Die Tiefseetaucher

The Life Aquatic (2004), US
Laufzeit 119 Minuten, FSK 12, Komödie, Abenteuerfilm, Kinostart 17.03.2005

6.5 Kritiker
34 Bewertungen
Skala 0 bis 10
7.0 Community
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65 Kommentare
Die Tiefseetaucher - Bild 2609232
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von Wes Anderson, mit Bill Murray und Anjelica Huston

Der exzentrische Ozeanograf Steve Zissou (Bill Murray) und sein Team suchen einen mysteriösen “Jaguarhai”, der bei Filmaufnahmen seinen Partner aufgefressen hatte. Nebenbei muss er sich noch mit einer hübschen Journalistin (Cate Blanchett) und einem neuen Crewmitglied (Owen Wilson) herumschlagen, der vielleicht sein lang vermisster Sohn sein könnte.

Handlung
Steve Zissou (Bill Murray) ist nicht mehr der Jüngste. Und dennoch will der Meeresforscher Rache nehmen an dem fiesen Jaguar-Hai, der seinen besten Freund Esteban (Seymour Cassel) bei einem Tauchgang für den neuesten Dokumentarfilm der Truppe getötet hat. Nach der Filmvorführung des Dokumentarfilms stellt sich sein verlorener Sohn Ned Plimpton (Owen Wilson) vor. Er möchte seinen Vater kennenlernen und ihn daher auf der Mission begleiten.

So legt die Belafonte mit mehreren Praktikanten, einer stets oberkörperfreien Drehbuchautorin, Zissous Frau Eleanor (Anjelica Huston) und einer von ihrem verheirateten Chef geschwängerten Journalistin Jane Winslett-Richardson (Cate Blanchett) ab. In der Mannschaft, besonders bei dem Deutschen Klaus Daimler (Willem Dafoe), sorgt “Kingsley”, wie ihn sein vermeintlicher Vater nun nennt, für Unruhe. Auch die Beziehung zwischen Eleanor und Zissou gerät ins Wanken…

Als sich Vater und Sohn gleichzeitig in Jane verlieben, verkomplizieren sich die Dinge: Zissou lässt seine Launen an der Mannschaft aus und legt sich mit Ned “Kingsley” an. Eleanor verlässt Zissou. Piraten überfallen das Schiff und die Praktikanten türmen. Auch Zissous Erzrivale Alistair Hennessey (Jeff Goldblum), den das Team kurz zuvor noch bestohlen hatte, setzt der Belafonte zu.

Als der Jaguar-Hai endlich gesichtet wird, passiert ein Unglück: Der Helikopter, in dem Vater und Sohn sitzen, baut einen Unfall, bei dem Ned stirbt. Als Zissou alleine nach dem Hai taucht, beschließt er, ihn doch nicht zu töten. Eleanor kehrt gerührt darüber zu ihrem Mann zurück – nicht ohne Jane offenbart zu haben, dass Zissou eigentlich unfähig ist Kinder zu zeugen…

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Cast & Crew


Kritiken (3) — Film: Die Tiefseetaucher

Julio Sacchi: Das Manifest

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4.0Uninteressant

Bill Murray, den ja plötzlich alle schon immer toll fanden (wo wart Ihr eigentlich zu Zeiten von THE RAZOR'S EDGE und MAD DOG AND GLORY?), trottet durch den Film in einer Rolle, die gänzlich ohne die Tiefe eines Bob Harris auskommen muß, und erzeugt seine Komik durch das Leid, das er darin empfindet, von all diesen Irren behelligt zu werden. Man wird allerdings den Eindruck nicht los, daß dieses Leid nicht nur in der Figur Zissou liegt. Anjelica Huston hat in Berlin verraten, sie habe THE LIFE AQUATIC beim ersten Sehen "nicht verstanden". Das ist sicherlich ein Problem mit den jungen und alten Regiestars des vermeintlich unabhängigen Kinos: Schauspieler sollten auch die Bücher von Anderson-, Altman- und Allen-Filmen erst einmal lesen, bevor sie aufgrund der Reputation der Regisseure blind zusagen. Unterm Strich bleibt THE LIFE AQUATIC ein weiterer Beweis dafür, daß "exzentrisch" nicht mit "lustig" gleichzusetzen ist.

Kritik im Original 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten

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4.0Uninteressant

Leider versandet die Story auf halbem Wege in einer bemühten Actionfilm-Persiflage mit philippinischen Piraten und verkommt zur Nummernrevue, die Gags abarbeitet, ohne irgendwohin zu führen.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost

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5.0Geht so

"Die Tiefseetaucher" ist ein Film für alle, die die derzeit allgegenwärtigen Retro-Shows im Fernsehen lieben. Sich bevorzugt in ihre eigene Kindheit sehnen. Aber dennoch: So liebevoll absurd die Figuren gezeichnet sind, so grotesk die Geschichten, in die sie stolpern, gesponnen sind, wird daraus, ähnlich wie schon bei den "Tenenbaums", nie ein großes Ganzes, das mehr erzählte als seine kleinen, hübschen Sketche.

Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten


Kommentare (62) — Film: Die Tiefseetaucher

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f-rex

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Schräg.

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Framesurfer

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Bewertung9.5Herausragend

Ich liebe diesen Film!!!!!!! Es ist mir völlig unmöglich zu beschreiben , was meine liebsten Details sind, es würde ein ganzer Roman.

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andyewest88

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Bewertung9.0Herausragend

Fantastisch - Wundervoll - Außergewöhnlich.

THE LIFE AQUATIC trägt dermaßen viel Kreativität und Einfallsreichtum in sich, dass Wes Anderson den Vergleich mit den Burtons und Gondrys dieser Welt in keiner Weise scheuen muss. Mein persönliches Highlight: die Belafonte, Steve Zissou's außergewöhnliches Schiff, mit dem er auf die Jagd nach dem (beim grandiosen Ende wunderschön in Szene gesetzten) Jaguarhai geht.
Detailverliebt inszeniert, innovativ gefilmt und mit viel Herz gespielt - THE LIFE AQUATIC trifft exakt meinen Geschmack.

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Le Samourai

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Was soll man dazu noch groß sagen? Ausnahme-Filmemacher Wes Anderson trommelt erneut einen aberwitzigen Cast zusammen (Owen Wilson, Cate Blanchett, Anjelica Huston, Willem Dafoe, Jeff Goldblum, Michael Gambon und Seu Jorge), den er unter der Leitung vom grandiosen Bill Murray auf die wahnwitzigste, außergewöhnlichste und skurrilste Meeresexpedition schickt, die das Kino jemals gesehen hat.
Eine unendlich kreative und liebevolle Hommage an den legendären Meeresforscher Jacques Cousteau, gespickt mit aberwitzigen Meeresbewohnern, schießwütigen Piraten, "live" von Seu Jorge auf portugiesisch performten David Bowie-Songs und einem Grand Finale auf dem Meeresgrund, wo die versammelte Mannschaft im Yellow Submarine zu Sigur Ros (Staralfur) dem gewaltigen Jaguar-Hai direkt in die Augen blickt. Die Magie dieser Szene haut einen um.
Sicherlich kein Film für Jedermann, aber irgendwie ist das ja auch gut so...

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White_Tip

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Wo soll man anfangen, wenn man versucht eine Kritik über seinen absoluten Lieblingsfilm zu schreiben? Für mich macht "die Tiefseetaucher" einfach alles richtig, was ich von einem Film erwarte. Die Charaktere in dem Streifen sind einfach allesamt toll geschrieben (und auch toll gespielt). Vor allem Klaus und der schüchterne Anwalt bringen mich jedes mal wieder zum Lachen, Bürschle. Bill Murray und Jeff Goldblum müssen da gar nicht erst erwähnt werden. All die witzigen Persönlichkeiten, passen wunderbar zu der Story des Films. Ich hatte zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, als sei eine der Personen erzwungen.
Die Story selbst ist nun wahrlich kein Meisterwerk. Aber sie erfüllt ihren Zweck und bietet genug Möglichkeiten für die bescheuertsten Szenen. Die dramatischen Wendungen haben mich sogar echt überrascht.
Eine weitere Sache die der Film 100% richtig macht?! Der Einsatz von Musik. Selten habe ich einen passenderen Soundtrack erlebt.
Aber das sind bisher alles nicht die Gründe, die den Film für mich so einzigartig und genial machen. Es sind Bilder wie das Gesicht von Pele als die Leiter der Piraten neben ihm gegen die Bordwand des Schiffes schlägt, oder als er die Taucherhaube als Hut aufhat. Oder die Diskussionen zwischen Ned und Klaus. Einfach zum Kringeln, Bürschle. Der Absolute Favorit: Das Interview mit vorgehaltener Pistole und dem spielenden Orca im Hintergrund.
Der Humor ist wirklich nicht jedermans Sache, deswegen kann ich auch jeden meiner Freunde verstehen, der mich am Ende des Films entsetzt fragte, was denn nun so lustig gewesen sein soll.
Bestimmt lösche ich die Kritik in den nächsten Tagen eh wieder, da ich bestimmt wieder von dem Gefühl geplagt werde, dem Film nicht gerecht geworden zu sein. Vorerst soll das genügen. Abschließend bleibt wohl nur noch eins: Danke Wes Anderson. Du hast mir DEN Film meiner Jugend geschenkt.

Max
stolzes Mitglied der Zissou Gesellschaft

3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

CapitanKnaecke

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Wes Anderson hat mir sämtliche Hammerfilme der letzten 2 jahre geschenkt :D
Seine Filme sind pure Großartigkeit!

btw: Gute Kritik!

PS: Ja, jeden einzelnen Tag ;)


mainaeinz

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mehr gibts nicht zu sagen!

ps: ich bin auch nur ein mensch


Dom699

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ich kann in gewisser Weise verstehen, warum viele Menschen mit den Wes Anderson Filmen nicht viel anfangen können. Betrachtet man nur einzelne Elemente oder Vergleicht die Mischung mit Komödien oder Dramas herkömlicher Bauart, wirken die Filme in der Tat meist einfach nur fehlerhaft oder am Ziel vorbei. Aber ich sehe weit mehr darin. Im Kosmos von Wes Anderson fliegen die Charaktere kreuz und quer umeinander, und was einer wirklich will, ist meistens weder dem anderen noch ihm selber klar. Dabei ist das Individuum die absolute Hauptsache, und die theatralische Trennung des Geistes vom Körper, nur um zu funktionieren, würde niemals von irgendjemandem erwartet werden. (im Gegensatz zu jedem anderen Film, in dem der Zweck über die Menschen gestellt wird, was bei amerikanischen Filmen die überwiegende Mehrheit ist).

Bei Life Aquatic erlebt man einen depressiven, exzentrischen Bill Murray als Ozeanograph, der die besten Zeiten lange hinter sich hat. Seine Truppe ist ein bunter Haufen spleeniger Lebenskünstler, die sich ohne viele Worte gut untereinander verständigen können. Neben der offensichtlichen Tragik, die die Figur Steve Zissou klar nach aussen trägt, liegt doch das wesentliche im Subtext, wie die Randnote, warum er nicht Dad genannt werden will, oder warum er nicht weint, als sein "Sohn" stirbt, aber seine "Stiefmutter", und er erst dazu in der Lage ist, als er den gesuchten Hai findet. Das große Ziel, den roten Faden, gibt es dabei tatsächlich nicht wirklich. Das bedeutet für mich allerdings nicht, dass der Film damit unvollständig wäre, sondern nur, dass seine Art das Leben wiederspiegelt, wie es ist. Und ich empfinde es auch so, dass die wesentlichen Punkte im Leben sich eigentlich nach und nach heraus kristallisieren, und man hinterher garnicht genau weiss, wann es angefangen hat, und meistens nicht die große Aktion am Anfang der Entwicklung steht. Mir geht die Tragik auf diesem Wege jedenfalls mehr zu Herzen, als bei anderen glattgebügelten Produktionen, deren dramaturgische Entwicklung völlig in Kausalketten aufzulösen sind.

Abgesehen davon liebe ich den optischen Stil von Life Aquatic. Die hellbluen Hemden und die rosa Mützen sind einfach Kult, genau so wie das komplette Design der Bellavonte, und der genialen Animationen.

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Abakus

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Bewertung6.0Ganz gut

Der anfängliche Charme löst sich leider so schnell auf wie ein Zitronendrop im Mund eines angehenden Nichtrauchers.

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Matty

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Bewertung5.5Geht so

Der Film ist als Komödie schon eine schwere Kost. Er will irgendwie nicht so richtig in die Gänge kommen. Bill Murray und Willem Dafoe retten den Film aber gerade so.

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donoctavio

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Aha dann weiß ich ja, wer mir die DVD geklaut hat :)

Toller Film, wie alle von WES Anderson...


servo80

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Bewertung6.5Ganz gut

Die Jagd auf den Jaguarhai. Rote Mützen und enge Badehosen. Eine schwangere Reporterin. Ein wiedergefundener verlorener Sohn. Ein Piratenüberfall. Eine Rettungsaktion in einem ehemaligen 4-Sterne-Hotel für einen Versicherungsfuzzi.
Hä? Was soll das nur alles? Egal, ich find's gut.

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bootsmann13

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Bewertung4.5Uninteressant

Eigentlich ja alles drin für (m)einen perfekten Kinoabend: Meer, Bill Murray, Wes Anderson, sensationelle Musik, Cate Blanchett, Willem Daffoe, Jeff Goldblum. Aber irgendwie werde ich mit dem Streifen nicht warm.
Es wirkt alles so ... ja ... gelangweilt. Wenn das der Sinn des Films ist, nein danke! Mir fällt kein schwächerer Auftritt von Bill Murray ein...
Euch?

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doctorgonzo

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ach, Wes Anderson, was bist Du nur für ein Kauz? Irgendwie bist Du ein echt schräger Typ, denkst Dir ständig total komische Sachen aus, die Du dann auch noch irgendwie seltsam verfilmst...
Aber vielleicht mag ich Dich ja deshalb so.

Wenn Anderson in der Art eines überdrehten Filmstudenten althergebrachte Werte wie familiären Zusammenhalt, Freundschaft und dem Drang, nicht einfach aufzugeben rüberbringt, dann hat das bei aller gewollt unperfekten Skurrilität immer eine Riesenladung Charme. Einen seltsamen Charme zwar, der manch einen nicht berührt, aber der dank grandioser Figuren und deren ebenso großartigen Verkörperungen nicht langweilig wird, trotz oft bedächtiger Erzählweise, bei der die Handlung beinahe rückwärts zu laufen scheint.

Bei "Die Tiefseetaucher" wird dieses Rezept nicht exklusiv in eine augenzwinkernde Hommage an Cousteau, die lustige Wasserratte, eingebettet, sondern auch noch in einen langen, entzückenden Seitenhieb auf das, was man dem willigen Publikum heute gern als Dokumentationen verkauft.

Wenn sich nun der desillusionierte und auch ziemlich abgebrannte Meeresforscher Steve Zissou nochmals auf große Seefahrt begibt, mit seiner herrlichen Crew, ein paar unbezahlten Praktikanten, einer Journalistin und seinem mutmaßlichen Sohn, dann ist das eine herrlich leise, aber tragisch-komische Geschichte mit tollen Charakteren und ähnlich wunderbaren Bildern, wie ich sie schon bei "The Royal Tenenbaums" bewundern durfte. Das Schnittmodell des Schiffes ist absolut traumhaft und kommt bei mir sicherlich auch aufgrund meiner Affinität zu markanten Wasserfahrzeugen gut an (wer über meine Admiral Nelson - mäßigen Ambitionen nicht im Bilde ist, darf sich gern meine "Alarmstufe: Rot" Kritik reinziehen).

Es ist einmal mehr die gekonnte Überzeichnung und Ausdehnung von Banalitäten und deren Vermischung mit einem Tick Surrealismus, der Andersons Film neben seinen Darstellern so wertvoll für mich macht.
Wenn die Meeresforscher plötzlich in Chuck Norris Manier den "Versicherungsfuzzi" retten wollen, dann ist das auf so charmante, ja beinahe knuddelige Weise dämlich, dass man ganz vergisst, sich vor Entrüstung über die Unsinnigkeit an den Kopf zu fassen.
Dazu ist Bill Murray in der Rolle des frustrierten, aber nicht minder selbstherrlichen Forschers Steve Zissou einmal mehr absolut traumhaft, wenn er da mit Weihnachtsmannbart und roter Mütze umhertobt, grantelt oder seine Sportübungen macht, ist das großes Kino.
Überhaupt macht sich die Kontinuität der Darsteller in Andersons Filmen bezahlt: Wilson und Huston wirken auf den Punkt perfekt besetzt und die neu ins Ensemble aufgenommenen Akteure profitieren von der Routine um die Stammkräfte. Highlight ist natürlich der als Schwabe gecastete Willem Dafoe, der hier mehr als nur heimlicher Held ist. Daneben glänzen auch Gambon, Blanchett und besonders Goldblum. An der Stelle sei angemerkt, dass man sich Andersons Filme auch mal im Original zu Gemüte führen sollte, nicht zuletzt weil in diesem Film, Goldblum und Murray agieren, die im Deutschen zumeist mit Arne Elsholtz denselben Sprecher haben...
Noah Taylor (bekannt als Familienvater in "Charlie und die Schokoladenfabrik") und Waris Ahluwalia beeindrucken von den Mitgliedern der Crew und Seu Jorge ist als ständig auf Portugiesisch singender Hilfsmaschinist wunderbar.

Wie überhaupt Soundtrack und Score eine eigene kleine Laudatio wert wären. Hier wird grandios platzierte musikalische Untermalung eingesetzt, die aus gelungenen Orchesterklängen und vor allem aus absolut wunderbaren (aufpassen, Zack Snyder!) Coverversionen bestehen. Eine portugiesische Variante von David Bowies "Life on Mars" und anderen Liedern des Ziggy S. wird man in Hollywood nicht oft hören. Jammerschade, sie sind nämlich mindestens so sehr gelungene Parodie wie zeitlose Hommage.

Manchmal geht auch mir Anderson auf den Nerv, aber nie auf eine abschaltwürdige Weise, sondern eher als Anregung zu beständigem Kopfschütteln. Wie er hier aber die eigene filmische Künstlichkeit auf die Schippe nimmt und zeitgleich eine gleichermaßen bewegende wie hochironische Geschichte mit wunderbaren Figuren erzählt, erfreut mich immer wieder...

"Remind me, we'll send him a red cap and a Speedo."

18 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

seven

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Bewertung7.5Sehenswert

Bill Murray ist Steve Zissou, seines Zeichens abgewrackter Dokumentarfilmer, der seit ungefähr zehn Jahren keinen Hit mehr landen konnte. Doch eine letzte Expedition muss sein, schließlich muss der Tod des getöteten Crewmitgliedes gerächt werden. Angeblich fiel der Unglückliche den Beißerchen eines Jaguarhaies zum Opfer, aber so genau nimmt Zissou das Ganze nicht.
Der Anker wird gelichtet, das Team sticht in See. Allerdings sind einige Besatzungsneuerungen zu verzeichnen: Ned Plimpton (Owen Wilson) hält sich für Zissous Sohn, aber sicher ist er sich auch nicht. Wilson darf hier mit Schnauzer und abgebremsten Klamauk antanzen, nachdem er in Steve seinen leiblichen Vater zu erkennen scheint, lässt er seinen Namen umändern in Kingsley Zissou. Schließlich verliebt er sich auch noch in Reporterin Jane Winslett-Richardson (Cate Blanchett), die im fünften Monat schwanger ist, ständig Kaugummi im Mund hat und von Steve für gewöhnlich als "Kampflesbe" bezeichnet wird.
Besonders erfreulich ist der Auftritt des fantastischen Jeff Goldblum, der den letzten Finanzier von Zissou mimt. Zwar wird er vom weltoffenen Murray als "verkappte Schwuchtel" angesehen und die Spielzeit hält sich auch in Grenzen, aber Goldblum macht immer Spaß und so auch hier.
Den Affen vom Dienst gibt hier aber Willem Dafoe: Gewappnet mit schwäbischem Dialekt und roter Wollmütze darf er hier so richtig die Sau rauslassen. Er hört auf den Namen Klaus, vorzugsweise auch Kläuschen und ist von oben bis unten mit Komplexen vollgestopft. Er trauert der guten alten Zeit nach, ist neidisch auf Ned bzw. Kingsley, regt sich auf, dass er nicht ins Team A gewählt wird und checkt bei der Meuterei noch weniger als die unbezahlten Praktikanten, die nach dem Überfall durch asiatische Piraten die Schnauze endgültig voll haben.

Aufarbeitung von Vater-Sohn-Beziehungen, permanente Stromausfälle, melancholische Verlierertypen: Die Geschichte ist liebevoll erzählt, auch wenn sie einige Male bei all ihrer Detailverliebtheit ins Stocken gerät, bis sie zum Schluss dann einen ernsteren Tonfall anschlägt. "Die Tiefseetaucher" ist ein Film, der in erster Linie durch die kongenial aufspielenden Darsteller begeistert:

Wenn Murray in voller Ausstattung samt Bommelmütze, türkisem Bademantel und blauer Badehose auf dem Schipper rumhampelt, den ersten Asiaten von Deck stößt, dem zweiten eine Kugel verpasst und in seinem exzentrisches Rumgehopse zu "Search and Destroy" die Piraten beschimpft, die den "Versicherungsfuzzi" als Geisel nehmen und ihnen aus Frustration seine Waffe nachschmeißt, dann schreit das irgendwie schon verdächtig nach Kultpotenzial.

Derart erinnerungswürdige Szenen gibt es einige, auch wenn die Charaktere relativ oberflächlich bleiben. Dennoch, Wes Andersons Film tut Seele und Zwerchfell gut und lässt den Großteil der vulgärgeilen "Komödien"-Konkurrenz links liegen.

10 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 6 Antworten

seven

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@Isolation: Ja, so gehts mehrerern hier^^


Isolation

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Jaja, aber du findest den "sehenswert", hoffi sogar ausgezeichnet ... hmpf, komisch ... :D


stuforcedyou

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Bewertung5.0Geht so

Skurill, toll besetzt aber in allen dramatischen und komödiantischen Ambitionen zu gewollt strukturlos.

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stuforcedyou

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Wenigstens das eine mal ;)


MovieMonster

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Den Film hab ich noch nie bis zum Ende durchgehalten, kann damit irgendwie nix anfangen.


8martin

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Bewertung5.0Geht so

Man muss auf den cool-schnodderigen Sprüchen von Bill Murray stehen, um diese weitgehend sinnfreie Groteske zu mögen. Seine deutsche Synchronstimme passt hervorragend zu seinem reglosen Gesichtsausdruck. Er tobt fast nie, Emotionen sind nicht sein Ding. Regisseur Wes Anderson hat eine ansehnliche Anzahl von Promis um ihn herum versammelt (Dafoe, Blanchett, Wilson, Huston, Goldblum u.a.) und auch an der musikalischen Begleitung nicht gegeizt. Das hat dem Ruhm der Weltstars keinen Abbruch getan. Sie konnten sich hier halt mal völlig unangestrengt vor der Kamera bewegen, nur so zum Spaß. Und auch einige wenige ganz nette Einfälle gibt es - wenn man mal vom nicht stattfindenden Tiefseetauchen oder dem Jaguarhai einmal absieht. Der Hafen, wo sich die Rotmützen Geld besorgen wollen, heißt bezeichnenderweise ’Port-au-Monnaie’ und Willem Dafoe schwäbischer Dialekt ist zum Schmunzeln.
Die Filme von Wes Anderson passen so gar nicht in irgendeine Schublade, auch wenn auf dem Label ’Skurril’, ’Durchgeknallt’ oder ’Comedy’ steht. Es könnte ebenso auch ’Funny Phantasy’ draufstehen oder ’Science Fiction Abenteuer’. Was auch immer. Entweder man mag diese tenenbaum-mäßigen-Filme oder nicht. Ich bekomme davon immer ein flaues Gefühl im Magen. Vielleicht übersäuert der bei dem Humor.

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Jack_Torrance

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Hinter all der Clownerei, hinter all der Verspieltheit und Absurdität verbirgt sich dennoch ein ernsthaftes Thema: das Entfliehen aus der inneren Leere.
Steve Zissou ist ein erfolgreicher, aber dennoch resignierter Dokumentarfilmer. Eines Tages lernt er seinen vermeintlichen Sohn Ned kennen. Von da an scheint sein zielloses Leben endlich einen Sinn zu haben...
Die Reise auf dem Schiff wird somit auch eine Reise in sein inneres. Immer wieder stellt er sich während der Reise die Frage: Wer bin ich eigentlich ? Wes Anderson schildert dies in absurden, aber zugleich wunderschönen Metaphern.
Der Film verlangt vieles ab, für manche ist er vielleicht schwere Kost, aber darauf einlassen sollte man sich trotzdem.
Ein extra Kompliment geht an Williem Dafoe und Wes Anderson, die mit der Figur Klaus einen genialen Charakter ins Licht gerückt haben...

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Hellbilly

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Ich versteh gar nicht, warum manche diesem Film nichts abgewinnen können. Selbst wenn man keine Lust hat, sich auf die Tiefsinnigkeit einzulassen, sind doch schon die losgelassenen Einzeiler (meist von Zissou) das Sehen wert. Auch die ganze Aufmachung - liebenswert, flippig, durchgedreht - ist ein wahrer Genuss.
Ich hab allerdings dennoch "nur" eine 7,5 gegeben, da auch diese tollen Aspekte einige Längen einfach nicht überspielen können.
Trotzdem scheint sich Wes Anderson immer stärker in mein Herz zu filmen - "The Royal Tenenbaums" ist toll, dieser Film ebenfalls äußert sehenswert. Bin schon auf den nächsten gespannt.


Jack_Torrance

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"Die Tiefseetaucher" ist mein erster Anderson-Film. Auf seinen angeblich besten Film "The Royal Tenenbaums" bin ich umso gespannter.


hoffman587

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

The Life Aquatic

"Die Tiefseetaucher" ist eine unterhaltsame, interessante, abgedrehte, etwas tragische und durchgeknallte Abenteuerkomödie von Wes Anderson aus dem Jahre 2004. Die eine Mischung aus Abenteuerfilm, Vater-Sohn Drama, Familiengeschichte und einer Komödie darstellt.

Die Handlung wurde recht einfach, aber sehr nett gestaltet und bietet Anspielungen auf Käptain Nemo, Moby Dick und Jacques Cousteau: Bei den letzten Dreharbeiten, zu einem Dokumentarfilm, wurde sein bester Freund Esteban von einem "Jaguar-Hai". Nun will Käptain Steve Zissou, ein Ozeanforscher, trotz seiner noch vielen anderen Probleme losziehen um das böse Vieh mit seiner Crew und seinem Schiff zu töten, unter denen sich Handvoll skurriler Typen tummelt, wie zum Beispiel sein Bordingenieur Klaus oder sein vermeintlicher Sohn Ned.

Zusätzlich kann der Film mit einer starken Besetzung auftrumpfen, unter der man dieses Mal einen großartigen Bill Murray als Meeresbiologe und Käptain Steve Zissou findet, dessen fiktive Rolle ja, sogar bis hin zu den roten Mützen, dem realen Ozeanforscher und Filmmacher Jacques Cousteau nachempfunden wurde, der für seine Filme u.a. 3 Oscars gewann. In weiteren Rollen darf man noch eine exzellente Anjelica Huston als seine Gattin, die ihn verlassen will, Andersons Stammschauspieler Owen Wilson, der hier wieder passend besetzt wurde, als Ned, der sich für Zissous Sohn hält, einen grandiosen Willem Dafoe als ungewöhnlicher Bordingenieur Klaus, der mit einem köstlichen Dialekt spricht, eine überzeugende Cate Blanchett als Reporterin Jane Richardson, die bald ein Kind bekommt und einen tollen Jeff Goldblum als Zissous Widersacher Alistair Hennessey bewundern.

Die meiner Meinung nach hervorragende Regie von Mr. Anderson ist wie immer sehr eigenwillig, sodass er seine Erzählweise gekonnt bis zum Ende, ohne Kompromisse, durchzieht, egal wie abgedreht es wird.
Die Kamera kann natürlich nur zu diesem gewissen Stil passen, sie gibt den Bildern doch einen recht interessanten, bunten und netten Touch, der selbstverständlich sehr gut in den Film passt.

Weiterhin empfand ich die Figuren, wie in fast jedem Anderson-Film, als liebenswert und skurril gestaltet, mir gefielen sie auf jeden Fall, sie wurden wunderbar gezeichnet.
Die Dialoge sind erstklassig, sie wurden mit einem sehr speziellen Humor angereichert, sie wurden herrlich schräg geschrieben und verleiten doch zum lachen, jedenfalls mich, oder zum schmunzeln.
Dazu kommt noch ein hübsch ausgewählter Soundtrack und eine auch sonst stets passende Untermalung, selbstverständlich ist das auch Geschmackssache, aber für mich war sie perfekt passend zum Film.
Außerdem enthält er sehr interessante und bunte Unterwasserszenen, die zwar realitätsfern sind, aber doch irgendwie einen gewissen Reiz besitzen und äußerst schick gemacht wurden.
Trotzdem muss ich zugeben, dass das Werk doch einige Längen besitzt und er an wenigen Stellen etwas gekünstelt wirkt.

Die einen mögen ihn, die anderen hassen, für mich schlussfolgere ich, dass "Die Tiefseetaucher" eine schön schräge und originelle Hommage der feinen Art, mit einer besonderen Ästhetik, ist.

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sleepy_dinosaur

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Der Kommentar gefällt mir sehr gut. Allerdings kann ich deine Meinung über den Film nicht teilen. Bin ja aber - wie bekannt - kein Wes Anderson Fan :-P


hoffman587

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Ich weiß, hab ich ja schon bei The Royal Tenebaums bemerkt;D


marcowski

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Bewertung6.0Ganz gut

Abgefahren freakige Tragikomödie im 70er Jahre Stil der Zukunft - mit Starbesetzung, witzigen Dialogen, einem tollen Soundtrack und einigen genialen Kameraeinstellungen. Leider geht aufgrund der doch recht lang geratenen Bootsfahrt zwischenzeitlich schon mal die Spannung über Bord.

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xtom1973

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=== top-film für kiffer! ===

farben, musik, kameraeinstellung und nicht zuletzt:
die absurdität.

ich wollte schon dreimal wegschalten von diesem schwachsinn, entschloss mich aber dann doch zu bleiben, als ich in der zweiten werbepause durch die kommentare hier ging. ich nahm einen weiteren anlauf und versuchte es mit einfühlungsvermögen. plötzlich wurde ich breit und hatte einen flashback, obwohl ich zuletzt vor rund 10 jahren mal was gekifft habe...

nun verstehe ich alles!!1!
(obschon der film noch nicht einmal vorbei ist)

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hoffman587

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Das ist aber eine ernsthafte Beleidigung...


xtom1973

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beleidigung? für den film oder die kiffer? :)
im gegenteil: man könnte es sogar als "empfehlung" auffassen!!1! :)


TylerDurden91

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Bewertung9.0Herausragend

"Die Tiefseetaucher" ist ein noch nie da gewesen Stück Filmgeschichte. Der Film lässt keine wirklichen Gefühle zu, was sich in der kühlen Darstellung der Vater-Sohn-Beziehung zwischen Steve Zissou und Ned widerspiegelt. Allgemein weiß der Film an sich nicht, was er darstellen soll. Eine melancholische Komödie oder ein verzweifeltes Drama? Aber genau das ist es, was den Film für mich ausmacht. Er weiß nicht was er ist und was genau er sagen will, aber er macht damit alles richtig. Außerdem ist Willem Dafoe als exzentrischer Schwabe Klaus für jeden ein Muss.

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Universal Soldier

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Bewertung2.5Ärgerlich

Als der Abspann lief, habe ich mir ganz ehrlich die Frage gestellt, muss man sich diesen Film wirklich ansehen? Meine persönliche Antwort lautet nach 114 Minuten ganz klar „nein“. Ich dachte eigentlich, dass bei so einem Staraufgebot ein guter Film rauskommen muss. Dem ist aber nicht so. Owen Wilson spielt recht gelangweilt, Willem Dafoe, den ich persönlich für einen sehr guten Schauspieler halte, geht in seiner Rolle ganz klar unter, weil ihn die Rolle gar nicht ausfüllt. Wer andere Filme von ihm gesehen hat, wird wissen, wie gut und überzeugend er sonst Hauptrollen ausfüllt. Jeff Goldblum ist noch nicht einmal volle 5 Minuten in dem Film zu sehen und wirkt in den paar Filmminuten die er hat, ebenfalls sehr schwach. Bill Murray spielt ebenfalls gelangweilt und wenig glaubhaft. Der Film wirkt insgesamt langweilig. Alles in allem fand ich den Film sehr schwach. Man sollte sich nicht von dem Staraufgebot blenden lassen, es erfüllt bei weitem nicht das, was die Schauspieler sonst abliefern. Wer den Film noch nicht gesehen hat, sollte es bleiben lassen und die gesparten 114 Minuten für was anderes nutzen. Ich persönlich sehe diesen Film als schwächsten Film von Bill Murray.

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