Der fantastische Mr. Fox

Fantastic Mr. Fox, US 2009 — Kinostart 13.05.2010

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6.8

Ganz gut

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Kritiker: 5.8

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Genre
Objektanimation, Komödie, Abenteuerfilm
Zielgruppen
Familienfilm
Inhalt

Das Kinderbuch "Der fantastische Mister Fox" von Roald Dahl ("'Charlie und die Schokoladenfabrik") handelt von einem Fuchs, der von den Farmern Boggis, Bunce und Bean gejagt wird. Doch er ist nicht auf dem Kopf gefallen und weiß sich gegen die Angriffe der Menschen zu wehren.

Cast
Meryl Streep, George Clooney, Willem Dafoe, Bill Murray, Owen Wilson, Jason Schwartzman, Michael Gambon Mehr
Regisseure
Wes Anderson
Autoren
Wes Anderson, Noah Baumbach
Laufzeit
87 Minuten

Über diesen Film

Handlung

Familie Fox lebt unter einem Hügel in unterirdischen Höhlen – zusammen mit einem Dachs, einem Hasen, einem Wiesel und all deren Verwandschaft. In der Umgebung leben drei missmutige Farmer, bei denen Mr. Fox regelmäßi… Mehr

Poster und Merchandise zum Film im Fanshop

Kritiker — Geht so 5.8

Der Film Der fantastische Mr. Fox wurde von 10 Kritikern bewertet.

Maurice Lahde: critic.de

Mit dem kaum subtilen „klassenkämpferischen“ Subtext des Plots öffnet sich Anderson auch Themen, die in seinem Kosmos bislang eher unbekannt waren. Am Ende ist es der materielle Überlebenskampf, der die Foxens und die anderen Tiere, bei allen gegenseitigen Animositäten, zur Solidargemeinschaft zusammenschweißt, ein wortwörtlich in den Untergrund verbannter Guerillatrupp, der bei Nacht seine Schläge gegen die Supermärkte der reichen Unterdrücker ausführt. Vielleicht kann man sagen, dass Wes Anderson in Der fantastische Mr. Fox den familiären Kampfschauplatz erstmals auf den sozialen Raum ausdehnt. Sein technisch betrachtet bislang artifiziellster Film wäre dann zugleich sein am wenigsten innerlicher.

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Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

4.0Uninteressant

Wes Anderson liefert einen bewusst hässlich-animierten Film ab, bei dem sich gut nachvollziehen lässt, warum ihn seine Animatoren die er per E-Mail aus Paris dirigierte gehasst haben. Im Stil alter TV-Kinder-Stop-Motion-Serien, deren Charme schon damals überschätzt wurde, erzählt er eine extrem amerikanisierte Version von Roald Dahls klassischer Kindergeschichte, die von einer prominenten Voice-Cast relativ lustlos eingesprochen wurde und durch den trockenen, ebenfalls TV-mässig schlechten Tonmix und Schnitt nochmal ordentlich Drive verliert.

Natürlich wäre das kein Anderson-Film, wenn er nicht seinen typischen Dysfunctional Family-Krempel auch in diese Geschichte tragen würde, doch im Gegensatz zu Spike Jonze, der es in Wo die wilden Kerle wohnen geschafft hat Herz und Hirn zu vereinen und einen echten, erwachsenen Blick in kindliche Sichtweisen zu erschaffen, ergeht sich Anderson in seinen immer wiederkehrenden Skizzen pubertärer Problemchen, die doch immer das… Mehr

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Edward Douglas: ComingSoon.net

4.0Uninteressant

Der Film ist wenigstens etwas kohärenter als Andersons letzte Werke, und vermutlich gibt es genug Bewegung um kleine Zuschauer bei der Stange zu halten. Dennoch erreicht Anderson nie ganz das, was er wollte... was auch immer das sein mag. Am Ende ist es so wie mit Spike Jonzes „Wo die Wilden Kerle wohnen“: hier versucht ein Filmemacher, den Geist seiner eigenen Kindheit wiederzubeleben, ohne die leiseste Ahnung zu haben, was jüngere Zuschauer für ihre Unterhaltung brauchen.

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Alle Kritiken (8)


Kommentare — Ganz gut 6.8

Der Film Der fantastische Mr. Fox wurde von 70 Mitgliedern bewertet.

mucstevve

Bewertung6.5Ganz gut

Wirklich gut gemachter Stop-Motion-Film mit den deutschen Synchrosprechern Christian Berkel und Andrea Sawatzki - die Geschichte basiert auf dem alten Märchen von Roald Dahl. Ob Kinder an diesem Film gefallen finden bzw. der Film die Kinder überhaupt ins Kino lockt ist aus meiner Sicht leider mehr als fraglich ...

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le.gonzo

Bewertung9.0Herausragend

Mit der Verfilmung des Roald Dahl-Klassikers gibt Wes Anderson nun seinen Animationsfilmeinstand - Und obwohl Fantastic Mr. Fox nicht mal ansatzweiße so melancholisch und ... wie Die Royal Tenenbaums, Die Tiefseetaucher oder Darjeeling Limited ist, ist das ganze eigentlich nur eins: Ein absoluter Kracher und so besonders wie ein Film von Wes Anderson sein muss.

Roald Dahl-Puristen könnte es vielleicht sauer aufstoßen, das die Story des Films bis auf Charaktere und grundlegende Elemente kaum noch was mit der des Buches zu tun hat, doch das stört eigentlich rein gar nicht, denn Anderson und Co-Autor Noah Baumbach schaffen es, die Grundpfeiler des Buches zu erweitern, gleichzeitig aber treu und stilistisch ähnlich zu bleiben, so wie es das schon Spike Jonzes Interpretation von Wo die wilden Kerle wohnen geschafft hat, auch wenn beide Filme so rein gar nicht zu vergleichen sind. Zusätzlich baut Anderson dann noch eigene, storytechnische Stilmittel ein und fokussiert den Film nicht nur auf den titelgebenden Mr. Fox sondern auf dessen ganze Familie, die nicht ganz so fantastisch läuft, wie Mr. Fox es ist. So ist die Wendung der Vater-Sohn-Beziehung zwar etwas klischeehaft, aber passt perfekt zum restlichen Teil der Story und drückt der Dahlschen Story noch einen weiteren "Wes Anderson"-Stempel auf. Insgesamt mag die Story dann auch recht einfach gehalten sein und bietet auch keine größeren Wendungen oder stilistischen Twists, wie bei Die Tiefseetaucher - Aber das stört auch nicht, denn die Geschichte macht spaß, ist ideenreich und wird grandios erzählt.

Was den Film aber zu etwas richtig besonderem macht, das sind Stil und Optik. Letztere dürfte für einige zwar sehr gewöhnungsbedürftig sein, doch wer Andersons Inszenierungen sowieso mag, der wird mit diesem Film seine Freude haben: So hat man nämlich Andersons Stilmittel perfekt auf das Animationsmedium übertragen und es mangelt weder an den typischen Kameratricks- und Fahrten und den wunderbaren Momentaufnahmen sowie der ein oder anderen Kapiteleinblendung (Wobei hier aber zum ersten Mal nicht Andersons Lieblingsschriftart Futura verwendet wurde). Doch das ist nicht alles, denn einen kreativer gemachten Film kann man lange suchen. Hier werden so viele tolle Tricks und Kamerakniffe angewendet, die die letzten Animationsfilme alt aussehen lassen. So zeigt sich der Film absolut kunstvoll inszeniert und unglaublich kreativ und inspirierend, dass es kaum zu glauben ist. Mal ganz zu schweigen vom genialen Produktionsdesign, das den ganzen Film in einem (manchmal vielleicht etwas zu starken) Orangeton erstrahlen lässt und in jeder Szene die Detailverliebtheit und Handarbeit ausstrahlt, die auch dahintersteckt. Die Animation mag dann nicht ganz so sauber sein, wie bei den letzten größeren Stop-Motion-Projekten wie Coraline oder Corpse Bride - Doch das muss es auch gar nicht, denn durch die (eindeutig absichtliche), ich nenn es jetzt einfach mal so, "krude" Animation strahlt der Film etwas ganz besonderes aus. Von schlechter Animation kann da keiner reden, denn man merkt in jeder Sekunde Film, dass da Leute dahinter waren, die wirklich viel Ahnung von der Materie haben, sich nur hier etwas weniger perfektionistisch zeigten, was auf jeden Fall schöner ist als die absolute Perfektion, die schon bei Coraline zu bewundern war, mir aber durch fehlende sichtbare Handarbeit weniger zusagte als hier.

Abgerundet wird dieses (wortwörtlich) bunte Treiben noch von dem, zu recht Oscar-nominierten, tollen Score, von Alexandre Desplat, der wild zwischen Country-Klängen und Ennio Morricone-Italowestern hüpft und die umwerfende Optik ebenbürtig untermalt, sowie den exzellenten Sprechern wie George Clooney, Meryl Streep oder Jason Schwartzman.

Fazit: Fantastic Mr. Fox ist ein vor Ideen überquellender und optisch und stilistisch beeindruckender Film, der aufs Neue zeigt was für ein cleverer und kreativer Filmemacher Wes Anderson ist. Die Story ist nett, wenn auch nicht umwerfend, verbindet aber Roald Dahls Liebe zum abwegigen und schwarzen Humor und Wes Andersons ganz spezieller Art. Auch wenn die Massentauglichkeit gegen 0 geht und der Film weder für Kinder, noch für Ältere, die Ice Age und Madagascar für das Magnum Opus der Animationsfilmwelt halten wirklich geeignet ist. Wer aber auf besondere Sachen und vor allem auch auf Wes Anderson steht, der kann mit Fantastic Mr. Fox nichts falsch machen - Denn was man hier vor sich hat ist eine exquisite Animationsfilmperle durch und durch.

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nerdilicious

Bewertung8.5Ausgezeichnet

Regisseur Anderson und seine hochkarätigen Schauspieler-Schergen bescheren uns eine liebevoll aufgekratzte, doch nie überdrehte Adaption der Buchvorlage von Roald Dahl. Charmant altmodische Stop-Motion-Animation mit Herz, Humor und existenzialistischem Tiefgang!

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