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Warum ich froh bin, dass LOST endlich vorbei ist

Batzman (Oliver Lysiak), Veröffentlicht am 21.05.2010, 13:00

Wirtschaftskrise, Schuldenloch, Eurofalle – und dann hört auch noch Lost auf. Batzman verrät euch, warum das gar nicht so schlimm ist.

Frust - Die Serie Frust - Die Serie © montage moviepilot

Ich geb zu, ich mochte Lost mal ziemlich gerne. Nach tausend Familienserien und Sitcoms, die halb so lustig sind wie Mario Barth, war LOST eine willkommene Ablenkung. Eine Serie, die mit gewaltigem Aufwand einen wahrlich furiosen Start hinlegte. TV, das wirklich nach Kino aussah und eine Menge Rätsel und scheinbar genial gestreute Hinweise, die alle auf ein mächtigeres, größeres Geheimnis hindeuteten.

Dazu – wie so oft in angelsächischen und so selten in deutschen Serien – eine wirklich talentierte Besetzung, die mehr konnte als nur rumstehen und gut aussehen. Die Idee mit den Flashbacks, die nach und nach Details über die Figuren enthüllten, war ebenso gelungen wie die Infohäppchen, die die Macher den Zuschauern gekonnt servierten. Ein Monster im Wald, vielleicht sogar ein Saurier? Ein Eisbär, der irgendwie mit den vielen Eisbärfiguren in Comics und Rückblenden zusammenhängen musste und ein Cliffhanger am Ende der ersten Staffel, der viel versprach.

Doch gleich eines der ersten Interviews mit dem Lost-Mastermind Damon Lindelof ließ Böses ahnen: Freimütig gab er damals zu, vom Erfolg der Serie überrascht worden zu sein, dass sie einen sehr vagen Handlungsbogen für ca. 3 Staffeln im Kopf hätten und er machte keinen Hehl draus, dass der Fortgang der Handlung eher von den Einschaltquoten und den Buchungen der Werbekunden, denn von einem wirklichen Masterplan abhinge. Den gäbe es nicht.

Ein ziemlicher Schlag ins Gesicht für all jene, die glaubten, aus den Puzzleteilen ließe sich etwas Sinnvolles herauslesen. All die Spekulationen und zum Teil wirklich inspirierten Theorien, die in Foren und Newsgroups gesponnen wurden, waren mit einem Mal für die Katz, eine richtige Lösung gab es nicht, denn keiner der Autoren wusste selbst, was die ganzen Andeutungen bedeuteten. Die Macher entwickelten die Serie im Gehen, was etwa so lustig ist wie mit Bilbo das alte Rätselspiel zu spielen. Was hab ich in meiner Tasche? Keine Ahnung, mein Schatz, ich hab nicht mal Hosen an.

Der unbedingte Zwang Lost entgegen der initialen Erwartung plötzlich für eine lange Laufzeit fit zu machen, führte zu einer desaströsen zweiten Staffel, in der etwa zwei Folgen tatsächlich relevante Handlung auf über 20 Episoden gestreckt wurden. Es passierte einfach nichts mehr, nachdem Locke den Hatch entdeckt hatte. Die Flashbacks wurden zu öden Pflichtübungen, die nichts substantiell Neues enthüllten, sondern in epischer Breite das wiederholten, was wir im Endeffekt doch schon wussten. Dazwischen gab es die Expedition der Woche, in der irgendwer aus dem Hatch auszog, um am Ende wieder zurückzukehren. Raus aussem Hatch, rinn innen Hatch. Das alte Rein-Raus-Spiel, wie Kollege Alex wohl sagen würde.

Alles zog sich wie Schmelzkäse, uninteressante Nebenfiguren, die für die Handlung völlig irrelevant waren, wurden ausführlichst durchdekliniert und auch gern mal aus der Serie geschrieben, weil ihre Schauspieler besoffen Auto fuhren und ihnen danach die Einreise nach Hawaii versagt blieb. War aber egal, denn sie spielten ja eh keine Rolle. Schwere Kindheit in Afrika, Drogendeals in Takatukaland, Walt quatscht rückwärts und Locke driftete in den religiösen Wahn ab – alles irgendwie egal. Warum passierten die Dinge? Darum. Es ging nicht mehr darum, eine gute spannende Story zu erzählen und eine in sich schlüssige Dramaturgie zu entwickeln, es galt Strecke zu machen. Im Zweifel erzählte man halt irgendetwas in einem Flashback, warf ein paar kryptische Momente in den Topf und vertraute darauf, dass die Zuschauer das schon fressen würden. Ohh…. so mysteriös. Oh so geheimnisvoll, was mag das alles nur bedeuten?

Wo andere Serien wenigstens pro Staffel einen B-Arc boten, der aufgelöst wurde, türmten sich bei Lost nur Andeutungen auf Andeutungen, bis auch gutwillige Zuschauer langsam entnervt reagierten. Schon 2006 beklagte sich MSN-Journalist Raoul Mowatt in einem lesenswerten Offenen Brief bei den Machern:

“1. Löst mehr Rätsel. Wir können euch schon hören, wie ihr sagt: “Aber wir haben den Leuten doch erzählt, was in dem Bunker ist und zeigten, dass dieses Knopfgedrücke zu was nütze ist.” Super, Leute. Klasse.

Nach zwei Staffeln wissen wir immer noch nichts über Rousseau.
Oder warum die “Anderen” Kinder entführen. Wir wissen nicht, warum viele der Gestrandeten sich vorher über den Weg gelaufen sind, bevor sie auf Flug 815 eingecheckt sind. Wir wissen nicht, was mit der Leiche von Jacks Vater geschehen ist. Wir wissen nicht, was es mit Walts speziellen Kräften auf sich hat. Wir wissen nichts über die Dinge, die urplötzlich auftauchen. Wir wissen nicht, was dieses Rauchmonster ist. Wir wissen nicht, wie Locke paralysiert wurde. Und so weiter und so fort."

Zwar wurden immer mal wieder ein paar auch der oben genannten Rätsel angesprochen, aber die Serie ergötzte sich weiterhin an ihrem andeutungsschwangeren Gebruddel, anstatt wirklich mal irgendwo einen Schlussstrich zu ziehen. Und ich muss zugeben: Das Rauchmonster war einer der LOST-Momente, in denen zwischen mir und der Serie etwas zerbrochen ist. Was am Anfang ein echtes Monster, ein Saurier, ein ID-Wesen, King Kongs schwuler Schwager oder Godzillas Schwiegermutter hätte sein können, entpuppte sich als lausig getrickster dummer Rauch.

Ich meine, WTF? Als Serie, die als Kino im TV anfing, hätte es LOST nicht schlimmer treffen können. Wimmelte die erste Staffel von großen Bildern und aufwendigen Sets – etwa das gestrandete Piratenschiff – wurde die Serie immer kleiner und kleiner. Den Höhepunkt bildeten die dutzende Folgen in Staffel 3, die nur noch in eindeutig als solche zu erkennenden Studiosets stattfanden. Das war mehr Hogans Heroes als Jurassic Park. Boredom at the Backlot, wie ich diese Folgen nannte, wenn man stundenlang nichts Besseres zu tun hatte als Sawyer und Kate im Käfig zuzusehen und Jack, der in irgendeinem Dampfkochtopf saß. Dazu waren die Charaktere jetzt je nach Folge und Situation völlig unterschiedlich disponiert. Locke hatte sich von einem smarten, humorvollen Gung-Ho-Typen zu einem schizoiden Fanatiker entwickelt, der wenig Raum für eine glaubwürdige Charakterentwicklung ließ – und das, obwohl Terry O’Quinn ein wirklich toller Schauspieler ist. Wenn er jetzt stirbt und als Jakobs Bruder aka wandelnde Rauchbombe wieder aufersteht und nebenher noch die Zeitreisevariante von Kain und Abel nachgespielt wird, hört es bei mir irgendwo auf.

Die Macher versuchen seit einer Weile diese Konzeptlosigkeit als “Der Weg ist das Ziel” zu rechtfertigen und wenn gewisse essentielle Rätsel, auf die ewig Zeit verschwendet wurde, mal eben im Vorbeigehen als Nichtigkeit (“Jakob has a thing for numbers…”) entlarvt werden, dann ist für mich der Bogen zur böswilligen Zuschauerverarsche lange überspannt. Wenn ich das wollte, könnte ich mir auch in der U-Bahn singend mit einem Gummiehuhn auf den Kopf hauen – das würd vermutlich mehr Spaß machen.

Wenn also nach diesem Wochenende für Lost der letzte Vorhang fällt – wahrscheinlich mit genug mysteriösen Andeutungen, um auch kommende Spielfilme und TV-Specials offen zu lassen – dann bleibt mir nur ein erleichtertes: Endlich.

Denn nichts ist schlimmer als verlorene Zeit.

Ich schau dann weiter Doctor Who.


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über Warum ich froh bin, dass LOST endlich vorbei ist


Gunslinger87

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Kritiker können leider nicht mitreden (was sie nicht davon abhält) da sie irgendwann aufgegeben hatten diese Komplexe Serie zu verfolgen oder zu verstehen. Keiner von ihnen hatte diesen Moment den wir alle mal hatten wenn wir ein Rätsel gelöst haben oder es in der Serie aufgeklärt wurde. Ich liebe Lost und vermisse es jeden Tag mehr und mehr. Ich war noch nie ein Serienjunkie und mit Mystery hatte ich auch noch nie was am Hut, aber das war einfach nur der Wahnsinn. 6 Jahre Achterbahnfahrt die seines Gleichen sucht. Doch wie es nun mal immer im Leben ist hat alles schöne ein Ende. :(:(

Keep it alive. LONG LIVE LOST!

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Jason Bourne

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Staffel 1und 2 fand ich Super. Staffel 3 und 4 waren ok. Staffel 5 fand ich dann wieder Toll der plot war gut. Staffel 6 werde ich mir hinternander weg ansehen und hoffen das Lost mich nocheinmal fesselt.

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kawummbaby

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Ich bin vor allem froh, dass ich nach drei oder vier Folgen den Braten gerochen habe und mich schon im voraus verarscht gefühlt habe. So ein Mist wie Lost gehört nicht auf einen Bildschirm.

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vanHauser

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Genau! Auf den Bildschirm gehört Qualität und Spannung von den Autoren der "Gute Zeiten, Schlechte Zeiten", "Niedrig und Kuhnt – Kommissare ermitteln" und die Wiederholungen von "Fantasy Island". Dann habe ich mein persönliches Fegefeuer!


manniac

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Ich kann dir auf halbem Weg zustimmen. Für mich hat Lost zwar erst in Staffel 3 und 4 an Drive verloren, sich aber später wieder gefangen. Vor allem die 6 war wieder ein Feuerwerk der Ereignisse. Ich finde zwar, dass die meisten Rätsel eher unbefriedigend gelöst wurden, aber spannend anzusehen war die Entwicklung auf der Insel und auf dem Festland dennoch.
P.S.: Kate nervt. Man hätte sie in Staffel 2 rausschreiben sollen.

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Dr. Borstel

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Ach Leute, jetzt macht doch hier keinen Aufstand. Wenn Batzmann meint, "Lost" sei eine furchtbare Serie, dann ist das sein Verlust, aber kein Grund, hier die alte Hater vs. Fanboy-Debatte wieder auszupacken. Bis zu einem gewissen Grad kann ich einige seiner Argumente sogar nachvollziehen: Dass in der zweiten Staffel Charaktere in die Serie geschrieben wurden, die dann nach ein paar Folgen schon wieder umgebracht wurden, weil die Schauspieler mit dem Gesetz in Konflikt kamen, war lächerlich. Abrams, Lindeloff und Cuse hatten von Beginn an keinen Plan, das will ich gar nicht in Abrede stellen. Ich möchte es aber auch nicht den Machern anlasten, sondern - ein weiteres schönes Thema, über das Batz sich mal auslassen könnte - die Quoten-Geilheit des US-TVs, sie dazu führt, dass 80% aller guten Serien nach ein oder zwei Staffeln wieder abgesetzt werden und es sich für komplexe Produktionen gar nicht lohnt, weit voraus zu denken. Sei dem, wie ihm wolle, ich habe mich schon vor langer Zeit damit abgefunden, dass gewisse Mysterien für immer unaufgelöst bleiben, und halte das sogar für gut, weil es dem Zuschauer Platz dafür lässt, seine Phantasie spielen zu lassen. Okay, in dem Kontext ist die sechste Staffel Mist, weil Rätsel hier auf banalste Art und Weise aufgelöst werden, aber bis einschließlich Staffel 5 hat mir meine Lieblingsserie nie Anlass gegeben, an ihr zu zweifeln, und Planlosigkeit hin oder her, "Lost" war grandiose Unterhaltung, sogar mehr als das.

Natürlich ist das bloß eine subjektive Meinung.

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Audiophil83

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batzmann 46% übereinstimmung... sagt ja wohl alles!

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pentafuchs

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du sprichst mir aus der seele !! die 1. staffel war soo gut, richtig spannend und sehr interessant...doch ab der 2. staffel gings berg ab
am meisten war ich enttäuscht über die enthüllung des ominösen monsters, dass dann eine schwarze gewitterwolke war....ab da wars für mich vorbei und ab staffel 4 hab ichs gar nicht mehr geguckt, weil einfach zu viele gute charaktäre gestorben waren oder sich so dermaßen verändert hatten.

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J0J0

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Lost-Fans argumentieren strukturell avataristisch.

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Batzman

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*gacker* Das hast du schön gesagt!


Prestigeww

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Das denke ich mir auch die ganze Zeit :-D "Was? Du bist kein Fan und wagst es das auch noch zuzugeben? ICH STECH' DICH AB!"


annaberlin

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Also ich mochte eigentlich fast jeden B-Arc oder Subplot oder wie man sagt. Die eine Episode mit Nikki und Paulo war darüber hinaus eine der besten Episoden der ganzen Serie, obwohl sie völlig herausgelöst war aus der Story. Die Flashbacks haben mir immer sehr gut gefallen, vor allem die Story rund um Mr. Eko, Sawyers Vergangenheit, Jakes ausgelöste Ehe und die Suche nach seinem Vater, Hurleys verfluchte Zahlen...Für mich geht diesen Sonntag eine Ära zuende, selbst wenn ich auch schon Folgen sah, die furchtbar langweilig waren, besonders in der dritten Staffel. Dass nichts ausgeklärt wurde, hat meine Neugierde eigentlich nur noch angefeuert.

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Bandrix

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Verstehe nicht, warum alle jetzt auf Batzman rumhacken. Ist doch nur seine Meinung und nichts anderes. Auch ich stimme so gut wie nie mit ihm überein (kann mich nur an eine Ausnahme erinnern), aber man muss ja nicht gleich ausfallend werden. Außerdem sind seine Artikel ganz lustig zu lesen, jedenfalls meistens.
Dann mag er Lost eben nicht und wir Fans können uns drüber freuen zu wissen, was ihm entgeht! ;)

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Mundilfari

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Wird notorischen Lost-Sehern nicht schmecken, aber ich stimme zu. Vor allem dem letzten Satz. Höhö.

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AKS

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"führte zu einer desaströsen zweiten Staffel"
Ab hier hab ich zu lesen aufgehört, da kann eigentlich nur noch Rotz kommen.

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vanHauser

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LOST ist wie ein Zaubertrick. Bzw. wie eine Reihe von Zaubertricks. Ich hasse Zauberer (und habe Angst vor Clowns). Doch einmal in dieser Zauberwelt gefangen saß ich da wie ein kleines Kind das die Tricks von Cyril Takayama sieht: "Ohhhhh! Ahhhh! Geiil!".

Jetzt in Staffel 6 werden die Zaubertricks verraten. Und warum sollte ein Zauberer seinen Trick nicht verraten? Weil dann jeder, der vorher vor Spannung fast ausflippte, plötzlich da sitzt und gelangweilt sagt: "Achso. Das ist ja billig."

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manuel_trg

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Kann ich nur zustimmen!


blackholebird

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absoluter wahnwitz. jetzt wird kritisiert, dass die serie ihre arc ausbaut? schaut man sich die letzte staffel an, merkt man immer noch das grundthema,das in staffel 1 ausgebaut wurde. jede serie hat genau diese logik, wenn sie erfolgreich ist, baut man sie aus. der punkt ist, dass es spannend bleibt und den zuschauer bei laune hält, und lost schafft mit seinem wirklich frischen mysterium genau DAS. klar betreibt man da auch raub an anderen ideen, aber die haben den bogen verdammt gut hinbekommen. und wenn six feet under oder buffy nicht gut gelaufen wird, wärs auch einfach zu ende gewesen,da hat man sich nach und nach unterarcs ausgedacht und genau das gab es bei lost, und die waren jedesmal grandios! man denke nur ans staffelfinale der 3. und die zweite staffel bietet soviele geniale momente (smokey, die eröffnungssequenz, damon, failsafe, die tail section usw.) das ist einfach richtig unterhaltsam und eben nicht ausgelutscht. klar darf man die serie nicht mögen, aber wenn man eigentlich nur kritisiert, das ne serie ein paar neue mysterien einbaut, die ursprünglich nicht geplant ist, dann ist das eigentliche problem das eigene wissen, dass einem den spass daran verdirbt...

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blackholebird

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"letztlich sollte ja alles mit dem großen Bogen zusammenhängen der erklärt: Warum sind sie da? Was ist das Geheimnis der Insel? Was soll der ganze Scheiß eigentlich?"

aber genau das wurde in der letzten episode komplett implementiert, plausibel und sogar ziemlich gut und legitimiert dann all die subplots, die die serie ausführt. wie kann man etwas kritisieren,dass man nur zum teil kennt, wenn die subplots eben DOCH einen sinn haben / bekommen. klar hätte es dharma nicht gebraucht, oder die anderen, man hätte einfach von a nach b gehen können und dann wäre schluss gewesen. indy jones hätte auch einfachdas tagebuch haben können ohne buchverbrennung und wäre direkt zum tempel gelatscht und hätte das ding rausgeholt. klar, nicht jedem muss gefallen, dass man all die charaktersachen auch auf der insel erzählt bekommt, aber da waren so GUTE entwicklungen dabei. vor allem saywer ist derart gewachsen und kriegt besonders in der 6. staffel einen herrlich melancholischen wie selbstzweifelnden touch, der locker mit anderen tiefen wie dexter, six feet under oder weiß nicht was mithalten kann. zudem schaffen sie es, im gegensatz zu JEDEr anderen mystery show(vielleicht von buffy abgesehen), drama UND mystery zu verknüpfen und auch noch eine verdammt gute kulisse zu bieten...

ach und mr eko war nunmal problematishc. ich glaube er hätte die rolle eingenommen,die auf locke zugeschrieben war, aber dadurch, dass der darsteller inselkrank geworden ist und aufhören musste, gabs zentrale neuorientierungen.das ist übrigens auch das zentrale problem bei riesigen arcs. was machen wenn darsteller was anderes machen ?? man kann eine serie ienfach nicht 20 jahre hinaus planen, und wenn man sie ohne arc laufen lässt, kommt so ein käse wie akte x dabei raus. lost schafft da genau den balanceakt.

oh und gerade im vergleich zu battlestar lassen die den religionsmist konsequent außen vor. von eko mal abgesehen! gerade BG verrennt sich da und hat viel größere downtimes und crappy episodes und ovr allem da merkt man, wie sie sich von staffel zu staffel SCHLEPPEN...


Schleckenslord

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Mr. Eko hatte eine fantastische Story. Ohne ihn würde Lost etwas fehlen. Tod hin oder her. So macht das Lost nunmal. Charaktere sterben, einfach so, Überraschungsmoment, ja. Dann hat seine Geschichte halt nichts zur "Großen Rahmengeschichte" beigetragen. Na und? Schließe mich da meinem Vorredner an: Wie langweilig wären denn Geschichten ohne Subplots?


Wombat

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Schicker Artikel, kann ich so unterschreiben.

Ich bin dafür, dass die Macher nochmal nach der ersten Staffel neuanfangen mit "Found". Dann können sie in einer kompletten Staffel alles schick auflösen und den "Anderen" und dem "Hatch" mal ein wenig Sinn einhauchen.

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Narrisch

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Das ganze erinnert mich irgendwie fatal an Battelstar Galactica. Die hatten angeblich einen "Masterplan" und sind zum Schluß im Lendenschurz über grüne Wiesen gehüpft,

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manniac

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Hm BSG nehme ich den Masterplan ehrlich gesagt immer noch ab - das heisst nicht, dass die späteren Folgen gut und spannend waren - nur dass ich tatsächlich glaube, dass der Arc genau so geplant war. Bei Lost allerdings... ein Masterirrgarten. :)


Jumperman

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Ah, die neuste Episode von "Batzman's Jammerei der Woche". Endlich wieder was zum Igorieren, Juhu!

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Batzman

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Am ignorieren musste aber noch bissel arbeiten, hm?


metal1bob

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Ignorieren braucht mans nicht, aber ernst nehmen genau so wenig.


eXonic

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Ich bereue keine einzige der so vielen tausend Minuten. Für mich war jede einzelne einzigartig und ich bin tottraurig, dass es jetzt endet.

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Tyler-Durden

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Batzman der alte Verreißer war mir schon immer unsympathisch. Dieses andauernde mit Vollartikelreichweite als Contrameinungsführer Positionierenwollen, vermittelt mir hier und an anderen Stellen einen äußerst unangenehmen Journalismus. Wie auch immer "Kritiker" stehen aus sowas und sitzen nuneinmal am längeren Hebel der Reputationskette.

Dennoch ein äußerst objektiver Artikel mit großaufgezogenen Argumentationen gegen die kleineren Schwächer der Serie. Die Serie, die eines der absolut BESTEN Filmmedienprodukte darstellt die je produziert wurden. Doch wo Gutes ist, ist leider auch genausoviel Schlechtes vorhanden. The End.

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prixen

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Staffelstart der 2ten verpasst, zack war ich weg vom Fenster, und bin auch nie mehr reingekommen.

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bobo-lemon

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Eher ein Angebot, das du nicht ablehnen kannst! Aber in unserem Umfeld kann dich glaub ich jeder mit "Lost" eindecken... ;)


prixen

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Na nach dem ich mir jetzt alle Kommentare durchgelesen hab, muss ja anscheinend doch was an Lost sein, so viele Menschen können nicht irren :)


Sonse

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Warum ich froh bin, dass LOST endlich vorbei ist?
Weil ich dann hoffentlich nicht mehr ständig das Lost-Gemaule von Batzman lesen muss, der schon vor Jahren ausgestiegen ist.

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Sonse

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Sag das nicht, was glaubst du woher "Daniel der Zauberer" seine ganzen Bewertungen her hat? Ich vermute den Film hat nur ein sehr geringer Bruchteil aller Bewertenden tatsächlich gesehen.

Nach 1-2 Staffeln kann man sich aber durchaus eine Meinung über eine Serie bilden, davon allerdings zwangsläufig auf den Rest zu schließen, halte ich hier für falsch, da es bei "Lost" nach dem Tiefpunkt wirklich wieder bergauf ging.


metal1bob

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Klar darf er auch nach 2 Staffeln eine Meinung haben. Dass Batzmann sich aber beschwert, es würde keine Antworten geben - warum sollte man nach einem Drittel einer Mysteryserie auch schon alles auflösen - ist halt schon sehr dämlich. Hauptsache motzen halt.


Liam Quinn

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Ja genau Lost ist eine ganz doofe Serie.

Wie kann man nur die wichtigsten Fragen bis zum Schluss unbeantwortet lassen. So etwas ist voll gemein und doof. Man hätte es wie bei Twin Peaks machen müssen, den danach ging es ja (mit der vorher eher durchschnittlichen Serie) bekanntermaßen bergauf.

Und erst die doofe schwarze Rauchwolke, die ist ja mal voll unlogisch. Die kann schweben und so geräusche machen, gar nicht funny. Die soll mal lieber zurück nach Conciliazione oder so.

Die Serie geht voll auf Quoten und will Geld damit machen. So etwas geht einfach nicht und ist unlogisch. Damit ist die Serie voll lang geworden und hat doofe ausführliche Charakterbeschreibungen gemacht.

Auch schlimm sind die doofen monotonen Haupt- und Nebencharakter die sich im laufe der Zeit auch noch verändern. Das ist nicht in Ordnung und muss mit einem pfui bestraft werden.

Das alles macht diese Dokumentation im survival- / big brother- stile so doof und unlogisch.

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spanky

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Aaaaaaaah! Ich kann leider nicht mitreden, denn dieser Kelch ging komplett an mir vorüber. Und es wird sicher auch so bleiben...

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vanHauser

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Spanky, bleib weg davon! Als die Serie auf Pro7 lief und ich immer einzappte sah ich immer nur irgend welche Menschen schreiend durch den Wald rennen. Außerdem stehe ich nicht auf so "Mysteryscheiße".

Dann habe ich die ersten Folgen gesehen und bin leider nicht mehr von los gekommen. :-(


zouzou

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Word! Die erste Staffel war toll, bei der zweiten hab ich nach der Hälfte abgebrochen, weil es nur noch Humbug war irgendwann. Und soweit ich das hier über die diversen News der letzten Jahre mitbekommen habe, ist es ja nur immer schlimmer geworden mit den abstrusen neuen und ungelösten alten Rätseln. Ich hab jedenfalls nicht bereut, die Serie dann nicht mehr weiterverfolgt zu haben.
Aber echt schade, die erste Staffel war wirklich vielversprechend und endlich mal etwas anderes!

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eaten_

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Du sprichst mir aus der Seele! D:

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guggenheim

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Wer LOST mag ist blöd und hat Pickel am Hintern! So! ;)

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TheJoker

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:-D Ihr seid die Geilsten...


Prestigeww

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cum hoc ergo propter hoc :-D Denkt auch mal an die armen Leute, die Pickel am Hintern haben und kein Lost mögen...die Armen...


EllHomer

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Mir kann niemand LOST schlecht machen.
Die Serie ist so genial, dass sie selbst gegen die schlechtesten Kritiken immun ist.

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Kaffeejunkie

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Oha...hört ihr das ihr Kritiker da draußen? Andere Meinungen werden ab sofort nicht mehr akzeptiert oder in Betracht gezogen. Immunität für alle!


IamNoSuperman

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das ist doch alles gelünckert!!! Ich kann dich nicht leiden Oliver. määäh

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IamNoSuperman

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HA - da steht der mund wohl offen. Wird nicht verraten, das ist mein Wort. Auf ewig!


stuforcedyou

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Schön subjektiv, so wie sich dass nun mal gehört

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bobo-lemon

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Natürlich hat der Herr Batzman da schon irgendwo recht - zumindest rein objektiv gesehen.
Ich bin "Lost"- infiziert seit der ersten Folge und wurde von dieser Serie bis heute immer wieder hervorragend unterhalten. Niemals zuvor (doch: als Zehnjähriger bei "Tripods" im ZDF) hat etwas im Fernsehen eine entsprechende Sucht bei mir ausgelöst! Ich war schwach, ziellos und hätte mich beinahe in sinnlosem Rumgezappe verloren. Und dann endlich: der Sinn des Lebens, Woche für Woche neu definiert! 40 Minuten vollkommenes Abtauchen, losgelöst sein von all den ordinären Dingen des Alltags - scheiss auf's Nirwana. Freude, Glück, Spannung, Philosophiererei und ... Angst! Plötzliche Angst vor dem Tod, aber nur, weil ich dann nie erfahren würde, was zum Teufel auf dieser Insel abgeht! Aber gleichzeitig noch mehr Angst vor einem Leben nach "Lost"... nach der Offenbarung, endlich allwissend: was soll da schon noch kommen? Werde ich bis an mein Lebensende auf die Rückkehr der guten Unterhaltung im TV warten? Werden die Menschen nach mir die Überlieferungen auf DVD- und Bluray-Boxen weiter in die Welt hinaustragen? Werden sie vielleicht auch nochmal 2010 Jahre auf ein Remake warten?
So viele Fragen und am Ende bleibt mir die Erkenntnis: ich bin zum Spielball der Mächtigen geworden und Angst war ihr Werkzeug.
Aber es war eine schöne Zeit.

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Sasaki

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Der Gedanke zu sterben bevor LOST zuende geht kommt ja auch in Kick-Ass vor. War eine der besten Stellen des Films :D


bobo-lemon

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Den hab ich noch nicht gesehen, werd ich jetzt aber umso schneller nachholen!


Schleckenslord

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Dieser "News"-Bericht ist das beste Beispiel dafür, dass man selbst die beste Serie irgendwie schlecht reden kann. Applaus!

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Moe Szyslak

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Das ist das allererste Mal hier, dass ich es bereue, dass es hier keinen "News gefällt mir nicht"-Button gibt. Der größte Unsinn, den ich hier je gelesen habe und der Beweis dafür, dass die Aufnahme von Serien hier bei MOVIEpilot eine absolute Fehlentscheidung war.
Viel Spaß noch nach LOST, dann werden alle mal merken, was da noch übrig bleibt...

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Utopia

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Richtig so!


TheJoker

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Ich lach mich einfach nur tot...:-D


Aglio-E-olio

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Wenn ich das so lese, bin ich froh, dass ich mitten in der zweiten Staffel aufgehört hab zu gucken - also doch kein großes LOST-Event in den Semesterferien ;)

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Wombat

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Ich habe genau wegen der oben aufgeführten Punkte die Serie gemieden. Nach der Hälfte der zweiten Staffel war es nur noch Enttäuschung pur. Charaktere mussten hergezaubert werden und die Flashbacks waren nur noch lauwarm.
Auch mein Rat ist es, die erste Staffel als hervorragend in Erinnerung zu behalten.


Batzman

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@anteevy
Bei einer Kritik, einem Meinungsartikel - der eindeutig als solcher gekennzeichnet ist - anzumerken, dass es sich nur um die persönliche Meinung des Autoren handelt ist doch ein bißchen wie einem Schimmel vorzuwerfen dass es weiß ist... oder?