The Joker Rises durch CGI-Magie

Christopher Nolan holt den Joker zurück

Andy Serkis als Joker
© Warner Bros.
Andy Serkis als Joker

Bis zum Juli, wenn The Dark Knight Rises in die Kinos dieser Welt kommt, ist es nicht mehr allzu lang hin. Seit der Veröffentlichung des Trailers ist es jedoch verdächtig still geworden um den dunklen Rächer. Doch Christopher Nolan wäre nicht Christopher Nolan, würde er den Hype einfach so abflauen lassen. Mit einer Bombe von einer Meldung bringt er seinen kommenden Blockbuster zurück in die Schlagzeilen. Er wird den Joker, der von dem 2008 verstorbenen Heath Ledger verkörpert wurde, durch die Magie von computergenerierten Bildern und der Technologie des Motion Capturing auf die Leinwand zurückbringen.

Kein Geringerer als “Gollum” Andy Serkis wird sich dabei in einen mit Sensoren bespickten Ganzkörperanzug zwängen und für die Darstellung des manisch grinsenden Widersachers von Batman verantwortlich sein, nur dass eben das Antlitz von Heath Ledger als Joker, wie bekannt aus The Dark Knight, per Computer über das Gesicht und den Körper von Andy Serkis gelegt wird. Mimik und Gestik werden also in The Dark Knight Rises von dem Motion-Capture-Virtuosen stammen, der bereits bei Der Herr der Ringe, Planet der Affen: Prevolution und King Kong exzellente Arbeit geleistet hat.

Um der Kritik entgegenzuwirken, die auf Christopher Nolan angesichts der umstrittenen Entscheidung, eine Figur zurückzubringen, die von einem Schauspieler verkörpert wurde, der bereits tot ist, herunterhageln wird, rechtfertigte er sich vorbeugend auf seiner Facebook-Seite: “Ich bin mir bewusst, dass viele meine Entscheidung, den Joker zurückkehren zu lassen, hinterfragen werden […] Ich kann diesen Leuten derzeit lediglich versprechen, dass ich und Andy [Serkis] mit der höchstmöglichen Integrität daran arbeiten werden und ihnen versichern, dass die Präsenz des Jokers in [The Dark Knight Rises] zwingend erforderlich ist. Ich schrieb das Skript zu The Dark Knight in dem Wissen, dass der Joker einen großen Anteil an dem Schicksal hat, das Batman ereilen wird. Glaubt mir, wäre [The Dark Knight Rises] ohne den Joker realisierbar, würde ich Heath Ledgers Vermächtnis in Frieden lassen.”

Unabhängig davon, was wir von Christopher Nolans Erklärung halten, ist es beileibe nicht das erste Mal, dass ein verstorbener Schauspieler mithilfe von Computertricks in einen Film eingefügt wurde. Das bekannteste Beispiel hierfür ist sicherlich Brandon Lee, der bei den Dreharbeiten zu The Crow – Die Krähe versehentlich erschossen wurde, weswegen er in einigen Szenen durch Doubles und CGI ersetzt werden musste. Auch für Werbespots wurden oft tote Darsteller verwendet, um ein Produkt zu vermarkten. So warb John Wayne unfreiwillig für ein amerikanisches Light-Bier, Steve McQueen für einen Ford Mustang und John Lennon für das Videospiel The Beatles: Rock Band.

Was haltet ihr davon, den Joker wieder auferstehen zu lassen?

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