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Moonrise Kingdom

Moonrise Kingdom (2012), US Laufzeit 98 Minuten, FSK 12, Drama, Komödie, Kinostart 24.05.2012


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7.6
Kritiker
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7.6
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6313 Bewertungen
239 Kommentare
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von Wes Anderson, mit Bruce Willis und Edward Norton

In Wes Andersons Moonrise Kingdom brennt ein frühreifer Pfadfinder mit seiner Brieffreundin durch. Bruce Willis als Insel-Sheriff schlägt sich auf ihre Seite.

Moonrise Kingdom spielt auf Rhode Island in den 60er Jahren und erzählt von der erblühenden Liebe zwischen Sam (Jared Gilman) und Suzy (Kara Hayward). Auf den ersten Blick erkennen die Beiden, dass sie für einander bestimmt sind. Ihre Umgebung sieht dies allerdings anders. Als die Zwei daraufhin von zu Hause weglaufen bzw. die Mitgliedschaft in den Pfadfindern aufkündigen, setzt dies eine irrwitzige Suchaktion des Dorfsheriffs (Bruce Willis), der lokalen Pfadfindergruppe, angeführt vom Pfadfinderleiter (Edward Norton), und der besorgten Eltern Suzys (gespielt von Frances McDormand und Bill Murray) in Gang. Da sich herausstellt, dass Sam eine Waise ist, wird das Sozialamt (verkörpert von Tilda Swinton) tätig. Vor der Kulisse eines hereinbrechenden Unwetters spitzt sich die Lage dramatisch zu…

Hintergrund & Infos zu Moonrise Kingdom
Wes Anderson ist so etwas wie der Ray Kinsella (Kevin Costner) des Filmemachens: Wenn er einen Film dreht, dann kommen sie. Seien es Anjelica Huston und Gene Hackman in Die Royal Tenenbaums, Willem Dafoe in Die Tiefseetaucher oder George Clooney und Meryl Streep in Der fantastische Mr. Fox. Demgemäß ist auch Moonrise Kingdom wieder gespickt mit einem Who’s Who hochkarätiger Darsteller. Neben den üblichen Verdächtigen Bill Murray und Jason Schwartzman (erstmals zusammen in Wes Andersons Rushmore) sind in Moonrise Kingdom nun Stars wie Harvey Keitel oder Bob Balaban mit von der Partie.

Wes Anderson ist wie auch Noah Baumbach (Drehbuch zu Der fantastische Mr. Fox und Die Tiefseetaucher) ein Familienmensch. Wer einmal dabei ist, bleibt dabei. So stammt das Drehbuch zu Moonrise Kingdom von „Familienmitglied“ Roman Coppola, der auch schon das Skript zu Darjeeling Limited verfasste. Produzenten-Tausendsassa Scott Rudin (Die Truman Show, I Heart Huckabees) gehört seit The Royal Tenenbaums zum Stamm.

Den internationalen Verleih von Moonrise Kingdom übernahm Focus Features, die uns schon solch abseitige Dramödien wie Greenberg, Vergiss mein nicht! oder Lost in Translation gebracht haben. (EM)

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Cast & Crew


Kritiken (43) — Film: Moonrise Kingdom

kobbi88: Die Drei Muscheln

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7.5Sehenswert

Herausragend gefilmt und vor allem mit wunderschöner Musik von Alexandre Desplat, den Stücken von Benjamin Britten, aber auch mit Liedern von Hank Williams unterlegt, erzählt Regisseur Wes Anderson eine Liebesgeschichte, in der die beiden jugendlichen Protagonisten durch ihre Ehrlichkeit und ihr Erwachsensein punkten, während um sie herum die prominenten Nebendarsteller (Bill Murray, Edward Norton, Frances McDormand, Bruce Willis, Tilda Swinton, Harvey Keitel) durch puren Slapstick und Kindlichkeit auffallen. Mit einer liebevollen Mischung aus Traurigkeit und Humor berichtet uns Anderson von kaputten Ehen und Familien und den daraus resultierenden Problemen. Es geht auch um die Schönheit und Leichtigkeit der Kindheit. Viele kleine und große Details, darunter sogar Anspielungen auf die in den USA der 60er Jahre extrem erforschten und geförderten Gehirnoperationen, runden diesen skurril-lustigen Film ab. Zwar ist die erste Filmhälfte, diese Mischung aus Road- (oder besser Wald- und Wiesen-)Movie und Coming-of-Age-Geschichte, für meinen Geschmack ein Stückchen besser als die zweite, denn in der zweiten Hälfte wird die Skurrilität wirklich so nah an den Rand des Überlaufens getrieben, dass der ein oder andere Tropfen wirklich herausschwappt, doch besonders das Finale, in dem das Tempo und die Action (ja, Action. Aber skurrile Action) nochmal gesteigert wird, bringt den Film wieder auf Kurs.

Sicher ist „Moonrise Kingdom“ gewöhnungsbedürftig, löst bei vielen wohl auch nur Kopfschütteln aus, aufgrund der extremen Skurrilität. Wenn man ihm aber eine (echte) Chance gibt, dann kann es doch sein, dass der ein oder andere von ihm überrascht wird.

43 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 18 Antworten

kobbi88

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Du willst gar nicht hören, was mir bei Robert Altman noch alles fehlt. Vielen Dank für die Tipps. Lust hab ich sicherlich, nur die Zeit, mein Freund. Die Zeit..... ;)


MrMo

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ohne jetzt alle kommentare unter deiner kritik gelesen zu haben, ich bin ein großer wes anderson fan und habe erst kürzlich eine kritik hierzu geschrieben. moonrise kingdom passt irgendwie nicht so ganz, mich stört die story um die kinder, die macht nunmal den ganzen film aus...

der wes anderson zauber ist trotzdem irgendwie vorhanden, wenn aber auch nicht so schön wie in seinen anderen filmen.


sebastian.hallmann.77: Review-Corner.de sebastian.hallmann.77: Review-Corner.de

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8.0Ausgezeichnet

[...]Die Geschichte ist dabei zwar nicht neu, aber auf eine sehr schöne Art und Weise erzählt – ohne dabei jedoch auf die für Regisseur Wes Anderson typische Skurilität zu verzichten. So findet man sich in einer Story irgendwo zwischen Komödie und Drama wieder, die aber nicht nur seicht dahin plätschert und nicht so wirkt, als ob sie nicht Fisch und nicht Fleisch wäre, sondern einen ganz eigenen Stil an den Tag legt, der sehr unterhaltsam daher kommt. “Moonrise Kingdom” bringt neben mitunter irrwitzigen, mitunter dramatischen und oftmals einfach schönen Momenten auch immer wieder kleinere Spannungsspitzen an den Zuschauer, die zwar beim Lesen dieser Review so gar nicht zum Thema zu passen scheinen, in der (Film-)Realität aber wunderbar die wirklich dramatischen Momente des Titels unterstreichen, wie man zum Beispiel gut am Ende sehen kann. Anderson entspannt diese Momente aber immer wieder sehr schnell dadurch, dass er einen Schmunzelmoment einbaut. Eine anfangs noch etwas gewöhnungsbedürftige Kombination, die aber schon bald ihren eigenen Drive entwickelt und angenehm zu verfolgen ist.[...]

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Xander8112: Xanders Blog

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8.0Ausgezeichnet

[...]
Und so hat mich dieser skurille Film doch etwas durch seine verschrobene Art positiv überrascht. Besetzungstechnisch top, lassen auch die beiden “kleinen” Hauptdarsteller keinen Anlass zur Kritik zu, insbesondere Kara Hayward hat mir in ihrer Rolle sehr gefallen. Optisch ist der Film so ausgefallen wie seine Charaktere, die – auf ihre Art – alle nicht ganz dicht sind. Ich sag das jetzt so oberflächlich, wie die Geschichte im Grunde genommen ist, aber das ist gar nicht schlimm. Die “Liebesgeschichte” geht ans Herz, manche Szenen sind – alleine schon aufgrund der Kameraeinstellung – zu komisch und das macht den ganzen Film sehr sehenswert.

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Medienjournal: Medienjournal-Blog.de

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9.0Herausragend

[...] Wes Andersons Moonrise Kingdom versprüht und atmet vom ersten Moment an pure Poesie. In weitschweifigen Kamerafahrten, untermalt von epochaler Orchestermusik wird in einer Analogie zu einem lebensgroßen Puppenhaus ein Teil der handelnden Figuren vorgestellt, während man sich alsbald im Pfadfinderlager wiederfindet, das weniger einem Sommercamp gleicht, als einem Ort, an dem Kinder Erwachsene spielen. In endlos detailverliebten Bildern webt Anderson nach und nach eine aufkeimende, zarte Liebesgeschichte zweier Zwölfjähriger, die sich, vom Leben und ihren Mitmenschen unverstanden, unweigerlich zueinander hingezogen fühlen. Jared Gilman als Sam Shakushky und Kara Hayward als Suzy Bishop laufen dabei den übrigen Schauspielern in punkto Leinwandpräsenz und Charisma spielend den Rang ab, obschon Andersons neuestes Werk einen unglaublich namhaften Cast vereint, der sich in herrlich schrullig angelegten Figuren einmal austoben darf, so dass Overacting hier nicht zum Schimpfwort zu verkommen droht, sondern sogar einer Adelung gleichkommt, denn überbordende Fantasie und übertriebene Gesten sind in der Welt von New Penzance gang und gäbe. [...]

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Movienerd: Movienerd.de Movienerd: Movienerd.de

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7.0Sehenswert

Ist Moonrise Kingdom ein Refugium oder ein Gefängnis? Wes Andersons Welten können im Kern genauso kalt und abweisend sein, wie sie an der Oberfläche warm und einladend wirken. Selten war diese Ambivalenz so ersichtlich wie in seinem neuesten Werk: Ein preziöses Buddelschiff, dessen Passagiere zaghaft und vergeblich gegen das Glas pochen. Der fiktive Schauplatz, die Insel New Penzance, ist ein mit trügerischem Liebreiz überzogenes Twee-Alcatraz für die beiden Protagonisten Sam und Suzy: Verliebte Außenseiter und baldige Ausreißer, die – so wie unlängst der „Held“ in Nicolas Winding Refns Drive – eigentlich nur raus wollen aus diesem Film und hinein in einen anderen, offenen, für sie bestimmten.

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stuforcedyou: Die Drei Muscheln, CinemaFo...

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6.0Ganz gut

Wenn sich der einsame Pfadfinder Sam und die grazile Suzy zum ersten Mal begegnen, wenn sie zu zweit und vollgepackt mit Luftgewehr, Plattenspieler und Kätzchen durch die Bilderbuch-Vegetation der kleinen Insel wandern, dann ist „Moonrise Kingdom“ am stärksten. Seine zelebrierte Jugendliebe ist zu diesen Zeitpunkten nämlich so zärtlich und gewitzt, dass es einem einzigen, großen Dopamin-Rausch nahe kommt. Eine junge Liebe, so rein und unschuldig, dass jeder Moment, den die beiden miteinander teilen ein wahres Freudenfest ist. Doch dann, in der zweiten Hälfte, scheint Regisseur Wes Anderson dieser Stärke nicht mehr zu trauen. Waren die bunt-konzipierten Bilder zu Beginn noch ein förderlicher Begleiter, so verkommen sie spätestens nach einer Stunde zu einem übergroßen Hammer, der alles Innige und Intime rigoros erschlägt. „Moonrise Kingdom“ bleibt ein wunderschöner Film, aber am Ende setzt sich seine Optik, das Spiel mit Formen und Farben durch und lässt nichts anderer mehr zu. Sam und Suzy werden wie die anderen Figuren zu neurotischen Pinselstrichen degradiert. Sie sind dann nichts weiteres als ein Teil eines Bildes: wunderschön aber leblos.

22 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten

Joone44

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Oh Mist, jetzt habe ich den Kommentar gelöscht, bevor du geantwortet hast.


horro

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... kein Problem, aber warum denn gelöscht? ... war doch spannend :)


TheCorey: MovieMaze

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7.0Sehenswert

Das Kino des Wes Anderson ist bevölkert von skurrilen Figuren, durch und durch eigenen Typen, die meisten von ihnen darüber hinaus mit einem Vater-Komplex ausgestattet. Auch hier erfindet er sich nicht neu, sondern lediglich das Grundgerüst seiner Handlung. Für Fans von Anderson dürfte dies allerdings wenig problematisch ausfallen. Zu amüsant und süß sind die beiden jungen Hauptdarsteller, zu gelungen viele Szenen ihres Regisseurs. All die technische Raffinesse sowie der Charme von Handlung und Figuren kaschieren aber nicht, dass "Moonrise Kingdom" nicht die Klasse von Andersons früherer Werke erreicht. Im Vergleich zu diesen wirkt das Ende hier so planlos zusammengeführt (wenn auch in sich schlüssig), wie der Film zu Beginn von der Leine gelassen wurde. Es zeichnet Anderson jedoch aus, dass selbst ein „lediglich“ solider Film bei ihm noch besser gerät als so manches starke Werk in der Vita eines anderen Regisseurs.

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Corsovilla: SchönerDenken

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9.0Herausragend

Durch den Film führt ein lustiger Mann mit Zipfelmütze, eine skurrile Komödie – der Zuschauer verlässt das Kino noch leicht beseelt von Benjamin Brittens Musik und der beeindruckenden Schauspielerriege um Bruce Willis, Frances McDormand, Bill Murray, Edward Norton, Tilda Swinton und Harvey Keitel.

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projekt2501: www.2501.eu projekt2501: www.2501.eu

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8.5Ausgezeichnet

Es ist der rührende Charme eines Kindertheaters, bei dem sich ein kleiner Protagonist mit fragwürdiger und forcierter Intonierung lauthals ans Publikum wendet, um vollkommen vorbehaltslos und zudem überzeugend zu verkünden: Ich bin ein Baum. Es ist der Mut der Entscheidung für die Fiktion, ohne sie als solche zu erkennen. Unbefangen, mit aufrechtem Herzen und enthusiastischer Disziplin. Und so wird er zum Baum und die Fiktion zur Wirklichkeit. Halleluja!

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Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

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8.0Ausgezeichnet

Nach zwei eher mittelprächtigen Filmen (Darjeeling Limited & Mr. Fox) findet Anderson hier zu Rushmore-Form zurück. Klar, auch hier droht der Look bisweilen den Inhalt zu überwältigen, aber eben nur fast. Plus: Die kunstvolle 2D-Komposition der Bilder, der Guckkastenlook der konsequent durchgehalten wird, macht in realem Setting wesentlich mehr Spaß als in der schrabbeligen Puppenanimation.

Dazu kommt eine großartige Besetzung. Bill Murray mag etwas verschwendet sein und könnte zwar von jedem alten Kauz gespielt werden, aber Edward Norton und Bruce Willis alleine lohnen das Anschauen. Was besonders im Fall von Norton freut, denn in den vergangenen Jahren war er zu oft in gespreiztem "schaut her ich schauspiele"-Habitus versunken - hier ist er albern, skurril und trotzdem liebenswert.

Die Story ist eine Variation bekannter Anderson-Themen und die Kinder sind natürlich wieder Erwachsene in klein, die reden wie 40jr New Yorker. Doch das macht überhaupt nichts, denn die Mischung aus schräger Warmherzigkeit und Distanziertheit funktioniert diesmal wieder wunderbar. Klar, so richtig ans Herz geht das ganze nicht, die Emotionen bleiben immer auf ironischem Abstand - aber trotz allem steckt hinter den Bildern eine Zuneigung zu den Menschen, die mit der artifiziellen Inszenierung versöhnt.

Musik, Bildkomposition, Timing - hier fügt sich alles zusammen und formt ein oftmals sehr komisches Ganzes. Ein Märchen aus einem Land das so fast existieren könnte, zwischen Dickens, Disney, Woody Allen und Burton.

Und nach Moonrise Kingdom bin ich eindeutig wieder gespannt auf den nächsten Anderson.

9 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

Punsha

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Hui. Wenn man das von dir als alten Anderson-Skeptiker hört, stimmt das einen doch schon optimistisch. :)


Roger Ebert: Chicago Sun Times Roger Ebert: Chicago Sun Times

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8.5Ausgezeichnet

Ja, wir alle wissen, dass die Handlung nicht sehr wahrscheinlich ist und dass die ganze Filmwelt nichts mit der Realität zu tun hat. Aber was in unserer Fantasy vor sich geht berührt und manchmal mehr, als das, was uns im richtigen Leben passiert - und dafür sollten wir sehr dankbar sein.

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Dietmar Kesten: Filmmag.de

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7.5Sehenswert

[...] Über den Bildern liegen die eigenen Erinnerungen an die ersten zarten Liebesbanden, die in diesem Alter geknüpft werden. Das hat etwas; denn die Pubertät nagt an allem. Man beginnt, die Kindheit zu verlassen. Und sich dem anderen Geschlecht zuzuwenden. Das ungemein Positive an „Moonrise Kingdom“ ist, dass nichts überzeichnet wird. Andersons Blicke sind schöne Erinnerungen an die eigene Jugendzeit, denen man sich gerne im Film hingibt.

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Eric Kohn: indieWIRE Eric Kohn: indieWIRE

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8.5Ausgezeichnet

Selbst wenn sich die Geschichte in die länge zieht, könnte man "Moonrise Kingdom" ohne Ton genießen.

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Peter Bradshaw: Guardian Peter Bradshaw: Guardian

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8.0Ausgezeichnet

Seine Ästhetik wird im Dienste des nicht Digitalen, ja fast von Hand gezeichneten Kino gestellt. Anderson hat die außerordentliche Fähigkeit ein vollendetes und markantes Universum zu zaubern, das alleine für sich stehen kann.

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D. Edelstein: USA Today D. Edelstein: USA Today

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7.0Sehenswert

Ich war viel mehr verwirrt als bewegt. Echte "Andersonisten" werden jedoch in in einer höheren Sphäre davongleiten.

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Owen Gleiberman: Entertainment Weekly Owen Gleiberman: Entertainment Weekly

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6.5Ganz gut

Ich würde mir wünschen, dass Anderson aus seine Glasklocke kommt - zumindest aber verändert was er darunter macht.

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Andrew Schenker: Slant Magazine Andrew Schenker: Slant Magazine

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9.0Herausragend

Anderson lässt seinen Charakteren genügend Lebensraum, auch wenn sie sich immer noch mit den unvermeidlichen Problemen und Frustrationen auseinandersetzen müssen, die mit dem Menschsein kommen.

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Joe Morgenstern: Wall Street Journal Joe Morgenstern: Wall Street Journal

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9.0Herausragend

Betörend und liebenswert.

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CINEMAN.ch

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8.0Ausgezeichnet

An der Feststellung, dass Wes Anderson mit seiner sommerlich-nostalgischen Komödie, die abermals nur so strotzt vor verspielten Einfällen und skurrilen Details, allzu bewährte Pfade abschreitet, ist durchaus etwas dran. Als Vorwurf taugt das allerdings in diesem Fall kaum. Denn auch in seinem siebten Spielfilm gelingt es dem Amerikaner, nicht nur ein wunderbares Ensemble vor seiner Kamera zu versammeln, sondern auch auf höchst clevere Weise schrägen Witz und anrührende Nachdenklichkeit zu einer überaus charmanten Mischung zu vereinen.

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Filmering: Filmering.at

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9.0Herausragend

Moonrise Kingdom ist ein grandioser Film. Wes Anderson profiliert sich einmal mehr als großer Bildermagier und Herrscher über seine eigenen schrulligen Welten und lädt uns ein sein kunstvolles und eigenwilliges Puppenhaus, genannt Moonrise Kingdom, zu erkunden. Die Figuren sind großartig gezeichnet, haben ihre Macken und Eigenheiten und wickeln den Zuseher mit ihrem Charme um den Finger. Hinzu kommt eine skurril erzählte Lovestory zwischen zwei Kindern, die dem Film auch auf emotionaler Ebene die nötige Kraft gibt um restlos zu überzeugen. Insgesamt gesehen fügen sich hier einfach alle Einzelteile perfekt zusammen und man kann nur begeistert applaudieren über das, was Wes Anderson hier geleistet hat. Denn wie es ihm immer wieder gelingt Klischees anzudeuten und dann die Erwartungshaltung zu unterwandern ist einfach großartig. Ganz großes Kino und bereits jetzt die schönste Außenseiter-Ballade des Kinojahres.

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Alle Kritiken (43)


Kommentare (194) — Film: Moonrise Kingdom


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The Freewheelin Fonda

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Bewertung9.5Herausragend

999ter Kommentar...

Danke Wes Anderson,
dass du durch deinen Stammcast jedes Mal das Gefühl einer Familie hochkommen lässt, dass du zeigst wie Menschen damit umgehen "anders zu sein", dass du keine seelenlosen Effekte für deine Welten benutzt, sondern mit deiner Detailverliebtheit jeden Film in einem wunderschönen, einzigartigem Licht erscheinen lässt!
Danke für deine Running Gags, in denen es die Haustiere deiner Figuren nie leicht haben und für deinen wunderbaren Musikgeschmack, der deine Werke untermalt und ihnen den letzten Schliff gibt!
Wes Anderson ist mein Lieblingsregisseur, er hat mich dieses Jahr mit "Grand Budapest Hotel" beschenkt und zeigt mir, dass es auch heute noch Regisseure gibt, die Filme über alles Lieben.
Manche mögen seinen Stil natürlich nicht und können seinen "kindischen, bunten" Bildern nichts abgewinnen, aber ich hoffe dass er nie erwachsen wird und noch ewig weiter macht!
Hoffentlich behält er diesen einzigartigen Charme, die Mischung aus tief berührender Melancholie und skurrilster Komik, die mich jedes Mal auf unbeschreibliche Weise bewegt!
Aber nun zu meinem Lieblingswerk von ihm,

"Moonrise Kingdom"

HARVEY KEITEL
BRCUE WILLIS
FRANCES MC DORMAND
EDWARD NORTON
JASON SCHWARTZMANN
TILDA SWINTON

und dazu DER Bill Murray, der hier in gefühlt 5 Szenen vorkommt aber mit jedem Auftritt den Film noch ein wenig mehr aufwertet.

,,Interessiert es dich überhaupt, dass deine Tochter grade von zu Hause weggelaufen ist?"
Bill: ,,Das ist doch ne Fangfrage"

Wunderschöne Bilder, perfekte Musikuntermalung, wenn man sich auf die Stimmung dieses Streifens einlässt, wird man von einem ganz besonderem Meisterwerk ergriffen, denn Anderson zieht hier einfach ALLE Register, das Essenz Werk des Mannes, der magischte Film unter seinen ganzen skurrilen Arbeiten.

Es ist die Unschuld der beiden Hauptfiguren die die Magie dieses Werkes ausmacht.
Zwei Kinder, viel erwachsener als die überforderten Großen.
Zwei Verliebte, die "anders sind" als die Kinder in ihrem Alter, die aus der Normalität ausbrechen, nur einander haben und in die unbewohnten Ecken der Insel New Penzance fliehen.
Die beiden Kinder die ungefiltert, ehrlich und wahr ihre Emotionen rüber bringen und dadurch eine der wahrhaftigsten, emotionalsten Liebesgeschichten vermitteln, die ich je auf der Leinwand sehen durfte!

Sie werden verfolgt von Bruce Willis, der als alternder Cop eine der schönsten und melancholischten Rollen seiner Karriere spielen darf, von Frances McDormand die als übertriebene Überwachungsmutter perfekt in die Andersonwelt passt und von einer Truppe Pfadfinder die vom HERRLICH spielenden, überforderten Edward Norton angeführt werden, um dieses Paar zu trennen.

Vielleicht hat der Streifen mich auch so persönlich angesprochen, weil ich dieses Verhalten so nachvollziehen kann, nicht verstanden zu werden von den anderen, auf der Suche zu sein nach DIESEM EINEN Menschen, der einen dann doch versteht, auf die Art wie es hier so ehrlich rüberkommt.
Auch die Familienprobleme die Anderson wie so oft beschreibt, sind für mich ein Paradebeispiel für eine gelungene Tragikkomödie, lacht man in einem Moment noch über den verpeilten Murray, denkt man im nächsten Moment darüber nach wie so eine Situation sein mag, zusammen in einem Haus voller Menschen die einem ihre Liebe nicht nahe bringen können und einem in sämtlichen Belangen fremd sind, bis man sich depressiv zurück zieht und so als "Gestörter Mensch" noch mehr von allen ausgeschlossen wird.

Das alles macht den Streifen so großartig:

Ehrlichkeit und die Suche nach dem besonderen Menschen, der einen am Ende versteht und einen so liebt wie man ist, die Suche nach der wahren Liebe, bei der uns Anderson zeigt, dass man diese auch mit 14 Jahren finden kann und sie ehrlicher auslebt, als so mancher Erwachsener, der meint, schon alles zu wissen.

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Andy Dufresne

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Klingt so, als ob Erstsichtung bald für mich Pflicht ist ^^


The Freewheelin Fonda

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Danke euch allen für die lieben Worte
Der 1000ste steht inzwischen auch schon :)
@Martin Ist aber auch schon mehrere Monate her oder?
@Chris Wirst du sicher nicht bereuen!
@Zimtmond Hab den Streifen jetzt dreimal gesehen ist nach den anfänglichen 8,5 immer gestiegen :)
@Codebreaker Vielen Dank und Anderson ist immer mal einen Blick wert!
@Mac Gerne doch, eindeutig einer der besten Filme der letzten jahre!
@Ben Hoffe sehr dass der dir gefällt ;)
@pischti und Andy
Pischti hat meine Empfehlungen ja schon vorweg gegeben, bin mir sehr sicher dass du den lieben wirst :)


RoosterCogburn

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Bewertung9.0Herausragend

Anno Domini 2012 war der Eröffnungsfilm des 65. Filmfestival von Cannes „Moonrise Kingdom“ und Kritiker wie Publikum waren gleichermaßen begeistert. Zwei Jahre später sehe ich bereits den Trailer zum neuen Wes Anderson Streich im Kino, ohne den eben genannten zu kennen. Da wird es höchste Zeit dies endlich nachzuholen und ihn von meiner Merkliste zu streichen, die ich sowieso mal wieder bearbeiten sollte.

Mitte der 60er Jahre auf einer unwirklich wirkenden Insel spielt der siebte Spielfilm des Texaners Anderson. Der Filmemacher schafft dort eine Wunschvorstellung von dem was man sich an diese Zeit aus Klischees erträumen mag. Mit viel Romantik baut er in einem exotisches Setting eine kindliche Romanze, die somit die große Sehnsucht so hoffnungsvoll thematisiert. Mit den bekannt verschrobenen Personal taucht er voll und ganz in die Künstlichkeit seines eigenen Universums ein und vermittelt, so paradox es bei dieser Inszeniere erscheint, authentische Emotionen.
Trotzdem ist es ein Wes Anderson Film, wenn auch kein üblicher. Vor allem auch eine Komödie. Und wenn sich innerhalb der Erzählung die Figuren alle all zu ernst nehmen, empfinde ich genau diese Tatsache witzig. Allein die Einstellungen – da schlag ich lang hin. Die Eröffnungsszene zum Beispiel, ein Kind in einem roten Bademantel betätigt einen tragbaren Plattenspieler. Diese Musik. Alles in Pastelltönen. Jedes Kind liest ein Abenteuerbuch – ein fiktives, wohlgemerkt. Was will man mir hier als erstes nahelegen? Das auf mich in einem fiktiven märchenhaften Universum ein Abenteuer wartet. Das war dann auch sehr schön zu erleben, Mr. Anderson.

Ein Wes Anderson Märchen voller Analogien, Lektionen und Humor. Das wurde mit schöner Optik und Musik garniert, gewürzt mit der Sehnsucht nach dem Vergänglichen.

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euronix

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Bewertung9.5Herausragend

Ich widerspreche Bill Murray nur ungern, aber für mich ist Moonrise Kingdom der beste Film des Wes Anderson!

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>MARVEL<

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Wieso? Was hat Bill gesagt??


euronix

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http://www.spiegel.de/kultur/kino/grand-budapest-hotel-von-wes-anderson-kommt-ins-kino-a-956024.html
Da steht irgendwo, dass Bill Grand Budapest Hotel für den besten Anderson-Film hält. (genaue Quelle finde ich nicht)


tziiib

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Bewertung1.0Ärgerlich

ein film für pseudo hipster girlies

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VincentLebowski

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Bewertung6.5Ganz gut

Ein wirklich schöner Film mit einer Story über Liebe zwischen Außenseitern, der aber viel zu kurz geraten ist und einfach nicht alles aus dem unglaublichen Cast heraus holt. Wer aber schon immer einmal Harvey Keitel sehen wollte, der von Edward Norton Huckepack getragen wird, wird dennoch seinen Spaß bei dem Film haben!

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Soulja

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Bewertung7.5Sehenswert

Kinder mit frühpubertären Gedanken und Erwachsene, die sich wie Kinder benehmen. Das alles verpackt in eine "märcheneske" Umgebung mit zum Teil surrealen Settings und Bildern. Sehr unkonventionell, daher scheiden sich auch hier die Geister. Simple Geschichte schön erzählt mit guten Jung-Schauspielern, die den Film zu dem machen, was er ist. Ein Film aus der Kategorie moderne Märchen, wo er sich gesellt zu Big Fish oder Mr. Nobody. Mir gefällt's, kann aber auch jeden verstehen, der die Nase rümpft.

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NewZooYorker

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ich weiß wirklich nicht warum ich "Moonrise Kingdom" so spät sehe, wo ich doch ein Fan von Anderson bin. Vielleicht lags an der kindlichen Aufmachung, auf die ich irgendwie keine Lust hatte. Naja, besser spät als nie. Der Film fängt in gewohnter Wes Anderson-Manier an, Erläuterung von Zeit, Ort und Geschichte. Diesmal alles in der Kinderversion... doch Andersons Charme war vielleicht nie ausgeprägter. Norton, Murray, Willis, Schwartzman, Swinton. Was für ein herausragender Cast der Erwachsenen. Hier kommt ein genialer Charakter nach dem anderen, schwer zu sagen wer der persönliche Liebling ist. MK ist liebenswert, von kindlichen Ereignissen geprägt und handelt von Liebe, Willen und Bestimmung. Handwerklich Andersons vielleicht bester Film, obwohl er bekannte Merkmale seiner vorherigen Filme beibehält. Wunderschöne Bilder und wie immer herausragende Kameraarbeit. Die Handlung ist ziemlich einfach gehalten, Anderson kreiert wieder seine ganz eigene Welt voller skurriler Köpfe und Ereignisse. Es ist nicht Andersons bester Film, dafür ist er teilweise zu überspannt und überdreht. Trotzdem ein Regisseur, der seiner Linie treu bleibt und dessen weiteres filmisches Schaffen ich nicht abwarten kann. "Moonrise Kingdom" ist schön, liebenswert und erstaunlicher Weise sehr witzig. Und nichts erwärmt mein Herz mehr als ein Edward Norton als Pfadfinder.

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jedi37

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Bewertung7.0Sehenswert

Moonrise Kingdom vereint eine Menge schrulliger Charaktere, von Topdarstellern wie Ed Norton, Willis, Murray und Tilda Swinton
hervorragend umgesetzt, mit einer Teenager-Liebesgeschichte der etwas anderen Art.
Wer O Brother... oder die Royal Tenenbaums mochte ist hier gut aufgehoben.

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joricio

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

mein langgehegtes vorhaben, über die exeptionelle rolle der musik (vor allem von britten) in diesem großartige film zu schreiben ist durch diesen lesenswerten artikel hinfällig: http://www.newyorker.com/online/blogs/culture/2012/08/wes-anderson-and-benjamin-britten.html

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Codebreaker

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Wow!
Ich wusste schon, dass mir der Film gefallen würde, das war mir vornherein klar, aber dass er mir dann SO sehr gefällt, das hätte ich nicht gedacht!
Ich habe bisher noch nicht viel von Wes Anderson gesehen, bisher lediglich "Die Royal Tenenbaums" und der Film hat mir damals verdammt gut gefallen, aber es ist schon ne Weile her, muss ich mir nochmal ansehen. Auf jeden Fall wusste ich auch so, dass Anderson eine ganz eigene Art hat und sowas finde ich immer richtig schön und bewundernswert, wenn ein Regisseur eben seine ganz eigene Handschrift hat.
Demzufolge habe ich mich auf "Moonrise Kingdom" doch ziemlich gefreut, nachdem ich den Trailer dazu gesehen hatte und nun, nun war es endlich soweit.
Und ich bin beeindruckt!
Ich weiß gar nicht womit ich anfangen soll das zu begründen.
Wahrscheinlich damit, dass dieser Film einfach so wunderbar aussieht und ebenso wunderbar musikalisch unterlegt ist. Die Settings sind klasse, die gesamte Szenerie, so bunt, so "real", so einfach und doch wirkt alles hier so besonders. Wenn man mal nicht über die Story nachdenkt, die Schauspieler ausblendet und sich einfach nur auf das was man sieht konzentriert, das ist einfach so beeindruckend wie ich finde, dass das allein schon Grund genug dafür ist, dass dieser Film hier gefällt. Irgendwie wirkt das alles so poetisch, so, dass es einen als Zuschauer einfach ansprechen MUSS!
ABER, der Film bietet dazu eben noch mehr.
Beginnen wir mal schlicht und einfach bei der Story. Eigentlich haben wir hier "nur" eine Liebesgeschichte, doch auch diese wirkt sehr besonders. Zwei Kinder, die noch so jung sind und trotzdem schon so eine starke Liebe zueinander empfinden, die sich eigentlich gar nicht lieben dürfen, die, wie es im Film so schön gesagt wird, füreinander sterben würden. Zwei Kinder, die ganz allein im Wald überleben, die alles auf sich nehmen, nur um zusammen zu sein. Zwei Kinder! Das ist einfach wunderbar umgesetzt und dazu kommt dann einfach noch diese schöne skurrile Art und Weise mit all diesen bunten und schillernden Charakteren. Womit wir bei den Schauspielern wären.
Was für ein Cast!
Bill Murray, der jetzt sicherlich nicht die größte Aufgabe hat, aber dennoch hervorsticht. Frances McDormand, für die selbiges gilt. Harvey Keitel, der auch nur eine eher kleinere Rolle hat und auch Jason Schwartzman, der mir seit "Bored to Death" eigentlich wirklich gut gefällt. Aber dann haben wir noch Edward Norton, der Mann gehört einfach zu meinen favorisierten Schauspielern. Mit seinen Darbietungen in "Zwielicht" und "American History X" hat er sich einen Platz bei meinen "Lieblingsschauspielern" definitiv verdient. Bruce Willis, der wiedermal beweist, dass er auch in Filmen abseits des Action Genres überzeugen kann. Schauspielerisch überzeugt dieser Film einfach auf ganzer Linie, am meisten Spaß macht es mir persönlich wie gesagt speziell Edward Norton und auch Bruce Willis zu sehen, aber eigentlich überzeugen hier doch alle!
Und wie gesagt, mir gefällt einfach die Art und Weise dieses Filmes, die Art und Weise von Wes Anderson. Dieses Skurrile, dieses teils Absurde, dieses ganz Besondere. Diese doch recht "einfache" Story ist wunderbar umgesetzt worden. Der Film macht Spaß, war teilweise echt lustig, hat den Zuschauer angesprochen und war alles in allem einfach verdammt gut und außerdem kurzweilig, war wesentlich schneller wieder vorbei, als mir vielleicht lieb gewesen wäre. Ich gehe aber auch mit, wenn Leute sagen, ihnen würde er nicht gefallen, wer nichts mit dieser besonderen, speziellen Art anfangen kann, dem wird der Film auch nicht gefallen, aber das ist ja gerade das Tolle, die unterschiedlichen Geschmäcker!
Man sieht vielleicht, dieser Film hat es mir angetan. Bisher ist da sicherlich noch etwas Luft nach oben, aber ich werde mir "Moonrise Kingdom" definitiv nochmal anschauen. Die Charaktere und die Schauspieler, diese schöne und wunderbar eigen umgesetzte Story, diese komplett besondere Handschrift Andersons, all das war einfach klasse!

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Boogers666

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Eine Welt ohne Spaß, ohne Liebe und ohne wirkliche Freundschaft.
Doch ein kleiner Stein bringt eine Lawine ins Rollen, die alles verändert
Wes Andersons "Moonrise Kingdom" lebt von seiner Poesie und seinen Charakteren. Herrlich skurril und verrückt präsentiert er uns hier ein liebenswertes oftmals herzlich komisches Märchen über Liebe und Freundschaft. Es ist eine Geschichte über ein Leben auf einer fiktiven Insel, in der die Erwachsenen alle Probleme haben und die Kinder unbeschwert durch Wiesen hüpfen. Über einen kleinen Jungen und ein Mädchen die sich verlieben und die deswegen all den Problemen den Rücken kehren wollen und ausbüxen und die damit all das geregelte Leben auf der Insel zum kollabieren bringen.
Es gibt Momente im Film da geht einem das Herz auf, die Komposition aus Musik, Bildsprache und den poetischen Kamerafahrten ergibt oft ein wunderbar stimmiges und liebenswertes Bild. Auch wenn der Film gegen Ende, etwas in seiner Bildlichkeit übertreibt, überwiegen die liebevollen Momente die den Film zu etwas ganz besonderem machen. Und außerdem zeigt uns Anderson nebenbei vielleicht einer der schönsten Liebesgeschichten die ich seit langer Zeit sehen durfte.

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Lexcode

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Bewertung7.5Sehenswert

Ein Film wie ein gutes Musikvideo: eigenwillig, unterhaltsam, liebervoll und optisch mehr als gelungen!

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MrMo

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Bewertung5.0Geht so

ich mag wes anderson. seine art, seine skurillen figuren... alles. aber moonrise kingdom, auf den ich mich ewig freute, war wohl der bislang schlechteste. es steht wieder die familie im vordergrund und eine vater/sohn beziehung.

aber die szenen mit den zwei flüchtenden kindern, bzw. der ganze teil des films der sich nur um die flucht der kinder drehte (also praktisch der ganze film) nervt einfach. ich mag die verschrobenen väter und die komischen söhne. wie herrlich war es bei royale tennenbaums und die tiefseetaucher? diese komische hassliebe zwischen vater und sohn, einfach herrlich. die daraus entsehenden szenen, die ohnehin schon seltsame story... fehlt fast völlig - es kommt keine richtige wes anderson stimmung auf.

bill murray kommt auch zu kurz, nahm das auch schon bei darjeeling limited wahr.

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MartinNolan

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Bewertung4.5Uninteressant

Nun habe ich fast alle Filme von Wes Anderson gesehen und muss sagen „Moonrise Kingdom“ ist, neben „Die Tiefseetaucher“, wohl der am Andersonsten. Oder anders gesagt: „Moonrise Kingdom“ ist das „Inland Empire“ von Wes Anderson. Mal wieder spielt die Familie eine zentrale Rolle, wieder haben wir es mit skurrilen Charakteren zu tun und erneut ist alles exzentrisch um der Exzentrik Willen. „Moonrise Kingdom“ ist eine starbesetzte, detailverliebte, prätentiöse Farce.
Da sind die erwachsenen Kinder, die wegen ihrer Abneigung gegen die restliche Welt zu einander finden, sowie ein Haufen deprimierter Erwachsener, darüber den Look der 60er Jahre gegossen und voilà der neue Anderson kann serviert werden. Allem Anschein hat dieses Sammelsurium an Kuriositäten und Oberflächlichkeit vielen zugesagt. Ich für meinen Teil kann das nicht verstehen. Für mich ist „Moonrise Kingdom“ ein aufgeblasenes, skurriles Märchen ohne Seele. Ein für die Moderne zu Recht geschnittenes Bilderspektakel mit erzwungenem Charme. Nicht unerwähnt bei allem sollte aber die starke schauspielerische Leistung der beiden Jungdarsteller (Kara Hayward, Jared Gilman) bleiben, die ihre Rolle glänzend ausfüllen.
Wer sich ohnehin im Wes Anderson-Universum zu Hause fühlt, wird mit „Moonrise Kingdom“ bestimmt seine größte Freude haben. Ich fühlte mich dort eher fremd.

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countcount

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Absolute zustimmung. Treffender hätte man es nicht schreiben können. Danke für den Kommentar. LG


MartinNolan

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@countcount: Vielen lieben Dank! :)


sharingwithoutschere

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Bewertung7.5Sehenswert

Wundervoll.

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Amadis

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ich ging mit der Erwartungshaltung, einen skurrilen Film zu sehen, an dieses Werk heran und genau das, habe ich dann auch zu sehen bekommen.
Der Streifen bietet eine recht unterhaltsame Mischung aus Komödie, Tragödie und Drama. Alles zusammen wird durch skurrile Handlungsläufe miteinander Verknüpft. Die Erwachsenen benehmen sich wie Kinder und die Kinder reden und handelt wie Erwachsene... Ich finde es witzig, ist mal etwas anderes aber ich kann mir gut vorstellen, dass das nicht jedem gefällt.
Es gab im gesamten Film lediglich eins bis zwei Szenen, in denen das Niveau etwas absackte. im Grossen und Ganzen bietet der Streifen aber alles was einen guten Film ausmacht. Absolut genial fand ich den Soundtrack.

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schwedenretter

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Bewertung7.0Sehenswert

Harmlose Komödie ohne echte Botschaft, da alle Figuren relativ unglaubwürdig sind. Unterhält aber sehr gut.

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Russian Joker

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Liegt nicht genau darin die wahre Magie einer guten Geschichte? Kunst genau dort zu schaffen wo man sie am wenigstens vermutet? Entweder es liegt an mir oder an etwas anderem, aber die Botschaft kam bei mir an. Es ist ja wie beim Suchen zuhause: man findet die kleinen Sachen nie, wenn man nach ihnen ernsthaft sucht. ;)


BulletToothHony

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Herrlich skurril und herzerwärmend.

"Wieso siehst du mich als deinen Feind?"
"Weil deine Freundin mir 'ne Schere für Linkshänder in den Rücken gestochen hat?!"
"Sie ist jetzt meine Frau."

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LivingDead

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Bewertung7.5Sehenswert

Visuell macht Anderson schon zu Beginn an klar, dass dies sein Film ist. Durch schnelle Kamerafahrten, durch die das Haus der Familie wie ein Puppenhaus wirkt, lässt sich sein Stil sofort erkennen. Auch durch das skurrile Auftreten der Figuren und die überspitzte Erzählweise schlägt er seinen Kritikern ein Schnippchen, die ihm bei seinen letzten Realfilmen Kühle und Arroganz vorwarfen. Denn dies lässt sich auf sein letztes Werk kaum beziehen, denn die Geschichte zweier Kinder, die aus den Zwängen ihrer Umgebung ausbrechen, um ihrer ersten Liebe zu frönen, ist grundsympathisch und entwickelt zusammen mit Andersons eigenwilliger Inszenierung eine ganz eigene Atmosphäre. Zudem gibt es viele Anspielungen auf Hollywood und Details, an denen man sich kaum satt sehen kann. Dass dem Film inhaltlich schnell die Puste ausgeht und unter'm Strich die großen Erkenntnisse ausbleiben, schmälern das Sehvergnügen aber kaum.

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timmoe

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Bewertung1.0Ärgerlich

Schrecklich unnötig, konnte ich überhaupt nichts mit anfangen. Ohne Sinn und Verstand.

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Moncineo

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Ich hab schon immer mehr mit Anderson´s eigenwilligem Humor meine Schwierigkeiten gehabt. Inszenatorisch finde ich seine Werke interessant, weshalb ich es auch immer wieder probiere. Moonrise Kingdom war allerdings der Erste, der mich zum Ende bei der Stange gehalten hat. Das gibt Hoffnung. Als nächstes werde ich mich irgendwann an die Tiefseetaucher wagen.


The Freewheelin Fonda

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Schreib mir mal wenn du den gesehen hast Moncineo, für mich einer der lustigsten Filme überhaupt, für Nichtandersonfans ein ziemliches Hassobjekt!



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