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The Crow - Die Krähe

The Crow (1994), US Laufzeit 98 Minuten, FSK 18, Actionfilm, Drama, Thriller, Fantasyfilm, Kinostart 28.07.1994


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6.4
Kritiker
38 Bewertungen
Skala 0 bis 10
7.2
Community
6081 Bewertungen
106 Kommentare
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von Alex Proyas, mit Brandon Lee und Michael Wincott

Der Rocksänger Eric Draven und seine Verlobte werden Opfer einer gewalttätigen Gang von verrückten Drogensüchtigen. Die beiden waren mehr als glücklich miteinander und wollten bald heiraten. Deshalb bekommt Eric noch eine Chance: Durch die magischen Kräfte einer Krähe wird er wieder lebendig, steigt aus seinem Grab und nimmt furchtbare Rache.

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Cast & Crew

Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails The Crow - Die Krähe
Genre
Actionfilm, Gerechtigkeitsdrama, Mysterythriller, Fantasyfilm, Thriller
Zeit
Gegenwart
Ort
Detroit , Fiktiver Ort, Großstadt
Handlung
Auferstehung, Gang, Kirche, Krähe, Mörder, Rache, Sexualmord, Suche nach Mörder, Unverwundbarkeit, Vergewaltigung, Verlobte, Überfall
Verleiher
Buena Vista
Produktionsfirma
Edward R. Pressman Film Corporation, Jeff Most Productions

Kritiken (4) — Film: The Crow - Die Krähe

SoulReaver: CinemaForever, D3M

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6.0Ganz gut

[...] Würde man es drastisch sagen, dann dürfte man wohl leise behaupten, dass „The Crow“ seinen Platz als Kultfilm heute niemals genießen dürfte, wenn sein gerne in überforderter Theatralik verfallener Hauptdarsteller Brandon Lee, Sohn des legendären Kampfsportkünstlers Bruce Lee, nicht auf tragische Art und Weise bei den Dreharbeiten ums Leben gekommen wäre. Allerdings, so wahr die These auch klingen mag, ist dieser Tonfall wohl doch etwas fehl am Platze, denn schlecht ist „The Crow“ einfach nicht. Der Film hat seine eklatanten Defizite, ob es die Charakterzeichnung, der Einbau der Nebenfiguren, die alle nur lose zwischen den Zeilen umhertreiben, oder die hin und wieder bemüht wirkende Atmosphäre ist. Aber Alex Proyas ist kein schlechter Filmemacher, er weiß welche Hebel er bedienen muss um den Zuschauer trotzdem bei Laune zu halten und durch die Nacht des Teufels zu eskortieren. „The Crow“ ist in seiner zwischenmenschlichen Gehaltlosigkeit dennoch unterhaltsam, auch wenn sie ihm erheblich schadet. Ein netter Liebesfilm, irgendwie anders, irgendwie nett anzusehen, aber kein Knaller.

Kritik im Original 26 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 3 Antworten

horro

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da hast du sicher recht mit deiner Analyse, der "Kult" des Films lässt sich in keiner Weise mit dessen Qualität rechtfertigen ... auf seine Weise ein gutes Beispiel dafür, wie verschiedene Elemente sich gegenseitig hochschaukeln und den nüchternen Blick trüben ... konnte mich dem damals auch nicht entziehen ;)


SoulReaver

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Ja, naja, ist halt so, wenn ein Schauspieler/namhafter Beteiligter während der Dreharbeit verstirbt, verdeckt dass das eigentliche Projekt und wird unweigerlich in die höchsten Höhen geschaukelt. Als Andenken? Aus Respekt vor dem Verstorbenen? Nur muss man dennoch ehrlich bleiben, finde ich.


JackoXL: Die Drei Muscheln

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8.0Ausgezeichnet

Eine düstere Perle der 90er.

Überschattet von einem "Missgeschick", um das sich etliche Mythen ranken. Hauptdarsteller Brandon Lee, Sohn von Bruce Lee, wurde kurz vor Drehschluss erschossen. Nicht etwa auf dem Parkplatz oder in einer Kneipe, am Set, während des Drehs. In eine Waffe verirrte sich (?) scharfe Munition (!), wie kann das denn passieren? Von einem dummen Zufall bis hin zu einem gezielten Attentat war alles möglich.
Was auch immer sich damals abgespielt hat, ob das Fahrlässigkeit hoch 10, unglaubliche Dummheit oder doch kein Zufall war, dieser Mythos schwebt bis heute über "The Crow". Das hat mit Sicherheit zu seinem Kultstatus beigetragen, aber ihn nur auf das zu reduzieren, wäre nicht fair
.
Unabhängig von dieser irren Geschichte, "The Crow" ist großartig. Ein reines B-Movie, das steht außer Frage. Dabei aber wahnsinnig gut gemacht. Das gesamte Szenario ist ein einziger Sündenpfuhl. Willkommen in Crack-City. Gesetz, Moral und Hoffnung sind tot und begraben, Chaos und Gewalt regieren. Gnadenlos überzogen, aber durch die Inszenierung nie als real, sondern comicartige Kreation dargeboten. Nur so kann das funktionieren, und das tut es. Alex Proyas erzeugt ein inhaltlich simples, aber sehr stimmungsvolles Märchen um Tod, Vergeltung und Liebe. Schade, das der Regisseur dieses Genretalent nach "Dark City" scheinbar verloren hat.

Wie gesagt, kein großes Drehbuch, aber effektiv und mitreißend umgesetzt. Allein durch seine Stimmung weiß der Film zu gefallen und zu faszinieren. Tolle, verregnete und in Dunkelheit getauchte Bilder, schöne Kamerafahrten, passender Soundtrack und dazu diese einfache, aber wirkungsvolle Essenz um die wohl stärksten menschlichen Emotionen: Liebe und Hass. Im Prinzip ist "The Crow" eine Liebesgeschichte. Der Tod wird durch die unsterbliche Liebe kurzzeitig besiegt. Das ist einerseits traurig, andererseits auf eine merkwürdige Weise schön. So einfach "The Crow" eigentlich gestrickt sein mag, so sehr kann er einen berühren. Eine traurige, schöne, dunkle Geschichte, dessen einfache Botschaft menschlicher und zugänglicher wirkt als bei so manchen abgefeierten "echten" Dramen. Liebe ist leider nicht stärker als der Tod, aber was wäre wenn....

17 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 51 Antworten

einSchluss

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unter der Berücksichtigung von Frauenrollen im Katholizismus und dem Karneval.
;) night Ed.


The_Comedian

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Wunderbar geschrieben!


TheCorey: MovieMaze

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5.5Geht so

Im Comicgenre herrscht im Grunde fast so etwas wie ein Duopol, sind immerhin DC Comics und Marvel die beiden alles überragenden Marktführer. Hier bestätigen Ausnahmen wie Dark Horse natürlich die Regel. Ein weitestgehend unbekanntes Label gebar 1989 einer der weitestgehend bekannten Comics. James O’Barr veröffentlichte in diesem Jahr in Caliber Comics – einem Verlag, der sich im selben Jahr erst gegründet hatte – seine über mehrere Jahre ausgearbeitete Geschichte The Crow. Eine düstere und melancholische Liebeserklärung, basierend auf wahren Begebenheiten und eigenen traumatischen Erlebnissen.

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Flibbo: Wie ist der Film?

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7.0Sehenswert

Alex Proyas' „The Crow“ ist eine klassische Rachestory mit retardierendem Moment, originell verpackt und mit einigen durchgestylten Bildern versehen, die im Comicstil eine wunderbar düstere Atmosphäre voller Gothic-Poesie schaffen, aber nicht zu dick auftragen.
Der tragische Tod des Hauptdarstellers während der Dreharbeiten verleiht dem Film eine gewisse Magie, davon abgesehen gefallen der interessante Soundtrack und die Tatsache, dass „The Crow“ nicht so mit Informationen und Handlungssträngen überladen ist, wie einige jüngere Comicverfilmungen, sondern schnurstracks seine Geschichte erzählt und sich dabei stets an die charismatische Hauptfigur heftet.

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Kommentare (102) — Film: The Crow - Die Krähe


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Medardus

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Bewertung4.5Uninteressant

Auch wenn ich die Thematik, das ganze Goth/Okkult Zeug sehr stehe, ist das hier einfach ein "Kult" Film....ergo ein völlig verklärter Film, der durch die Story hinter den Kulissen mehr Aufmerksamkeit ~ Hype und mehr Romantisierung erfahren hat. Man bedenke nur die elendigen halbguten Goth etc Bands, die sich dessen angenommen haben, wie zB Tristania *uff*

Die Optik hat was und ja, der Soundtrack mit Cure, Pantera und geht in Ordnung. Leider nur weniger Punkte von mir, da einfach mehr drin gewesen wäre als dieses actionreiche Rührstück in wirklich cooler Optik.

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Stritz83

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Bewertung9.5Herausragend

Einfach ein Klassiker mehr kann man dazu nicht sagen

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Holden82

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Was hatte ich Angst vor dem Film...

Mit 14/15 das erste mal geschaut, da gleich zwei, drei mal. Jetzt Jahre später wieder ausgeliehen. Mir hat der Film damals richtig, richtig gut gefallen. Ich hatte echt Angst dass ich mir den Film kaputt mache wenn ich ihn jetzt im Erwachsenenalter noch mal sehe und er in meiner Erinnerung besser ist als er es verdient hätte. Aber, weit gefehlt.

Starke Bilder und Musik, tolle Atmosphäre, toll inszenierte Stadt. Insgesamt düster, in sich stimmig, macht Spaß!

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RoboMaus

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Bewertung7.0Sehenswert

Okkult-Rachethriller mit minimaler Story: ein Mann, der zusammen mit seiner Verlobten ermordet wurde, steigt aus dem Grab und bringt einen der Mörder nach dem anderen um - Colateralschäden inbegriffen. Die Atmo ist standesgemäss düster mit Dauerregen, aber der Plot ist fast immer vorhersehbar, fast schon wie bei den alten Django-Filmen. Nach dem Motto: jawoll, jetzt wird es ihnen geben. Dadurch kommt kaum Spannung auf, ausser zum Ende hin. Die üblen typen wirken zudem wie eine Kopie aus "Clockwork Orange". "Thriller" ist eigentlich schon übertrieben, denn es ist nicht die Spannung, sondern eher die Brutalität, die unter die Haut geht. Nicht gerade clever gemacht, aber solide und unterhaltsam.

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Tunahan

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Bewertung9.5Herausragend

The Crow gehört zu der Art von Filmen, die bewusst auf sehr komplexe Handlungen verzichten.

Denn die Handlung des Filmes wird durch eine überzeugend dichte Gefühlskulisse getragen. Drei Worte sind im Film großgeschrieben: Rache, Liebe und Erlösung.

Der Film legt eine ausgezeichnete Balance zwischen Zorn und Melancholie an den Tag, was der düster gehaltenen Welt zuzuschreiben ist. Eine sehr interessante Verbindung zwischen Horror, Thriller und Liebesfilm.

Die Darsteller des Filmes sind eher durchschnittlich, jedoch reicht das Setting des Filmes völlig aus, um alle Charaktere überzeugend darzustellen.

The Crow ist, mit einfachen Worten, eine düstere Achterbahnfahrt der Emotionen, die man als Zuschauer gebannt mitverfolgt.

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megaterminator

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Bewertung9.0Herausragend

TOLLER FILM.

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Splashy

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Bewertung5.5Geht so

Typischer Superhelden Rache Actioner, nicht mehr aber auch nicht weniger.
Zwar sind Settings und Atmo ansprechend umgesetzt und auch die Schauspieler sind einigermaßen. Irgendwie wollte der Funke bei mir aber nicht richtig überspringen.
Das ganze wirkt einfach wie der Abklatsch vom Abklatsch. Irgendwie hat man das alles in anderen Filmen schon deutlich besser umgesetzt gesehen. Sowieso drängt sich mir der Vergleich eines Punisher bzw. Batman in EMO-Style auf...

FAZIT: typischer 90er Fantasy Actioner, der nicht schlecht ist, aber auch nicht vollkommen überzeugt...

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gajer1978

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Einer meiner absoluten Lieblingsfilme....düster und beklemmend...
Ein Rachefeldzug, in welchem ein jeder Bösewicht bekommt, was er verdient!!!!
Durch den Tod von Brandon Lee während der Dreharbeiten, wurde der Film zum Kult...
Sollte man gesehen haben!!!

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Dom699

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Bewertung5.5Geht so

Trotz aller Tragödie, allem mystischen und abergläubischen Implikationen und trotz aller Sympathie für Cast und Thema: the Crow ist einfach kein besonders guter Film.

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MrMo

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damit könntest du recht haben. sein tod und das ganze drumrum tragen natürlich zum erfolg eines films bei.


Dom699

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da wären natürlich vergleiche zu the dark knight möglich, der in meinen augen für sich gesehen der wesentlich bessere film ist.


replicant-10

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

The Crow-Die Krähe ist ein Gothic-Fantasy-Kult-Action-Film
mit Bruce Lees Sohn Brandon Lee, der bei den Dreharbeiten
zu diesem Film auf tragische weise ums Leben kam.
Der Film ist absoluter Kult und Brandon wurde genauso
wie Vater Bruce Lee zur Legende.
Wäre dieser tragische und traurige Vorfall nicht passiert
wäre Brandon Lee zum Star geworden.
R.I.P. Brandon Lee.
Es kann ja nicht immer regnen !

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Lili 9ochefort

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Bewertung9.5Herausragend

HALLOWEEN - SPECIAL :)

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tja, der 2. Film in meiner Halloween Special Tour ist der Film The Crow von Alex Proyas (Dark City) und der Film passt ebenfalls perfekt in meine Special Tour hinein, den hier wurde der Rockmusiker Eric Draven in der Nacht vom 31. Oktober (gemein gesagt die Nacht des Teufels) von einer mordlüsteren Gang ermordet, und kommt mithilfe einer mystischen Krähe wieder zurück,...
Ganz klar The Crow ist ein Klassiker der 90 er Jahre und der spezielle Gothik Look verleiht dem Film eine morbide und geheimnisvolle Aura. Sicher die Gesichte handelt von dem alttestamentarischen Motiv Rache, aber in diesem Fall, liegt der Fall für mich ein wenig anders als bei üblichen Rachefilmen nämlich ist hier der Protagonist tot und kehrt als übernatürlicher Rächer wieder zurück, was die Thematik doch ein wenig anders für mich auslegt.
Dieses eine hat mir schon einmal gefallen und dann ACHTUNG SPOILER////// bleibt The Crow noch ein wenig auf Erden, obwohl er gehen könnte den die Täter sidn tot, aber weil er aus einem menschnlichen Grund bleibt und noch den Gangsterboss ausschlaten muss,... durch das ist der Film keine stumpfe Racheoper,... sondern erhält zusätzlich das gewisse Etwas///////////// SPOILERENDE.
Aber neben der tollen Düsteroptik, und der Story haben mir noch die Liebesgeschichte zu Beginn gefallen, und die anderen Charaktere wie der schwarze Polizist und das kleine Mädchen. Und ich finde die Schauspieler passen alle perfekt in ihre Rollen, und Martial Arts Profi Brandon Lee überzeugt auch wenn der Film ruhigere Töne anschlängt und auf der Gefühlsebene wandelt und da gibt es viele Momente, aber keine Sorge auch die Action kann voll und ganz überzeugen, tolle Shoot Outs, tolle Martial Arts insgesamt sehenswerte Choreo...

Nur warum gibt es dann keine 10 Punkte ???
...
...
das liegt daran das in diesem Film Brandon Lee gestorben ist, und da kann ich bei allen Qualitäten die der Film zweifelsohne hat, nicht die 10 mit Herz zücken, geht mir nicht übers Herz,... tja geht leider nicht.

Fazit:
Morbider Fantasyklassiker der heute noch immer in allen Belangen überzeugt, und dem halt das traurige Ereignis von Bradon Lees Tod auch nachhaltig noch ein bisschen nachhalt.

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EvertonHirsch

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Bewertung10.0Herausragend

Wenn schon eine Liebesgeschichte, dann so.

Normalerweise fallen mir bewusste Farbgebungen in Filmen nie sonderlich auf. Mit Ausnahme von Proyas “The Crow“. Außer in Flashbacks herrscht hier eine einzige schwarz-graue Szenerie vor. Alles wirkt hoffnungslos, Typen, die sich in dieser Stadt wohlfühlen, sind meist durchgeknallt und haben andere Vorstellungen von Recht und Ordnung als der überwiegende Teil unserer Gesellschaft. Hoffnung wird nur vermittelt durch einen Rächer, der von den Toten aufersteht, um sich an einem Mord an ihm und seiner Verlobten zu rächen. Und durch den genialen Score von Graeme Revell, der Zorn, Trauer, Wut und Entschlossenheit Eric Dravens (der Hauptfigur) eindrucksvoll wiedergibt, wird hier eine so düstere und abgedrehte Welt geschaffen, die mich in ihren Bann gezogen hat. Wenn jedoch mal so etwas wie Licht und Farben mit einbezogen werden, werden durchaus beeindruckende Bilder geliefert, so z. B. das brennende Krähenzeichen oder das rötliche Sonnenlicht, dass Dravens Schatten auf die Wand hinter Sarah wirft.

Brandon Lee schafft es, mit seinem Spiel seinen Widersachern in puncto Wahnsinn einen drauf zu setzen. Manchmal wirkt seine Mimik wie eine Mischung aus durchgeknalltem Irren und diabolisch lächelndem Killer, so dass eine Art Gerechtigkeitsgefühl (nicht im juristischen Sinne) heraufbeschworen wird.

Welch traurige Ironie ist es dann jedoch, dass gerade bei einem der für mich geilsten Männerfilmmomente, eben jener Brandon Lee gestorben ist? Das Zusammenspiel aus flackerndem Licht, das nur marginal die Dunkelheit erleuchtet, dem Score von Revell sowie dem unentwegten Ertönen von Schüssen aus dutzenden von Waffen gehört für mich zu den geilsten Filmszenen “made for men“ aller Zeiten.

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damian.thorne.3

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Bei welchen Szenen war es das Double und nicht mehr der echte Brandon ?


EvertonHirsch

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Ehrlich gesagt, habe ich da keine Ahnung. Aber gehört (gelesen) habe ich mal, dass die letzten Szenen per Computer und Double fertiggestellt werden mussten


The_Comedian

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Bewertung10.0Herausragend

"Gebäude brennen und Menschen sterben, aber die wahre Liebe bleibt ewig"

Wer hätte gedacht, dass einem das mal passiert. Wenn man seine dunkle Seite kennt, liebt und respektiert, bisweilen auch mit, über, für und gegen Gut und Böse, sowie Leben und Tod kokettiert, oft provoziert, selten bilanziert und nie bereut. Keine Reue! Bis heute. Warum so lange verschmäht. War es der Hype? Ja, es war der Hype, der Gewaltige. Gothpunk riss damals Gräben zum Mainstream auf, eine Gallionsfigur der Szene, wenn es denn eine solche überhaupt gab, war tot, und es trauerten nicht nur dunkle Brüder und Schwestern, sondern viele, vielleicht zu viele, der Anderen...

...Denn die Szene gab sich eher scheu, als wolle man unter sich sein, was sich jedoch als bloßer Beobachter leicht sagen läßt, war die eigene Punkattitüde doch von Anfang an eher individueller, fast schon avantgardistischer, jedoch in jedem Falle schwarzgefärbter Natur. Die Schnittstelle bildete vielmehr die Musik, Bands wie Bauhaus, The Jesus And Mary Chain, Killing Joke oder The Cure wissen bis heute, in manchen Momenten, zu begeistern...

...Die Musik und neue Bekanntschaften eröffneten also kürzlich einen rundum gelungenen Abend in einem für düstere Interessen bekannten Club nahe der heimischen Wohnstätte. Binnen kürzester Zeit waren die letzten, kümmerlichen Vorurteile über Bord geworfen, im Gegenteil, es ergaben sich weitmehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede, wobei man aber betonen muss, dass der Verfasser dieser Zeilen sich aus dem artverwandten Industrial-Bereich richtung Gothic-Cosmos bewegt hat, und nicht etwa, wie viele Andere aus dem Punk,...

...Ups, schon sitzt man wieder am Tresen und schwadroniert, schweift ab, denn über Musik lässt sich leicht unendlich reden. Das Thema schwengt schliesslich doch um, sodass das reizende Gegenüber mit den beidseitigen Zombie-Kontaktlinsen, dem auffälligen MakeUp und dem gewaltigen Iro plötzlich und unvermittelt den Hype von damals erwähnt. Puh, nee, Klischeeee! Oder doch nicht...

...Das Interesse wurde übermächtig, es durfte nicht länger gewartet werden...

... Der Kanditat geht durch die Decke, von Null auf Hundert in ca. 1 1/2 Stunden:

Alex Proyas schuf mit "The Crow" ein hochemotionales, rasantes, trotz oder gerade wegen der vorhersehbaren Rachestory ungemein spannendes Goth-Punk-Comic-Märchen, welches sogar in den bewusst überzogenen Momenten mit dem kleinen, blonden Engel in Rot nicht zum Kitsch verkommt. Es wirkt eher stringent-authentisch, wobei das Mädchen den totalen Kontrast zur Stadt der Hölle darstellt, welche dem Zuschauer serviert wird. Die Sünde ist spürbar, die Gewalt hemmungslos, die Szenerien drastisch. Und die Rache ist erbarmungslos. Diese Stadt liegt Sin City näher als Gotham, obwohl man sich in beiden wiederfindet. Die Musik deckt sich wie oben erwähnt, sogar eine kleine Buddy-Story mit dem schwarzen Cop gibt`s noch obendrauf. Scheiss auf den Hype, hier ist (fast) der neue Fan-Boy, der Comedian!

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dasmitglied

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klasse kommentar. da kommen sogar bei mir alte erinnungen hoch ^^


The_Comedian

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Danke!:-)


daniel.wolf.7731

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Bewertung9.5Herausragend

Düster und packend mit einem Brandon Lee der leider viel zu früh von uns ging

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hsv-rossi

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Gehörte in den 90igern zu meinen absoluten Lieblingsfilmen.
Schade das Brandon Lee von uns gegangen ist,er hätte eine ähnliche Karriere wie Stallone oder Schwarzenegger machen können...
Ein Film der auch heute noch fast 20 Jahre später nichts von seinem Charme verloren hat.
Dunkel,Mystisch uns Geheimnisvoll....the Crow

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Sathora

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Oh man wie sehr ich diesen Film liebe. (ACHTUNG Kommentar kann und wird SPOILER enthalten)
Brandon Lee als Eric Draven, der durch eine Krähe von den Toten wieder aufersteht um sich zu rächen. Und das auf feinste Art und Weise. Ich kann ihn gar nicht oft genug sehen.
Nach und nach kascht er sich einen nach dem anderen aus der Gang die damals ihn und seine Verlobte töteten. Nebenbei beschützt er noch Sarah, die damals quasi zu ihnen gehörte.
Actionreich, und trotzdem mit viel Charm hat der Film mein Herz im sturm erobert.
Echt schade das Brandon Lee dann nie wieder einem Film innewohnen konnte, er war ein brillianter Schauspieler.

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StraySheep1012

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Seit meiner Kindheit einer meiner absoluten Lieblingsfilme.

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beast667

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Bewertung9.5Herausragend

"Ich liebe dich mit dem Lachen und Weinen meines Lebens. Mit meinem Herzen!
Und sowahr es Gott will, lieb ich dich im Tod noch mehr! ". Crow ist mehr, als ein Liebes und Revengefilm, es ist eine Ode an Freundschaft, eine der besten Comicverfilmungen aller Zeiten mit einem grandiosen Soundtrack, der nicht von seinen Dialogen lebt, sondern Bilder sprechen lässt. Und ja Heath Ledger als Joker sieht wirklich bissel aus wie Brandon Lee.

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herrmann.jemine

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Bewertung9.0Herausragend

in zeiten, als ich noch eine große affinität zur damals sehr wiedererstarkten gothic / darkwave-szene hatte, passte dieser film wie ein soundtrack zum leben. aus heutiger sicht ist er schon sehr kitschig, hat echt was von nem groschenroman in seiner pathetischen umsetzung... aber: das darf nicht zählen! trotzdem kann ich mich nicht überwinden, ihm heute die volle wertung zu geben, wie ich das trotz seines alters bei tanz der teufel gemacht habe.

damals war er geil, und der soundtrack setzte nochmal ordentlich einen drauf. ein film, an dessen kultstatus trotz sich ändernder zeiten nicht wirklich gerüttelt werden darf ^^

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Spike1990

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Dieser morbide Rachefilm auf Grundlage des gleichnamigen Comics von James O’Barr hat mir richtig gut gefallen. Sein Kult-Status ist auf jeden Fall gerechtfertigt! Der hervorragend zusammengestellte Soundtrack trägt auch seinen Teil dazu bei. Schade, dass Brandon Lee so tragisch vor Beendigung der Dreharbeiten verstorben ist. Aus Respekt vor seinem Andenken würde ich an Stelle der Studios, Abstand von einem Remake nehmen, dieses ist nämlich überhaupt nicht notwendig.

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