einzigartigen Charme, der diesen Film umgibt.
Ich möchte diesen Film nochmal ein erstes Mal sehen. Und das obwohl der Film mit jeder Sichtung wunderbarer wird. Aber genau diese Steigerung möchte ich noch einmal erleben!

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Co-Pilot

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Genau meine Meinung - es fehlen mir die Worte um den CRAP zu beschreiben. Bin immer noch sprachlos :(


jacker

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Wenn dir die Worte fehlen, hättest du ja einfach still bleiben können. Dann wäre der Welt zumindest dein sinnentleerter Kommentar erspart geblieben...


Niotq

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Bewertung5.5Geht so

Ich sage es gleich einmal frei heraus, statt mich in ellenlangen Absätzen drumherum zu manövrieren: Meines Erachtens ist "Moonrise Kingdom" für Wes Anderson das, was "The Descendants" für Alexander Payne war.

Dabei klang alles so vielversprechend. Anderson schätze ich ja wirklich sehr, auch wenn "Moonrise Kingdom" erst mein dritter Film ist, bei dem er hinter der Kamera fungierte. Neben den Schauspielern, die mir allein schon bei der Vorstellung der ihnen zugedachten Rollen ein Grinsen entlockten, machte mich der Plot hellhörig: Ein unbeliebtes Außenseiterkind bricht in den Sechzigerjahren auf irgendwelchen abgeschiedenen Inseln aus einem Pfadfinderlager aus, um mit seiner großen Liebe durchzubrennen, mit einem großen Rattenschwanz Pfadfinderkollegen und verzweifelter bis hysterischer Erwachsener hintendran, die sie wieder einfangen möchten. Ein Elfmeter ohne Tormann für diesen Regisseur, so dachte ich.

Nur ist es letzten Endes leider so, dass "Moonrise Kingdom" wenig von der brüllenden Komik von "Grand Budapest Hotel" hat, und nicht recht viel mehr vom überbordenden Charme und der Aura eines verfilmten Kindheitstraums, die "The Life Aquatic" anhaftet und ihn für mich so bewegend gemacht hat. "Moonrise Kingdom" ist eben einfach... da, Anderson spult - um den einleitenden Vergleich zu erklären - all seine Charakteristika ab, skurrile Geschichten formal streng mit - liest man die Namen - beeindruckenden Ensembles gedreht, aber letzten Endes bleibt es in jeder Beziehung beim Kratzen an der schönen Oberfläche, denn weder ist der Film übermäßig komisch, noch wusste er mich mit einer sonderlich mitreißenden Geschichte zu vereinnahmen. Ich bin der Allerletzte, der dem abgedroschenen Argument nachhängt, dass Figuren dem Zuseher sakrosankt sympathisch zu sein hätten, damit dieser Interesse zeigen kann, aber "Moonrise Kingdom" war mir leider während des Großteils der Laufzeit herzlich egal.

Ich würde gerne weiter in die Tiefe gehen, wie ich es in meinen Kommentaren gelegentlich versuche, weiß aber gar nicht großartig, wo ich anfangen soll. Daher belasse ich es dabei, meine Bewertung zu erklären: Die Position zwei Punkte unter "Grand Budapest Hotel" fühlt sich noch immer eher großzügig an, doch im Gegensatz zum himmelschreiend enttäuschenden 08/15 Tragikomödienvehikel "The Descendants", dem ich eine glatte Fünf gegeben habe, sieht man dem Film zumindest noch die unverwechselbare Handschrift des Regisseurs an, der mich nur diesmal leider überhaupt nicht packen konnte, obwohl ich frohen Mutes war. Die 5,5 ist dann wohl die einzig logische Konsequenz.

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Reli

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Nach Sichtung dieses Streifens, der einfach nur die Seele wärmt (anschauen! anschauen! anschauen!), habe ich beschlossen Wes Anderson Filme künftig als Lackmustest bei der Partnerwahl einzusetzen.

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Reli

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Das zeigt dann der Lackmus :-))


ncstarbuck

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Wes Anderson liebt man, oder hasst man. Ich gehöre zu ersten Kategorie und gebe Dir mit dem Lackmustest recht ;)


JokerReviews

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Bewertung7.0Sehenswert

Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich häufig kleine Problemchen mit Wes Anderson habe. Er ist ein einzigartiger Regisseur, keine Frage, aber richtig umgehauen hat mich bisher nur der Stop Motion Film "Der fantastische Mr. Fox". Jetzt stand also Moonrise Kingdom auf dem Plan, hochgradig besetzt und mit einer ungewöhnlichen Story. Allerdings hatte ich auch hier wieder die typischen Wes Anderson Probleme. Zum einen ist der Film herrlich skurril und sympathisch, auf der anderen Seite aber teilweise ZU abgefahren, sodass ich mich zeitweise wirklich am Kopf kratzen musste.

In Moonrise Kingdom geht es um die beiden, anfänglich pubertierenden, Kinder Sam und Suzy, die sich als knallharte Ausreißer entpuppen. Sam reißt aus einem Art Pfadfinder-Zeltlager aus, während Suzy aus einer eher durchgeknallten Familie flieht. Suzy und Sam, die Beide auch nicht ganz dicht im Kopf sind, haben sich unsterblich ineinander verliebt und wollen ihren aktuellem Leben Lebewohl sagen und gemeinsam ein Neues beginnen. Doch die "bösen" Erwachsenen und die restliche Pfadfinder Truppe sind ihnen dicht auf den Fersen.

Ich liebe solche Kinder - und Jugendgeschichten eigentlich immer total. "Stand by me" ist sogar einer meiner absoluten Lieblingsfilme. Doch mit Moonrise Kingdom tat ich mich zeitweise echt schwer, wie eigentlich bei fast jedem Anderson Film. Ich glaube einfach, dass es reine Geschmackssache ist ob einem der Stil von Wes Anderson gefällt oder nicht. Hier sind einfach Szenen dabei, die ich völlig überzogen finde und für mich keinerlei Sinn ergeben ja teilweise sogar gänzlich deplatziert wirken. Dafür gefällt mir die Art wie der Film aufgebaut ist. Das Ganze hat einen sehr angenehmen, gelblichen Herbstlook.

Ebenfalls hervorragend fand ich die emotionale Bindung zwischen den beiden Hauptfiguren. Manche Szenen fand ich auch sehr gewagt, sie mit Kindern zu drehen, allerdings ist das für mich keine Diskussion wert. Der Film hat einen unglaublichen Cast. Edward Norton, Bruce Willis, Harvey Keitel, Tilda Swinton und Bill Murray. Und alle spielen sehr ungewöhnlich. Bruce Willis als trockener Polizist, Edward Norton als Pfadfinder-Leader oder Bill Murray in seiner (nach City of Ember) zweiten eher unsympathischen Rolle. Aber Alle überzeugen total, schauspielerisch ist das Ganze hier auf einem hohen Level.

Fazit : Bild, Ton, Ausstattung, Score und Stil sind hervorragend. Aber mit der Story hatte ich oft ein bisschen Probleme und konnte manchen Szenen nicht wirklich einordnen. Trotzdem fand ich den Film, trotz einiger Längen und dem anfänglichen Kuddelmuddel, sehr unterhaltsam und einzigartig. Ich werde vielleicht doch noch warm mit Wes Anderson. Grand Budapest Hotel werde ich mir auch auf jeden Fall ansehen!

7/10

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dbeutner

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Bewertung5.0Geht so

Wes Anderson ist immer wieder gut dafür zu zeigen, dass man große Namen heranziehen kann, aber diese dann einfach etwas verblassen - vor dem bunten Inszenierungshintergrund schöner gelb-gefärbter Spielstätten, die aber keineswegs mehr hergeben als Klasse-1-DarstellerInnen, wenn man ihnen mehr Raum geben würde.

Egal. "Moonrise Kingdom" hat für mich in erster Linie daran gekrankt, dass ich den Jungen einfach nur von der Klippe werfen und dem Mädchen gerne die Schminke aus dem Gesicht und das Lächeln ins Gesicht geprügelt hätte ;-)

Nee, im Ernst, ich will es gar nicht in erster Linie auf die JungdarstellerInnen selbst schieben, auch wenn der Junge natürlich viel zu jung oder das Mädchen zu alt oder was auch immer war, um zu passen. Vor allem ist auch hier der Inszenierungswille des Regisseurs bemerkbar, scheinbar schräge, in meinen Augen nur eher lächerliche Darstellungen depressiver Kinder abzuliefern.

Nee, nicht meine Welt, nicht mein Regisseur.

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dbeutner

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Nachdem ich schon gelesen habe, dass die Kurzfilmversion sozusagen "das beste am Langfilm" sein würde (plus Leere), bin ich mir auch gar nicht so sicher, ob ich das noch tun soll... Immerhin hat Anderson mit der Kurzfilmversion ein imaginäres gutmeinendes auf-die-Schulter-Klopfen von mir einheimsen können; vllt. sollte man es dann dabei besser belassen ;-)


dannydiaz

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ich habe nach ca einer Woche die Nachwirkung vom Film gespürt.
Das hier musst du gucken, Pfadfinderehrenwort!
http://vimeo.com/77749860


littledrummerboy01

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Die größte Errungenschaft von Wes Anderson in diesem kleinen Meisterwerk ist, dass er bei all seiner Stilisierung, all der oberflächlichen Distanz zwischen den Figuren und aller Verschrobenheit eine tiefe, tiefe Bindung zwischen dem Zuschauer und den Charakteren schafft, vor allem zwischen den beiden Kindern, die letzten Endes zeigen, dass wie sehr auch die Erwachsenenwelt, die Altersgenossen oder selbst die Natur dagegen sind, echte Liebe hält niemand auf. Nicht zu ernst nehmen und einfach genießen. :)

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Black_Sheep_Kills

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Bewertung5.5Geht so

Sehr skurril und interessant. Habe den Streifen mit voller Aufmerksamkeit und Interesse verfolgt. Schmunzeln war dann dauerpflicht! Leider gibt es minimale Abzüge, denn der "Wieder-Schauen-Wert" geht bei mir gegen Null. Ich habs jetzt einmal gesehen und dabei belasse ich es auch...

"Einmal g´schaut, für immer immer verstaut!"

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Robbejr

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ein skurril witziger und zugleich wunderschöner Film über die Liebe und das Leben. Toll gezeichnete Charaktere, schrullig und verrückt, wie die Szenarien, in denen sie sich befinden und die Bilder die alles einfangen. Wes Anderson, ein Regisseur, kreativ und überdreht, dauerhaft auf Heroin, zumindest scheint es so in seinen Filmen. Sein Stil, so unverwechselbar, so unvergleichlich, die Musik, die Schauspieler, die Story. Alles in Symbiose, in Einklang und versetzt mit so viel Herz und Freude am Detail. Klasse!
"Menschenkinder, er hat sich verdünnisiert!" 8,5/10

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The Freewheelin Fonda

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Bewertung9.5Herausragend

999ter Kommentar...

Danke Wes Anderson,
dass du durch deinen Stammcast jedes Mal das Gefühl einer Familie hochkommen lässt, dass du zeigst wie Menschen damit umgehen "anders zu sein", dass du keine seelenlosen Effekte für deine Welten benutzt, sondern mit deiner Detailverliebtheit jeden Film in einem wunderschönen, einzigartigem Licht erscheinen lässt!
Danke für deine Running Gags, in denen es die Haustiere deiner Figuren nie leicht haben und für deinen wunderbaren Musikgeschmack, der deine Werke untermalt und ihnen den letzten Schliff gibt!
Wes Anderson ist mein Lieblingsregisseur, er hat mich dieses Jahr mit "Grand Budapest Hotel" beschenkt und zeigt mir, dass es auch heute noch Regisseure gibt, die Filme über alles Lieben.
Manche mögen seinen Stil natürlich nicht und können seinen "kindischen, bunten" Bildern nichts abgewinnen, aber ich hoffe dass er nie erwachsen wird und noch ewig weiter macht!
Hoffentlich behält er diesen einzigartigen Charme, die Mischung aus tief berührender Melancholie und skurrilster Komik, die mich jedes Mal auf unbeschreibliche Weise bewegt!
Aber nun zu meinem Lieblingswerk von ihm,

"Moonrise Kingdom"

HARVEY KEITEL
BRCUE WILLIS
FRANCES MC DORMAND
EDWARD NORTON
JASON SCHWARTZMANN
TILDA SWINTON

und dazu DER Bill Murray, der hier in gefühlt 5 Szenen vorkommt aber mit jedem Auftritt den Film noch ein wenig mehr aufwertet.

,,Interessiert es dich überhaupt, dass deine Tochter grade von zu Hause weggelaufen ist?"
Bill: ,,Das ist doch ne Fangfrage"

Wunderschöne Bilder, perfekte Musikuntermalung, wenn man sich auf die Stimmung dieses Streifens einlässt, wird man von einem ganz besonderem Meisterwerk ergriffen, denn Anderson zieht hier einfach ALLE Register, das Essenz Werk des Mannes, der magischte Film unter seinen ganzen skurrilen Arbeiten.

Es ist die Unschuld der beiden Hauptfiguren die die Magie dieses Werkes ausmacht.
Zwei Kinder, viel erwachsener als die überforderten Großen.
Zwei Verliebte, die "anders sind" als die Kinder in ihrem Alter, die aus der Normalität ausbrechen, nur einander haben und in die unbewohnten Ecken der Insel New Penzance fliehen.
Die beiden Kinder die ungefiltert, ehrlich und wahr ihre Emotionen rüber bringen und dadurch eine der wahrhaftigsten, emotionalsten Liebesgeschichten vermitteln, die ich je auf der Leinwand sehen durfte!

Sie werden verfolgt von Bruce Willis, der als alternder Cop eine der schönsten und melancholischten Rollen seiner Karriere spielen darf, von Frances McDormand die als übertriebene Überwachungsmutter perfekt in die Andersonwelt passt und von einer Truppe Pfadfinder die vom HERRLICH spielenden, überforderten Edward Norton angeführt werden, um dieses Paar zu trennen.

Vielleicht hat der Streifen mich auch so persönlich angesprochen, weil ich dieses Verhalten so nachvollziehen kann, nicht verstanden zu werden von den anderen, auf der Suche zu sein nach DIESEM EINEN Menschen, der einen dann doch versteht, auf die Art wie es hier so ehrlich rüberkommt.
Auch die Familienprobleme die Anderson wie so oft beschreibt, sind für mich ein Paradebeispiel für eine gelungene Tragikkomödie, lacht man in einem Moment noch über den verpeilten Murray, denkt man im nächsten Moment darüber nach wie so eine Situation sein mag, zusammen in einem Haus voller Menschen die einem ihre Liebe nicht nahe bringen können und einem in sämtlichen Belangen fremd sind, bis man sich depressiv zurück zieht und so als "Gestörter Mensch" noch mehr von allen ausgeschlossen wird.

Das alles macht den Streifen so großartig:

Ehrlichkeit und die Suche nach dem besonderen Menschen, der einen am Ende versteht und einen so liebt wie man ist, die Suche nach der wahren Liebe, bei der uns Anderson zeigt, dass man diese auch mit 14 Jahren finden kann und sie ehrlicher auslebt, als so mancher Erwachsener, der meint, schon alles zu wissen.

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Andy Dufresne

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Klingt so, als ob Erstsichtung bald für mich Pflicht ist ^^


The Freewheelin Fonda

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Danke euch allen für die lieben Worte
Der 1000ste steht inzwischen auch schon :)
@Martin Ist aber auch schon mehrere Monate her oder?
@Chris Wirst du sicher nicht bereuen!
@Zimtmond Hab den Streifen jetzt dreimal gesehen ist nach den anfänglichen 8,5 immer gestiegen :)
@Codebreaker Vielen Dank und Anderson ist immer mal einen Blick wert!
@Mac Gerne doch, eindeutig einer der besten Filme der letzten jahre!
@Ben Hoffe sehr dass der dir gefällt ;)
@pischti und Andy
Pischti hat meine Empfehlungen ja schon vorweg gegeben, bin mir sehr sicher dass du den lieben wirst :)


RoosterCogburn

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Bewertung9.0Herausragend

Anno Domini 2012 war der Eröffnungsfilm des 65. Filmfestival von Cannes „Moonrise Kingdom“ und Kritiker wie Publikum waren gleichermaßen begeistert. Zwei Jahre später sehe ich bereits den Trailer zum neuen Wes Anderson Streich im Kino, ohne den eben genannten zu kennen. Da wird es höchste Zeit dies endlich nachzuholen und ihn von meiner Merkliste zu streichen, die ich sowieso mal wieder bearbeiten sollte.

Mitte der 60er Jahre auf einer unwirklich wirkenden Insel spielt der siebte Spielfilm des Texaners Anderson. Der Filmemacher schafft dort eine Wunschvorstellung von dem was man sich an diese Zeit aus Klischees erträumen mag. Mit viel Romantik baut er in einem exotisches Setting eine kindliche Romanze, die somit die große Sehnsucht so hoffnungsvoll thematisiert. Mit den bekannt verschrobenen Personal taucht er voll und ganz in die Künstlichkeit seines eigenen Universums ein und vermittelt, so paradox es bei dieser Inszeniere erscheint, authentische Emotionen.
Trotzdem ist es ein Wes Anderson Film, wenn auch kein üblicher. Vor allem auch eine Komödie. Und wenn sich innerhalb der Erzählung die Figuren alle all zu ernst nehmen, empfinde ich genau diese Tatsache witzig. Allein die Einstellungen – da schlag ich lang hin. Die Eröffnungsszene zum Beispiel, ein Kind in einem roten Bademantel betätigt einen tragbaren Plattenspieler. Diese Musik. Alles in Pastelltönen. Jedes Kind liest ein Abenteuerbuch – ein fiktives, wohlgemerkt. Was will man mir hier als erstes nahelegen? Das auf mich in einem fiktiven märchenhaften Universum ein Abenteuer wartet. Das war dann auch sehr schön zu erleben, Mr. Anderson.

Ein Wes Anderson Märchen voller Analogien, Lektionen und Humor. Das wurde mit schöner Optik und Musik garniert, gewürzt mit der Sehnsucht nach dem Vergänglichen.

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